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Urheberrecht, Creative Commons, freie Software, freies Wissen, Bildung, Informationsfreiheit.

  • : US-Repräsentantenhaus stimmt gegen Netz-Neutralität
    US-Repräsentantenhaus stimmt gegen Netz-Neutralität

    Das US-Repräsentantenhaus hat gestern mit 269 zu 152 Stimmen einen Gesetzantrag abgelehnt, mit dem das Ürinzip der Netz-Neutralität fest geschrieben werden sollte.

    Intern.de: ‚Net Neutrality’ gescheitert.

    Doch das Lobbying gerade der großen Telefon- und Kabelgesellschaften scheint erfolgreicher gewesen zu sein. Überhaupt können sich diese Firmen nicht über das Gesamtpaket „H.R. 5522“ beschweren, das vom Repräsentantenhaus mit 321 zu 101 Stimmen angenommen wurde. Denn dieser Gesetzespaket ebnet für die Gesellschaften unter anderem den Weg in die Fernsehwelt. Das neue Gesetz, das auch vom Weissen Haus schon gutgeheißen wurde, dereguliert den Zugang zu diesem Markt.

    Technology Review: Netzneutralität: Holzauge sei wachsam.

    Es geht hier im Übrigen nicht um Marktgiganten von Google, die ausgeblendet werden sollen, wenn sie nicht im Sinne der Telkos spuren. Nein, ein „tiered Internet“, in dem womöglich nichtzahlenden Site-Betreibern nur die Kriechspur bleibt, haut den neuen Internet-Firmen und kleinen Webdiensten auf den Kopf, die derzeit in ungeahnter Anzahl erneut erblühen. Es geht auch um nutzergenerierte Inhalte wie Weblogs, die auf der Strecke bleiben könnten, wenn das Netz in die Bereiche „Webserver hat bezahlt“ / „Webserver hat nicht bezahlt“ eingeteilt würde. Mit dem Ende der Netzneutralität bzw. einer fehlenden Festschreibung derselben könnte sich außerdem die Zensurfalle öffnen: Wenn die Provider tatsächlich erst einmal bestimmen, was die Nutzer sehen dürfen, haben zum Beispiel gegenüber der Betreiberfirma kritische Blogpostings womöglich keine Chancen mehr.

    CNet: House rejects Net neutrality rules.

    The U.S. House of Representatives definitively rejected the concept of Net neutrality on Thursday, dealing a bitter blow to Internet companies like Amazon.com, eBay and Google that had engaged in a last-minute lobbying campaign to support it.

    CNet: New Net neutrality plan may ruffle feathers.

    Internet companies that have been lobbying for stiff Net neutrality regulations might be having second thoughts right about now.

    Vor der Entscheidung hatte die Washington Post ein sehr lesenswertes Plädoyer von Lawrence Lessig und Robert W. McChesney für Netz-Neutralität publiziert: No Tolls on The Internet.

    Congress is about to cast a historic vote on the future of the Internet. It will decide whether the Internet remains a free and open technology fostering innovation, economic growth and democratic communication, or instead becomes the property of cable and phone companies that can put toll booths at every on-ramp and exit on the information superhighway.

    Neben der zivilgesellschaftlichen Kampagne „Save the Internet“ hatten sich viele Internetfirmen und wneige NGOs noch zur Kampagne „It’s our Net“ zusammen geschlossen.

    9. Juni 2006 6
  • : eMusic: Online Musik verkaufen ohne Kopierschutz
    eMusic: Online Musik verkaufen ohne Kopierschutz

    Mario Sixtus schreibt im Blog der Technology Review über eMusic.com und das erfolgreiche Geschäftsmodell dahinter: Give the People what they want!

    Zurück zum Anfang: Kann man mit Musikdateien ohne Kopierschutz Geld verdienen? Klar. Kann die Musikindustrie das auch? Nein. Deshalb wird sie weiterhin klagen und jammern, uns fragwürdig berechnete „Brennerstudien“ vor die Nase halten und jede Mix-CD zum Kapitalverbrechen erklären. Britney Spears und Ballermann 6 wird man also auf absehbare Zeit nicht ohne Kopierschutz kaufen können. Vielleicht ist das auch gut so.

    9. Juni 2006
  • : Captain Copyright vs. Dr. Lawless
    Captain Copyright vs. Dr. Lawless

    Die kanadische Lizenzagentur Access Copyright will seit kurzer Zeit mit dem Superhelden Captain Copyright kanadischen Grundschülern eine industrie- und verwerterlastige Sicht des Urheberrechts beibringen, unter anderem mit Anleitungen für’s Rollenspiel im Klassenzimmer: Die Kinder sollen ihre Mitschüler z. B. um Verwertungsrechte für ihre Werke bitten oder Klassenzeitungen mit einer zusätzlichen Seite für Urheberrechtshinweise versehen.

    Delikat ist an der Sache (neben dem unverhohlenen Lobbying) natürlich vor allem, dass „Captain Copyright“ ein Superheld nach dem Muster von Superman, Batman oder den anderen Helden der Comickultur ist. Somit bedienen sich die Kampagnenmacher ironischerweise genau des alltäglichen, offenen und selbstverständlich unvergüteten Kulturtransfers, der in ihrer einseitigen Darstellung von Kreativität unter den Tisch fällt.

    Philipp Lenssen hat die Abenteuer von Captain Copyright weitergezeichnet: Unser Held kämpft gegen den bösen Dr. Lawrence Lawless.

