Demokratie

Digitale Demokratie, politische Kommunikation, e‑Government, Wahlen & Wahlkampf, Lobbyismus, Campaigning, soziale Bewegungen & Protest.

  • : EFF-Animation über EULAs
    EFF-Animation über EULAs

    Die Electronic Frontier Foundation (EFF) feiert 20-jähriges Bestehen und hat dazu eine neue Animation veröffentlicht, die die Absurdität von Software-EULAs und Lizenzbedingungen von Online-Services aufzeigt:

    July 10, 2010, marks EFF’s 20th anniversary! To thank you for your support over these two decades, please enjoy this new animation created especially for us by celebrated cartoonist and free culture activist Nina Paley. This short cartoon highlights some of the reasons why EFF is here.

    Die Animation nach dem Klick:

    9. Juli 2010 4
  • : Collaboratory-Bericht in Berlin vorgestellt
    Collaboratory-Bericht in Berlin vorgestellt

    Basierend auf den Antworten der Umfrage zur Innovationskultur in Deutschland hat das Internet und Gesellschaft Collaboratory seinen Abschlussbericht (mit der IMHO hässlichsten URL) in Berlin vor- und eine Kopie davon ins Netz gestellt.  Wer sich 106 Seiten für schönere Zeiten aufheben möchte, findet dank Stefan Krempl auf heise.de eine Zusammenfassung des Inhalts und der Ziele des Collaboratories mit seinen Mitgliedern:

    Es gehe darum, in einem ersten Schritt verschiedene Akteure aus Zivilgesellschaft, Privatwirtschaft und Wissenschaft zusammenzubringen und die erarbeiteten Thesen und Empfehlungen danach in der Breite zu diskutieren

    Der Bericht enthält auch Empfehlungen, was in Deutschland noch so alles machbar ist, darunter auch gerne gesehene Vorschläge, die schon in anderen Zusammenhängen gefallen sind und andernorts gelebte Praxis sind:

    • Alle mit öffentlichen Mitteln entstandenen Werke und Daten sollten von Beginn an gemeinfrei sein.

    6. Juli 2010 2
  • : Politische Parteien sind digitale Follower und nicht Leaders
    Politische Parteien sind digitale Follower und nicht Leaders

    Die britische Hansard Society hat in einem Report die vergangenen Wahlkämpfe im Netz in Grossbritanien analysiert: Behind the Digital Campaign. Dabei wurden einige Thesen verfasst, die unter der Überschrift „Political parties are digital followers not leaders“ zusammen gefasst werden:

    * UK political parties are largely followers not innovators
    * Digital media is more effective in personality-led campaigns than party-led campaigns
    * Expenditure and experimentation during the pre-election period has led to the ‘perpetual campaign’ building communities of supporters to mobilise during the election period
    * Third-party and single-issue digital campaigns are more likely to increase political participation and knowledge
    * Social networking tools influence political activists, insiders and the media – stories generated on blogs and Twitter generally only reach the public when mainstream media take them up

    Kann man auch so auf Deutschland übertragen.

    Hier ist das PDF.

    5. Juli 2010 2
  • : Der Einfluss des Netzes auf die Bundespräsidentenwahl
    Der Einfluss des Netzes auf die Bundespräsidentenwahl

    Während der zweite Wahlgang zum Bundespräsidenten läuft, ist es mal Zeit für ein kleines Resümee über die Rolle des Netzes bei dieser Wahl. Kurzfassung: Da war wenig Obama und der Medienhype war größer als die tatsächliche Auswirkung im Netz. In den vergangenen Wochen hat es viele Initiativen und kleine Kampagnenseiten gegeben. Keine davon schaffte eine relevante Zahl an Unterstützern. Eine Pro-Gauck-Facebook-Gruppe schaffte es trotz massiver medialer Begleitung lediglich auf 38.000 Unterstützer. Wenn man das in Relation zu rund zehn Millionen Facebook-Nutzern in Deutschland setzt, ist das nicht viel. Rund 30.000 Menschen spammten über Avaaz.org die Wahlleute zu mit der Aufforderung, Gauck zu wählen. Abgesehen davon, dass sich viele sicherlich zugespammt fühlten und damit eher ein negativer Effekt entstanden sein dürfte, ist das auch nicht viel. Da hat noch nicht einmal jedes Grünen-Mitglied mitgemacht.

