Generell
Allgemeine Berichte aus der Welt, in der wir leben, der Politik und der Kultur Deutschlands und des Internets.
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: The Future of the Digital Commons?
: The Future of the Digital Commons? Etwas belustigt stelle ich gerade fest, dass am M.I.T. in den USA eine zweistündige Diskussion mit dem Titel „The Future of the Digital Commons“ stattfindet. Belustigt deswegen, weil das der Titel der letzten Wizards of OS im Juni vergangegen Jahres in Berlin war – immer noch eine der interessantesten Konferenzen, wo ich jemals war und mitwirkte. Aber unser Programm war um einiges besser, grösser und differenzierter.
Die Wizards of OS 4 findet übrigens nächstes Jahr wieder in Berlin statt. Einen richtigen Titel gibt es noch nicht, aber die Planungen laufen schon seit einem halben Jahr.
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: RIAA verliert gegen Eltern
: RIAA verliert gegen Eltern Ein Gericht in den USA hat jetzt entschieden: Eltern haften nicht für ihre filesharenden-Sprösslinge.
Rechtsanwalt Ray Beckerman erklärte im Digital Music News-Weblog, was dieses Urteil in der Praxis bedeutet: „Die RIAA kann Minderjährige nur verklagen, wenn das Gericht einen Vormund ernennt. Dies ist eine wichtiger Schutz für Kinder, die von der RIAA juristisch belangt werden, und es wird ein großes Problem für die RIAA sein.“
Unterdessen haben eine Reihe von Verklagten angekündigt, sich vor Gericht gegen die RIAA zu wehren. Dazu gehören ein Ehepaar, dass in seinem Haus Tagesbetreuung für Teenager anbietet und eine alleinerziehende Mutter von fünf Kindern. Das jetzige Urteil könnte dazu führen, dass bald noch mehr betroffene Eltern anwaltliche Hilfe suchen.
Janko Röttgers hat in der Netzwelt die ganze Geschichte. -
: Human Rights in China wird WSIS-Akkreditierung verwehrt
: Human Rights in China wird WSIS-Akkreditierung verwehrt Was vor zehn Tagen noch inoffiziell war, ist heute offiziell geworden: Die Menschenrechtsorganisation Human Rights in China ist die Akkreditierung zum WSIS verweigert worden. Die fadenscheinige Begründung ist, dass die Organisation nicht alle ihre Sponsoren transparent machen wollte. Ich bin mir sicher, dass eine Vielzahl der akkreditierten NGOs und Organisationen dies nicht tun müssen, und hier nur ein Vorwand genutzt wird, um die kritische Organisation auszuschliessen. Schon bei den Vorbereitungskonferenzen gab es jedes Mal Probleme mit einer Akkreditierung. Sonst ist heute die Prepcom 3 in Genf gestartet und ich werde aus Zeitgründen nicht dabei sein. Dafür ist Ralf Bendrath vor Ort und berichtet auf WorldSummit2005 über die Gipfelvorbereitungen.
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: WordPress: Probleme mit Spaminator?
: WordPress: Probleme mit Spaminator? Bis vor einigen Versionen dieser WordPress-Software funktionierte das Spaminator-Plugin ziemlich gut, und hat Kommentarspam zuverlässig verhindert. Mit regulären Ausdrücken, die per Klick updatebar waren, wurde die Spamlast deutlich verringert. Danke Mookitty! Lange Zeit war Ruhe im Karton.
Seit gestern sind über 40 lästige Kommentar- und Trackbackspams aufgelaufen, die wir dem Plugin beibringen wollten. Kommentare werden seit Dezember moderiert, die Trackbacks per Plugin freigeschaltet, was ebenfalls gut funktioniert (von MtDewVirus). Zum Anlaß wollten wir die RegEx-Liste erneuern, und folgten dem Link im Plugin – und landeten mit Umwegen hier:
This is my new site, I’ve done away with the “blog” subdomain to make things a bit cleaner to deal with.