    9. Juni 2006 2
  • : Der Video-Podcast zur WM: Morgen startet das WMStudio06
    Der Video-Podcast zur WM: Morgen startet das WMStudio06

    Was die Kanzlerin kann, können wir schon lange: Morgen startet WMStudio06 – Unser Video-Podcast zur WM. Das Projekt ist als Spassidee entstanden, da ein Teil von newthinking communications verrückt nach Fussball ist und der andere Teil sich mehr fürs Internet und neue Kommunikationstechnologien interessiert. Mit dem WMStudio bekommen wir beides kombiniert und überleben die WM in der Mitte Berlins.

    Jeden Tag um 15 Uhr geht eine neue Folge der Show online. Mit „Teddy Turbo“ aka Christian Ahlers von den „Good Old Boys and Girls“ haben wir einen professionellen Schauspieler als Moderator (und seine Schreiber dazu), der nicht nur die Spiele kommentieren wird, sondern auch den etwas anderen Blick auf das WM-Geschehen wagt.

    In Analogie zum offiziellen WM-Motto „A time to make friends“ steht die Show unter dem Motto „A time to make sense“. Im Online-WM-Studio wird es neben den Spielkommentaren auch Expertengespräche, Taktikanalysen, eine Presseschau sowie den „WM-Artikel des Tages“ geben. Dabei können wir sogar auf eine Bluebox zurückgreifen, die hier nebenan bei den Jungs und Mädels von eitelsonnenschein berlin steht und die bei dem Projekt auch mitwirken. Insgesamt sind mehr als fünfzehn Personen damit mehr oder weniger befasst.

    Beim wmstudio06 setzen wir konsequent auf Offene Standards – Zumindest soweit das geht. Die Produktion und Schnitt läuft komplett mit Freier Software. Wir greifen dabei hauptsächlich auf Kino, Cinelerra, Audacity, Inkskape und Gimp zurück und wollen damit auch zeigen, dass professionelle Videoproduktion mit Freier Software Realität ist. Als Videoformat wird es neben MP4 auch das sympathische und nachhaltige Ogg Theora-Format geben. Von mir aus hätten wir dies auch in den Feed eingebunden, aber dann würden sich alle Apple- und Windows-Nutzer beschweren. Schade eigentlich, so kommt der Feed leider nur mit MP4. (Mal schauen, vielleicht gibts noch einen Extra-Feed mit Ogg Theora). Für den Player hätten wir gerne eine andere Lösung als Flash gefunden, aber hier haben zwei Wochen testen nur gezeigt, dass es immer noch keine zufriedenstellende plattformübergreifende Lösung gibt. Und meine Entscheidung war dann, dass wir lieber den Besten der getesteten Player nehmen als gar keinen.

    Aber die Verbindung von freien Formaten und offenen Lizenzen dürfte bei der bewegten WM-Berichterstattung einzigartig sein. Ausserdem ist alles „on demand“ – Broadcast-InternetTV war gestern. :)

    Bis zum 9. Juli finden sich täglich ab 15 Uhr auf www.wmstudio06.de neue Inhalte zum Download . Alle Videos stehen unter einer Creative Commons Lizenz – das Kopieren und Weiterverbreiten ist ausdrücklich erlaubt und erwünscht. Auch wenn es eine restriktive CC-Lizenz ist, wird wohl niemand etwas gegen Mash-Ups etwas haben. Alle Videos werden selbstverständlich in verschiedenen Formaten zur Verfügung gestellt, damit niemand ausgeschlossen wird. Vermutlich wird es auch noch eine Mobile-Version geben.

    Der Trailer ist schon online (OGG / MP4) und da einige Blogs schon drauf verlinken, gibts die Vorankündigung schon heute. Heute Abend basteln wir noch weiter dran, auf unserem internen Server siehts schon viel weiter aus. Und morgen um 15 Uhr ist dann die erste Show online.

    8. Juni 2006 5
  • : Verlinkung von „Online-Videorecordern“ abgemahnt.
    Verlinkung von „Online-Videorecordern“ abgemahnt.

    Wieder so eine Abmahnung-wegen-Weblink-Geschichte, die man vor 3 oder 4 Jahren noch nicht für möglich gehalten hätte.

    Erneut hat es dabei einen Ex-Chef von mir erwischt: Ich habe nämlich irgendwann mal für den cinefacts.de-Vorläufer dvd-inside.de geschrieben. Wobei, den Namen darf man ja nun auch nicht mehr erwähnen, weil nur Intel inside sein darf (inzwischen aber wohl nicht mehr will).

    Jedenfalls hat der gute Darius nun Anfang Juni eine Abmahnung von RTL dafür kassiert, dass er für einen Anbieter von „Online-Videorecordern“ geworben und dessen Netzangebot verlinkt hatte.

    8. Juni 2006 2
  • : Norwegen: iTunes AGBs nicht legal?
    Norwegen: iTunes AGBs nicht legal?

    Der norwegische Bürgerbeauftragte für den Verbraucherschutz geht gegen Apple vor: iTunes verstößt gegen norwegisches Landesrecht.

    Thon bemängelt unter anderem die eingeschränkte Verwendung der erworbenen Produkte. Durch den Einsatz von DRM-Techniken werde dem Kunden vorgeschrieben, welche Geräte er zum Abspielen der heruntergeladenen Musikdateien nutzen und wie oft er eine Datei kopieren und speichern darf. Dies sei nach norwegischem Recht nicht zulässig. Zudem nehme sich das Unternehmen heraus, die Vertragsbedingungen jederzeit einseitig und ohne besondere Ankündigung ändern zu dürfen. Die Informationspflicht werde in den Verträgen auf den Kunden abgewälzt, der selbst dafür zu sorgen habe, auf dem Laufenden zu bleiben.

