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Hamburg: Videoüberwachung statt Hausmeister

Wie der NDR berichtet, wird zur Zeit an 400 Hamburger Schulen geprüft, wie man die Arbeitszeit der Hausmeister neu regeln kann. Das Ziel ist die Verkürzung der Arbeitszeit auf 48 Stunden in der Woche. Das Mittel, welches geprüft wird, ist die Videoüberwachung! Vielleicht kann man ja mit der Videoüberwachung langfristig die Hausmeister ganz ersetzen, wenn…

  • Markus Beckedahl

Wie der NDR berichtet, wird zur Zeit an 400 Hamburger Schulen geprüft, wie man die Arbeitszeit der Hausmeister neu regeln kann. Das Ziel ist die Verkürzung der Arbeitszeit auf 48 Stunden in der Woche. Das Mittel, welches geprüft wird, ist die Videoüberwachung! Vielleicht kann man ja mit der Videoüberwachung langfristig die Hausmeister ganz ersetzen, wenn die Kameras anfangen, kleine Reparaturen durchzuführen. Wenigstens wollen sie nicht an allen Schulen Videoüberwachung einführen, denn das Modell sei nur an bestimmten Schulen sinnvoll. Viele Schulen sind wegen der extrem unübersichtlichen Bauweise für eine Videoüberwachung nicht geeignet.

Ich finde ja Videoüberwachung an Schulen genauso suspekt, wie die Überwachung des öffentlichen Raumes. Wenn etwas passiert, kann man vielleicht nur im Nachhinein schauen, was passiert ist. Wenn Hausmeister vor Ort sind, können diese wenigstens noch direkt in Streitereien eingreifen – eine Kamera kann das nicht. Abgesehen davon ist das Argument ein neues – „Wir brauchen Kameras, damit die Hausmeister entlastet werden“.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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