Generell
Allgemeine Berichte aus der Welt, in der wir leben, der Politik und der Kultur Deutschlands und des Internets.
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: Bundesregierung bestätigt Datentauschring von BKA, Europol, Interpol und US-Militär zu „identifizierten ausländischen Terroristen“
Der Interpol-Direktor auf einer "Anti-Terror-Konferenz" im März in Bagdad : Bundesregierung bestätigt Datentauschring von BKA, Europol, Interpol und US-Militär zu „identifizierten ausländischen Terroristen“ Vor zwei Monaten war hier bereits berichtet worden, wie das US-Militär mithilfe von Interpol Datensammlungen einrichtet. Verarbeitet werden Informationen über „Aufständische“ etwa im Irak und Afghanistan. Auch die EU-Polizeiagentur Europol und das Bundeskriminalamt (BKA) sind in diesen zivil-militärischen Datentausch eingebunden. Zunächst geht es darum, vom Militär gesammelte Informationen an internationale Behörden sowie an Europol zu verteilen. Allerdings werden bei den teilnehmenden Polizeien auch Anfragen vorgenommen, was diese über die Betroffenen gespeichert haben. Wurden etwa bei Europol „Bezüge zu Deutschland festgestellt“, sei jeweils eine Anfrage an das BKA über dort vorhandene, weitere Informationen erfolgt. Dies hatte die Bundesregierung bereits im März geschildert.
In der Antwort auf eine weitere Kleine Anfrage folgen neue Details: So kam zwar das US-Militär in Zusammenarbeit mit dem US-Justizministerium auf die Idee, die Datentauschringe zu vermeintlich „identifizierten ausländischen Terroristen“ einzurichten. Offiziell wurden sie aber vom Nationalen Zentralbüro von Interpol in Washington auf den Weg gebracht und damit vom Interpol Generalsekretariat in Lyon/ Frankreich verantwortet. Auch zu den verarbeiteten „Datenarten“ gibt es jetzt Angaben:
Name, Vorname, Lichtbilder, Fingerabdrücke aus Ausweisdokumenten, Passdaten, Telefonnummern, E‑Mail-Adressen und sonstige Kontaktdaten. Der Bundesregierung ist nicht bekannt, ob diese Aufzählung abschließend ist.
Nicht nur die Weitergabe von Telefonnummern „identifizierter ausländischer Terroristen“ ist heikel: Denn es ist bekannt, dass der US-Geheimdienst CIA die Opfer tödlicher Drohnenangriffe auch durch die Lokalisierung mitgeführter Mobiltelefone vornimmt. Wenn Daten aus Deutschland über Europol und Interpol ans US-Militär gelangen, könnte gegen das BKA wegen einer Mitbeteiligung an den „gezielten Tötungen“ vorgegangen werden. Zuständig für derartige Verfahren ist die Bundesanwaltschaft, die für Ermittlungen dann das BKA beauftragt. Die Behörde müsste also gegen sich selbst ermitteln.
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: Ist ein Aufnahmegerät eine Gefahr für die Polizei? Verfahren zum Podcast-Bus startet am Donnerstag
: Ist ein Aufnahmegerät eine Gefahr für die Polizei? Verfahren zum Podcast-Bus startet am Donnerstag
Nach zwei Jahren werden am Donnerstag am Verwaltungsgericht Lüneburg die Verhandlungen im Fall „Podcast-Bus“ starten. Grundlage des Verfahrens ist die Beschlagnahmung des Podcastbusses von Metronaut und „Radio Freies Wendland“ im Rahmen des Castor-Transportes 2011. Die Polizei hatte damals unter dem Vorwand der “gegenwärtigen Gefahr” einer potentiellen Störung des Polizeifunks und der Koordination gewalttätiger Proteste einen VW-Bus mit Audio-Equipment sichergestellt aus dem Metronaut berichten wollte. Wir haben Hans Gift interviewt, einer der betroffenen Reporter. Er schildert das Vorhaben von Metronaut:Wir hatten den Bus mit einer halben Bierbank samt Mischpult, Mikrofonen und Headsets ausgerüstet und sind damit immer dorthin gefahren, wo etwas los war. Dann haben wir Aktivistinnen und Aktivisten in den Bus eingeladen und mit ihnen Interviews gemacht. Andere Interviews oder das Einfangen der Atmosphäre gingen einfach mit Handheld-Recordern draußen vor Ort. Abends haben wir uns dann an die Rechner im Bus gesetzt und das Material geschnitten und auf metronaut.de gepackt oder zu Radio Freies Wendland geschickt. Mehrfach haben wir auch live per Telefon bei Radio Freies Wendland berichtet. Auf diese Art wollten wir den ganzen Castor-Transport und die Proteste dagegen journalistisch aufarbeiten, leider hat dann die Polizei am Samstag des Transportes alles Audio-Equipment und den Bus beschlagnahmt.