    Eine Orginalquelle vom „Consumer Council“ ist hier: The Consumer Council of Norway is on track to win case against iTunes.

    ”A trade agreement with a consumer must be balanced, also in the digital sphere. The Consumer Council has seen a trend where terms of agreement, technical blocks and their legal protection have led to a reduction in the rights of consumers and their opportunities to use cultural material,” Waterhouse says.

    Meiner Meinung nach sollten sich auch mal deutsche Juristen die AGBs ansehen. Wir haben im letzten Jahr schon darauf hingewiesen, dass die Nutzung von iTunes mit diesen AGBs sicher nicht im Interesse von Verbrauchern ist:

    Mit Vertragsabschluß willigt Mensch gleich mit ein, dass bei Änderung des Angebotes Apple nach eigenem freiem Entschluss berechtigt ist, die gekauften Nutzungsrechte dem Nutzer wieder zu entziehen. Desweiteren ist speziell Windows-Nutzern von iTunes abzuraten, da unter dem Punkt “Sicherheit” in den Dienstleistungsbestimmungen die Verantwortung über die Vertraulichkeit und Sicherheit des Nutzerkontos auf selbigen übertragen wird. Er hafte für sämtliche Aktivitäten, die in Verbindung mit seinem Konto vorgenommen werden.

    7. Juni 2006 4
  • : UK: Warum das Urheberrecht ausgeweitet werden muss
    UK: Warum das Urheberrecht ausgeweitet werden muss

    Der Chef des Interessenverbandes der britischen Musikindustrie, Peter Jamieson, hat auf einer Anhörung in London eine grandiose Argumentation von sich gegeben, die begründen soll, dass der in Großbritannien geltende Urheberrechtsanspruch unbedingt von jetzt 50 Jahren auf 95 Jahre auszudehnen sei:

    „Britische Musik ist einer der wichtigsten Botschafter Großbritanniens“, erklärte Jamieson. Versäume man es, die Schutzfrist auszudehnen, könne sich der Exportschlager Musik eines Tages zu einem Import-Artikel entwickeln und es würde kaum noch Geld aus dem Musikgeschäft in das Vereinigte Königreich zurückfließen.

    Klar, seit den Beatles und Cliff Richard ist auch nichts neues und gutes mehr aus England gekommen, was man irgendwie exportieren konnte… Manchmal wundere ich mich echt noch über solche Argumentationen. Alleine deswegen müsste man einem solchen kulturellen Raubbau einen Riegel vorschieben. Mehr bei Heise: Britische Musikindustrie sieht Recht auf Privatkopie.

    7. Juni 2006 4
  • : dyne:bolic 2.0 ist raus
    dyne:bolic 2.0 ist raus

    Es gibt eine neue Version von dyne:bolic. Die auf Audio- und Videobearbeitung ausgerichtete Linux Live-Distribution ist gestern in der Version 2.0 erschienen. Erfreulich ist, dass es nun anscheinend endlich möglich sein soll, Programme zusätzlich zu installieren. Ich fand dyne:bolic vom Konzept her schon immer prima , allerdings war ich mit einem Teil der vorausgewählten Programme nicht zufrieden, die ich über die Audio- und Videoproduktion hinaus für einen produktiven Einsatz benötigte. Ich werde die Tage mal die neue Version durchtesten. Im Moment gibts den Download nur über Bittorrent, dies soll sich aber in den nächsten Tagen ändern.

    Bei Golem gibts einen kleinen Artikel zum Release: Dynebolic: Linux-Live-CD für Multimedia-Produktionen.

    7. Juni 2006
  • : Kennzeichnungspflicht für DRM
    Kennzeichnungspflicht für DRM

    In Grossbritanien ist die parlamentarische „All Party Internet Group“ mit Interessanten Vorschlägen an die Öffentlichkeit gegangen, wie man mit DRM umgehen sollte (PDF). Eine ihrer Kernforderungen ist die Kennzeichnungspflicht für DRM-Erzeugnisse. Eine sehr sinnvolle verbraucherpolitische Forderung, die für mehr Transparenz sorgen kann.

    Key points of the report:

    * A recommendation that the Office of Fair Trading (OFT) bring forward appropriate labelling regulations so that it will become crystal clear to consumers what they will and will not be able to do with digital content that they purchase.
    * A recommendation that OFCOM publish guidance to make it clear that companies distributing Technical Protection Measures systems in the UK would, if they have features such as those in Sony-BMG’s MediaMax and XCP systems, run a significant risk of being prosecuted for criminal actions.
    * A recommendation that the Department of Trade and Industry investigate the single-market issues that were raised during the Inquiry, with a view to addressing the issue at the European level.
    * A recommendation that the government do not legislate to make DRM systems mandatory.
    * A recommendation that the Department for Culture, Media and Sport review the level of funding for pilot projects that address access to eBooks by those with visual disabilities and that action is taken if they are failing to achieve positive results.
    * A recommendation that the Department of Trade and Industry revisit the results of their review into their moribund “IP Advisory Committee” and reconstitute it as several more focused forums. One of these should be a “UK Stakeholders Group” to be chaired by the British Library.
    * A recommendation that the Government consider granting a much wider-ranging exemption to the anti-circumvention measures in the 1988 Copyright, Designs and Patents Act for genuine academic research.
    * A recommendation that having taken advice from the Legal Deposit Advisory Panel, the Department for Culture, Media and Sport hold a formal public consultation, not only on the technical details, but also on the general principles that have been established.