If you’re looking for my old WordPress plugins and such, they’re not here. User support was getting too much for me, and most importantly, my most popular plugin, Spaminator, didn’t work with the final 1.5 release. My old blog was based on a 1.5 beta and when the bug reports came in I just lost all enthusiasm for the project. It worked for me, and that was enough. (Zitiert von http://mookitty.co.uk/index.html – nicht verlinkt; siehe unten)
Offenbar haben wir da was nicht zeitnah mitgekriegt beim Versionsupdate. :P Seltsam ist die Sache aber schon, die Seite von Mookitty war früher in einem süßlichen rosa gehalten und ist jetzt visuell sehr nüchtern, und das Drupal scheint voll durch. Auffälliger jedoch sind die Texte im Blog selber (Screenshot):

Nur so beschrieben: die Links auf der Seite leiten alle brav auf die Angebote im Netz, gegen die der Spaminator und andere Plugins vermeiden und kurzhalten will. Sportwetten, Glücksspiel, ein „Bericht“ aus Las Vegas und thematisch passende IRC-Kanäle. Irgendwas ist da total schiefgelaufen.
Wir spekulieren: Wenn Mookitty tatsächlich die Lust verloren hat, und nach einem Aufspielen des Drupal das Dingen nicht mehr pflegt oder es gehackt wurde… dann lassen wir die alte Seite besser in Ruhe und verlinken nicht. Die Datumsangaben sind konsistent: vor ca. 23 Wochen wurde das Blog zugespammt, und dann (so scheint es) verlassen. Die letzte Version des im Repository von dev.wp-plugins.org ist 8 Monate alt. Haben die Spammer also doch einen Effekt jenseits von Geldflüssen und Traffic: engagierte Entwickler gehen offline. Sehr schade. Weiß jemand mehr? Was verwendet Ihr um Spam aller Art abzuhalten?
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: Nachrichtenüberblick 19.09.
: Nachrichtenüberblick 19.09. Die Wahl ist vorbei. Hier gibts keine Kommentare dazu, nur der Verweis auf Lautgeben, wo es mittlerweile viele Beiträge zum Wahlgeschehen gibt.
In Berlin sind über 600 internationale Experten aus Polizei und Justiz zur 74. Generalversammlung von Interpol zusammengekommen. Bisher habe ich nur bei der TAZ und der Tagesschau was dazu gefunden.
Tunebite ist eine Windows-Software, die über den anlogen Umweg den Kopierschutz aus DRM-Dateien entfernt. Als Alternative gibt es ja auch noch Un-CD. Ich bin keine Zielgruppe, einerseits als Linux-Nutzer, andererseits weil ich erst gar keine DRM-Dateien kaufe – wieso auch?
Eine spannende Geschichte ist „The Chumbawamba Factor“. Thema ist BigChampagne, die Filesharing-Analyse-Firma.
Sonst gibts eigentlich nichts zu berichten, die Filmindustrie investiert mal wieder Geld in Anti-Piraterie-Forschung und die Marke Grokster hat vermutlich einen Käufer. Also nichts weltbewegendes.
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: Update: Wahlabend ohne Microsoft
: Update: Wahlabend ohne Microsoft Es gibt ein Update in der Einstweiligen Verfügung des Linux-Verbandes gegen den NDR. Der NDR hat am heutigen Freitag beim Landgericht Hamburg Einspruch gegen die vom Linux-Verband erwirkte einstweilige Verfügung eingelegt und durchgesetzt, dass eine Klärung der Streitfrage erst nach der Bundestagswahl stattfinden wird. Also wird das Microsoft-Logo auch am Wahlabend bei der ARD zu sehen sein.
