Datenschutz
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: Vorratsdatenspeicherung in Bremen heute Abend
: Vorratsdatenspeicherung in Bremen heute Abend Ich halte heute Abend einen Vortrag über „Vorratsdatenspeicherung – wie die EU die bürgerlichen Freiheiten verlor“ beim vor einer Weile neu gegründeten Bremer Chaostreff des CCC. Das Treffen geht um 19:30 los, der Vortrag ist um 20:00, und das Ganze findet im Lift Internetcafe in der Weberstraße statt. Würd mich freuen, dort ein paar Bremer netzpolitik.org-LeserInnen zu treffen.
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: Studie: Mehr Boulevard und weniger Politik in den Nachrichten
: Studie: Mehr Boulevard und weniger Politik in den Nachrichten Die nordrhein-westfälischen Landesanstalt für Medien (LfM) hat eine Fortsetzungsstudie mit dem Titel „Der Wert von Nachrichten im deutschen Fernsehen. Ergebnisse einer Inhaltsanalyse 1992 – 2004″ veröffentlicht (PDF). „Unerwartetes“ Ergebnis ist, dass Nachrichten im Fernsehen immer mehr Boulevard und immer weniger Politik senden.
Klassische „Sprechernachrichten“ mit hohem Personalisierungsgrad werden im privaten Fernsehen immer seltener. Die kommerziellen Fernsehsender präsentieren Nachrichtensendungen stattdessen zunehmend mit ausdrucksstarken Bildern. Nachrichten im Film haben in den letzten 15 Jahren enorm zugenommen. Zugleich werden die Fernsehnachrichten sowohl bei den öffentlich-rechtlichen als auch bei den privaten Programmen immer unpolitischer. Dies sind zentrale Ergebnisse einer neuen Studie der Landesanstalt für Medien NRW (LfM), die jetzt in Düsseldorf vorgestellt wurde.
Ein Grund, weswegen ich mir lieber die Tagesschau als ZDF-heute oder gar den Müll von RTL2 anschaue. Was mir gestern Abend wieder mal aufgefallen ist: Das Politikmagazin „report“ in der ARD berichtet nicht nur über Politik, sondern macht sie auch. Vor allem, wenn die Sendung, wie gestern, in München produziert wird. Ein Bericht über „Deutschland im Visier – Die Finanzquellen der Islamisten“ war ein reiner Werbefilm für die Anti-Terror-Datei und für die Aufweichung von Datenschutzgesetzen. Vom öffentlich-rechtlichen Fernsehen erwarte ich aber unabhängige Berichterstattung und keine Beckstein-Propaganda. Vor allem die Überleitung der Moderatorin zum nächsten Beitrag, welche leider nicht im Transcript enthalten ist, war CSU-Polemik pur. Sinngemäss erklärte sie, dass die Anti-Terror-Datei wichtig und notwendig sei und nur wegen nationaler Befindlichkeiten nicht auf EU-Ebene nicht eingeführt wird. Vielleicht sollte man der Dame mal ein wenig Nachhilfe in Datenschutz und Grundrechten geben?
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: Änderungen im Bundesdatenschutzgesetz
: Änderungen im Bundesdatenschutzgesetz Das von der Bundesregierung entworfene „Gesetz zum Abbau bürokratischer Hemmnisse insbesondere in der mittelständischen Wirtschaft“ sieht auch einige Änderungen des Bundesdatenschutzgesetzes vor. Unter anderem sollen Firmen erst dann verpflichtet werden, einen Datenschutzbeauftragten zu bestellen, wenn mehr als neun (bisher vier) MitarbeiterInnen personenbezogene Daten verarbeiten. Werner Hülsmann vom FifF hat eine hilfreiche tabellarische Übersicht aller Änderungen erstellt.
