Datenschutz
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: Bundesregierung will Datensätze aller BürgerInnen verkaufen?
: Bundesregierung will Datensätze aller BürgerInnen verkaufen? Die Bundesregierung möchte Unternehmen der Wirtschaft die Datensätze der neuen Personalausweise verkaufen. 40 bis 50 Cents pro Datensatz (Name, Adresse und Geburtsdatum) sind im Gespräch, wie die Analysten von Kuppinger Cole + Partner (KCP) laut de.internet.com aus dem Innenministerium erfahren haben. Der Zugriff findet natürlich digital statt. So sollen die hohen Kosten für den Personalausweis (Einführung 2008), der auch Fingerabdrücke und das Gesichtsbild als weitere biometrische Merkmale enthalten wird, gedeckt werden. Für den neuen, digitalen Reisepass hat sich der Preis mit 59 Euro mehr als verdoppelt, um die Kosten aufzufangen. Eine ähnliche Preissteigerung ist auch für den Personalausweis zu erwarten.
Es mag als fortschrittlich erscheinen, dass die Regierung die Vermarktungsmöglichkeiten der Neuen Medien erkennt – aber die persönlichen Daten und damit die Privatsphäre aller BürgerInnen als Wirtschaftsgut aufzugreifen und ohne ihre Einwilligung zu verkaufen ist pervers. Ich fordere 10% der Einnahmen durch den Verkauf meiner persönlichen Daten!
Klarstellung: Nach der KCP-Quelle (welche im Übrigen nicht für englischsprachige Browser auf der KPC-Startseite auftaucht) scheint bei dem Vorhaben keine zentrale Datenbank vorgesehen zu sein, aus der sich berechtigte Unternehmen bedienen könnten. Die Daten sollen direkt vom Ausweis mit Einwilligung per PIN-Eingabe seines/ihrer InhaberIn ausgelesen werden. „Dass allerdings der monopolartige Handel staatlicher Organe mit den Identitätsdaten seiner Bürger eine Reihe kniffeliger verfassungs- und verwaltungsrechtlicher Fragen aufwirft, ist offensichtlich“ bemerkt auch KCP.
Denn: Was legitimiert, dass der Staat pro Identitäts-Überprüfung einen bestimmten Betrag verlangt, obwohl der Akt selbst nur ein paar Rechenzyklen kostet? Als Gebühr soll dieser Betrag die Kosten für den neuen Ausweis wieder einspielen. Nach wievielen Überprüfungen ist das der Fall? Fallen dann die 45ct pro Überprüfung weg? Oder wirds wieder teurer, weil eine neue Ausweisgeneration ansteht? Welche Kosten fallen für nicht auf Profit orientierte Gruppen an, die etwa Unterschriften online sammeln oder Zeitschriften verkaufen und dabei die Identitäten ihrer PartnerInnen überprüfen wollen?
Update: War wohl eher eine Ente, siehe Telepolis.
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: Niederländischer BiometriePass gehackt
: Niederländischer BiometriePass gehackt Soviel zum Thema „Mehr Sicherheit bei den ePässen“: Niederlande: Biometrie-Pass erfolgreich gehackt.
Dem gelungenen Pass-Crack kamen dabei einige Schwachstellen des niederländischen Biometrie-Passes zugute, beispielsweise eine fortlaufende Seriennummer, die dadurch auch mit dem Ablaufdatum des Passes korreliert. Zusammen mit weiteren Schwachstellen des Codes hat dies zur Folge, dass statt eigentlich vorgesehener 50 Bit für den Sicherheitsschlüssel effektiv nur ungefähr 35 Bit vom Crack-Programm durchprobiert werden müssen. Zum Vergleich: WLAN-Verschlüsselung oder das https-Protokoll, mit dem im Web verschlüsselte Übertragungen beispielsweise beim Online-Einkauf abgewickelt werden, benutzen 128 Bit.