Aus der Pressemitteilung des Linux-Verbandes dazu:
[…] ”Kaum jemand wird Verständnis dafür haben, dass der NDR nun mit fadenscheinigen Behauptungen für Microsoft-Werbung in politischen Sendungen kämpft”, betonte Elmar Geese. Die Rechtfertigung des NDR, der Linux-Verband habe in früheren Fällen gegen die Nennung des Namens technischer Dienstleister bei Hochrechnungen keinen Widerspruch eingelegt – gemeint ist offensichtlich Siemens – beantwortet der Verband mit dem Hinweis, dass Siemens keine Software anbiete, mit der sich die Mitgliedsfirmen im Wettbewerb befinden.
Die weitere Rechtfertigung des NDR, dass sein Vertragspartner Infratest für seine Hochrechnungen urheberrechtlich geschützte Datenbanken und Grafiken der Firma Microsoft benutze, die Nennung des Namens deshalb gerechtfertigt und rechtlich zulässig sei und daher keine unlautere Wettbewerbshandlung vorliege, nennt der Vorsitzende des Linux-Verbandes “nicht überzeugend”. “So kann man die Nennung seines Namens in politischen Sendungen nicht einfach erschleichen”, betonte Geese. “Wenn diese Argumentation Bestand hätte, hätte Microsoft ein Recht auf werbewirksame Nennung seines Namens im Zusammenhang mit allen Werken, die mit seiner Software erstellt werden.” […]
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: Phonoverband wünscht CDU-Regierung?
: Phonoverband wünscht CDU-Regierung? Natürlich wünscht sich nicht die ganze „Musikindustrie“ die CDU, aber Gerd Gephard, der Präsident des Phonoverbandes, scheint die CDU/CSU zu präferieren. Immerhin will die Tauschbörsenbesitzer kriminalisieren und das Recht auf Privatkopie noch weiter beschneiden, bis das Verbraucherrecht ganz weg ist.
Die Musikwoche berichtet zum Thema „Pop und Politik“ von der Popkomm:
Weniger desillusioniert gab sich Verbändechef Gerd Gebhardt. Die Politik müsse sich unabhängig von Parteizugehörigkeiten für die Belange der Branche interessieren, so Gebhardt. Aktuell gehe es dabei vor allem um Fragen des Urheberrechtsschutzes. Rot-Grün habe sich in der Vergangenheit immer diskussionsbereit gezeigt. Doch nun sei Handeln gefragt. „Wir brauchen in Zukunft eine stärkere Einschränkung der Privatkopie. Noch fassen wir diese Leute, die massenhaft privat kopieren, zu sehr mit Samthandschuhen an“, findet Gebhardt. Und obwohl er in seiner Position eigentlich zur Neutralität verpflichtet ist, ließ der Verbändechef zwischen den Zeilen eine Präferenz durchblicken: „Möglicherweise spielt da bei einer konservativeren Regierung das ausgeprägtere Wertebewusstsein eine Rolle.“
[via Nicorola]
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: „Wen wählen?“-Statistiken zu IT-relevanten Themen
: „Wen wählen?“-Statistiken zu IT-relevanten Themen Kam gerade per Mail rein:
Bei WEN WÄHLEN? sind in der Zwischenzeit ein paar Statistiken über die Kandidatenaussagen online, und ich habe hier mal die IT-relevanten Themen kurz zusammengefasst. Über 900 Kandidaten haben in der Zwischenzeit die Thesen beantwortet, daraus bildet sich die Statistik:
50% der CDU-Kandidaten wollen stärker gegen Tauschbörsen vorgehen, bei der SPD sind es etwas weniger, bei den Grünen nur rund 35%. Bei der FDP sogar 58%.
http://www.wen-waehlen.de/parteien/thesen_10.html
Gleichzeitig wollen aber sehr viele Kandidaten das Recht auf Privatkopie stärken, bei den Grünen sogar über 75%:
http://www.wen-waehlen.de/parteien/thesen_18.html
35% der SPD-Kandidaten wollen, dass in Deutschland ein Internet-Filter-System eingerichtet wird, das ausländische Inhalte blockiert. Bei der CDU sind es gar 45%, bei den Grünen 20% und bei der FDP 16%.
