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Linktipps der Redaktion
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: Nach US-Spionage: Bundesregierung plant, übliche 3‑tägige Empörung auf 5 Tage auszuweiten
: Nach US-Spionage: Bundesregierung plant, übliche 3‑tägige Empörung auf 5 Tage auszuweiten Der Postillion informiert: Nach US-Spionage: Bundesregierung plant, übliche 3‑tägige Empörung auf 5 Tage auszuweiten.
Drastisch wie noch nie will die Bundesregierung auf die neuesten Spionagevorwürfe gegen die USA reagieren. Wie das Kanzleramt am Montag mitteilte, habe man sich entschlossen, die sonst übliche dreitägige Empörung auf mindestens fünf Tage auszuweiten. Damit wolle man der eigenen Bevölkerung zwei Tage länger als üblich signalisieren, dass man nicht alles mit sich machen lasse.
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: Grimme Online Award für netzpolitik.org – Das Video von der Preisverleihung
: Grimme Online Award für netzpolitik.org – Das Video von der Preisverleihung Auf den Gewinn eines Grimme-Online-Awards in der Kategorie Spezial hatten wir schon hingewiesen. Jetzt ist auch der Ausschnitt der Preisverleihung in Köln auf Youtube veröffentlich worden. Für uns war Kirsten Fiedler vor Ort, um den Preis abzuholen. Dort war sie genauso überrascht wie wir, was sie von der Preispatin zu hören bekam:
(Die ersten 3:20 Minuten kann man sich sparen, wenn man kein Fernsehen schaut. Die witzigste Stelle beginnt um 4:50).
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: #DNP14 – Daten, Netz & Politik in Wien
: #DNP14 – Daten, Netz & Politik in Wien
Die österreichischen Kollegen von unwatched.org veranstalten am 20. und 21. September zum dritten Mal einen Netzpolitik-Kongress in Wien. Dieses Jahr steht unter dem Motto „Brandung 2.0“ und das Programm verspricht viele interessante Vorträge unter anderem rund um Datenschutz, Urheberrecht, Digitale Selbstverteidigung und Informationsfreiheit. Der Ticketverkauf hat begonnen und ihr seid herzlich eingeladen, euch mit den netzpolitisch Aktiven aus unserem Nachbarland zu vernetzen und auszutauschen! -
: Mit leerem Akku in die USA reisen heißt Terrorismusgefahr
: Mit leerem Akku in die USA reisen heißt Terrorismusgefahr Aus der Kategorie April-Scherz könnte die Bekanntgabe der amerikanischen Behörde Transportation Security Administration stammen, wenn sie nicht so traurig wäre: Wer von ausgewählten ausländischen Flughafen – um welche es sich handelt, wurde nicht bekannt gegeben – in die USA fliegt, muss seine elektrischen Geräte beim Boarding angeschaltet lassen. Wenn nicht, muss mit zusätzlichen Sicherheitsuntersuchungen gerechnet werden. Als offizielle Begründung soll wie immer Terrorgefahr herhalten, denn in Smartphones, Laptops und Co. könne man immerhin ausgezeichnet Bomben verstecken.
Weiterführender Vorschlag: Warum nicht gleich vorschreiben, dass Gerätepasswörter deaktiviert sein und alle persönlichen Daten beim Einchecken auf einen amerikanischen Server übertragen werden müssen? Nur um sicherzugehen, falls beim Screening unzähliger unschuldiger Bürger doch mal jemand durchs Raster gefallen sein sollte.
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: NSA-Untersuchungsausschuss: Zur Sicherheit Musik
: NSA-Untersuchungsausschuss: Zur Sicherheit Musik Der Verfassungsschutz hat Bundestagsabgeordnete und Mitglieder des NSA-Untersuchungsausschuss davor gewarnt, dass diese „mit einer gezielten Überwachung rechnen“ müssten. Dafür gibts jetzt Kryptohandys und die Abgeordneten können in Büros wechseln, die mit Wände mit Aluminiumplatten ausgestattet sind. Allerdings wären die Büros dann nicht mehr in ihre Fraktionsgemeinschaften integriert.