    Ich weiss ja, es ist total naiv, sich einen solchen Forderungskatalog oder generell das notwendige Bewusstsein von unserem Unterausschuss Neue Medien im Bundestag zu wünschen. Und unser Bauernminister Seehofer geht sicher früher in Rente als dass er mal die verbraucherpolitische Relevanz des Themas erkennt. Schade eigentlich. Aber ich lasse mich gerne auch vom Gegenteil überzeugen.

    Auf jeden Fall sei hier nochmal der Report als PDF verlinkt.

    Die BBC berichtete über die Initiative: MPs in digital downloads warning. Und ansonsten sei hier noch auf einen Bericht der Open Rights Group verwiesen: Launch of the APIG report on DRM.

    7. Juni 2006 5
  • : EX-RIAA-Chefin bloggt gegen Klagewellen
    EX-RIAA-Chefin bloggt gegen Klagewellen

    Hilary Rosen, ehemalige RIAA-Vorsitzender von 1998–2003 (aka US-MusikindustrieTM), bloggt manchmal bei der Huffington Post. Das ist manchmal sogar interessant, wie der folgende aktuelle Beitrag mit dem Titel „For the Record, for What It’s Worth“ zeigt:

    But for the record, I do share a concern that the lawsuits have outlived most of their usefulness and that the record companies need to work harder to implemnt a strategy that legitimizes more p2p sites and expands the download and subscription pool by working harder with the tech community to get devices and music services to work better together. That is how their business will expand most quickly. The iPod is still too small a part of the overall potential of the market and its propietary DRM just bugs me. Speaking of DRM, it is time to rethink that strategy as well.….…. At some point, I will write more comprehensively about those years and these issues.…then again, maybe not.

    6. Juni 2006
  • : Remixing Cinema: Matt Hanson von „A Swarm of Angels“
    Remixing Cinema: Matt Hanson von „A Swarm of Angels“

    Wir haben ja auch noch den Service der Freien Software Presseagentur, wo wir jeden Dienstag vielen Redaktionen und Journalisten Neuigkeiten aus der Freien Software und Open Source Welt per Newsletter schicken. Heute gabs den 100. Newsletter und wir werden jetzt vermehrt Portraits und Interviews für die FSPA erstellen, die ich dann auch hier für dieses Blog verwerten kann. Hier ist ein Beispiel davon:

    Vor ein paar Wochen wurde an dieser Stelle bereits „A Swarm of Angels“ vorgestellt: Das bislang einzigartige Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, einen Spielfilm rein mit den Mitteln des Internets, sprich über eine offene Vernetzung zu finanzieren, zu produzieren und fertig zu stellen. Von dem Open-Source-Projekt können Anteile und damit auch ein Mitspracherecht für je 25 britische Pfund erworben werden und das Ergebnis soll hinterher unter einer Creative-Commons-Lizenz zur kreativen Weiterverarbeitung und Remixen veröffentlicht werden. Die Idee stammt vom Briten Matt Hanson, der 1996 das erste Digitalfilmfest der Welt gründete. Mit im Boot sind außerdem Boing Boing-Blogger Cory Doctorow, der Comic-Autor Warren Ellis und Tommy Pallotta, der soeben Richard Linklaters düstere Version von „A Scanner Darkly“ produzierte.

    Matt Hanson erklärt der fspa, was er unter „Remixing Cinema“ versteht: Das Filmprojekt „A Swarm of Angels“ will Open Source mit einer filmischen Web 2.0‑Initiative verbinden. Anfang des Jahres fiel ihm auf, dass in Hollywood die Produktionsmühlen bedächtig lange arbeiten, bis jedes Script durch die Einsprüche der Studiobosse zerfleddert wird. „Cinema 2.0“ sei anders, sagt er: Das Filmprojekt soll als eigenständiges Produkt über Online-Netzwerke durch eine globale Internet-Filmproduktion zusammen getragen werden. Die vielen fleißigen Beteiligten kommunizieren und operieren hauptsächlich online. Hanson mailte seine Idee an Freunde und hatte bis letzten Monat etwa 100 Leute zusammen, die Anteile zu je 25 britischen Pfund, rund 36 Euro, kauften. Mittlerweile sind es 500 Interessierte, die ersten 1 000 sollen später das Konzept auf robuste Beine stellen. Aber: „Nur ein Kleinteil davon will wirklich selber beim Schreiben mitmachen. Das ist fein, weil ich letztendlich die Kontrolle darüber habe und genug Input und Feedback bekomme“, erklärt Hanson. Die Geschichte des Films mag er noch nicht preisgeben, es soll sich aber um einen Sci-Fi-Thriller handeln.