    30. Juni 2010 44
  • : Petition: Soziale Verantwortung in der Beschaffung von Computern
    Petition: Soziale Verantwortung in der Beschaffung von Computern

    Die internationale „procure fair IT-Kampagne – Soziale Verantwortung in der Beschaffung von Computern“ hat eine Petition gestartet, um Universitäten auf ihre Verantwortung aufmerksam zu machen, bei der Beschaffung von neuer Informationstechnologie soziale Kriterien zu berücksichtigen. Diesen Petitionstext an die Rektoren von europäöischen Hochschulen kann man auf der Seite unterzeichnen:

    Jeder fünfte Computer wird von öffentlichen Einrichtungen gekauft. Soziale Kriterien spielen jedoch kaum eine Rolle im Beschaffungsprozess. Die Arbeitsbedingungen in den Elektronikfirmen in den Herstellerländern wie China oder Malaysien sind Großteils menschenunwürdig. ArbeiterInnen sind Gesundheitsrisiken ausgesetzt und arbeiten bis zu 12 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. Regelmäßig werden sie um Teile ihres Lohnes und ihrer Sozialleistungen betrogen.

    Öffentliche Einrichtungen, wie z.B. ihre Universität, müssen soziale Kritierien im Beschaffungsprozess berücksichtigen. Dies wäre ein wichtiger Schritt zur Armutsminderung und menschenwürdigen Arbeitsbedingungen in den Herstellungsländern.

    Es ist daher Zeit soziale Kriterien bei der Beschaffung einzubeziehen!

    Deshalb unterstütze ich die Forderungen der Procure IT fair Kampagne und bitte Sie:

    * bei den zentralen Beschaffungsstellen die Berücksichtigung von sozialen Kriterien beim Computereinkauf einzufordern und
    * einen Beschluss zur sozial verantwortlichen Beschaffung von Computern an Ihrer Universität/Fachhochschule durchzusetzen.

    In Deutschland koordiniert PC-Global die Kampagne. Dort habe ich auch diesen Kampagnenclip gefunden, der demnächst wohl auch auf deutsch erscheinen soll:

    29. Juni 2010 12
  • : Maizière: Die Zeit des Staunens ist vorbei
    Foto: <a href="https://twitter.com/giereow">@gierow</a>, Lizenz: <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/deed.de">CC BY</a>
    Maizière: Die Zeit des Staunens ist vorbei

    Innenminister Dr. Thomas de Maizière hat heute seine Grundsatzrede Für eine gemeinsame Netzpolitik der Zukunft gehalten. Statt das Netz immer nur themenbezogen und punktuell zu betrachten, präsentierte er einen Entwurf für ein Verhältnis von Staat und Netz. Nach ignorieren, unterschätzen, überschätzen und staunen über das Netz ist der Staat nun im Netz angekommen.

    Bisherige Auseinandersetzungen mit der Staatlichkeit des Netzes waren entweder politikwissenschaftlich-akademisch oder sehr amerikanisch. Den Ausführungen Maizières merkte man seinen Hintergrund als Jurist deutlich an, ebenso dass er zu den Gesprächsrunden exponierte Sprecher der netzpolitischen Szene einlud. Daher finden sich einige unerwartet positive Punkte. Trotzdem schillert auch seine Parteizugehörigkeit deutlich durch und es gibt Raum für Kritik.

    Positiv hervorzuheben sind seine Bekenntnisse zur Netzneutralität, zum Datenbrief, offenen Standards und zur Verfügungsgewalt über die eigenen Daten. Enttäuschend sind das Festhalten an der Vorratsdatenspeicherung, die nicht komplette Abkehr von Internet-Sperren und eine kritische Einstellung zur anonymen Nutzung von Netzinhalten.

    22. Juni 2010 36
  • : NPP 092: Volker Grassmuck über Brasilien
    NPP 092: Volker Grassmuck über Brasilien

    Der Netzpolitik-Podcast Folge 092 ist ein Gespräch mit dem Sozial- und Medienwissenschaftler Volker Grassmuck. Seit einiger Zeit forscht er in Brasilien über Free Culture – und genau darum geht es in diesem Podcast. Wir unterhalten uns darüber, was die Ursachen sind, dass Brasilien weltweit in vielen Sachen ein Vorreiter bei Free Culture ist und welche spannenden Projekte es dort gibt. Und das sind so einige, wie z.B. freie Literaturszenen in Sao Paulo, Mode-Labels von Prostituierten in Rio de Janiero, offene Konsultationsprozesse bei der Internetgesetzgebung, die Ponto de cultura – Projekte in Favellas, Tecnobrega im Nordosten und freie Software in den Verwaltungen.

