Datenschutz
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: Heute: Chaosradio – Datentresore und Briefumschläge
: Heute: Chaosradio – Datentresore und Briefumschläge Heute ist wieder der letzte Mittwoch im Monat und deshalb sei wieder auf das Chaosradio verwiesen, was heute Abend ab 22 Uhr auf Fritz-Radio und via Stream läuft. Die heutige Sendung trägt den Namen „Datentresore und Briefumschläge“ und befasst sich mit Verschlüsselung in der Praxis.
Team: Frank Rosengart, hukl, Harald Welte, Holger Klein
Wenn der Laptop geklaut wird, ist das ärgerlich. Er ist weg. Besonders unangnehm ist aber auch, dass der Dieb die persönliche Fotosammlung durchklicken und sogar die heruntergeladenen privaten E‑Mails lesen kann. Aber nicht nur das – E‑Mails werden beim Versand wie Postkarten behandelt. Neugierige Mitarbeiter und vor allem auch die Ermittlungsbehörden können in Zukunft dank der anstehenden Vorratsdatenspeicherung noch einfacher auf unsere privaten Daten zugreifen.
Auch ein aktuelles Urteil des Bundesverfassungsgerichts stellte jüngst klar: E‑Mails unterliegen nur beim Transport dem Briefgeheimnis. Sind sie einmal zugestellt, geniessen sie diesen rechtlichen Schutz nicht mehr. Chaosradio möchte euch Tipps geben, wie ihr eure Daten vor neugierigen Blicken schützen könnt, E‑Mails in Briefumschläge steckt und welche Daten in Zukunft unter besonderer staatlicher Aufsicht stehen.
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: Frage an Apple-Nutzer
: Frage an Apple-Nutzer Hat einer der LeserInnen vielleicht einen der neuen Apple-Notebooks und schonmal nachgeschaut, ob das Trusted Platform Module (TPM) werksmässig eingeschaltet ist?
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: Personennummer für WM-Ticketkauf in erster Instanz legal
: Personennummer für WM-Ticketkauf in erster Instanz legal Ein Dresdener klagte gegen die Erhebung seiner Personalausweisnummer für die Teilnahme an der Verlosung der Tickets für die Fussball-WM. Statt sich zu freuen, dass er Karten in der Verlosung gewonnen hatte, verlangte der Jurastundent die Löschung seiner Personalausweisnummer und die der anderen Ticketinhaber. Das Bundesverfassungsgericht hat 1969 das Erstellen von „teilweisen oder weitgehend vollständigen Persönlichkeitsprofilen, ohne dass der Betroffene deren Richtigkeit und Verwendung zureichend kontrollieren kann“ mit Hilfe von Personenkennzeichen (PKZ) für verfassungswidrig erklärt. Als solche würde die Personalausweisnummer verwendet werden, argumentierte der Dresdener. Dieser Einschätzung schloss sich das Amtsgericht Frankfurt im Eilverfahren nicht an. Der beklagte DFB argumentierte, dass die Ziffern als eindeutiges Identifikationsmerkmal notwendig seien und daher nicht weggelassen werden könnten. Der Kläger wird dagegen als letzte Instanz Revision beim Landesgericht beantragen. Unterstützt wird er dabei vom FoeBuD.
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: Welt: RFID bald in Geldscheinen?
: Welt: RFID bald in Geldscheinen? Die Welt berichtet über Steuerflucht, Finanzämter und etwas RFID in Geldscheinen: Der Fiskus rüstet auf.
In der (Schein-)Logik der Politik gibt es darauf nur eine Antwort: Noch mehr Kontrolle. Schon wird selbst über RFID-Chips in Euro-Scheinen nachgedacht, die eine lückenlose Verfolgung von Bargeldflüssen möglich machen würden. Profiteure wären dann wohl die Wechselstuben, da manch ein Deutscher beginnen würde, Chip-freie Pfund- oder Yen-Noten zu horten.
Letztlich verlieren in einem solchem Wettlauf der Aufrüstung alle: Die Steuerflüchtlinge, weil sie ihr Geld oft nur mager verzinst auf überteuerte Auslandskonten schaffen, mit dem heimlich Ersparten kaum etwas anfangen können und zudem nachts auch noch schlecht schlafen. Der Staat, weil ein immer umfassenderes Kontrollsystem viel Geld kostet und zugleich seiner Akzeptanz mehr und mehr schadet.