Interne Besprechungen im NSA-Untersuchungsausschuss finden dann auch ohne Handies statt und mit Musik, z.B. Edvard Griegs Klavierkonzert in a‑Moll. Das und mehr steht in einem Artikel bei sueddeutsche.de: NSA-Untersuchungsausschuss: Zur Sicherheit Musik.
Ein BND-Mitarbeiter soll für die USA spioniert haben – dabei sind die Amerikaner eigentlich Partner der deutschen Geheimdienste. Doch inzwischen ist das Misstrauen der deutschen Parlamentarier so groß, dass sie nur unter ungewöhnlichen Sicherheitsvorkehrungen über die NSA beraten.
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: Neuer Dienst von netzwerk recherche: Frag den Dienst
: Neuer Dienst von netzwerk recherche: Frag den Dienst Das netzwerk recherche e.V. veranstaltet heute und morgen seine Jahreskonferenz in Hamburg. Zum Auftakt haben sie einen Dienst gestartet, mit dem Journalisten bei Geheimdiensten anfragen sollen, ob diese Daten über sie gespeichert haben. Dazu haben sie einen Generator für die entsprechenden Anträge entwickelt: Frag den Dienst
Ziel dieses Projektes ist, in Zeiten der zunehmenden Massenüberwachung den Diensten zu zeigen, dass ihr Handeln von der Öffentlichtkeit kritisch beobachtet wird. Die Aufmerksamkeit für das Problemfeld Geheimdienste im demokratischen Rechtsstaat muss erhöht werden. Insbesondere für investigativ recherchierende Journalisten ist eine Überwachung durch Geheimdienste und eine damit einhergehende Ausforschung ihrer Informanten und Kontakte nicht hinnehmbar.
Anlaß des Projektes ist der Fall Andrea Röpke. Beim niedersächsischen Verfassungsschutz wurden offensichtlich rechtswidrig Daten über sie gesammelt. Als sie einen Antrag auf Aktenauskunft stellte, vernichtete die Behörde ihre Akte und behauptete, es gäbe keine Akte über sie. Erst ein Machtwechsel in Hannover offenbarte die Vertuschung – die politische Aufarbeitung läuft bis heute.
Nutzer des Projektes können einfach auswählen, an welche Dienste sie einen Antrag auf Aktenauskunft stellen wollen.
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: September in Berlin: Konferenz “Technik und Protest” – Zwischen Innovation, Akzeptanzmanagement und Kontrolle
: September in Berlin: Konferenz “Technik und Protest” – Zwischen Innovation, Akzeptanzmanagement und Kontrolle Am 22./23. September 2014 veranstalten die Initiative für Protest- und Bewegungsforschung (IPB) im Zentrum Technik und Gesellschaft (ZTG) und Zentraleinrichtung Wissenschaftliche Weiterbildung und Kooperation (ZEWK) die Konferenz Technik und Protest:

Auf der Konferenz soll das Verhältnis von Technik und Protest und sozialen Bewegungen und dessen Reflexion in der aktuellen Technikdebatte und Innovationsforschung in den Blick genommen werden. Dabei wollen wir unterschiedliche Technologien betrachten und unterschiedlichen Fragen nachgehen: Wie können unter diesen Umständen für weitreichende technologie- und innovationspolitische Entscheidungen künftig zivilgesellschaftliche Akteure mobilisiert werden, um die Effektivität wie Legitimität solcher Entscheidungen zu steigern? Wie wirkungsvoll ist derzeit die breite Beteiligung und ist die Anerkennung von Protesten nur symbolischer bzw. rhetorischer Natur? Welche Folgen für die Technikentwicklung haben die Interventionen zivilgesellschaftlicher Berater und Kritiker? Inwiefern geraten Bewegungen selbst in den Fokus der (Überwachungs-)Technik?