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: WePromise #11: Die Piratenpartei
: WePromise #11: Die Piratenpartei Heute gibt es noch ein Europawahlpaket mit vier Piraten aus Deutschland. Im Moment liegen die Kandidaten der Piratenpartei laut Wahlrecht.de in einigen Bundesländern zwischen 2% und 3%. Mit der Aufhebung der Sperrklausel hätten sie demnach also gute Chancen auf mindestens einen Sitz in Brüssel. Die Piraten sind allerdings mit sieben Unterzeichnern der digitalen Grundrechtecharta nicht Spitzenreiter bei WePromise.EU – die Grünen führt derzeit die Liste der TOP-netzpolitischen Kandidaten an, dicht gefolgt von die Linke und der SPD. Warum sie sich für unsere Grundrechte im digitalen Zeitalter einsetzen möchten, erklären sie in vier kurzen Videos.
Den Anfang macht die Spitzenkandidatin für das Europaparlament Julia Reda, die gerade ihr Studium der Politikwissenschaft und Publizistik beendet hat, Vorsitzende der Young Pirates of Europe ist und fleissig unter @senficon twittert.
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: ACTA und EU-Zivilgesellschaft: A Case Study on Networked Advocacy
: ACTA und EU-Zivilgesellschaft: A Case Study on Networked Advocacy Über das Ende von ACTA gibt es viele Mythen und vereinfachte Darstellungen, die viele Faktoren übersehen. Im Rahmen seiner Doktorarbeit an der Universtät Stockholm untersucht James Losey die Prozesse, die das umstrittene Handelsabkommen ACTA vor zwei Jahren zu Fall gebracht haben. In einem aktuellen Papier geht er auf die Rolle einer vernetzten europäischen Zivilgesellschaft ein, die sich parallel zu den ACTA-Verhandlungen institutionalisiert und entwickelt hat.
Hier ist das Papier, das im Journal of Information Policy erschienen ist: „The Anti-Counterfeiting Trade Agreement and European Civil Society: A Case Study on Networked Advocacy“.
Why was the European Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA), initially expected to be easily approved, ultimately rejected? Losey examines the role of civil society organizations in influencing this outcome. He describes how a small core group of national and transnational civil society organizations, supported by a range of communications technologies, played critical roles at different times, often acting more as network nodes than as traditional leaders. They successfully disrupted the ACTA negotiation process, which was seen as an attempt to push previously rejected provisions into law through a different avenue. This article documents the advocacy process beyond the more visible uses of digital media by social movements, and analyzes the less visible networks of civil society organizations in information policy debates.
Kirsten Fiedler und ich sind im Rahmen seiner Forschungen als Experten interviewt worden.
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: WePromise #10: Was sagen EU-Spitzenkandidaten zu netzpolitischen Themen?
: WePromise #10: Was sagen EU-Spitzenkandidaten zu netzpolitischen Themen? In dieser Woche werden wir hier im Blog einen Endspurt zur Europwahl hinlegen. Wenn ihr nachschauen wollt, welche deutschen EU-KandidatInnen sich für die Netzneutralität, strengere Datenschutzregeln, Transparenz, eine Modernisierung des Urheberrechts usw. einsetzen, könnt ihr dies hier tun: https://www.wepromise.eu/de/country/11 und über die WePromise-Petition versprechen, diese Kandidaten zu wählen.