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: Merkel TV
: Merkel TV Acht Jahre lang war eine Kamera auf dem Dach des Pergamonmuseums auf der Berliner Museumsinsel in der Lage, mittels Schwenk- und Zoomtechnik das Wohnzimmer unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel theoretisch live im Fernsehen zu übertragen. Aber ausser den Wachmännern und einem Bild-Journalisten hat es niemand zu sehen bekommen. Neben all der Schadenfreude in Medien und Blogs ist ein Kommentar in der TAZ interessant:Überwachung der Überwacher.
Was aber ist wirklich passiert? Eine Vertreterin jener gesellschaftlichen Gruppe, die allen Bürgerinnen und Bürgern die vollständige Beobachtung mit Überwachungskameras unter allen Umständen schmackhaft machen will, hat den subjektiven Faktor, der damit verbunden ist, höchstpersönlich erfahren. Denn in Momenten beobachtet zu werden, in denen man sich unbeobachtet wähnt, ruft Gefühle des Ausgeliefertseins hervor.
Dies sollten sich die Verfechter der Überwachung merken. Umso mehr, als der objektive Faktor der Videokontrolle, dem zufolge diese mehr Sicherheit biete, bis heute umstritten ist. Dass dennoch daran festgehalten wird, zeigt, dass die Verfechter der Bevölkerung misstrauen. Dass die negativen Seiten der Überwachung nun ausgerechnet die Bundeskanzlerin getroffen haben, ruft neben der Schadenfreude auch die Hoffnung hervor, dass Hardliner etwas daraus lernen.
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: Riya – Flickr für Big Brother?
: Riya – Flickr für Big Brother? Bei Riya kann man wie bei Flickr Bilder hochladen und einzelne Bereiche der Bilder mit Tags versehen, also z.B. das Gesicht von Netzpolitik-Chef Markus mit dem Tag „Markus Beckedahl“. Riya scannt die Bilder aber dann mittels Gesichtserkennungs-Software und taggt alle anderen Bilder, auf denen Markus zu sehen ist, automatisch mit seinem Namen. Nach einigem manuellen Training soll es dann angeblich auch funktionieren. Riya scheint zwar noch sehr Beta zu sein, aber diese Ausrichtung ist schon ziemlich obskur. Ralf vom Netzbuch nennt Riya daher die „»Schily-Schäuble-Beckstein-Variante« von Flickr und Konsorten“ und fordert daher „Keine Fotos mehr auf Bloggertreffen und Konferenzen“ – eine Policy, die der CCC mittlerweile aufgrund der vielen Fotohandies auf seinen Konferenzen wieder aufgeben musste.
Das ist für mich wieder ein Anlass, über die Privacy-Implikationen des ganzen „Web2.0“ oder „Social-Software“ Hypes nachzudenken. Nicht nur sammeln die Techniken, die hier verwendet werden, immer mehr Daten über immer mehr Leute und immer mehr Interaktionen zwischen ihnen (und wenn dann mal die Polizei bei dem Anbieter vor der Tür steht, gucken einige bestimmt dumm aus der Wäsche), sondern mein Gefühl sagt mir, dass der ganze neue Rummel um Online-Communities mit Sachen wie „hey, du hast keinen OpenBC-Account? Wie lame – gehörst wohl nicht dazu?“ den Leuten die Wertschätzung von Privatsphäre und Datensparsamkeit abgewöhnt.
Vielleicht wäre das auch mal ein Thema für einen Webmontag? Die internationalen Datenschutzbeauftragten interessieren sich jedenfalls auch schon für das Thema, aber die sind ja irgendwie auch lame – jedenfalls aus Sicht der Flickr-Kids.
Wired News hatte übrigens schon im Dezember über Riya geschrieben:
Riya has a tart answer to user privacy concerns. If you do not want to be indexed, do not let anyone post any photos of you. This is easier said than done. Also, the response falsely assumes that being seen has the same privacy implications as being identified. It does not.
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: Heute auf 3Sat: Im Netz – Angekommen im Überwachungsstaat?