http://www.wen-waehlen.de/parteien/thesen_19.html
Eine Vorratsdatenspeicherung lehnen über 60% der SPD-Kandidaten ab und ca. 16% stimmen zu. CDU-Kandidaten sehen dies erwartungsgemäß etwas anders: 50% sind dafür, nur 22% dagegen. Bei den Grünen stimmen nur 1% der Kandidaten für eine Vorratsdatenspeicherung, bei der FDP 5% – bei beiden lehnt es eine deutliche Mehrheit (um die 90%) strikt ab.
http://www.wen-waehlen.de/parteien/thesen_14.html
Eine umfassende Videoüberwachung wird nur von knapp 4% der SPD-Kandidaten befürwortet, die große Mehrheit lehnt es strikt (55%) oder überwiegend (29%) ab. Hingegen stimmen bei der CDU/CSU 55% dafür.
Die Kandidaten der Grünen und die FDP sind zu über 95% dagegen, davon 81% (Grüne) bzw. 69% (FDP) strikt. -
: Nachrichtenüberblick 16.09.
: Nachrichtenüberblick 16.09. Nachdem diese Woche zuviel los war, komme ich erst jetzt wieder zu einem Nachrichtenüberblick.
Die Open Source CD mit freien Programmen für die Windows Plattform ist in der Version 3.0 erschienen. Hier finden sich Downloadmöglichkeiten. Diese CD ist allen Windows-Nutzern zu empfehlen, es finden sich viele aktuellen Programme wie OpenOffice, Thunderbird, Firefox, etc. für viele Zwecke.
Die WIPO plant ein „Treaty on the Protection of Broadcasting Organizations“, wonach die Rechte von GPL oder Creative Commons lizenzierten Werken massiv beschnitten werden. Wenn ein grosser Broadcaster beispielsweise ein Creative Commons Video ausstrahlt, soll diese Ausstrahlung unter das Copyright des Broadcasters gestellt werden. Eigentlich eine Unverschämtheit von den Befürwortern des geistigen Eigentums, dass das geistige Eigentum anderer, welches alternativ lizenziert wird, so beschnitten wird. Mehr Infos gibts bei BoingBoing, CPTech und Gulli hat einen deutschsprachigen Beitrag dazu.
Die Musikindustrie will bis 2010 30% ihres Umsatzes mit Downloads erzielen. Bleibt zu hoffen, dass die Konsumenten schlau genug sind, das Krüppel-DRM der Musikdownload-Plattformen zu boykottieren und somit offene Standards durchzusetzen.
ICANN schiebt Porno-Domain .xxx auf die lange Bank, wie Heise berichtet. Wird also erstmal nichts mit dem beleuchteten Rotlichtviertel im Netz. Würde auch nur einem unternehmen wirklich nutzen.Die EU-Kommission setzt sich für mehr „eAccessibility – Barrierefreie Informations- und Kommunikationstechnik“ ein. Die Nationalstaaten werden aufgerufen, dies umzusetzen. Mehr bei Heise dazu.
Mit einer Durchsuchung beim Cicero-Magazin wurde diese Woche die Pressefreiheit in Deutschland angegriffen. Die tägliche Linkshow hat viele Infos dazu, ebenso der Spindoktor.
500.000 Bäume werden jedes Jahr unnötig für deutsche Büros gefällt, wie die Studie eines Drucker-Herstellers feststellt. Da die Vision eines papierlosen Büros für Jahre weiterhin eine Vision bleibt, werden unnötig viele Drucke in Büros getätigt.
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: Wahlabend ohne Microsoft
: Wahlabend ohne Microsoft Der Linux-Verband hat eine Einstweilige Verfügung gegen den NDR durchgesetzt, welcher nicht mehr bei der Einblendung von Statistiken und Prognosen das Microsoft-Logo einblenden darf. Das zuständige Gericht hat heute der Einstweiligen Verfügung Recht gegeben.