Zum ersten Mal bei einer Europawahl durften die europäischen Parteien eine Top-Kandidatin oder einen Kandidaten für die Präsidentschaft der EU-Kommission aufstellen. Für die Sozialdemokraten wurde es Martin Schulz, die Konservativen schickten Jean-Claude Juncker ins Rennen, die Liberalen entschieden sich für den Föderalisten Guy Verhofstadt, die Grünen nominierten José Bové und Ska Keller und für die Linke kandidiert der griechische Eurokritiker Alexis Tsipras.
Von den Spitzenkandidierenden unterstützen jedoch (bisher) erst zwei Kandidaten die digitale Grundrechtecharta des europäischen Netzwerks EDRi: Ska Keller und Guy Verhofstadt. Hier erklären sie warum:
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: Bundesregierung sucht die Politik eines neuen Betriebsystems (Update!)
: Bundesregierung sucht die Politik eines neuen Betriebsystems (Update!) Heute kann man wieder erleben, was uns bei der versprochenen Digitalen Agenda der Bundesregierung erwarten könnte. Zwei unserer drei federführenden Internetminister haben in Zeitungen Stellung zu Netzpolitik genommen. Sigmar Gabriel hat die erste Seite im FAZ-Feuilleton für einen Meinungsbeitrag bekommen, Thomas de Maiziere kommuniziert parallel seine Positionen im Handelsblatt-Interview.
Update: Mit Alexander Dobrindt kommentiert jetzt auch der dritte federführende Internetminister. Mehr dazu unten!
„Die Politik eines neuen Betriebssystems“
Fangen wir mit Sigmar Gabriel an, der sicherlich mehr Aufmerksamkeit bekommt, auch weil er sich bisher selten in dieser Frage zu Wort gemeldet hat. Der Titel seines Beitrages lautet „Die Politik eines neuen Betriebssystems“ und lässt uns auch nach wiederholtem Durchlesen des Textes etwas ratlos zurück. Aber klingt erstmal groß! Das kann man vom Text nicht unbedingt sagen. Quantitativ umfangreich, von den konkreten Positionen und Forderungen her eher mau. Quasi der netzpolitische Koalitionsvertrag im Feuilleton-Format. Einen Teil des Textes verwendet der Redenschreiber von Sigmar Gabriel dafür, erstmal Referenzen auf frühere Gastbeiträge im FAZ-Feuilleton herzustellen. Dann wird es etwas konkreter.
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: Unsere Wahlempfehlung zur EU-Wahl
: Unsere Wahlempfehlung zur EU-Wahl Kommende Woche Sonntag wählen wir das nächste EU-Parlament. Netzpolitik wird weitgehend auf EU-Ebene gemacht und das kommende EU-Parlament wird entscheidender an Regelsetzungen für das digitale Zeitalter mitwirken als es unser Bundestag tut. Wir haben uns in diesem Jahr entschieden, eine Wahlempfehlung zu machen. Diese werden wir kommende Woche veröffentlichen.
Die Basis dafür wird nicht eine Lektüre der Wahlprogramme sein. Aus unserer Erfahrung heraus sind diese häufig temporäre Politik-Prosa und die entscheidenen Positionen stehen da auch nicht drin. Wir werden aber trotzdem kommende Woche einen Überblick geben, was wir in den Wahlprogrammen finden konnten.
Unsere Wahlempfehlung wird auf Basis von WePromise.eu erfolgen. Auf der Plattform stehen zehn Grundsätze in einer Charta der digitalen Grundrechte zur Abstimmung und Kandidaten können ein Versprechen abgeben, sich für diese auch in der nächsten Legislaturperiode einzusetzen. Diese Charta wurde innerhalb des Netzwerkes von European Digital Rights (EDRi) entwickelt und zahlreiche EU-Bürgerrechtsorganisationen stehen dahinter.