: Heute auf 3Sat: Im Netz – Angekommen im Überwachungsstaat? Heute Abend läuft um 21Uhr auf 3Sat die Diskussion „Im Netz – Angekommen im Überwachungsstaat?“
Im Kampf gegen den internationalen Terrorismus spielen Ordnung und Sicherheit eine immer größere Rolle. Zum Schutze ihrer Bürger sammeln Behörden gigantische Mengen an Daten. Was damit passiert, entzieht sich heute bereits dem Zugriff demokratischer Kontrolle. Auch im privatwirtschaftlichen Bereich, etwa bei den Volks- und Raiffeisenbanken, sind seit April vergangenen Jahres nach der Einschränkung des Bankgeheimnisses, Millionen von Konto-Zugriffen durch Ämter verzeichnet worden.
Die Gäste der Sendung sind:
Claudia Eckert, Informatikerin, TU Darmstadt
Winfried Hassemer, Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts
Pär Ström, Experte für Datenschutz[via]
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: Chaosradio-Webseite im neuen Gewand
: Chaosradio-Webseite im neuen Gewand Eines der Sprachrohre des Chaos Computer Club (CCC) ist das mittlerweile langläufig bekannte „Chaosradio“. Nicht nur relevant für die deutsche Hackerszene, versorgt es Interessierte mit Themen rund um den Datenschutz wie beispielsweise gerade aktuell die Vorratsdatenspeicherung und andere Inhalte betreffend die Privatsphäre des Bürgers. Nun hat die Homepage ein neues Gewand bekommen. Der Content, der Inhalt, wurde komplett überarbeitet und gestaltet sich nach zweiwöchigem Einsatz folgendermaßen: Ab sofort werden die medialen Inhalte unter dem Bereich des Chaosradio Podcast Network aufgeteilt: Einmal in das Chaosradio, dem monatlichen Live-Talk auf Radio Fritz. Hier ist er online erhältlich und kann kostenlos herunter geladen werden. Ein weiterer Abschnitt ist dem Chaosradio Express gewidmet, den Sendungen im Podcast-Format „für Zwischendurch“ und als letztes ChaosTV – darunter ist ein Archiv an diversen Video- und Audio-Dateien zu verstehen, das sich mit Inhalten rund um das Chaosradio beschäftigt. Weiter stehen als Podcast zur Verfügung: Die Sendung der „Datenschleuder“, dem gedruckten Info-Magazin des CCC. Wer sich für die Hackergeschichte in Deutschland begeistert, wird im Bild- und Ton-Archiv des „Dossier Chaotique“ fündig. Zuletzt wendet sich der CCC mit dem Podcast „Chaosradio International“ an die englischsprachigen Hörer. Ein automatischer Download der Radio-Programme auf den heimischen Rechner funktioniert am einfachsten, indem man sich einen News-Feed abonniert. Das Chaosradio erlaubt hier die Kombination aus wahlweise Chaosradio, Chaosradio Express und ChaosTV oder nur aus Chaosradio und Chaosradio Express.
Und jetzt muss ich erstmal fleissig die Feeds in meinen RSS-Reader kopieren.
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: Klare Worte
: Klare Worte Datenschützer: Bürgerrechte werden für Terrorabwehr ausgehöhlt:
„Ich habe den Eindruck, dass sich ein grundlegender Wechsel in der Sichtweise der Sicherheitsbehörden abzeichnet: Weg von der gezielten Beobachtung tatsächlich Verdächtiger hin zur präventiven Rundumüberwachung“, sagte der Bundesbeauftragte für Datenschutz, Peter Schaar. „Das ist eine mehr als bedenkliche Entwicklung.“
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: FDP: Moratorium für ePass
: FDP: Moratorium für ePass Die FDP-Bundestagsfraktion hat einen Antrag (16/854) an die Bundesregierung adressiert, der ein Aussetzen der Ausstellung von Reisepässen mit RFID-Chips fordert. Argumentiert wird mit der schwachen Verschlüsselung der Chips, die bereits bei niederländischen Reisepässen kompromittiert wurde.
Die FDP will allerdings weitermachen, wenn die Technik soweit ist, dass sie „vor Entschlüsselung effektiv schützen“ kann …
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: MP3: Cory Doctorow – Europe’s Coming Broadcast Flag
: MP3: Cory Doctorow – Europe’s Coming Broadcast Flag Bei IT-Conversations gibt es jetzt die spannende Keynote von Cory Doctorow auf der vergangenen Eurooscon zum Thema „Europe’s Coming Broadcast Flag“ (MP3).