    Matt Hanson hat sich schon jahrelang mit digitalen Filmprojekten auseinander gesetzt. Anfang der 90er noch als Filmjournalist für das englische Hippster-Magazin Dazed&Confused. 1996 gründete er das erste digitale Filmfestival onedotzero in London. 1997 erklärte er „The End of Celluloid“, und dass die digitale Revolution auch die Produktionsmittel verändern würde. „Einerseits geht die Geschichte von Video im Internet zurück zu den Basics. Das musste so sein, technologisch. Deshalb hatte ich immer ein Problem damit, weil es auf die geringsten gemeinsamen Nenner zurückgreift: Pornos und schlechte Schülerwitze. 1996 gab es Web-Clips sowieso nur in Briefmarkengröße auf dem Monitor zu sehen. Also ging ich anders herum und schaute auf die neue Medienkultur.“ Damit war er der erste, der Flash-Animationen im Kino zeigte und zu Kunstfilmen erhob. Sein aktuelles Projekt ist die Konsequenz: „Jetzt mache ich das wieder anders herum. Ich stelle eine große Medienproduktion mit Hilfe des Internets zusammen, um das Ergebnis weiter auf andere Medien zu bringen, sei es auf das Handy oder ins Kino.“ An einer Online-Filmproduktion versuchten sich bereits andere: Die Leipziger VEB Film nennt sich ein „Open Source Film Net Label“, das seit zwei Jahren Filme unter CC produziert und ausschließlich über Online-Spenden finanziert. Im Moment krankt es jedoch nur an den freiwilligen Spenden: Mit 8 000 Euro sind sie in den Miesen und hoffen, ihren zweiten Langfilm bald beenden zu können, ohne das Equipment verkaufen zu müssen.

    Matt Hanson gibt sich zum Gelingen seines Open-Source-Films zuversichtlich. Er findet die Zeit reif für derlei Web 2.0‑Projekte und bezieht die Spender aktiv in den Schaffensprozess ein: So ist bereits ein Dokumentarfilm über „A Swarm of Angels“ geplant. Die Teilnehmer sollen sich selber bei den Vorbereitungen mit Webcams filmen und hinterher den Drehbericht mittels eines freien Video Sharing Services wie Jumpcut gemeinschaftlich schneiden.

    6. Juni 2006 3
  • : Pro-DRM Kampagne von EICTA
    Pro-DRM Kampagne von EICTA

    Die europäische DRM-Lobby hat eine Pro-DRM Kampagne namens Europe4DRM gestartet. Ausrichter ist der EICTA-Verband (European Information, Communications and Consumer Electronics
    Technology Industry Association). Hier haben sich die ganzen Technologie-Unternehmen (natürlich grösstenteils nicht aus Europa) und ihre Verbände „uneigennützig“ zusammen geschlossen, um die „Vorteile“ von DRM zu promoten, und ihre Lösungen besser verkaufen zu können.

    Die Mitglieder sind:

    Accenture, Agilent, Alcatel, Apple, Bang&Olufsen, Blaupunkt, Bull, Canon, Cisco, Corning, Dell, EADS, Epson, Ericsson, Fujitsu, Hitachi, HP, IBM, Infineon, Intel, JVC, Kenwood, Lexmark, LG Electronics, Loewe Opta, Lucent, Marconi, Matsushita, Microsoft, Motorola, NEC, Nokia, Nortel, Philips, Pioneer, Samsung, Sanyo, SAP, Sharp, Siemens, Sony, Sun Microsystems, Texas Instruments, Thales, Thomson, Toshiba.

    Auf der Seite gibt es einige Informationen, weshalb Pauschalabgaben „von gestern sind“ („The Burden of Levies“) und weshalb DRM der Welt Glück, Frieden und Völkerverständigung bringen wird.

    Dazu gibt es Flashfilme, die alles nochmal einfach erklären. Wer sich den Pro-DRM Flashfilm ansieht, sollte sich danach erstmal die Trusted Computing Animation anschauen.

    6. Juni 2006 3
  • : Citizen Journalism mit der Readers Edition
    Citizen Journalism mit der Readers Edition

    Ich war heute morgen bei der Pressekonferenz der Netzeitung zum Beta-Start ihres neuen Citizen-Journalism-Portals „Readers Edition“. Das Projekt kenne ich jetzt schon seit einiger Zeit und konnte des öfteren während der Entwicklung Feedback geben. Besucher des letzten Berliner Webmontags konnten sich auch schon ausführlich die Alpha-Version anschauen, die Peter Schink dort vorstellte. Peter ist neben Solveig Grothe Projektleiter von Readers Edition (Im Weiteren öfters RE abgekürzt)und hatte heute auch zur Pressekonferenz eingeladen. Also nutzte ich die Möglichkeit, mir mal die Netzeitung von innen anzusehen und ausserdem war ein kleines Büffet versprochen. Das lustige bei solchen (eher netz-affinen) Pressekonferenzen in Berlin ist ja, dass man ständig die „üblichen Verdächtigen“ trifft, was ja ganz nett ist.

    In seinem Anfangsstatement ging der Chefredakteur der Netzeitung, Michael Maier auf die Chancen ein, die ein solches Projekt für den Netzjournalismus bedeuten würde und beschrieb diese mit dem Satz „Die konstruktive Kraft der Lesercommunities ist grösser als die destruktive“. Das hat man ja auch schon erfolgreich bei der Wikipedia sehen können.