Diese Entwicklungen nachzuzeichnen und die aktuellen Konstellationen von Technik und Protest auszuleuchten ist Aufgabe der geplanten Konferenz „Technik und Protest“ und soll in verschiedenen Themenpanels (Techniksoziologie und Innovationsforschung, Risikotechnologien, Energiekonflikte, Entwicklungen im globalen Süden, Big Data und Kontrolle) diskutiert werden. Mit den geplanten Schwerpunktthemen wenden wir uns an unterschiedliche Zielgruppen: Wissenschaft, Politik, Verwaltung, Gewerkschaften und Zivilgesellschaft.
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: Keep calm and join the Torrorist
: Keep calm and join the Torrorist Die Antwort der TOR-Community auf „NSA überwacht Tor-Infrastruktur und alle Nutzer – auch Betreiber in Deutschland“.
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: Elektrischer Reporter über Drohnen und EDRi
: Elektrischer Reporter über Drohnen und EDRi Der elektrische Reporter berichtet diese Woche u.a. über Drohnen und stellt European Digital Rights (EDRi) vor. Mit dabei sind unsere beiden Autorinnen Kirsten Fiedler und Thomas Lohninger. Nur ein kleiner Fehler ist drin: Die Debatte um Netzneutralität in der EU ist leider noch nicht vorbei, wie der Beitrag suggeriert sondern läuft im Moment hinter verschlossenen Türen im EU-Rat.
Hier ist das WebM zum herunterladen.
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: Lügen fürs Leistungsschutzrecht
: Lügen fürs Leistungsschutzrecht Stefan Niggemeier hat sich die Informationsmaterialien der Verwertungsgesellschaft VG Media durchgelesen, die für Bundestagsabgeordnete gedacht waren. Die VG Media wurde zur Durchsetzung des Leistungsschutzrechts für Presseverlage geschaffen wurde. Niggemeier erkennt zum siebten Mal: Lügen fürs Leistungsschutzrecht.
Noch einmal zum Mitdenken und Staunen: Auf Druck der Verlage hat der Bundestag im vergangenen Jahr ein Leistungsschutzrecht beschlossen, das (unter anderem) Google eine bestimmte Verwendung der Verlagsinhalte ohne Genehmigung untersagt. Wenn Google dann entsprechend sagt: Gebt uns eine Genehmigung oder wird verwenden eure Verlagsinhalte nicht mehr so, ist das für die Verlage nicht die normale Konsequenz aus dem Gesetz, sondern ein erpresserischer Akt. Applaus!
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: Überwachung in Großbritannien: Die geistige Verarmung der Gesellschaft
: Überwachung in Großbritannien: Die geistige Verarmung der Gesellschaft Die britische Schriftstellerin Priya Basil schreibt in der FAZ über „Die geistige Verarmung der Gesellschaft“ (und damit Überwachung in Großbritannien).
Überwachung ist eine Möglichkeit, wieder uneingeschränkte Macht zu haben. Dank seines Geheimdienstes hat Großbritannien einen Einfluss, den es in keinem anderen Bereich hat – außer vielleicht im Bankensektor, und wir alle warten nur darauf, dass diese Blase abermals platzt. Großbritannien möchte in Sachen Überwachung die Führung übernehmen, als würde es dadurch den Einfluss zurückgewinnen, den es in den Tagen des Empires genoss. Aber jede Eroberung hat ihren Preis. Der Preis für den britischen Überwachungswahn ist beispiellos: die psychische, emotionale und intellektuelle Verarmung der eigenen Gesellschaft.
Auf unserer letzten re:publica sprach Priya Basil schon darüber: For Five Eyes Only.