European mandates such as the Digital Video Broadcasting organization’s Content Protection & Copy Management are similar to the American broadcast flag but possibly more draconian in scope. Doctorow argues that digital rights management (DRM) is based on the notion that you can design a safe „so strong you can leave it in the robber’s living room“ and that DRM technologies treat users as attackers. According to Doctorow, DRM does little to protect copyright and is not a contract, as some might argue. At stake, he believes, is the open source community’s ability to write software, understand and improve technology, and disrupt markets with new and better way to create or distribute creative works.
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: Identität 2.0 mit Higgins
: Identität 2.0 mit Higgins Technology Review berichtet über Higgins, ein neues Open Source Framework zur Identitätsverwaltung, welches federführend von der Eclipse Foundation in Zusammenarbeit u.a. mit IBM und Novell entwickelt wird. Es soll das erste Identity-Management-Projekt sein, das auf offene Quellcodes setzt: Identität 2.0.
Bei Higgins geht es außerdem nicht nur um eine sichere Software für das ID-Management. „Wir nutzen den Open-Source-Ansatz nicht nur aus technischen Gründen, sondern weil es uns darum geht, dass die Endnutzer ihre digitale Identität aktiv selbst verwalten können sollen. Da kommt dieser soziale Aspekt hinzu.“ Harvard-Mann Clippinger erwartet, dass Higgins eines Tages noch mehr tun kann, als nur die einzelnen Online-Identitäten zu managen. Er stellt sich Nutzergemeinschaften vor, die aus „Circles of Trust“ bestehen – so ähnlich wie es eBay seinen Nutzern erlaubt, Märkte und Gemeinschaften nach gemeinsamen Interessenslagen zu bilden. Ein eBay-Community-Mitglied könnte dann ausgewählte Informationen mit Leuten in einer Yahoo-Gruppe teilen, sagt er.
Pro-Linux hatte schon Ende Februar über die Kooperation berichtet: Unternehmen unterstützen freies »Projekt Higgins«.
Passend dazu ist auch ein Interview mit David Weinberger im Handelblatt, wo dieser zur Identitätsfrage Stellung nimmt: „Wir sagen einander die Wahrheit“
Eine aktuelle Diskussion dreht sich um die Frage, ob wir Systeme brauchen, mit denen Internet-Nutzer ihre Identität nachweisen können. Wäre solch eine Online-Entsprechung des Personalausweises nicht ausgesprochen hilfreich?
Die Situationen, in denen man sich online mit seiner echten Identität ausweisen muss, sind äußerst selten. Die meisten Transaktionen können wir vornehmen, ohne uns eindeutig zu identifizieren; online, wie offline. Es gibt momentan einen enormen Druck, ein perfektes Regime aus kompletten, verfolgbaren Identitäten zu errichten. Dieser Druck geht definitiv nicht von den Nutzern aus. Für den größten Teil aller Transaktionen sind Pseudonyme hervorragend geeignet. Ich kenne die Identität eines Ebay-Verkäufers oder eines Wikipedia-Autors nicht, aber ich sehe, dass der Mensch hinter diesem Pseudonym 99,8 Prozent positive Bewertungen auf E‑Bay besitzt oder bereits 500 gute Artikel in der Wikipedia verfasst hat. Eindeutige Identitäten sind für eine Hand voll Fälle nützlich. Aber solche Systeme werden derart in die Hard- und Software verankert, dass sie allgegenwärtig sein werden. Es wird Nebenwirkungen geben, die jetzt noch schwer vorhersehbar sind. Sagen wir, man übergibt solch ein System an die Chinesen, die ein Interesse daran haben, jede abweichende Stimme zu verfolgen. Das wäre eine Katastrophe für die Menschenrechte. Es würde bedeuten, dass in Ländern ohne Rechte das Internet nicht mehr die Hoffnung der Dissidenten wäre. Ich denke nicht, dass wir dieses Werkzeug bereitstellen sollten.