Aus Deutschland haben bisher 47 EU-Kandidaten mitgezeichnet. Dabei ist bisher kein Kandidat der CDU/CSU und von der FDP auch nur ein chancenloser Kandidat (Update: Die chancenreiche Nadja Hirsch von der FDP hatten wir übersehen). Wird das so bleiben oder kommt da noch was? Die SPD-Kandidaten könnten auch noch etwas motiviert werden, damit nicht nur Grüne, Linke und Piraten da zahlenmäßig überproportional vorkommen (und jemand hat wohl die gesamte ÖDP-Liste mit angemeldet). Da geht in den kommenden Tagen noch mehr. Wenn Ihr Euch für die EU-Wahl und für digitale Grundrechte interessiert, dann fragt doch mal bei allen interessanten Kandidaten an, ob diese die Charta auch unterzeichnen wollen.
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: We Promise: Europaweiter Aktionstag zur Europawahl
: We Promise: Europaweiter Aktionstag zur Europawahl
Heute laden 36 Bürgerrechtsorganisationen ein, darunter auch der Digitale Gesellschaft e.V., am europäischen Aktionstag an der WePromise-Kampagne teilzunehmen und vom kommenden Europaparlament zu fordern, Menschenrechte im digitalen Raum zu verteidigen.Das Europaparlament trifft immer mehr Entscheidungen, die direkte Auswirkungen auf unsere Freiheiten und Rechte im Netz haben. In den letzten Jahren haben die Organisationen zusammen mit vielen anderen unter anderem gegen ACTA, Überwachung und Zensur sowie für besseren Datenschutz und den gesetzlichen Schutz der Netzneutralität gekämpft.
EDRi und Digitale Gesellschaft rufen daher heute dazu auf, mitzumachen und mit einem Tool alle Kandidatinnen und Kandidaten aufzufordern, digitale Grundrechte in Europa zu verteidigen:
Weiterhin gibt es die Möglichkeit, mit einem Selfie personalisierte Nachrichten für die Europawahl auf dem WePromise-Tumblr hochzuladen.
Auch eigene Video-Statements können anhand einer Anleitung von GoVeto hergestellt werden. Eine gute Vorlage hat zum Beispiel Jacob Appelbaum geliefert:
Siehe auch: WePromise-Petition
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: Wahlplakate from Hell: Wahlkampf 2014
: Wahlplakate from Hell: Wahlkampf 2014
Jeder Wahlkampf bietet skurrile neue Einblicke in politische Kommunikation, vor allem auf lokaler Ebene. Martin Fuchs vom Blog Hamburger Wahlbeobachter hat eine Auflistung der bizarrsten Wahlplakate des diesjährigen Europawahlkampfes zusammen gestellt und freut sich noch über weitere Einsendungen: Wahlplakate from Hell: Wahlkampf 2014. Die bisherigen Kandidaten reichten aber schon, die Bürostimmung gut zu heben. -
: Was hat eigentlich die Netzneutralität mit Boarding-Prozessen am Flughafen zu tun?
CC BY 2.0 Angelo DeSantis from Berkeley, US : Was hat eigentlich die Netzneutralität mit Boarding-Prozessen am Flughafen zu tun? Wir hatten erst vor kurzem wichtige Entscheidungen auf EU-Ebene und die dazu gehörigen Nörgeleien von den großen Telekommunikationsunternehmen wie der Telekom, die lieber ein Zwei-(oder eher gesagt Mehr-)Klassen-Internet einführen möchten. Hier in Europa läuft die Diskussion um die Netzneutralität seit ein paar Jahren, in den Vereinigten Staaten läuft sie noch viel länger. Einen großartigen Hintergrundartikel über Prof. Tim Wu, der bereits 2002 den Begriff Netzwerkneutralität prägte und vor vier Jahren auf der re:publica sprach, gab es am Wochenende in der New York Times zu lesen. Jedenfalls bestehen die großen Netzwerkbetreiber auf beiden Seiten des Atlantiks darauf, einigen Diensten, Anwendungen oder Inhalten Priorität geben und andere dafür diskriminieren zu müssen.