    Dazu gibt es einen kleinen Einblick, wie Politik in Brasilien funktioniert.

    Der Podcast ist rund 50 Minuten lang und steht als MP3 und OGG auf dem Server.

    Wir unterhalten uns in der Sendung auch über den Vortrag von Ronaldo Lemos über „Free Culture in Brasil“ auf der re:publica 2010. Diesen kann man sich hier anschauen:

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    Mit dieser Folge ist Volker Grassmuck nunmehr zum dritten Mal im Netzpolitik-Podcast vertreten. Beim ersten Mal ging es um die Wizards of OS 4 und damals hatten wir noch keine Folgennummer. Folge 075 war ein ausführliches Gespräch über die Kulturflatrate.

    21. Juni 2010 5
  • : Hans-Joachim Otto – Berater im Wirtschaftsministerium?
    Hans-Joachim Otto – Berater im Wirtschaftsministerium?

    Hans-Joachim Otto ist seit vergangenem Herbst parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium. Einer seiner Schwerpunkte dort sind u.a. „moderne Informations- und Kommunikationstechnologien“. Der FDP-Politiker aus Hessen hat eine lange Karriere als Bundestagsabgeordneter hinter sich. In der letzten Legislaturperiode war er u.a. Vorsitzender des Ausschusses für Kultur und Medien des Deutschen Bundestages und stllv. Mitglied im Wirtschaftsausschuss. Neben verschiedenen Partei- und Abgeordnetenämter schaffte er es, als Partner einer Kanzlei tätig zu sein. Das führte immer wieder zu Konflikten mit dem Transparenzanspruch für Abgeordnete. Auf die Vorwürfe ist er gerne eingegangen und hat sein Verhalten erklärt.

    Zum Beispiel würde ein kurzer Blick auf meine Homepage www.hans-joachim-otto.de bereits verraten, daß ich (übrigens schon seit Bestehen der Homepage) alle meine sogenannten Nebentätigkeiten offenlege; völlig unabhängig davon, was der Bundestagspräsident veröffentlicht. Herr Boës fragt, „für wen arbeiten diese Dame und diese Herren eigentlich“? Die Antwort: schauen Sie doch einfach auf den Homepages der Abgeordneten nach!

    Da haben wir nachgeschaut und nichts gefunden. Dazu später mehr.

    17. Juni 2010 27
  • : Dokumentation über LiMux – Freie Software für München
    Dokumentation über LiMux – Freie Software für München

    LiMux – Freie Software für München“ ist eine rund zehn Minuten lange Dokumentation über die Migration der kommunalen IT-Infrastruktur. In dem Video von Simon Tretter werden Protagonisten wie Florian Schießl interviewt und sie erläutern die Geschichte und Beweggründe, warum München auf Linux setzt.

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    Die Dokumentation steht unter der CC-BY-NC-SA-Lizenz.

    16. Juni 2010 20
  • : Ein Jahr Twitter-Revolution im Iran – oder so
    Ein Jahr Twitter-Revolution im Iran – oder so

    Am Samstag ist der Jahrestag der sogenannten Twitter-Revolution im Iran. Mittlerweile sind viele Medien etwas kritischer geworden, was die eigene Berichterstattung vor einem Jahr betrifft. Auch in Deutschland werden wir vermutlich in den kommenden Tagen dazu Artikel finden. Bisher finde ich die aber nur im Ausland. Hier sind zwei empfehlenswerte Quellen dazu:

    Foreign Policy: The Twitter Devolution – Far from being a tool of revolution in Iran over the last year, the Internet, in many ways, just complicated the picture.

    Before one of the major Iranian protests of the past year, a journalist in Germany showed me a list of three prominent Twitter accounts that were commenting on the events in Tehran and asked me if I know the identities of the contributors. I told her I did, but she seemed disappointed when I told her that one of them was in the United States, one was in Turkey, and the third – who specialized in urging people to „take to the streets“ – was based in Switzerland.

    The Guardian: Iran’s ‚Twitter revolution’ was exaggerated, says editor.