    Der Medienwissenschaftler Steffen Büffel (bekannt durch das Media Ocean Blog) wurde extra aus Trier eingeflogen, um den anwesenden Journalisten (von den alten Medien) eine kleine Einführung zu den Themen Online-und Bürgerjournalismus zu geben. Das war interessant, aber nichts neues für mich. Ausser dem Hinweis, dass es in den 80er Jahren in den USA schon eine eher theoretische Debatte über „Civic Journalism“ gegeben hat. Damals dachte man schon darüber nach, wie man besser an die Leser heran kommt und lokale Gemeinschaften nutzen kann. Aber damals fehlte auch noch die notwendige Technik, die wir heute so selbstverständlich nutzen: Das Internet. Mit dem Internet gibt es eine neue Debatte rund um den Begriff „Citizen Journalism“- Der Bürger wird selbst zum Berichterstatter. Dazu gibt es neue interaktive Möglichkeiten und das Marketing-Buzzwort „User Created Content“ beschreibt eigentlich auch nur das, was von Anfang an die Netzkultur bestimmte: Die Tradition, Informationen frei zur Verfügung zu stellen, Informationen mit anderen Nutzern austauschen. Gleichzeitig gibt es Kommunikationsmöglichkeiten über Kommentare, die Debatten ermöglichen. Dies ist übrigens älter als die Weblogtechnologie, was viele übersehen und war schon die Grundlage für Newsgroups, bzw. das Usenet.

    Aber zurück zur Readers Edition. Traditionelle Zeitungen haben ja im Allgemeinen das Problem, dass ihre Kernlesergruppe aus den Über 50-jährigen und „Bildungsbürgern“ bestehen. Die Kernlesergruppen für die Zukunft der Zeitungen ist bereits mehrheitlich im Netz (14–50 jährigen) zu finden und wird sicher nicht mehr mittelfristig aufs Papier umsteigen. Das süd-koreanische Citizen Journalism-Portal „OhmyNews„ fiel gleich mehrfach in der Diskussion. Kein Wunder, ist es doch das Paradebeispiel, welche Chancen solche Portale für lokale Berichterstattung bieten und wie ein Miteinander zwischen Bürgern und Journalisten funktionieren kann. Auch Blogger und Journalisten sind keine Gegensätze, sondern werden immer mehr zu Bündnispartnern. Der grösste Unterschied von der Readers Edition zu OhMyNews soll übrigens der sein, dass bei der RE keine Redaktion alles rausfiltert, sondern Moderatoren entscheiden, was genommen werden kann und was nicht. Die Moderatoren sollen zukünftig aus der aufzubauenden Community kommen und nach Reputation ausgewählt werden. Das Modell gibt’s ja auch schon erfolgreich bei der Wikipedia zu finden. Steffen Büttel schloss sein Einführungsvortrag mit den Worten, dass Bürgerjournalismus im Netz auf Verlagsseiten nur funktionieren könne, wenn Verlage verstehen lernen, wie Netzkultur funktionierte, jetzt funktioniert und zukünftig funktionieren wird. Meine Worte. :)

    Danach führte Solveig Grothe weiter in die Motivation des Projektes ein. Mit der RE wolle man den Lesern die Möglichkeit geben, selber ihre eigene Zeitung zu machen, selbst mitzuwirken und diese selbst mit zu gestalten. Dies könne dadurch geschehen, dass die Leser Beiträge schreiben, Bilder hochladen, Moderatoren werden (erstmal durch Redaktion ausgewählt, später Reputationseinstieg) und natürlich gibt es auch noch die Mitwirkungsmöglichkeiten im Sinne von Kommentaren und Bewertungen der Beiträge.

    Zum Start gibt es sechs Rubriken (Politik, Web&Technik, Wirtschaft, Sport, Lokales und Vermischtes), diese sind nicht feststehend, sondern sollen mit mehr Erfahrungen erweitert werden. Texte müssen von Moderatoren freigeschaltet werden, Moderatoren sollen sich austauschen (wenn Bedenken bestehen) und notfalls entscheidet die Moderatorengemeinschaft . Bei Problemen sollen die Schreiber angeschrieben werden, Rechtschreibfehler sollen die Moderatoren einfach so rausnehmen. Für die Netzeitung ist die Plattform natürlich auch eine Art Frühwarnsystem, die Redaktion kann sehen, welche Themen von Lesern aufgegriffen werden und man kann sehen, wie nah man selbst an den Interessen der Lesern dran ist. Zumindest erstmal theoretisch.

    Peter Schink beschrieb dann die Erfahrungen der Alpha-Phase, die übers Pfingstwochenende stattgefunden hat. Seit Freitag sind 30 Texte online und 5 sind nicht genommen worden. Das sei besser als gedacht für eine Alpha-Phase. Er sieht das Ganze als Experiment, was an Inhalten kommt und wie es mit der Software läuft. Probleme mit Beiträgen können natürlich nicht ausgeschlossen werden, aber dafür sind ja die Moderatoren da. „Es gibt natürlich immer ein paar wahnsinnige – dessen sind wir uns auch bewusst“, beschrieb er dies passend.

    Als Software wurde WordPress genommen und so verändert, dass das Editierfeld im Frontend zu finden ist. Die Leser werden nicht verwirrt. Aber leider musste man dazu WordPress leicht forken, hoffentlich gibt das später keine Probleme (Oder ist das mittlerweile gelöst, Peter?).

    Seit der Ankündigung, „man wolle 20 Millionen Schreiber finden“, hätten sich 2500 Menschen mit ihren Emailadressen angemeldet. Diese Resonanz hat wohl alles sehr überrascht, da man quasi kein Marketing für die Plattform gemacht hat. Das Glück des First Movers halt auf dem deutschen Markt.

    Wie funktioniert nur das Ganze?