Für Techdirt hat Mike Masnik vor kurzem einen wirklich lesenswerten Artikel geschrieben, den wir hier einfach mal nacherzählen müssen. Er erklärt dort die Gemeinsamkeiten zwischen der Netzneutralität und theoretisch existierenden(!) effizienten Boarding-Methoden am Flughafen. Denn wie „Vox“ berichtet, machen derzeitige Einsteige-Prozesse überhaupt keinen Sinn, obwohl das Internet voll von Strategien und Studien ist. Die schnellste Methode hat der Astrophysiker Steffen (nämlich den „Markow Chain Monte Carlo Algorithmus“) entwickelt. Andere denken, dass man Flieger einfach von aussen nach innen, also vom Fensterplatz Richtung Gang, füllen sollte.
Und diese Studien – sowie Unmengen an Daten – stehen den Fluggesellschaften natürlich zur Verfügung. Doch warum nutzen sie sie nicht?
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: Der Google-Hoax
: Der Google-Hoax Bei der re:publica wurden eine Reihe neuer Google-Produkte vorgestellt: Google Trust, Google Bee, Google Hug und schließlich Google Bye. Paul van Ribbeck und Gloria Spindle haben eine eindrucksvoll Performance auf Bühne 1 abgeliefert:
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: Erste Ergebnisse des Digitalen Offenheitsindex: Große Unterschiede zwischen Bundesländern
: Erste Ergebnisse des Digitalen Offenheitsindex: Große Unterschiede zwischen Bundesländern
Im Rahmen des Projekts Digitaler Offenheitsindex (Digital Openness Index, [do:index]) soll der Beitrag öffentlicher Körperschaften zu digitalen Gemeingütern (wie Daten, Informationen, Wissen, Infrastruktur) sicht- und vergleichbar gemacht werden. Auf Basis einer in Teilbereiche gegliederten und öffentlich diskutierten Indikatorenmatrix wurden mit finanzieller Unterstützung des Netidee-Wettbewerbs der Internetprivatstiftung Austria sowie von Wikimedia Deutschland Daten von ausgewählten Gebietskörperschaften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz erhoben.Auf der re:publica14 haben wir jetzt erste Ergebnisse auf Länderebene in Form einer Public Beta unter beta.do-index.org präsentiert. Die wichtigste Funktion des Rankings liegt darin, dass im Ländervergleich der verschiedenen Bereiche digitaler Offenheit deutlich wird, wo noch Nachholbedarf besteht und welche konkreten Handlungsoptionen bestehen. Konkret gliedert sich der Digitale Offenheitsindex in fünf Teilbereiche, die jeweils auch getrennt ausgewertet wurden und deren Gewichtung auf der Webseite dynamisch geändert werden kann:
- Open Data: Wie umfassend und aktuelle sind öffentliche Datenbestände in offenen Formaten digital zugänglich?
- Open Education: Welche Aktivitäten gibt es zur Förderung der Erstellung und nutzung von offenen Lehr- und Lernmitteln (Open Educational Ressoures, OER)?
- Open Infrastructure: Welche Einrichtungen (z.B. Koordinationsstellen) und technologische Infrastrukturen (z.B. offene WLAN-Netze, öffentlicher Webspace) gibt es im Bereich digitaler Offenheit?
- Open Policies: Welche Regeln und Förderprogramme zur Unterstützung digitaler Offenheit und Transparenz gibt es?
- Open Source Software: In welchen öffentlichen Bereichen wird Freie und Open-Source-Software eingesetzt?
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: re:publica live gebloggt – Die Eröffnung!
: re:publica live gebloggt – Die Eröffnung! Wir versuchen für euch, wichtige netzpolitische Veranstaltungen auf der re:publica zu begleiten. Leider können wir uns nicht vierteilen und alles abdecken, aber zum Glück wird es ja Streams und Aufzeichnungen geben. Gleich gehts los mit der Eröffnung!
Into The Wild – Auf in die Wildnis: Die re:publica hat angefangen und was könnte passender sein als auf einer der wichtigsten Konferenz zur Digitalen zu nutzen, um ihren Teil zur Veränderung der Gesellschaft beizutragen? Nie war das so einfach als in den heutigen Zeiten der globalen Vernetzung, aber in letzter Zeit gab es einige Probleme – Überwachung hat das Vertrauen ins Netz aufs Tiefste erschüttert. Markus erinnert und daran: Die re:publica ist die Gelegenheit um uns zu vernetzen und unser Netz zurück zu erobern! Nutzen wir sie!