    10. Juni 2010 12
  • : Clay Shirky: Rethinking Representation
    Clay Shirky: Rethinking Representation

    Auf der Personal Democracy Conference 2010 in New York hat vergangene Woche Clay Shirky über „Rethinking Representation“ gesprochen. Von dem Vortrag gibt es ein Video:

    8. Juni 2010 2
  • : Australisches Parlament nutzt Creative Commons
    Australisches Parlament nutzt Creative Commons

    Das Parlament in Australien hat für die Inhalte seiner Webseite die Creative Commons Lizenz CC-BY-NC-ND gewählt. Auch wenn die gewählte Lizenz die restriktivste unter den Creative Commons Lizenzen ist, so ist die Lizenzierung progressiver als bei uns in Deutschland. Das australische Parlament argumentiert die Entscheidung mit der Öffnung von Regierungsinformationen:

    The Parliament of Australia is committed to open access to the resources it publishes to support a vibrant democracy. Recognising the important of ensuring access to its resources published on the website the parliament has approved publication under a Creative Commons 3.0 Attribution-NonCommercial-NoDerivs license instead of copyright protection. Full implementation will occur when the new web site is released in late 2010. Until then a notice appears on the copyright page advising of this change.

    We are enormously excited at this step to open up parliamentary information.

    Etwas mehr Offenheit würde uns in Deutschland auch gut tun. Auf der Seite des Deutschen Bundestages steht im Impressum:

    Alle im Internetangebot des Deutschen Bundestages veröffentlichten Bilder, Dokumente usw. unterliegen dem Copyright des Deutschen Bundestages, mit Ausnahme der anderweitig aufgeführten/genannten (Bild-) Quellenangaben. Ein Download oder Ausdruck dieser Veröffentlichungen ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch gestattet. […]

    Damit sind auch erstmal nicht-kommerzielle Transparenz-Projekte davon abhängig, von der Bundestagsverwaltung eine Genehmigung für die Nutzung der Informationen zu erhalten.

    7. Juni 2010 10
  • : Twitter-Aktionsform: #mygauck als Mosaik
    Twitter-Aktionsform: #mygauck als Mosaik

    Eine schöne Kampagnenidee für Joachim Gauck haben die Webevangelisten entwickelt: Auf der Seite der-gute-tweet.de/mygauck/ werden aus Twitter-Avatare, von deren Accounts der Hastag „#mygauck“ getwittert wurde, zur Ausmalung einer Portrait-Zeichnung von Joachim Gauck genutzt.

    Die Aktionsform ist nicht ganz neu, früher mussten NUtzer bei solchen Aktionen noch Bilder von sich hochladen, die dann ein großes Mosaikbild ergaben. Neu ist aber die interessante Weiterentwicklung, die ich gut gelungen finde. Je mehr Twitter-Nutzer mitmachen, umso ausgemalter wird das Mosaikbild.

    Update: Mittlerweile (Sonntag 19:28) haben schon rund 1140 Twitter-Nutzer mitgemacht und das Mosaik-Portrait ist schon viel bunter geworden.

    6. Juni 2010 39
  • : ZDF Heute-Journal: Köhler von Bloggern zu Fall gebracht?
    ZDF Heute-Journal: Köhler von Bloggern zu Fall gebracht?

    Das ZDF Heute-Journal vom 2.6.2010 berichtete gestern über „Köhler von Bloggern zu Fall gebracht?“

    Als Horst Köhler auf dem Heimflug von Afghanistan ein Interview über mögliche Gründe für Bundeswehreinsätze gab, erwartete niemand, welche Folgen das haben würde. Bis sich ein Blogger empörte.

    Das Video gibt es auch auf Youtube:

    In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Datenabfluss an YouTube solange, bis ein aktiver Klick auf diesen Hinweis erfolgt. Technisch gesehen wird das Video von YouTube erst nach dem Klick eingebunden. YouTube betrachtet Deinen Klick als Einwilligung, dass das Unternehmen auf dem von Dir verwendeten Endgerät Cookies setzt und andere Tracking-Technologien anwendet, die auch einer Analyse des Nutzungsverhaltens zu Marktforschungs- und Marketing-Zwecken dienen.

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    Von dem Blog „Beim Wort genommen“ gibt es dazu schon eine Klarstellung.