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: EFF verklagt AT&T
: EFF verklagt AT&T Die Electronic Frontier Foundation hat Klage gegen AT&T eingereicht. Der Grund sind Schnittstellen, die AT&T der NSA zur Verfügung gestellt hat, worüber diese US-Bürger im Land abhören konnten. Diese Zusammenarbeit verstosse fundamental gegen den Grundsatz der freien Rede und dem Schutz der Privatsphäre. Mehr gibt es bei CNet: AT&T sued over NSA spy program.
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: Regierungskoalition: Vorratsdatenspeicherung verfassungsgemäß
: Regierungskoalition: Vorratsdatenspeicherung verfassungsgemäß Dass die von der EU beschlossene Speicherung von Kommunikations-Nutzungsdaten, also von Telefon- und Internetverbindungen, einen ganzen Kontinent unter Pauschalverdacht stellt ist nicht neu. Es ist auch nichts Neues, dass die Maßnahme gegen einigermaßen helle NutzerInnen mit kriminellen Absichten nichts nützt, solange Verschlüsselung erlaubt ist.
Nach dem Beschluss durch das Europaparlament Mitte Dezember war neu, dass die Bundesregierung nur die Mindestanforderungen der Richtlinie hinsichtlich des Grundsatzes der Datensparsamkeit umsetzen möchte: Also eine Datenvorrätighaltung von einem halben, statt maximal zwei Jahren.
Die CDU/CSU- und SPD-Bundestagsfrakionen wollen nun dieses Ansinnen in einem Antragsentwurf, der heise online vorliegt bekräftigen: Nur Verbindungsdaten („Wer wann mit wem?“) und keine Inhalte – wie ohnehin schon in der Richtlinie vorgesehen – sollen gespeichert werden. Die Datenabfrage möge auf „erhebliche oder mittels Telekommunikation begangener Straftaten“ beschränkt werden. Mo-ment: Die Richtlinie beschränkt den Zugriff bereits auf allein „schwere“ Verbrechen.
Neu ist allerdings:
Die Abgeordneten der Großen Koalition haben keine verfassungsrechtlichen Bedenken gegenüber einer restriktiven Umsetzung der Richtlinie. […] Dass mit dem Wegfall der bisherigen Löschpflicht von Verbindungsdaten jenseits enger Grenzen und der Einführung eine Speicherpflicht ein „Paradigmenwechsel“ erfolge, sind sich die Koalitionspolitiker aber bewusst.
So heise online. Für eine Beibehaltung der gestern vor einem Jahr mit Stimmen der Union‑, SPD- und Grünen-ParlamentarierInnen beschlossenen Ablehnung der Vorratsdatenspeicherung durch den Bundestag wird in Reihen von SPD und Union wohl niemand mehr votieren. Warum eigentlich?
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: Mal wieder die Mautdaten
: Mal wieder die Mautdaten Generalbundesanwalt Kay Nehm fordert einen Zugriff auf die Maut-Daten für Strafverfolgungsbehörden: Nehm will mit Maut-Daten auf Verbrecherjagd gehen.
Mit Hilfe der Maut-Erfassung wäre eine Erfolg versprechende Fahndung möglich, sagte Nehm am Donnerstag zur Eröffnung des 44. Verkehrsgerichtstags in Goslar. Dem Opfer einer Straftat oder den Hinterbliebenen eines zu Tode gekommenen Verkehrsteilnehmers sei es schwer erklärbar, dass das Gesetz die Fahndung mit Maut-Daten verbiete, sagte Nehm, der auch Präsident der Deutschen Akademie für Verkehrswissenschaft ist.
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: T‑Online darf nur für Rechnung nötige Verbindungsdaten speichern
: T‑Online darf nur für Rechnung nötige Verbindungsdaten speichern Holger Voss hat auch das Berufungsverfahren gegen T‑Online gewonnen: T‑Online darf nur für Rechnung nötige Verbindungsdaten speichern.