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: Grüne-Position zu Daten- und Verbraucherschutz
: Grüne-Position zu Daten- und Verbraucherschutz Die Grünen haben am Wochenende auf ihrem Länderrat (Nennt man bei anderen Parteien wohl „kleiner Parteitag“) einen Beschluss zum Thema „Die digitale Herausforderung meistern: Bürgerrechte schützen Verbraucherrechte sichern“ verabschiedet. Das längere Papier ist sehr lesenswert und ich würde mich persönlich freuen, wenn mehr Parteien in Deutschland ähnliche Positionen entwickeln würden.
Alles, was an Daten und Informationen digital gespeichert wird, ist heute prinzipiell miteinander kombinierbar. Rein technologisch entsteht damit ein potentiell perfektes Überwachungsinstrumentarium. Der gläserne Mensch wird technisch möglich. Wollen wir unsere offene, freiheitliche und demokratische Grundordnung erhalten, müssen wir die Informationsgesellschaft entsprechend gestalten. Das ist angesichts der Geschwindigkeit der technologischen Entwicklung und den sicherheitspolitischen Herausforderungen eine schwierige Aufgabe für die gesamte Gesellschaft. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setzen sich seit langem mit den Chancen und Risiken der digitalen Gesellschaft auseinander. Wir stellen uns der Herausforderung und setzen uns für den Schutz der Bürger- und Verbraucherrechte im digitalen Zeitalter ein.
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: CIA: Ham wa doch jesacht.
: CIA: Ham wa doch jesacht. Wovor unser-Datenschützer-eins ja warnt ist, dass zu viele staatliche Datenbanken zusammengenommen ein Instrument darstellen, dass sich eher missbrauchen lässt, als dass es zur Herstellung von mehr Sicherheit dienen kann.
Tja, wenn diese Befürchtung Realität wird, merkt das als erstes nicht der durchschnittliche ich-hab-nichts-zu-verbergen-Bürger, sondern eher derjenige, der mehr Geheimnisse pflegt. So etwa ein Geheimdienst. Also die Manifestation einer Institution, die über Menschen Daten sammelt und auswertet.
Die Chicago Tribune hat mal völlig legale Quellen angezapft, um zu sehen, was sich so über die CIA herausfinden lässt und berichtet in ihrer heutigen Ausgabe:
When the Tribune searched a commercial online data service, the result was a virtual directory of more than 2,600 CIA employees, 50 internal agency telephone numbers and the locations of some two dozen secret CIA facilities around the United States.
Die ein oder andere Identität dürfte im Eimer sein. Doch „die genaue Vorgehensweise verraten die Reporter darum so wenig, wie sie Namen von Agenten, Tarnfirmen oder Standorten offen legen. Fast beiläufig nur fallen hier Namen wie Google als kraftvolle Web-Recherchequelle oder Lexis-Nexis als größter kommerzieller Datenbankbetreiber der Welt“, so Spiegel Online.
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: Interview zur Vorratsdatenspeicherung
: Interview zur Vorratsdatenspeicherung Matthias Mehldau, der hier unter dem Pseudonym „Wetter“ mitschreibt, wurde als Vertreter des Chaos Computer Club vom Radio Dreyecksland in Freiburg zur Vorratsdatenspeicherung befragt. Das Interview ist 6,25 Minuten lang und ist als MP3-Datei verfügbar.
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: CeBIT: Protest und Anhörung zu RFID
: CeBIT: Protest und Anhörung zu RFID Auf der CeBIT protestierte heute der FoeBuD, Initiator der Kampagne „StopRFID“, gegen den datenschutzverachtenden Einsatz von Funketiketten (RFIDs) am Stand der Supermarktgruppe Metro. Heise berichtet mit einem Foto von der Aktion.
Just am heutigen Tage hat die EU-Kommissarin Viviane Reding eine Anhörung zu RFID gestartet. Denn: „Wenn wir das Vertrauensproblem in die RFID-Technik nicht lösen, wird sie nicht durchstarten können“. Hoffentlich geht dieser Anhörungs-Prozess nicht als formale Schein-Konsultation von Bürgerrechtsinteressen in die Geschichte ein, sondern nimmt diese tatsächlich wahr und setzt sie entsprechend in Richtlinien um.