    Die Überleitung von Claus Kleber im Heute-Journal war übrigens:

    „Nie wieder wird man Twitter, Facebook und Co für ein Spielzeug halten.“

    3. Juni 2010 56
  • : Kostenloser Download: Das Buch „Digital Activism Decoded“
    Kostenloser Download: Das Buch „Digital Activism Decoded“

    Seit heute gibt es das Buch „Digital Activism Decoded“ als freien Download. Die 15 Autoren beschäftigen sich mit der Schnittstelle von digitalen Technologien und Aktivismus. Digital Activism Decoded stellt erklärtermaßen den Versuch dar, das Feld „Digitaler Aktivismus“ erstmals komplett zu umreißen. Die Herausgeberin Mary Joyce, die auch letztes Jahr auf der re:publica gesprochen hat, schreibt in ihrer Zusammenfassung:

    The book begins with a section on Contexts, addressing not only the technology of network infrastructure, devices, and applications, but also the social, economic, and political environment in which digital activism occurs.

    An analysis of Practices follows, not in the usual format of case study analysis, but by presenting different ways of thinking about these practices. The section begins with a chapter on pre-digital social movement theory, while a second chapter takes the digital perspective of web ecology. Both constructive and destructive activism practices are discussed.

    1. Juni 2010 5
  • : Kurz nach 9: Apple, Google, Hacker & Killerspiele
    Kurz nach 9: Apple, Google, Hacker & Killerspiele

    Für die Einleitung zu unserer kleinen Medienschau möchte ich heute auf die weisen Worte eines Häkelschweins zurückgreifen:*

    Wir haben Glück, dass Saudi-Arabien uns nicht vorschreibt, nur Tugendhaftes aus ihrem Erdöl produzieren zu dürfen.

    Richtig, es geht um Apple. Genau wie heute Abend im ZDF Auslandsjournal, wo ab 22:45 Uhr der Beitrag „Steve Jobs – der digitale Diktator?“ zu sehen ist. Produziert wurde das gut 6‑minütige Stück vom elektrischen Reporter Mario Sixtus, einem guten Bekannten und, das sei zur Erhaltung der Transparenz erwähnt, Freund des Hauses.

    # Heute Abend im ZDF: Steve Jobs – der digitale Diktator? (ZDF)

    Der Preis für die absurdeste Schlagzeile des Tages stammt ebenfalls aus dem Apple-Universum: „Arbeiter in China sollen Selbstmord-Verzicht unterschreiben“.

    Inhaltlich geht es um eine Selbstmordserie beim chinesischen Unternehmen Foxconn, das in der Sonderwirtschaftszone Shenzhen u.a. Hardware für Apple, Hewlett Packard und Dell produziert. Und  ja, die Arbeitsbedingungen bei Foxconn sind nach westlichen Maßstäben indiskutabel, sonst wäre unsere schöne Hardware wohl deutlich teurer.

    # Arbeiter in China sollen Selbstmord-Verzicht unterschreiben (AFP/Yahoo)

    Auf Politik-Digital.de geht Hauke Gierow noch einmal auf die Erklärung der fragwürdigen Initiative Smile29.eu ein, die bislang bereits 324 Abgeordneten des Europaparlaments unterzeichnet haben sollen. In der Erklärung geht es u.a. um die Ausweitung der Vorratsdatenspeicherung auf Suchmaschinen und die Etablierung eines europäisches „Frühwarnsystem“ gegen Kinderpornographie und sexuelle Belästigung.  Was ich nicht wusste:

    26. Mai 2010 11
  • : Smile29.eu: Mit der KiPo-Keule gegen Google?
    Smile29.eu: Mit der KiPo-Keule gegen Google?

    Aufmacher: Smile29 Auf den ersten Blick wirkt Smile29.eu wie viele andere Kampagnen-Webseiten. Links ein Bild mit großen Kinderaugen, weiter unter die Forderungen:

    STOP SEXUAL HARASSMENT
    STOP PAEDOPHILIA
    STOP CHILD PORNOGRAPHY

    Ruft man die in zahlreichen europäischen Sprachen verlinkten Hintergrundtexte ab, erfährt man, worum es geht. Man möge doch bitte eine Erklärung gegen sexuelle Belästigung, Pädophilie und Kinderpornographie unterschreiben. Gerichtet ist der Aufruf an die Mitglieder des Europäischen Parlaments (PDF), die letzte Woche in einem Massenmailing angeschrieben wurden. Angestoßen wurde die Aktion von den beiden Parlamentariern Tiziano Motti und Anna Záborská.