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: Dissertation zu DRM und Kopierschutz
: Dissertation zu DRM und Kopierschutz Lesenswert ist die Disseration von Julius Mittenzwei zum Thema „Informationen zur Rechtewahrnehmung im Urheberrecht – Der Schutz von Digital Rights Management-Systemen und digitalen Wasserzeichen durch § 95c UrhG“. Das PDF hat 237 Seiten, ein interessantes Literaturverzeichnis und auch sonst sind viele wichtige Fragestellungen aus juristischer und technischer Sicht enthalten.
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: Total Information Awareness Projekt
: Total Information Awareness Projekt Technology Review berichtet über TIA: Das Total Information Awareness Projekt – ein digitaler Untoter.
Es war der Alptraum aller Datenschützer und Bürgerrechtler: das Total Information Awareness Projekt (TIA) der US-Regierung. Umso größer war das Aufatmen, als der US-Kongress das Überwachungssystem des Pentagons 2003 stoppte. Die Gesetzesvertreter befürchteten, hier könnte ein Orwell’scher Überwachungsapparat entstehen. Doch das Monster lebt weiter: Der amerikanische Geheimdienst NSA hat die Technik hinter dem kontroversen Data-Mining-Projekt erworben – und nutzt sie offenbar.
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: Veranstaltung: Wie ich lernte, RFID zu lieben
: Veranstaltung: Wie ich lernte, RFID zu lieben Mich erreichte den Abend eine Mail über eine interessante Veranstaltung im Hartware MedienKunstVerein (HMKV) Dortmund: „Wie ich lernte, RFID zu lieben“. In der Reihe „Mit allem Rechnen. Medienkunst aus Estland, Lettland und Litauen“ in der Phoenix Halle, Dortmund gibt es Samstag, 20. Mai 2006, 10:00 – 18:00 Uhr öffentliche Vorträge in englischer Sprache.
In dieser oeffentlichen Vortragsreihe geht es um kuenstlerisch-kritische Auseinandersetzungen mit der Radio Frequency Identification (RFID) Technologie, die massgeblich in Dortmund mitentwickelt wird. Diese Technologie scheint auf den ersten Blick eine simple Weiterentwicklung des Barcode zu sein (bekannt von jeder Supermarktkasse) – kann aber viel mehr als der gute alte Barcode. Bei RFID Etiketten handelt es sich um passive Radiosender, die auf einen schwachen drahtlosen Energieimpuls die auf ihnen gespeicherten Informationen zuruecksenden. Dies kann heute schon auf eine Entfernung von sechs Metern geschehen – ohne dass der Traeger dies mitbekommt. Mittels dieser Technologie wird es zudem moeglich, Objekte weltweit eindeutig zu identifizieren. Wie wird es sein, in einer Welt zu leben, in der alle Dinge unaufhoerlich miteinander reden?
Unter anderem sprechen dort Bruce Sterling, Rena Tangens und Padeluun.
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: Gleich auf ARD: 1984 – Der Film
: Gleich auf ARD: 1984 – Der Film Heute Nacht läuft um 0:20 uhr der Film 1984 in der ARD.
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: Interviews mit Peter Schaar zum Datenschutz
: Interviews mit Peter Schaar zum Datenschutz Niels Boeing hat für Technology Review ein Interview mit Peter Schaar, dem Bundesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit gemacht: „Jede Überwachungsbefugnis stellt eine Grundrechtseinschränkung dar“.
Gestern gabs schon ein Interview mit Peter Schaar im Deutschlandradio: Schaar gegen zentrale Einsicht in biometrische Daten. Dieses kann man sich auch noch im Stream anhören.
In diesem Zusammenhang auch interessant: Bürgerrechtler: EU munitioniert Big Brother. Der Heise-Artikel schreibt über einen Statewatch-Bericht mit dem Titel „Arming Big Brother“.