In der Pressemitteilung des Linux-Verbandes heisst es:
Der Linux-Verband, der die Interessen der im Umfeld des Betriebssystems Linux tätigen Firmen vertritt, sieht in der Nennung von Microsoft in den Grafiken von Umfrageergebnissen eine rechtswidrige Werbung und eine Umgehung der vom Rundfunkstaatsvertrag festgelegten Regeln für politische Sendungen.
Beispielsweise wurde in der Politik-Boulevardshow „Sabine Christiansen“ am 4. September 2005 die Grafik mit dem Logo von Microsoft ganze vier Minuten lang eingeblendet. Sowas darf es dann nicht mehr geben:

Die Begründung des Linux-Verbandes ist echt lesenswert, hier nur einige der vielen aufgelisteten Punkte:
Die Einblendung des Microsoft-Logos stellt eine Wettbewerbshandlung i.S.d. § 2 Abs. 1 Nr. 1 UWG dar. Mit der Einblendung von Grafiken zur Wahlkampfberichterstattung, die das Microsoft-Logo beinhalten, zielte der Antragsgegner darauf ab, den Wettbewerb eines Dritten, nämlich der Firma Microsoft, zu fördern. Die objektive Eignung zur Förderung des Wettbewerbs ergibt sich ohne weiteres daraus, dass einer Vielzahl von Fernsehzuschauern zur besten Sendezeit ein Firmenlogo auf dem Bildschirm gezeigt wurde. Damit liegt eine klassische Aufmerksamkeitswerbung vor (vgl. BGH GRUR 1997, 761, 763 – Politikerschelte).
[…]
Sofern der Antragsgegner auf die technische Unterstützung verweist – so ist das Zitat aus dem Urteil des Landgerichts Hamburg zu verstehen – ergibt sich daraus nichts anderes. Denn für die graphische Darstellung einer Meinungsumfrage sind keine „aufwendigen Computerprogramme und Datennetzwerke“ erforderlich. Dies gilt umso mehr als lediglich 1200 Personen befragt wurden. Für diese einfachen Aufgaben dürften primitiv ausgestattete Alltagssysteme eines Heimanwenders ausreichen, letztlich wäre eine Auswertung und Darstellung sogar ohne Computer möglich gewesen. Zudem hängt die korrekte Darstellung von Grafiken weniger von dem verwendeten Computerprogramm ab – diese einfachen Rechenoperationen können von jedem Graphikprogramm erwartet werden – als von der richtigen Eingabe der Daten und die Bedienung des Programms, die durch das Meinungsforschungsinstitut erfolgt ist und nicht von Microsoft selbst.
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: Neue zentrale Datenbank für niederländische Bürger
: Neue zentrale Datenbank für niederländische Bürger Sehr befremdlich: Das niederländische Gesundheitsministerium will tatsächlich aus Jugendschutzgründen ab 2007 viele Daten aller Bürger von Geburt bis zum Tod in einer Datenbank speichern, wie AP berichtet:
Dutch to Open Electronic Files on Children.The intention is to protect troubled children, Brouwer said. Until now, schools and police have been unable to communicate with each other about truancy records and criminality, which are often linked. „Child protection services will say, ‚Hey, there’s a warning flag from the police. There’s another one from school. There’s another one from the doctor,“ Brouwer said. „Something must be going on and it’s time to call the parents in for a meeting.“ Every child will get a Citizens Service Number, making it easier to keep track of children with problems even when their families move, said Secretary of Health Clemence Ross.
Laut Aussagen eines Sprechers soll es einzelnen Personen nicht möglich sein, alle erhobenen Daten anzuschauen. Aber Organisationen (wozu dann wohl Schulen, Jugendämter, etc. gehören) sollen bei Problemen mit „Roten Flaggen“ in der Datenbank aufmerksam machen. Zu den Daten, welche gespeichert werden sollen, gehören Informationen zur Familie, Gesundheit, Bildung und Polizeiberichte.