Allerdings ändert sich leider das Recht, wenn die Vorratsdatenspeicherung eingeführt wird. Dann muss wieder neu geklagt werden.
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: Podcasting: Interview mit Constanze Kurz zu Datenschutz
: Podcasting: Interview mit Constanze Kurz zu Datenschutz
Es gibt ein neues Podcasting-Interview. Dieses Mal habe ich mich mit Constanze Kurz über Datenschutz, Data-Mining, Biometrie und Privacy Enhancing Tools unterhalten. Constanze ist Dipl.-Informatikerin und arbeitet als Assistentin in der Arbeitsgruppe Informatik in Bildung und Gesellschaft bei Prof. Wolfgang Coy an der Humboldt-Universität in Berlin. Ausserdem ist sie im Chaos Computer Club aktiv. Das Interview ist 58min lang und liegt im MP3- oder OGG-Format vor.Die Musik im Hintergrund stammt aus dem „iDmix.001 – Elliptic – Digital Drive“ und liegt unter einer Creative Commons Lizenz.
Update:
Scheint so, als ob die Datei irgendwie einen Fehler hat. Ich repariere sie morgen mal.Klappt jetzt alles und es gibt auch OGG! -
: Bundesdatenschutzbeauftragter kritisiert Herausgabe der Suchmaschinendaten
: Bundesdatenschutzbeauftragter kritisiert Herausgabe der Suchmaschinendaten Über das Begehren der US-Regierung, von den grossen Suchmaschinenanbietern die Suchanfragen einer ganzen Woche zu erhalten, hatte Ralf am Samstag schon berichtet. Ich persönlich empfinde es schon als etwas schockierend, dass die Anfrage erst herauskam, als Google sich weigerte, die Daten heraus zu geben. Yahoo, MSN und andere sollen die Daten ohne Kritik ausgeliefert haben. Aber das kennen wir ja schon aus China und anderen Ländern.
CT’ Aktuell hat jetzt ein sehr interessantes Interview mit dem Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar zu dem Thema: Datenschutzbeauftragter in Sorge über Begehrlichkeiten nach Suchanfragen.
c’t: Von der Geburt des Überwachungsstaates aus der digitalen Technik ist seit langem die Rede. Fügt der Fall mit den Suchmaschinendaten den Befürchtungen der Datenschützer eine neue plastische Dimension hinzu?
Schaar: Ich hoffe, dass den Bürgern damit klar wird, wie wichtig der Datenschutz in der digitalen Welt ist. Aus meiner Sicht handelt es sich um ein alarmierendes Signal, dass die umfangreichen Nutzungsstatistiken, die geführt werden, gerade bei einem Weltmarktführer wie Google, Gegenstand von solchen doch sehr allgemeinen Auskunftsersuchen werden. Ich denke, da müssen sich die Internetgemeinde und die Gesellschaft insgesamt darüber klar werden, inwieweit eine solche Nachvollziehbarkeit des elektronischen Verhaltens, das ja auch immer weitere Lebensvorgänge umfasst, erstrebenswert ist und wie weit die Überwachung gehen soll.
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: Wikimedia Deutschland: Schreiben an die Wikipedia-Community
: Wikimedia Deutschland: Schreiben an die Wikipedia-Community Auf der Mailingliste der deutschsprachigen Wikipedia wurde ein Schreiben des Vorstandes von Wikimedia Deutschland veröffentlicht, der ein wenig die Entwicklungen der letzten Tage zusammenfasst:
Liebe Wikipedia-Community, liebe Mitglieder des Vereins,
die letzten Tage waren reichlich turbulent. Sicher habt Ihr über die einstweilige Verfügung gegen den Verein bereits einiges mitbekommen, schließlich wurde auch umfangreich in den Medien berichtet. Aus heiterem Himmel waren plötzlich viele wichtige Entscheidungen zu treffen.