    Unterzeichnet haben die Erklärung bis dato immerhin schon 324 MEPs. Warum auch nicht, eine Erklärung gegen derartige Scheusslichkeiten ist ja immer gut. Oder? Nun, vielleicht hätte der ein oder andere Abgeordnete besser etwas genauer hingesehen, was er da eigentlich unterschreibt (PDF).

    Gefordert wird u.a. die Umsetzung der Richtlinie 2006/24/EG und ihre Ausweitung auf Suchmaschinen, „um schnell und wirksam gegen Kinderpornographie und sexuelle Belästigung im Internet vorgehen zu können;“

    Ach, ihr wisst nicht, worum es in Richtlinie 2006/24/EG ging? Nun, dass scheint vielen MEPs ähnlich zu gehen. Tatsächlich war das Thema seinerzeit ziemlich umstritten, weswegen Tiziano Motti und Anna Záborská wohl darauf verzichtet haben, es beim Namen zu nennen.

    Schauen wir doch mal. Zum Beispiel in der Wikipedia. Dort erfahren wir, dass sich hinter Richtlinie 2006/24/EG nichts anderes als die gute, alte Vorratsdatenspeicherung versteckt. Und die möge doch bitte auch für Suchmaschinen(anbieter) gelten.

    Ja, genau, Vorratsdatenspeicherung für Suchmaschinen! Bzw. Zugriff auf gesammelten und zu sammelnde Suchmaschinendaten durch staatliche Stellen. Wegen der Kinder! Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

    Aus den üblicherweise gut unterrichteten Kreisen ist derweil zu hören, dass der Vorstoß weniger auf das Wohl missbrauchter Frauen und Kinder abzielt, sondern Teil einer breit angelegten Kampagne gegen Google ist, hinter der u.a. auch größere deutsche IT-Unternehmen stehen sollen. Das muss man nicht glauben, abzulehnen ist der Vorstoß schließlich auch schon ohne begleitende Verschwörungstheorien.

    22. Mai 2010 51
  • : Zwölf nach Elf: Recht, Politik, Facebook, Pac-Man & die FDP
    Zwölf nach Elf: Recht, Politik, Facebook, Pac-Man & die FDP

    Bei der Debatte über den Richtlinienentwurf der EU-Komission zur Bekämpfung der Kinderpornographie gestern im Bundestag (Netzpolitik.org berichtete) ging es hoch her. Stefan Krempel hat für Heise Online noch einmal die Positionen der Parteien zusammengefasst.

    # Zusammenfassung der Debatte über den Richtlinienentwurf der EU-Komission zur Bekämpfung der Kinderpornographie im Bundestag (Stefan Krempel, Heise Online)

    Bereits am Montag hat sich Stefan Engeln mit dem von den deutschen Verlegern geforderten Leistungsschutzrecht für Presseerzeugnisse auseinandergesetzt. Und zwar mit einem erstaunlichen Ergebnis: Nach Ansicht der Gewerkschaften seien Blogger keine Presseverleger im Sinne des Leistungsschutzrechts. Den meisten Bloggern dürfte das herzlich egal sein, freiberuflich bloggende Journalisten hingegen wissen nun, was sie von ihren Vertretern zu erwarten haben. Schönen Dank auch!

    # Leistungsschutzrecht: Kein Herz für Blogger (Stefan Engeln)

    Wer wissen möchte, wie der Stand der Dinge im Verfahren gegen Jörg Tauss ist, bleibt bei der „Mitmachzeitung für Bruchsal“ auf dem Laufenden. Dort berichtet Rainer Kaufmann vom zweiten Prozesstag:

    21. Mai 2010 3
  • : 5+1 vor elf (EU-Agenda, JMStV, romantische Verklärung, böses Netz)
    5+1 vor elf (EU-Agenda, JMStV, romantische Verklärung, böses Netz)

    Auf die mit Spannung erwartete „Digitale Agenda“ der EU-Kommission hatte Markus ja bereits kurz hingewiesen. Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen hieß es im Vorfeld, dass Cecilia Malmström auf einen unmissverständlichen Absatz zu Internet-Sperren gedrängt hätte. Den sucht man in der finalen Agenda vergeblich. Allenfalls aus der in der englischen Fassung (PDF) auf Seite 16 zu findenden Formulierung …

    […] For instance, to tackle sexual exploitation and child pornography, alert platforms can be put in place at national and EU levels, alongside measures to remove and prevent viewing of harmful content. […]

    … könnte man eine Unterstützung für Sperren auf Zugangsebene herauslesen. Liest man die Passage im Kontext, hat die EU-Kommission hier aber wohl vor allem nutzerautonome Filter im Hinterkopf.  Für Censilia sicher ein Rückschlag, auch wenn sie sich die Kommission mit ihrer Formulierung letztendlich alle Optionen offen hält.