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: CDU/CSU verspricht 2‑Klassen-Netz
: CDU/CSU verspricht 2‑Klassen-Netz Das Bitkom-Lobby-AbteilungDie CDU/CSU-Bundestagsfraktion erklärt durch den wirtschafts- und energiepolitischen Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Joachim Pfeiffer per Pressemitteilung, dass man Netzneutralität ganz im Sinne vom Bitkom interpretiert, also kein Interesse daran hat: Einheitsinternet hemmt Investitionen.„Der gleichberechtigte Zugang zum Internet garantiert weiteres Wachstum und die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. Dieser darf aber nicht verwechselt werden mit einer kostenfrei unbegrenzten Nutzung für jeden. Soll Netzneutralität seinen Beitrag zum Breitbandausbau leisten, dann müssen diskriminierungsfreie Diensteklassen das Ziel einer jeden Regulierung bleiben. Wir wollen kein Einheitsinternet.
Diese Pressemitteilung wurde Ihnen präsentiert von den Drosselkom-Plänen der Deutsche Telekom.
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: NSA-Whistleblower Binney und Drake im Bundestag und im Interview
: NSA-Whistleblower Binney und Drake im Bundestag und im Interview Heute lädt der NSA-Untersuchungsausschuss im Deutschen Bundestag wieder zur Anhörung. Eingeladen als Sachverständige sind diesmal die beiden ehemaligen NSA-Mitarbeiter und Whistleblower William Binney und Thomas Drake. Da die Sitzung öffentlich ist, aber wohl keine Streams geplant sind (warum auch immer, beschwert Euch beim Sekretariat und/oder der Großen Koalition), sind wir vor Ort und werden später auf netzpolitik.org ein Live-Blog haben.
Vor ab der Hinwis auf Interviews im Deutschlandfunk mit Binney und Drake.
„Alle wurden plötzlich überwacht“. Ehemaliger NSA-Manager erklärt, warum er Whistleblower wurde.
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: Unbewaffnete Drohnen „Predator“ – Produktion in Kasachstan?
: Unbewaffnete Drohnen „Predator“ – Produktion in Kasachstan? Bislang dürfen bewaffnete US-Drohnen des Typs „Predator“ nur an Länder verkauft werden, die der NATO angehören. Der US-Senat genehmigte Exporte nach Großbritannien, Italien und die Türkei.
Der Hersteller, der Rüstungsgigant General Atomics schuf mit „Predator XP“ eine neue Produktlinie, die Ausfuhren auch in Krisenregionen erleichtern und etwaige Bedenken von US-Abgeordneten zerstreuen soll. Die „XP“ wurde letztes Jahr vorgestellt und basiert auf dem seit 1995 gebauten Modell „Predator A“. Das Akronym „XP“ steht für „Export“, die Drohnen können nur zur Beobachtung aus der Luft genutzt werden, eine spätere Bewaffnung ist angeblich nicht möglich. Anvisiert werden Märkte in Südostasien und dem Mittleren Osten, aber auch in Lateinamerika.
Trotzdem können die Flugroboter für militärische Luftschläge genutzt werden: Das maximale Abfluggewicht von über einer Tonne erlaubt die Bestückung mit rund 150 Kilogramm hochauflösenden Sensoren. Hierzu könnten auch lasergestützte, optische Geräte zur Zielmarkierung gehören, um diese dann mit Kampfflugzeugen oder anderen Drohnen aus der Luft anzugreifen. General Atomics hat die Überwachungskapazität der „Predator XP“ zur Erteilung der Ausfuhrgenehmigung allerdings verringert.
Das militärnahe Nachrichtenportal Jane’s berichtet nun, dass Kasachstan noch dieses Jahr mit der Produktion der US-Drohnen beginnen will. Das würde bedeuten, dass die staatliche Holding „Kazakhstan Engineering“ eine Lizenz von General Atomics, dem US-Hersteller erhalten würde. Entsprechende Fertigungsstätten sollen nahe der Hauptstadt Astana eingerichtet werden.
Um 16.20 beginnt die Aktuelle Stunde im Bundestag zur Frage, ob die Bundeswehr bewaffnete Drohnen beschaffen soll. Gestern hatte die Verteidigungsministerin aber bereits mitgeteilt, dass sie Kampfdrohnen für die Bundeswehr befürwortet.
