Generell

Video-Plattformen und das deutsche Urheberrecht

Telepolis berichtet über den „Internetvideo-Boom in Deutschland?!

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Vergleicht man die Verletzungen in Deutschland mit denen bei YouTube, erscheint das Problem erst einmal marginal, jedoch gibt es einen entscheidenen Unterschied: YouTube wird vom „Digital Millenium Copyright Act“ geschützt, der die Rechteinhaber zwingt, erst einen sogenannten „DMCA-Letter“ mit der Aufforderung zur Löschung des fraglichen Inhalts an YouTube zu schicken, bevor sie rechtliche Schritte einleiten können. Solange YouTube diesen Aufforderungen nachkommt, drohen vorerst keine Klagen. Anders sieht es in Deutschland aus, denn hier fehlt eine solche Instanz. Es ist noch nicht klar, ob die Videohoster oder die User für die Verletzungen zur Rechenschaft gezogen werden, doch mit der zunehmenden Kommerzialisierung der Plattformen durch Werbung steigt das Risiko für die Videohoster. Aber selbst wenn „nur“ die User verklagt würden, hätte dies negative Auswirkungen auf die Plattformen. Es kommt also noch einige Arbeit in diesem Feld auf die Videohoster zu.

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4 Kommentare
  1. Google behauptet zwar, durch die Ausnahmebestimmungen des DMCAs – die für ISPs gemacht wurden, und die es genau so auch in Europa (E-Commerce-Richtlinie, Artikel 12,13,14) gibt – geschützt zu sein, aber ob dies wirklich so ist, darf bezweifelt werden.

    „Solange YouTube diesen Aufforderungen (zum löschen beanstandeter Inhalte) nachkommt, drohen vorerst keine Klagen.“

    Tatsächlich? Wenn die Medienindustrie nachweist, dass YouTube zu Copyrightverletzungen „ermuntert“ / „verleitet“, dann werden die Gerichte dem Spuk ganz schnell ein Ende machen. Auch Napster und die anderen p2p-Systeme haben immer eifrig gelöscht, genutzt hat es (in jeder Hinsicht) nichts.

    Und was macht denn die Attraktivität von YouTube aus? Amateur-Karaoke-Clips oder von den Nutzern gestohlene Inhalte?

    YouTube wurde nicht nur vom „anarchischen Internet beflügelt“, sondern zuerst einmal von der Investmentgesellschaft Seqoia Capital, die 11,5 Millionen Dollar riskierte – und nun auf Google-Aktien im 140fachen Wert sitz …

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