Innerhalb des Vorstandes und gemeinsam mit unserem Anwalt wurden unzählige E‑Mails ausgetauscht und Telefonate geführt, um möglichst schnell und angemessen auf die Situation zu reagieren. Dadurch und weil sich der Vorstand auf Anraten des Anwalts erstmal mit Äußerungen zurückgehalten hat, ist die Information an Euch leider etwas zu kurz gekommen. Nun, nachdem zumindest die erste juristische Hürde erfolgreich genommen wurde, wollen wir dies endlich nachholen.Es gibt auch einen Ausblick auf das, was da noch kommen mag:
Deshalb sind wir mit dem Anwalt der Kläger in Kontakt, um eine
außergerichtliche Lösung zu suchen, die für alle Beteiligten tragbar
ist. -
: US-Regierung will Zugriff auf Google-Anfragen
: US-Regierung will Zugriff auf Google-Anfragen Die US-Regierung verlangt von Google und anderen Suchmaschinenbetreibern Zugriff auf die Suchanfragen der Nutzer. Der Anlass ist ein Gerichtsverfahren wegen – na klar – Online-Pornografie. DIe Regierung will Kinder vor dem Zugriff darauf schützen und fordert dazu die Herausgabe der kompletten Suchanbegriffe einer ganzen Woche, darüber hinaus eine Million zufällig ausgewählte URLs. Ich weiss ja nicht, was die sich bei solcher Beweisführung denken, aber Googles Anwälte weigern sich noch. Yahoo, MSN und AOL sollen bereits nachgegeben haben.
Hintergrund: Der Child Online Protection Act [COPA] von 1998, der 2004 vom obersten Gericht wegen eines übermäßig breiten Ansatzes per einstweiliger Verfügung ausgesetzt worden war. Die Regierung will nun anhand der Statistiken der Suchmaschinen genauer wissen, wonach die Leute suchen und wie oft Pornografie dabei vorkommt.
Mehr dazu bei Futurezone und Heise. -
: RFID-Lobbyveranstaltung pluralisiert
: RFID-Lobbyveranstaltung pluralisiert Die Meinungsvielfalt der Auftaktveranstaltung des Lobbyverbandes „RFID-Informationsforum“ wurde heute durch BürgerrechtsaktvistInnen um weitere Meinungen ergänzt. Dies geschah in Form einer Mahnwache vor der Akademie der Wissenschaften in am berliner Gendarmenmarkt.

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: Verbraucher fordern besseren Datenschutz im Netz
: Verbraucher fordern besseren Datenschutz im Netz Das Bundeswirtschaftsministerium arbeitet momentan am Entwurf eines neuen Telemediengesetzes, das im Frühjahr beschlossen werden soll. Heute ist dazu ein umfangreicher Forderungskatalog aus Verbrauchersicht veröffentlicht worden, der vor allem auf eine Verbesserung des Datenschutzes im Netz zielt. Unterzeichner sind elf Organisationen, darunter das Netzwerk Neue Medien, der virtuelle Ortsverein der SPD, die Verbraucherzentrale Bundesverband und die Deutsche Vereinigung für Datenschutz. Kernforderung:
„Verbraucherinnen und Verbraucher erwarten (…), dass sie im virtuellen Leben ebenso anonym und überwachungsfrei handeln können wie im wirklichen Leben.“
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: Martin Luther King: History repeating
: Martin Luther King: History repeating Zum Gedenktag an Martin Luther King am vergangenem Sonntag verglich Al Gore in einer Rede die derzeit öffentlich werdenen Abhörmaßnahme der Bush-Administration mit denen des FBI gegenüber King. Heise berichtet:
In der mehrfach von stürmischen Beifall unterbrochenen Rede beschuldigte Gore den Präsidenten, den 1978 verabschiedeten „Foreign Intelligence Surveillance Act“ gebrochen zu haben, der das Abhören von US-Bürgern ohne richterliche Erlaubnis verbietet.