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: Rasterfahndung in Bayern
: Rasterfahndung in Bayern In Bayern läuft gerade eine riesige Rasterfahndung bei mehr als 2000 Banken und Kreditinstituten, um eine Mordserie aufzudecken – berichtet die FTD: Rasterfahndung stellt Banken vor Probleme
„Die Rasterfahndung ist ein sehr teurer Versuch, die Morde aufzuklären“, sagte der Justizsprecher. „Bei diesem Kaliber müssen wir aber alle Chancen nutzen.“ Die Justiz hofft, dass der Täter in der Nähe der Tatorte seine Kredit- oder EC-Karte zum Beispiel an einem Geldautomaten oder einer Tankstelle benutzt hat. Wurde dieselbe Karte an mehreren Tatorten eingesetzt, könnte die Justiz den Karteninhaber überprüfen. „Falls wir den Täter finden und es zu einer Verurteilung kommt, wird er aber die Kosten der Rasterfahndung tragen müssen“, sagte der Sprecher.
Allerdings gibt es noch massive Probleme, u.a. mit unterschiedlichen Datenformaten.
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: Ausgeschlossen und restriktiv: Music-Stores im Netz
: Ausgeschlossen und restriktiv: Music-Stores im Netz Passend zur Popkomm haben wir uns nochmal genauer die ganzen tollen neuen Downloadshops angesehen, welche in den kommenden Tagen in den höchsten Tönen gepriesen werden. Als Verbraucher interessierte uns, welche Datenformate verwendet werden können, welche Informationen angeboten werden und ob wir überhaupt als Konsumenten in Frage kommen. Dies ist vorläufig eine Beta-Version. Im Laufe des Mittwochs und in den kommenden Tagen wird dieser Text noch erweitert.
Das Ergebnis ist eigentlich ziemlich enttäuschend. Als Apple- und Linux-Nutzer wurden wir beim Microsoft- und Sony-Store schonmal nicht zugelassen. Wir mussten extra ein altes Windows 2000 booten, damit wir via Internet Explorer überhaupt sehen konnten, was sich hinter dieser Seite befindet. Mit allen Sicherheitsrisiken, die dabei auftreten können.
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: Migrationsleitfaden wieder online
: Migrationsleitfaden wieder online Der Migrationsleitfaden des Bundesinnenministerium ist in der zweiten Version wieder online gestellt wurden. Nachdem eine bekannte Firma aus Redmond Protest gegen die Veröffentlichung geäussert hatte, war dieser vor wenigen Monaten erstmal kurz nach der Veröffentlichung wieder zurückgezogen wurden.
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: Wahlkampf mit SPAM
: Wahlkampf mit SPAM Diesen Artikel hatte ich ursprünglich für „Lautgeben – Politik im Hier und Netz“ geschrieben, aber da er hier thematisch passt, spiegel ich ihn mal:
Die CSU hat heute ein 100h SPAM-Versendeprogramm angekündigt. Mehr als 300.000 Mails sollen in den kommenden Tagen verschickt werden – umstritten ist allerdings, ob die Empfänger dafür eingewilligt haben. CSU-Generalsekretär Markus Söder ist der Meinung, dass dies legal ist, da die Adressen aus öffentlich zugänglichen Verzeichnissen stammen würden: „Wer da drinsteht, hat akzeptiert, dass er auch Werbung bekommt.“.
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: Orwell für Anfänger: Der IE 7.0 Phishing Filter
: Orwell für Anfänger: Der IE 7.0 Phishing Filter Der IE 7.0 soll einen Phishing-Filter erhalten, der mal wieder leicht orwellsche Ausmasse anzunehmen scheint. Mit aktiviertem Phishing-Schutz schickt IE7 jede aufgerufene URL an einen Microsoft-Server um sie mit einer Blacklist abzugleichen. Tolle Sache, damit kann man superviel tracken, was die Konsumenten so machen.