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: Name that NSA Program!
: Name that NSA Program! ProPublica, ein non-profit Newsroom aus New York, hat einen schönen Überblick über die NSA-Programme erarbeitet: Auf einem Koordinatensystem ordnen sie die Programme einem Kontinuum von „domestic“ (im Inland) bis „foreign“ (im Ausland) und von „targeted“ (zielgerichtet) bis „bulk“ (Massenausspähung). Herausgekommen ist dieses schöne Diagramm, was hier nur als Screenshot dargestellt wird, auf der Seite aber eine interaktive Grafik ist:
Wer dann eingehend alles über die einzelnen Programme gelesen hat, kann sein erworbenes Wissen im Quiz testen: Name that NSA program.
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: NSA-Ausschuss und Snowden: Gewillt, die Klage durchzuziehen
: NSA-Ausschuss und Snowden: Gewillt, die Klage durchzuziehen Im NSA-Untersuchungsausschuss im Deutschen Bundestag haben Linke und Grüne zusammen 25% und können damit Zeugen vorladen. Gerade im Fall Edward Snowden klappt das aber nicht, weil sich Bundesregierung und Große Koalition dagegen sperren. Jetzt könnte es zu einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht kommen. Thorsten Denkler beschreibt auf Sueddeutsche.de mögliche Szenarien einer Klage: Gewillt, die Klage durchzuziehen.
Dass sich Snowden nicht auf eine Video-Schalte einlassen wird, hat viel mit den Interessen seiner Gastgeber im Moskauer Asyl zu tun. Die Russen finden zwar gut, den USA so die lange Nase zeigen zu können. Dennoch wollen sie die Sache auch nicht schlimmer machen, indem sie Snowden vor jedem Gremium der Welt die uneingeschränkte Aussagefreiheit geben. Seine bisherigen öffentlichen Video-Auftritte, etwa vor europäischen Institutionen, haben deshalb durchweg Grußwort-Charakter.
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: Are you being blocked? – Werkzeug zur Überprüfung von Online-Filtern in GB
: Are you being blocked? – Werkzeug zur Überprüfung von Online-Filtern in GB In Großbritannien sind Internetanbieter dazu verpflichtet, starke Filter einzusetzen, damit Kinder und Jugendliche nicht mit FSK 18-Inhalten in Berührung kommen. Die Entscheidung, welche Inhalte geblockt werden und welche nicht, wird zumeist „outgesourced“, also von Dritten vorgenommen, völlig intransparent. Zumeist wird sehr viel mehr zensiert als ursprünglich angedacht, entweder versehentlich oder bewusst – das ist dann schlicht Zensur.
Zudem unterscheiden sich die Filter von Anbieter zu Anbieter, und viele Webseitenbetreiber wissen auch nicht, dass sie in Großbritannien blockiert werden. Dafür hat die in London basierte Open Rights Group (ORG), eine Mitgliedsorganisation von EDRi, ein Online-Tool herausgebracht: blocked.org.uk
Dort kann man prüfen, ob die eigene Website (oder irgendeine andere) in Großbritannien durch Filter blockiert wird. Mit diesem Werkzeug will die ORG das Bewusstsein für Online-Zensur schärfen und Verantwortlichkeit in der Regierung und bei Internetanbietern erzwingen (man kann auch seinem Member of Parliament schreiben und sich über Zensur beschweren).
Für netzpolitik.org sehen die Ergebnisse übrigens so aus:
Wir sind ganz froh, dass man auch von Großbritannien aus auf unsere subversiven, GCHQ-kritischen Beiträge zugreifen kann.