    Nutzer können sich anmelden und Artikel schreiben. Neue Artikel kommen in eine Art Warteschleife und müssen von mindestens fünf (Am Anfang) Nutzern bewertet werden, um auf die Titelseite zu kommen. Dort finden sich auch die fünf bestbewerteten Autoren, die „Artikel der Woche“ mit Bewertung und die meistgelesenen Artikel der Woche. Für alle Artikel gibt es auch noch die Möglichkeit, eine Verbindung mit Google Maps herzustellen. Das ist sinnvoll für regionale Berichterstattung. Ich kann mir zum Beispiel alle Artikel aus Berlin anschauen und zu einerm späteren Zeitpunkt auch einen eigenen RSS-Feed aus Schlagwörtern generieren.

    Alle Beiträge stehen unter der Namensnennung-NichtKommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 Deutschland Creative Commons Lizenz. Damit wird ausgeschlossen, dass die Netzeitung und andere kommerzielle Medien alle guten Artikel einfach so übernehmen können, ohne die Autoren zu kompensieren. Diese müssen explizit ihre Zustimmung geben, falls man die Artikel zu kommerziellen Zwecken übernehmen möchte. Und Honorar aushandeln.

    Das Risiko von Urheberrechtsverletzungen, Abmahnungen, etc. ist den Machern bewusst. Prinizipell versucht man erstmal, das Risiko einzugehen und ist „guter dinge, dass es auf Einzelfälle beschränkt bleibt“. Es gibt natürlich auch ein Blog zur Plattform, um mit den Lesenr zu kommunizieren und über Weiterentwicklungen zu berichten. In einem Wiki werden Antworten auf häufige Fragen gesammelt und Tipps gegeben, wie man Artikel schreibt und Bilder formatiert. Gleichzeitig soll transparent dargestellt werden, weshalb man manche Artikel nicht freigeschaltet hat. Eine Dopplung von Themen ist möglich und zugelassen, Peter Schink meinte dazu nur, dass es nicht schadet, wenn zu einem Thema mehrere Artikel vorliegen.

    Prinzipiell wird Werbung nicht ausgeschlossen, aber man möchte bei Werbung auch Mechanismen gefunden haben, wie man die Kompensation der Autoren und Moderatoren geregelt bekommt.

    In der anschliessenden Diskussion ging es dann wieder stark um die Abgrenzung zu OhMyNews.Dieser bestehe vor allem darin, dass die Kontrolle weiter nach draussen gegeben wird und man viel freier sei als das koreanische Vorbild. Auch wolle man keine Blogplattform, bzw. „persönliche Postingplattform, sondern schon eine Online-Zeitung machen mit einem klaren Presseanspruch. Man sehe den Anreiz für Leute, eine Plattform anzubieten, sich zu präsentieren und gemeinsam eine Zeitung zu machen. Eine Plattform, „die für jeden offen ist, ob Blogger, Hausfrau oder Krankenpfleger“.

    Die heute gestartete Betaphase soll übrigens solange andauern, bis einige Bugs beseitigt sind und wenn man der Meinung ist, eine stabile Version erreicht zu haben. Neue Features sollen aber auch nach der Beta-Phase ständig implementiert werden. Erstmal gibt es nur die Möglichkeit, Texte einzustellen, später können/sollen Videoblogging und Podcastingmöglichkeiten eingebaut werden. Dies war wegen des engen Zeitplans (bis zur WM) nicht mehr zu schaffen.

    Auf die Frage, was passiert, wenn andere Mainstreammedien das Modell kopieren, antwortete Peter Schink, dass der grosse Vorteil der Netzeitung durch ihre Online-Erfahrung und die Position des First-Movers bestehe. Aber das schön am Internet sei ja die Offenheit, dass sich das Beste durchsetzen würde. „Wenn jemand anders es besser macht, haben wir ein Problem“.

    Aber wir sind ja in Deutschland und es dauert wohl noch lange, bis die grossen Medien verstehen, dass es an der Zeit ist, etwas Kontrolle abzugeben, und Open Source Strategien anwenden. Ich wünsche dem Projekt daher viel Glück.

    6. Juni 2006 13
  • : Adobe gegen Microsoft: PDF raus aus Office 2007
    Adobe gegen Microsoft: PDF raus aus Office 2007

    Wie cnet gerade in einem Artikel gemeldet hat, versucht Adobe juristisch von Microsoft Lizenzgebühren für eine PDF-Export-Funktion einzutreiben. Besonders verwundert dies, da Adobe immer PDF als Standard bezeichnet hat, den jeder in seine Software integrieren kann. Scheinbar macht Adobe Unterschiede zwischen Microsoft Office 2007 und OpenOffice, PDFLaTeX oder Scribus. Alle diese Projekte haben eine PDF-Export-Funktion zahlen aber keine Lizenzgebühren, obwohl Adobe diese Projekte kennt.

    Aber was bedeutet dies? PDF ist somit nicht von jeder Software nutzbar. Adobe bezeichnet PDF jedoch als Offenen Standard. Das passt nicht zusammen. Wenn Adobe auf dieser Position beharrt, so muss PDF leider aus der Liste der Offenen Standards gestrichen werden.

    Anders würde der Fall aussehen, wenn Microsoft einfach Software von Adobe nutzen würde, um PDFs zu erzeugen. Das läßt sich aber nicht aus dem Artikel entnehmen. Hat jemand die Beta von Office 2007 getestet und kann mal nachsehen, ob des da Indizien für Adobe-Software gibt?