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: re:publica – Gleich gehts los, auch für Daheimgebliebene!
: re:publica – Gleich gehts los, auch für Daheimgebliebene! Gleich beginnt die re:publica und ist vollgepackt mit netzpolitischen Highlights. Für alle Daheimgebliebenen gibt es ein kleines Trostpflaster. Ihr könnt die Veranstaltungen nach Hause streamen. Alle Bühnen gibt es als Audiostreams, Bühne 1 wird auch mit Video übertragen!
Viel Spaß!
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: Einladung zum virtuellen Museumsbesuch: museum.rechtaufremix.org
: Einladung zum virtuellen Museumsbesuch: museum.rechtaufremix.org Vor einem Jahr startete der Digitale Gesellschaft e. V. die Initiative “Recht auf Remix” mit dem Ziel, das Urheberrecht mit digitaler Remixkultur and andere Formen kreativ-digitaler Alltagspraktiken zu versöhnen. Neben dem täglichen „Remix des Tages“ via Twitter und Facebook, den wöchentlichen Interviews mit Remixerinnen und Remixern, die ab sofort unter dem Titel “Generation Remix: Zwischen Popkultur und Kunst” in Buchform erhältlich sind, war eine der zentralen Aktivitäten die Vorbereitung eines online Remix-Museums. Rechtzeitig zum 1. Geburtstag der Initiative ist dieses erste digitale Remix.Museum unter museum.rechtaufremix.org frei zugänglich.
Warum ein Remix.Museum?
Für die Form des Museums sprachen eine Reihe von Gründen. Zeitgenössische Remix- und Mashupkultur im Internet im Allgemeinen und Remixpraktiken im Besonderen werden häufig immer noch als minderwertiger und deshalb weniger schützenswert beschrieben als „professionelle“, „echte“ oder „originäre“ Kunst. Auf diese Weise wird dann auch gerechtfertigt, warum die Kreativität „ursprünglicher“ UrheberInnen sehr viel höher zu gewichten ist als die Kreativität nachfolgender Remix-UrheberInnnen. Deshalb können beispielsweise auch kreative Remixkabarettisten wie maschek, die gestern bei der Eröffnung für Furore sorgten (vgl. ihren YouTube-Channel), keine DVD mit ihren Werken verkaufen: die Klärung der Rechte wäre schlicht (viel) zu aufwändig.
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: Die Wirklichkeit kommt: Preview in Berlin
: Die Wirklichkeit kommt: Preview in Berlin
Heute Abend um 20 Uhr findet im Hackesche Höfe Kino ein Preview des Dokumentarfilms „Die Wirklichkeit kommt“ von Niels Bolbrinker statt, der am 15. Mai in die Kinos kommt. Der Film dreht sich um das Ausmaß von Überwachung, dem wir heute begegnen und in Zukunft begegnen werden. Und um diejenigen, die wir noch als paranoide abstempeln, die aber in der Vergangenheit erschreckend oft mit ihren teils aberwitzigen Überwachungsvisionen richtig lagen. Strahlenkanonen, mikroskopisch kleine Wanzen, getarnte Drohnen und andere Schreckensvorstellungen sind längst nicht mehr nur eine Erfindung derer, die mit Aluhüten ausgestattet ein Leben im Wald führen.An die Vorstellung schließt sich ein Podiumsgespräch mit Constanze Kurz, der Sprecherin des Chaos Computer Club, dem Politologen und Kriminologen Lars Ostermeier, dem Berliner Polizeipressesprecher Stefan Redlich und mir an.
Trailer DIE WIRKLICHKEIT KOMMT von filmtank auf Vimeo.
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: Donnerstag in Berlin: Captain Snowden gegen NSA, BND und für eine Welt ohne Geheimdienste? (Update)
: Donnerstag in Berlin: Captain Snowden gegen NSA, BND und für eine Welt ohne Geheimdienste? (Update)
Falls es Leute gibt, die am Donnerstag, den 8. Mai in Berlin, aber nicht auf der re:publica Abschlussparty sein sollten, hier eine interessante Veranstaltungs-Alternative:Captain Snowden gegen NSA, BND und für eine Welt ohne Geheimdienste?