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: Heute im Bundestag: Ausschuss Digitale Agenda zu Internet Governance
: Heute im Bundestag: Ausschuss Digitale Agenda zu Internet Governance In seinem dritten Fachgeschräch wird sich der Bundestagsausschuss für die Digitale Agenda heute mit den Fragen der Internet Governance beschäftigen. Dabei werden Sachverständige angehört, wie Dirk Brengelmann, Sonderbeauftragter der Bundesregierung für Cyber-Außenpolitik, Dirk Kirschenowski vom ISOC.DE e.V. und Prof. Dr. Wolfgang Kleinwächter, Kommunikationswissenschaftler von der Universität Aarhus. Der Fragenkatalog, der vorher an die Sachverständigen gesandt wurde, dreht sich um Fragen wie Standardisierung, die Wiederherstellung des Vertrauens in Internetstrukturen, die internationale Regelung der Internetverwaltung und deren wirtschaftliche Auswirkungen. Die Stellungnahmen wurden auf Seiten des Bundestages zusammengetragen, den Stream der öffentlichen Sitzung kann man auf bundestag.de ab 15:00 mitverfolgen.
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: Stuttgarter Friedenspreis 2014 für Edward Snowden
: Stuttgarter Friedenspreis 2014 für Edward Snowden
Ist Snowden schon Ehrendoktor?Abgesehen von dieser Frage aller Fragen hat er jetzt den Stuttgarter Friedenspreis 2014 bekommen. 5000 Euro verteilen Die AnStifter jährlich für besondere Verdienste um „Frieden, Gerechtigkeit und Solidarität“.
Vorschläge für Preisträger können von jedem gemacht werden, abgestimmt haben die Mitglieder des Vereins. Snowden erhielt 24% der Stimmen.Fritz Mielert, Geschäftsführer der AnStifter, erklärt:
Edward Snowden hat sich nicht nur um Demokratie und Rechtsstaat verdient gemacht, indem er aufgezeigt hat, wie Regierungen und Geheimdienste ihren Krieg gegen die Freiheit führen. Er hat mit seiner Aufklärungsarbeit auch einen wichtigen Impuls gegeben, um die Dauerattacken auf unsere Freiheit zu beenden. In diesem Sinne hat Edward Snowden einen nicht zu unterschätzenden Beitrag für ein Leben in Frieden und Freiheit geleistet.
Wir gratulieren herzlich zu diesem weiteren Zeichen der Anerkennung aus der Mitte der Zivilgesellschaft.
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: ULD Weichert vs. privat genutzte Kameradrohnen
: ULD Weichert vs. privat genutzte Kameradrohnen Kürzlich hatten wir hier Möglichkeiten gesammelt, Quadrokopter vom Himmel zu holen (don’t do this at home!). Thilo Weichert, der unabhängige Datenschutzbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein, hat sich nun in einer Lokalzeitung ebenfalls zum Phänomen störender Kameradrohnen geäußert. Er meint nicht Geräte die von Polizeibehördenbetrieben werden, sondern durch Privatpersonen. Ebensolche fühlen sich demnach immer häufiger gestört:
Bei uns melden sich immer wieder Menschen, die ungefragt aus der Luft aufgenommen wurden und sich anschließend auf Bildern im Internet wiederfanden
Die Beschwerden würden nach seiner Einschätzung in Zukunft sogar deutlich ansteigen:
Das ist ein großes Thema, das auf uns zukommt. Das Problem ist, dass man Drohnen in der Luft oft weder sieht noch hört
Die Zeitung berichtet auch über Möglichkeiten, die Verletzungen des Datenschutzes zu kontern: Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz (ULD) kann demnach bei Verstößen Bilder „aus dem Internet entfernen lassen“ oder Bußgelder bis zu 300.000 Euro verhängen:
Wir prüfen den Einzelfall und fordern die Betroffenen zur Stellungnahme auf. So kommen wir regelmäßig zu einem Ergebnis
Allerdings ist nicht immer klar, gegen wen sich Zwangsmaßnahmen richten sollen:
Nur selten ist zu erkennen, wer die Drohne steuert
Thilo Weichert hat auch Tips für die „privat oder kommerziell fliegenden Drohnenpiloten“
Wenn Personen zu erkennen sind, sind Luftbildaufnahmen unzulässig. Aufnahmen vom freien Feld sind aber kein Thema.
