Bei der Zeit-Online gibt es eine Genreübersicht zu Reggae, die spannend ist: Was Jamaika der Menschheit schenkte.
Beschleunigt wird diese Produktionsweise durch das eigentümliche Copyright in Jamaika – das als Gewohnheitsrecht auch im Rest der Reggae-Welt gilt: Die instrumentalen Kompositionen (in der Fachsprache: „Riddims“), zu denen Gesangseinlagen aller Art entstehen können, gelten als öffentliches Gut, sind also frei kopierbar. So kommt es, dass von jedem halbwegs erfolgreichen Reggae-Song innerhalb weniger Wochen unzählige „Versionen“ entstehen, eine origineller, durchgeknallter oder einfach nur schöner als die andere. Dieses Verfahren erzeugt so mit jedem Hit maximale Vielfalt – die ja bekanntlich gut für die Evolution ist.
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2 Kommentare zu „Reggae und Copyright“
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Na, aber bitte nur nicht-homophobe Songs ;)
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Das hatte ich auch schon mal, und zwar im Februar – und hatte auch genau das Zitat rausgesucht: http://www.musikdieb.de/?p=9
Komisch, gestern habe ich auch gesehen, dass der Artikel bei der Zeit unter der aktuellen Musik-Rubrik wieder aufgetaucht ist (Sommerloch?)
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