Eine Diskussion zwischen Gregor Gysi, Constanze Kurz und Hans-Christian Ströbele über die Folgen aus dem NSA-Skandal
Im Sommer 2013 begann eine Enthüllungsserie über staatliche Überwachung, über ihre helfenden Hände in der Internetindustrie und wozu digitale Schnüffelei heute technisch fähig ist. Dieser Dauerskandal wird mit dem Namen Edward Snowden verbunden. Der ehemalige Mitarbeiter amerikanischer Geheimdienste ist der erste große Whistleblower der Generation „Nerd“. Jahrelang sammelte Snowden bei seinen früheren Arbeitgebern alles, was er in die Hände bekam. Er veröffentlichte dieses Stück für Stück über verschiedene Journalisten, um die Welt davon in Kenntnis zu setzen.
Snowden floh, wie in einem Agententhriller, um den halben Erdball. Er strandete in Moskau. Eigentlich hatte er Westeuropa anvisiert. Seine Zukunft ist ungewiss.
Die politische und praktische Frage, wie der einzelne Bürger vor flächendeckender Überwachung und Datensammelwut durch Geheimdienste und Konzerne geschützt wird, ist noch unbeantwortet.
Hierfür haben wir den Bundestagsabgeordneten Hans-Christian Ströbele (Bündnis 90/Die Grünen) eingeladen. Er besuchte als einziger deutscher Parlamentarier Edward Snowden in seinem Moskauer Exil. Ihm zur Seite sitzt auf dem Podium Dr. Gregor Gysi (DIE LINKE). Er forderte früh politisches Asyl für Snowden in Deutschland und hat den Wistleblower für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Das Podium moderiert Constanze Kurz. Sie ist Sprecherin des Chaos Computer Club (CCC) und setzt sich in vielfältiger Weise für digitalen Datenschutz ein.
Veranstaltet von „Helle Panke“ e.V. – Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin, im Astra Kulturhaus, Einlass: 19:30 – Beginn 20:00, Kosten: 2,00 Euro.
Update: Hier gibt’s einen Mitschnitt:
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: Spanische Guardia Civil verfolgt ETA-Postings bei Facebook und Twitter – Mindestens 21 Festnahmen, Operation dauert an
: Spanische Guardia Civil verfolgt ETA-Postings bei Facebook und Twitter – Mindestens 21 Festnahmen, Operation dauert an Die spanische Gendarmerie hat in einer landesweiten „Operation Spinne“ nach unterschiedlichen Angaben mindestens 21 Personen festgenommen. Es geht um eine „Verherrlichung des Terrorismus“, die Tatwaffen sind Twitter und Facebook. Zu Betroffenen gehören allem Anschein nach ausschließlich UserInnen, die Sympathien für die baskische Unabhängigkeitsbewegung ETA hegen. Bei den Razzien wurden Mobiltelefone und Speichermedien konfisziert.
Festnahmen werden aus den autonomen Gemeinschaften Baskenland und Navarra (15 Personen), Castilla y León, Asturias und Galizien (je eine Person) und Katalonien (zwei Personen) gemeldet. In einem Fall waren entsprechende Ermittlungen bereits letzte Woche angekündigt worden. Zwei der Verhafteten sind nach Medienberichten minderjährig. Zu den drohenden Strafen heißt es, dass bis zu zwei Jahren Gefängnis verhängt werden könnten. Die Beschuldigten würden Opfer der ETA in den Schmutz ziehen und die Taten glorifizieren. Andere hätten „Akte des Terrorismus“ herbeigewünscht, ein weiterer Vorwurf lautet auf das „Willkommenheißen terroristischer Gefangener“.
Die Guardia Civil hat ein Video der „Operation Spinne“ veröffentlicht, das Verständnis für die Razzien schaffen soll und einige der inkriminierten Postings zitiert:



