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Die französische Regierung spricht sich für ODF aus

Geht es nach der französischen Regierung, sollten alle behördlichen Dokumente im allgemeingültigen Open Document Standard Format (ODF) verfügbar sein. Wie InfoWorld.com berichtet, geht das aus einem durch den Premierminister angeordneten Bericht hervor, der im September veröffentlicht wurde: In „Zu gleichen Konditionen“ spricht sich der Abgeordnete Bernard Carayon sogar für ein Gesetz aus, das den Ämtern vorschreibt, alle Dokumente im Open Document Standard Format anzulegen und zu verbreiten. Gleichermaßen schlägt er vor, auch die anderen Länder der Europäischen Union zu überreden, es Frankreich nachzutun.


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In dem Bericht spricht sich Carayon darüber hinaus für ein staatlich finanziertes Forschungszentrum aus, das die Sicherheit bei Freier Software vorantreiben soll. Er möchte außerdem ein System einführen, mit dem sich nationale und lokale Regierungsstellen und Ämter besser untereinander über den Gebrauch von Freier Software austauschen können. Gleichermaßen rät er zu einer Institution auf europäischer Ebene, die sich um die technologische Unabhängigkeit der Europäischen Union kümmern soll.

2 Kommentare
  1. Das Problem in Frankreich wahrscheinlich ist das selbe es wie in Deutschland vorherrscht. Die Bereitschaft etwas zu sagen, ist größer als der Willen etwas zu tun.
    Diese Meldung ist zu optimistisch, als dass sie zu einer Durchführung kommt.

    ODF ist ein toller Standard, aber so lange sich Microsoft nicht diesem Standard öffnet, wird auch hier kein großer Umschwung zu erwaten sein. Ich glaube nämlich nicht, dass sich jetzt auf einmal ganz Frankreich mit Software eindeckt, die diese Dokumente erzeugt.

    just my 2 cents *klimperl*

  2. @Orrere: solang sich niemand für ODF einsetzt wird sich microsoft dafür nie öffnen.
    wenn frankreich das wirklich durchzieht, werden andere folgen und darunter wird microsoft leiden – wenn es mitmacht etwas weniger, wenn es sich sträubt eben mehr.

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