Dass nun einige Politiker ein Amtsenthebungsverfahren gegen den US-Präsidenten erwägen, sollte nicht verwundern. Denn auch Gore stellte fest:
„Aber was wir jetzt über dieses allgegenwärtige Abhören wissen, zwingt geradezu zu der Schlussfolgerung, dass der Präsident der Vereinigten Staaten das Gesetz wiederholt und beharrlich gebrochen hat.“
Zwei BürgerInnenrechtsorganisationen reichten nun auch Klagen gegen den amerikanischen Geheimdienst NSA ein, da dieser unrechtsmäßig die Überwachungsmaßnahmen ausgeführt habe. Dazu gehören das Center for Constitutional Rights (CCR – PDF der Klage) und die American Civil Liberties Union (ACLU – PDF der Klage). Letztere wird unterstützt durch Journalisten und NGOs, wie Greenpeace. Die CCR ist von den Maßnahmen möglicherweise besonders betroffen, das sie mit Anghörigen der in Guantanamo inhaftierten Menschen in Kontakt steht.
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: Die RFID-Lobby feiert morgen in Berlin
: Die RFID-Lobby feiert morgen in Berlin Am morgigen Donnerstag, den 19. Januar 2006, findet in den Räumen der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften eine Lobby-Veranstaltung der RFID-Industrie statt. Veranstalter ist das „RFID-Informationsforum“, ein Zusammenschluss von Handel und Industrie. Durchgeführt wird sie von Pleon, einem der marktführenden PR-Unternehmen in Deutschland. Geladen sind ausschließlich Vertreter von Politik, Verbänden und Medien. KritikerInnen des RFID-Einsatzes – wie Datenschützer und Bürgerrechtler – sowie besorgte BürgerInnen bleiben außen vor.
Dazu haben der Foebud und die Deutsche Vereinigung für Datenschutz eine gemeinsame Pressemitteilung herausgegeben: Schnüffelchips: RFID-Industrie setzt auf PR-Offensive statt auf konstruktiven Dialog.
„Mit immensem Kostenaufwand versucht die RFID-Industrie die Einführung dieser Kontroll- und Überwachungstechnik durchzudrücken. Gesprächsangebote wie das Expertenforum zu RFID beim Bundeswirtschaftsministerium werden dagegen von Industrie und Handel blockiert – Kritik soll offenbar mit PR erstickt werden“, bewertet Rena Tangens vom FoeBuD die Aktivität der RFID-Lobbyisten.
Die Veranstaltung soll morgen um 18:30 Uhr am Berliner Gendarmenmarkt beginnen. Schon um 18 Uhr sollen sich dort einige „Stop RFID“-Schilder versammeln. Wer den Schildern Gesellschaft leisten möchte, ist dazu eingeladen.
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: Biometrischer Pass in UK: Gegenwind für Blair
: Biometrischer Pass in UK: Gegenwind für Blair Der britische Independent bringt heute einen Kommentar, der den innerbritischen Widerstand gegen den neuen ePass zusammenfasst. Die Aufnahme biometrischer Merkmale wird nicht weiter erwähnt. Sonst keine Überraschung: es wird viel teurer als gedacht und dadurch noch mehr Unwillen erzeugen, zumal genaue Zahlen nicht zu bekommen sind.
The cost of the proposals is spiralling out of control. A report by the London School of Economics has estimated that members of the public might be charged £300 each for the privilege of carrying a card.
Der Artikel dazu ist auch online zu haben: ID Cards Bill in crisis after peers inflict defeat.
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: Wieder mal die Durchsetzungsrichtlinie
: Wieder mal die Durchsetzungsrichtlinie Heise berichtet wieder über die Durchsetzungsrichtlinie (Richtlinie 2004/48/EG des Europäischen Parlaments und des Rates zur Durchsetzung der Rechte des geistigen Eigentums, im englischen Intellectual Property Rights Enforcement Directive, IPRED, genannt): Auskunftsansprüche gegen Provider bei Verletzungen des Urheberrechts vorgesehen.