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: WM: Straße zwecks Videoüberwachung privatisiert
: WM: Straße zwecks Videoüberwachung privatisiert Das Beispiel schlecht hin, um Gemeingüter und Almenden zu erklären – die Straße – steht in Berlin unter Beschuss: Das jüngst beschlossene Straßenausbau-Beitrags-Gesetz bittet Anwohner zur Kasse, die vom Ausbau einer Straße profitieren. Das ist nicht neues, denn in anderen Bundesländern schon länger üblich. Und irgendwo trifft es ja auch das Prinzip der Almende, da die Anwohner ja auch die jeweils auszubauende Straße am meisten nutzen. Soweit, so fair.
Die neuste Aktion von Berlins Innensenator Körting zeichnet sich durch ausgegorene Dreistigkeit aus: In Berlin ist Überwachung öffentlicher Straßen und Plätze verboten – dies entspricht der Meinung der rot-roten Koalition. Zur WM ist ja ganz viel Sicherheit notwendig – vor allem auf der „Fanmeile“, dem 17. Juni (das ist die große, zentrale Achse Berlins auf der zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule Party sein soll). Herr Körting würde dort gerne Kameras aufhängen. Darf er aber nicht. Hat er sich ja selbst verboten.
Wenn aber private Unternehmen ihr Gelände überwachen dürfen, warum sollte dann nicht die Partymeile für die WM-Zeit über Privateigentum der Partyveranstalter sein? Da gibts doch eh nur Kommerzmist – welche Stadt will damit was zu tun haben? Solche oder ähnliche Gedanken muss sich Herr Körting gemacht haben, um zum dem Schluss zu kommen, das Hausrecht des 17. Junis für den WM-Zeitraum an die drei Partyveranstalter zu übertragen. Willy Kausch (Silvesterparty am Brandenburger Tor), die Gesellschaft Rainer Wohltat und das Eventunternehmen „compactteam“ werden auf ihrem großen Privatgelände in Mitten des Berliner Tiergarten einen Security-Service als Polizeiersatz anheuern, Kameras aufhängen, die Bilder auf Wunsch des Senates hin speichern und wenns brennt die richtige Polizei rufen. (Berliner Zeitung)
Körtings Kalkül scheint auch nach Rekapitulation des „Dussmann-Urteil“ auf zu gehen: Unweit von der Partymeile gibts ein „Kulturkaufhaus“, dem auch der durch seine Ladenfläche überbaute Bürgersteig gehört. Die Überwachungskameras des Hauses dürfen nur seinen Eingang und einen Meter vor dem Schaufenster überwachen. Zumindest sei ein Bereich für Passanten unüberwacht zu lassen. Naja, wenn sich die Veranstalter daran halten, heisst das auch nur: Party, Straße und Würstchenbuden können, aber der Bürgersteig darf nicht überwacht werden.
Ruft jemand mal bitte die Polizei?
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: Datenleck: Datensätze von Porno-Kunden im Umlauf
: Datenleck: Datensätze von Porno-Kunden im Umlauf Bei der Nachricht werden sicherlich viele Menschen nervös: Porn Billing Leak Exposes Buyers. Die US-Firma iBill, spezialisiert auf Kreditkarten-Transaktionsmanagement für die Porno-Branche, hatte ein kleines Datenleck. Die gute Nachricht ist, dass keine Kreditkarteninformationen geklaut wurde. Die schlechte Nachricht ist aber, dass mehr als 17 Millionen (!) Datensätze von Kunden im Umlauf sind, inkl. Anschriften, Mailadressen, etc.
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: ePass jetzt auch für Österreich
: ePass jetzt auch für Österreich Bereits Ende vergangener Woche billigte der Innenausschuss des österreichischen Nationalrates die Aufrüstung des Reisepasses mit einem Chip. Neben den Passdaten enthält dieser auch ein Foto. Dieses wird dann auch auf den Pass aufgedruckt, und nicht wie bisher üblich geklebt. Die Gebühr bleibt mit 69 Euro konstant.
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: Jetzt auch in Japan: Einreise nur noch nach Abgabe von Fingerabdrücken
: Jetzt auch in Japan: Einreise nur noch nach Abgabe von Fingerabdrücken Wie die USA fordert jetzt auch Japan bei der Einreise die Abgabe von Gesichtsbild und Fingerabdruck. Diese Maßnehme gilt für Personen ab 16 Jahren und soll Terroristen und illegalen Einwanderer fern halten. Außerdem müssen die Fluggesellschaften, nach der für Juni geplanten Parlamentsvorlage, auch die Namen der Passagiere und Crewmitglieder vorlegen.