    Auch würde mich interessieren unter welcher Lizenz die Patente auf PDF nutzbar sind? Hat da jemand Infos? Bislang habe ich den Adobe-Mitarbeitern geglaubt, die alle behauptet hatten, dass jeder PDF implementieren darf, jedoch allein Adobe PDF weiterentwickelt.

    Ergänzung: Brian Jones von Microsoft hat in seinem Blog Informationen zu dieser Sache.

    Ergänzung: Der Vorstoß von Adobe scheint sich auf Wettbewerbsrecht und den laufenden Anti-Trust-Prozess in der EU zu beziehen. Mir ist aber noch nicht so ganz klar, warum hier eine Androhung von Adobe ausreicht und nicht ein Schreiben der Wettbewerbshüter. Das Signal ist meiner Meinung nach aber dennoch schlecht für Offene Standrads. Das Wettbewerbsrecht sollte die Interoperabilität fördern und nicht die Verwendung von Standards einschränken. Was schlecht für einen einzelnen (in diesem Fall Adobe) ist, muss noch lange nicht schlecht für die Allgemeinheit sein.

    4. Juni 2006 6
  • : The Pirate Bay is back
    The Pirate Bay is back

    The Pirate Bay ist wieder online und das Angebot wird gerade nach und nach ins Netz gestellt.

    Bilder von der Demonstration gegen die Schliessung gibts bei Flickr.

    4. Juni 2006 7
  • : The Pirate Bay im Chaosradio-Interview
    The Pirate Bay im Chaosradio-Interview

    Tim ist gerade auf der Reboot-Konferenz in Kopenhagen und hat für den Chaosradio-Podcast einen der Sysadmins von „The Pirate Bay“ zu den Vorkommnissen der letzten Tagen befragt: CRI009 – The Pirate Bay. Das Interview ist ca. 43 Minuten lang und findet sich hier als MP3.

    Tim Pritlove talks to Peter who is one of the maintainers and system administrators of The Pirate Bay system which has become the biggest BitTorrent tracker system in the world effectively generating half of Swedens Internet traffic. The system was recently raided by Swedish police after the US government complained about the site to the swedish government. This interview was done two days after this incident happened and while the Pirate Bay System was still offline.

    Peter explains what exactly happened during the police raid and explains the history and philosophy behind the anti-copyright scene in Sweden and the technical details of the Pirate Bay system and the BitTorrent protocol in particular. He also explains what the technical difficulities are in maintaining the service and the amount private data the system stores and handles.

    2. Juni 2006 1
  • : Open Access Special in der c’t
    Open Access Special in der c’t

    Bei c’t‑online gibt es ein grosses Special über Open Access von Richard Sietmann: Über die Ketten der Wissensgesellschaft. Sehr ausführlich und lesenswert!

    Der Kulturkampf über den Zugang zu wissenschaftlichen Veröffentlichungen verschärft sich

    Was „Open Source“ für die Softwareentwicklung, ist „Open Access“ für die Wissenschaft – eine Bewegung, die sich für den freien Zugang zu wissenschaftlichen Veröffentlichungen einsetzt. Politische Unterstützung findet sie hierzulande kaum. Die Wissenschaftler und ihre Organisationen müssen mit den Entwicklungen des Publikationswesens allein zurechtkommen.

    2. Juni 2006
  • : Knoppix 5.01
    Knoppix 5.01

    Klaus Knopper hat eine neue Version von Knoppix ( 5.01) angekündigt, die „in Kürze“ zum Download auf den üblichen Servern bereitstehen soll. Das „in Kürze“ kann man zwar dehnen, ich vermute aber mal, dass die Server in den nächsten Stunden (bzw. morgen) die neue Version online haben könnten.

    2. Juni 2006 2
  • : Zweifelsfrei?
    Zweifelsfrei?

    Der Tagesspiegel hat einen „Eltern-Warn-Artikel“ zum Thema Tauschbörsen: Die Schonzeit ist vorbei. Da steht eigentlich nichts interessantes drin, ausser dem letzten Absatz:

    Bei der Beweisführung stützt sich die Staatsanwaltschaft auf die eindeutigen Logdateien, die während der Ermittlungen auf den Servern des Internets gesammelt wurden. Mit ihnen und den Angaben der Provider lässt sich zweifelsfrei nachweisen, über welchen Anschluss und vom welchem Computer aus die Urheberrechtsverletzungen begangen wurden.

    Ich finde es etwas irritierend, wenn hier „zweifelsfrei“ geschrieben wird. Ich bin mal auf ein Gerichtsverfahren gespannt, wo es genau darum geht, ob jemand zweifelsfrei mit einer IP-Nummer auf einem Server war. Technisch ist dies nämlich nicht zweifelsfrei feststellbar.

    2. Juni 2006 8
  • : Samstag wieder Net-Lag Party in Berlin
    Samstag wieder Net-Lag Party in Berlin

    Am kommenden Samstag gibt es wieder eine Net-Lag Party im RAW-Tempel in Berlin mit garantiert freier Musik. Themenschwerpunkt soll diesmal Brasilien sein, was ich ganz passend finde. Aufgrund einer Vielzahl an guten Parties am Wochenende weiss ich noch gar nicht, ob ich dahin gehe, aber wenn dann auf jeden Fall zum Live-Set von Sam & Headkit von Brothers in Music. Das soll theoretisch um 2 Uhr starten und rockt auf jeden Fall.

    Auf der Seite gibts unten auch noch sechs Links zu Livemitschnitten vom letzten Mal.

    1. Juni 2006