Der neue Paragraph 101 des Urheberrechts sieht künftig vor, dass in Fällen „offensichtlicher Rechtsverletzung“ der Auskunftsanspruch greift, und zwar „auch gegen eine Person, die in gewerblichem Ausmaß 1. rechtsverletzende Vervielfältigungsstücke in ihrem Besitz hatte, 2. rechtsverletzende Dienstleistungen in Anspruch nahm, 3. für rechtsverletzende Tätigkeiten genutzte Dienstleistungen erbrachte oder 4. (…) an der Herstellung, Erzeugung oder am Vertrieb solcher Vervielfältigungsstücke, sonstigen Erzeugnissen oder Dienstleistungen beteiligt war (…).“ Wenn die Auskunft nur durch die Verwendung der Verkehrsdaten erteilt werden kann, muss zuvor beim Landgericht eine richterliche Anordnung eingeholt werden. Die für den Erlass anfallenden Einheitskosten von 200 Euro muss erst einmal der Geschädigte übernehmen. Das Grundrecht des Fernmeldegeheimnisses wird dafür explizit eingeschränkt.
Den Referentenentwurf findet man übrigens hier als PDF.
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: Skriptum „Internetrecht“ veröffentlicht
: Skriptum „Internetrecht“ veröffentlicht Der Rechtswissenschaftler Professor Dr. Thomas Hoeren hat ein 506 Seiten langes Skript zum Thema „Internetrecht“ im Netz veröffentlicht. Die 1,4 MB grosse PDF-Datei kann hier herunter geladen werden.
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: Überraschung: Neue iMacs mit TPM-Chip
: Überraschung: Neue iMacs mit TPM-Chip Was natürlich niemand erwartet hat, scheint jetzt Realität zu sein…: Wie Heise berichtet, werden die neuen iMacs von Apple mit einem TPM-Chip ausgeliefert: Apples Core-Duo-iMacs mit Trusted Platform Modules. Aber aufgeklärt wird darüber nicht:
Es ist etwas verwunderlich, dass Apple auf die Existenz dieses Bausteins, der bei Gegnern der TCPA/TCG-Inititiative für „Trusted Computing“ auf harte Kritik stößt, in den bisher erreichbaren iMac-Spezifikationen nicht hinweist. Noch ist nicht klar, ob das TPM – wie bei den Entwickler-Modellen – standardmäßig aktiv und auch nicht abschaltbar ist.
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: WISO: Haushalte Profile und der Datenschutz
: WISO: Haushalte Profile und der Datenschutz Kommt heute wohl bei WISO im ZDF und ist jetzt schon im Netz: Der Datenschutz hat offenbar Grenzen.
Datensammler erstellen über Haushalte Profile nach dem Grobraster „Arm“ oder „Reich“ und verkaufen die an Unternehmen. ZDF-WISO stellt fest: Mit dem Datenschutz ist es da offenbar nicht weit her.
[via Handakte WebLAWg]
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: Thilo ist nicht alleine zu Haus
: Thilo ist nicht alleine zu Haus Der Leiter des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein, Dr. Thilo Weichert, wurde vom Innenminister von Schleswig Holstein gerügt. Vorangegangen war eine Kritik am geplanten Polizeigesetz, welches eine Überwachung der Bürger ohne konkreten Anfangsverdacht ermöglichen soll. Nachdem der Innenminister eine Pressemitteilung mit der Überschrift „Thilo allein zu Haus“ veröffentlicht hatte, konterte jetzt das Unabhängige Landeszentrums für Datenschutz mit dem folgenden Bild:

Das Bild gibt es hier in gross.
Irgendwie hatten wir das schonmal mit der Kritik von Innenministern an störenden Datenschützern…
[via Isotopp]