    Unterstützung erhält die EU-Kommissarin derweil im Deutschen Bundestag. Eine Rüge, mit der die Grünen Internetsperren auf EU-Ebene zumindest symbolisch als falschen Weg Kampf gegen Kinderpornographie im Netz brandmarken wollten, wurde mit Stimmen der Regierungskoalition von der Tagesordnung gestrichen. Interessant ist das insoweit, da durch die Vertagung der Debatte nun die achtwöchige Frist zur Rüge nicht eingehalten werden kann.

    # Regierungsmehrheit verhindert Rüge gegen EU-Internetsperren (Golem.de)

    Auch im Sächsischen Landtag gaben die Tigerenten heute den netzpolitischen Spielverderber. In zwei Anträgen der Grünen (PDF) und der Linken (PDF)  ging es gegen den JMStV‑E. Beide Anträge wurden von der Regierungskoalition aus CDU und FDP abgelehnt. Zumindest in Sachsen scheint es mit der Ablehnung des JMStV‑E durch CDU und FDP also nicht allzu weit herzu sein (Und ja, natürlich sind das höchst alberne parteitaktische Spielchen).

    Weiter mit Recht und Gesetz! Im Blog Online.Spiele.Recht geht es um neue Informationspflichten für Dienstleister im Internet. Das ist sozusagen eine Impressumspflicht für Fortgeschrittene, die Blogger nur am Rand betrifft. Womit wir beim eigentlichen Grund für die Verlinkung wären: Ein Blog, das sich mit den rechtlichen Aspekten von Computer-Spielen beschäftigt, gehört heutzutage einfach in jede gepflegte Blogrolle.

    Genau wie das Blog von RA Thomas Stadler, der sich heute unter anderem mit der polizeilichen Kriminalstatistik 2009 beschäftigt. Eben diese weist einen Rückgang der Straftaten im Bereich Kinderpornografie um 43% aus.  Wir erinnern uns, das Zugangserschwerungsgesetz wurde mit einem starken Anstieg der Kriminalitätsraten in diesem Bereich begründet.

    # Neue Informationspflichten im Internet (Online.Spiele.Recht)
    # Access-Blocking und die deutsche Kriminalstatistik (RA Thomas Stadler)

    Als persönliches und romantisches Essay bezeichnet Martin Oetting seine Überlegungen zu Facebook. Bitte einfach emotional fallenlassen. So, und nun kommt’s: Den Delling des Tages verdiene ich mir mit der Überleitung, dass heuer auch so mancher Fußballfan etwas fallengelassen hat. Und zwar die bekannt dünne Decke der Zivilisation bei seinen Kommentaren zum Foul an Deutschlands wichtigstem Fußgelenk! Bahnhof, Kartoffelsalat, Sibieren? Keine Panik, die Süddeutsche erklärt den Zusammenhang. Delling ist übrigens ein Kumpel von Netzer.

    # “Die Macht darf nicht mit Facebook sein.” (Martin Oetting)
    # Revanchefoul im Internet (Sueddeutsche)

    Last, but not least, möchte ich auf ein Interview bei Bild Online verweisen. Allein schon, weil wir dort erfahren, dass unsere Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner „Facebook in die Knie gezwungen hat“! Echt wahr! Steht da zumindest. Auch sonst ist das Stück wohl eher als wohlwollende Gefälligkeit zu sehen. Was auch Aigner aufzufallen scheint.

    # Bild-Interview mit Ilse Aigner (Bild.de)

    19. Mai 2010 8
  • : DLF: Blogger beeinflussen die Medienwelt
    DLF: Blogger beeinflussen die Medienwelt

    Der Deutschlandfunk hat gestern in seiner Sendung Hintergrund über „www wie Wahrheit – Blogger beeinflussen die Medienwelt“ berichtet:

    Schnell und direkt: Das Internet bietet völlig neue Wege der Information, jeder kann zum „Reporter“ werden. Doch wer überpüft, wo das gesellschaftliche Engagement aufhört und wo Stimmungsmache beginnt?

    Hier ist die MP3.

    14. Mai 2010 10