Natürlich kann man sich auch auf eine „White-List“ eintragen:
If you are a site owner and your website is shown as suspicious or blocked, you too can click on the red or yellow warning in the Security Status Bar and click on the link to send feedback about the mistake. On the feedback page you can fill out the necessary information and request to have your website reevaluated. Once a request has been submitted it is reevaluated by the Phishing Filter team. Based on the reevaluation, the site will either be removed from the list or left as it is.
Also wenn ich ein Phisher wäre, würde ich auf die später zu nutzende Seite erstmal „harmlosen“ Content setzen, eine Mail ans MS-Phishing-Team schreiben, mich auf die Whitelist setzen lassen und dann den Content gegen die Phishing-Seite austauschen.
Auf die Idee kommt auch ein Mozilla-Developer in seinem Blog, der auch noch andere Rückschlüsse zieht:
Server-blacklist-based anti-phishing implementations put you in an arms race, and one in which the phishers hold all the cards. They have 20,000-strong botnets with automatic deployment tools; you have to check every submitted URL by hand. They can invent new ways of obfuscating and redirecting URLs; you are limited by the tools built into your deployed client. They have a large financial incentive; you are giving away a free product.
There’s no magic bullet, but I believe the correct route to take is a combination of greater SSL use (which means we need SSL vhosting), stronger certificate field verification and OCSP, combined with in-browser standalone heuristics and a sprinkling of user education. A minimal amount of the latter is IMO, sadly, unavoidable – it’s very hard to protect people who will put their credit card number into just any web form which asks for it.
Viel Spass mit dem IE 7.0.
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: Weltbank-Strategiepapier empfiehlt Offene Standards
: Weltbank-Strategiepapier empfiehlt Offene Standards Offene Standards sind Garant für Innovation und Nachhaltigkeit – auch in der Öffentlichen Verwaltung. Sie stehen für mehr Bürgervertrauen in die öffentliche Institutionen, ein nachhaltiges Verwaltungshandeln, eine verbesserte Kommunikation zwischen Verwaltungseinheiten sowie einen fairen Wettbewerb von IT-Technologien.
Nun haben sich hochrangige Regierungsvertreter aus dreizehn Nationen, darunter China, Brasilien, Dänemark und Jordanien, zusamengeschlossen und gemeinsam ein Strategiepapier formuliert, dass die Einführung Offener Standards in der Datenspeicherung fordert und fördern soll.
Das Dokument, das der Weltbank am 09. September 2005 vorgelegt wurde, ist eine erste Roadmap für die länderübergreifende Einführung Offener Standards unter Berücksichtigung nationaler Verwaltungskontexte. Als Offenen Standard definiert der Bericht eine Technologie, die keinem einzelnen Unternehmen gehört und öffentlich verfügbar ist; verbunden mit dem Verweis, dass Offene Standards keinesfalls mit Open Source Software gleichzusetzen sind.
Der Urspung des vorgelegten Dokuments liegt im Berkman Center for Internet and Society der Harvard Law School, wo Offene Standards bereits seit Jahren als wichtiges Thema der Informationsgesellschaft diskutiert und propagiert werden
Die dauerhafte Unabhängigkeit der staatlichen Verwaltungsapparate von einzelnen Software-Konzernen und der nationale und internationale Austausch von Informationen und Daten, kann nur mithilfe Offener und einheitlicher IT-Standards realisiert werden.
Wichtig sei nach Aussage der Beteiligten, die Entscheidungsfreiheit der einzelnen Staaten, ob sie Freie Software oder proprietäre Produkte einsetzen wollen. Denn zugleich macht der Bericht deutlich, dass der Einsatz quelloffener Software allein keineswegs ein „offenes IT-Ökosystem“ garantiert.
Fallbeispiele aus einzelnen Staaten, in denen Offene Standards bereits in die IT-Strategie integriert sind, illustrieren die im Report formulierten Forderungen. Offene Standards als Effizienz‑, Innovations- und wirtschaftlicher Wachstumsfaktor – unter dieser Überschrift werden die Effekte Offener Standards für den öffentlichen und privaten Sektor sowie für Endanwender behandelt.
Um ein auf Offenen Standards basierendes IuK-System zu etablieren, bedarf es einer langfristig abgestimmten Strategie, die nationalen Bestimmungen und Strukturen genauso Rechnung trägt, wie der generellen technologischen Entwicklung. Der Bericht will jedoch kein Migrationsplan „out of the box“ sein, gibt allerdings den interessierten Verantwortlichen nützliche Hilfestellungen bei der Entwicklung nationaler IuK-Strategien.
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: Tagesschau-Special zum e‑Voting
: Tagesschau-Special zum e‑Voting Die Tagesschau hat ein Sonder-Special zum Thema e‑Voting: Zukunftsvision Internet-Wahl?
Die Wahlkabine hat bald ausgedient, ebenso Stimmzettel aus Papier. Wählen heißt klicken – mit der Maus am Rechner, via Internet. Statt Menschen zählen dann Maschinen die Stimmen. Das spart Geld, Zeit und macht das Wählen einfacher. Oder etwa nicht?
Folgende Artikel gehen verschiedenen Fragestellungen nach:
* Wie sicher ist die Internet-Wahl?.
* Wo bleibt das Wahlgeheimnis?.
* Sparen wir mit E‑Voting Geld?.
* Macht das Internet die Wahl demokratischer?.
* Szenario Internet-Wahl: FazitEine dort vorgeschlagene Idee sind selbstbootende, sichere Betriebssysteme, welche die Wähler in ihre Rechner einlegen sollen, um Online wählen zu können. Auf den ersten Blick eine logische Sache, so ne Special-Knoppix (Oder anderes Derivat). Probleme dürfte es allerdings mit dem Internetzugang geben, wenn die Voreinstellung nicht DHCP ist. Ausserdem wird ein Problem nicht gelöst: Selbst wenn die Software zertifiziert und offen ist, die Hardware ist es nicht.
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: Trusted Computing Aufklärungsfilm
: Trusted Computing Aufklärungsfilm Gegen-Propaganda ist sinnvoll, vor allem, wenn sie schön verpackt ist: Lutz Vogel und Benjamin Stephan haben eine Flash-Animation zum Thema Trusted Computing gemacht, um Bewusstsein für diese neue Technologie zu schaffen, welche Verbraucherrechte massiv einschränken wird. Prädikat: Sehr Sehenswert!
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: Hamburg: Videoüberwachung statt Hausmeister
: Hamburg: Videoüberwachung statt Hausmeister Wie der NDR berichtet, wird zur Zeit an 400 Hamburger Schulen geprüft, wie man die Arbeitszeit der Hausmeister neu regeln kann. Das Ziel ist die Verkürzung der Arbeitszeit auf 48 Stunden in der Woche. Das Mittel, welches geprüft wird, ist die Videoüberwachung! Vielleicht kann man ja mit der Videoüberwachung langfristig die Hausmeister ganz ersetzen, wenn die Kameras anfangen, kleine Reparaturen durchzuführen. Wenigstens wollen sie nicht an allen Schulen Videoüberwachung einführen, denn das Modell sei nur an bestimmten Schulen sinnvoll. Viele Schulen sind wegen der extrem unübersichtlichen Bauweise für eine Videoüberwachung nicht geeignet.
Ich finde ja Videoüberwachung an Schulen genauso suspekt, wie die Überwachung des öffentlichen Raumes. Wenn etwas passiert, kann man vielleicht nur im Nachhinein schauen, was passiert ist. Wenn Hausmeister vor Ort sind, können diese wenigstens noch direkt in Streitereien eingreifen – eine Kamera kann das nicht. Abgesehen davon ist das Argument ein neues – „Wir brauchen Kameras, damit die Hausmeister entlastet werden“.