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: Modernisierung der Bundesverwaltung: Der Abschlussbericht von BundOnline
: Modernisierung der Bundesverwaltung: Der Abschlussbericht von BundOnline Dem Bürger wird es manchmal nicht leicht gemacht, wenn er heute auch im Alltag beim Umgang mit Behörden auf das Internet zurückgreifen will. Einen wesentlichen Beitrag zur IT-Servicestruktur in deutschen Amtsstuben hat die Initiative BundOnline geleistet, die gerade ihren Abschlussbericht vorgelegt hat: Für die Initiative als größten eGovernment-Projekt in Europa standen neben der Verbesserung der IT-Struktur auch Verwaltungsmanagement und Bürokratieabbau in den letzten fünf Jahren auf der Agenda. Bis zum 31. Dezember 2005 ermöglichte BundOnline 440 Online-Dienstleistungen und überholte ihr Plansoll um mehr als 60 Dienstleistungen. Ziel war eine IT-gestützte Bundesverwaltung, die man mit mehr Transparenz in den Abläufen, kürzeren Bearbeitungszeiten und den Abbau von Medienbrüchen meistern konnte.
Das Ergebnis: Bei Information, Beratung, Antragsverfahren, Förderungsabwicklung und anderen für Bürger, für die Wirtschaft und der Kommunikation zwischen den Behörden gibt es bislang 508 Offline-Angebote. Davon waren bis Ende Dezember 2005 bereits 440 im Internet abrufbar. BundOnline richtete dafür Online-Datenbanken, Informationsportale und Behörden-Websites ein.
„In einer komplexer werdenden Umwelt sind rund um die Uhr verfügbare Informations- und Aufklärungsangebote eine wichtige Orientierungshilfe für BürgerInnen, Bürger und Unternehmen. Die Online-Angebote der Bundesverwaltung leisten hier einen wesentlichen Beitrag, so z.B. das Informationsangebot der Bundeszentrale für politische Bildung, das zu Themenstellungen wie Innenpolitik, politische Grundfragen, Gesellschaft, Kultur, Wirtschaft etc. informiert“, resümiert der Bericht und gibt einen Ausblick auf die eGovernment-Strategie des Bundes: Ziele sind einheitliche Qualitätsstandards bei den Online-Angeboten des Bundes mit einem besonderen Fokus auf Transaktionsleistungen und auch eine Anpassung der rechtlichen Grundlagen und Verordnungen für Online-Dienstleistungen, insbesondere Anpassung von Gebührenordnungen für die elektronische Dienstleistungserbringung. Der Abschlussbericht ist auf der Seite des Bundesministerium des Inneren, genauer bei der Koordinierungs- und Beratungsstelle der Bundesregierung für Informationstechnik in der Verwaltung als PDF-Datei herunterladbar.
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: Sicher, Microsoft.
: Sicher, Microsoft. Das ist nicht sehr wissenschaftlich, aber ich musste gerade einfach laut lachen, als ich bei heise online darüber las, was T‑Online und Microsoft alles zum Thema „Sicherheit im Internet“ machen:
Neben der umfangreichen sachlichen Aufklärung will die unter anderem von Microsoft ins Leben gerufene Initiative „Deutschland sicher im Netz“ in Zukunft auch auf die neuen Möglichkeiten der Breitbandtechnologie setzen. Es soll eine monatliche Online-Sendung zum Thema Sicherheit im Internet angeboten werden, die als Podcast oder Online-Video abgerufen werden kann. Damit will man konkrete Hinweise geben, wie man sich vor Gefahren schützen kann.
Dass ausgerechnet Microsoft über Sicherheit aufklärt, ist ja kein besonders neuer Witz. Aber ich kann mir schon vorstellen, wie man in Redmond Podcasts interpretiert: Windows-Media-Files, natürlich nur im neusten MediaPlayer abspielbar (mit dem gesamten Rattenschwanz an Nutzerkontrolle), natürlich nicht unterwegs brauchbar außer auf zertifizierten „playsforsure“-Geräten… Wenn Microsoft ehrlich wäre, müssten sie nur in der ersten Sendung sagen: „Wenn Sie dies sehen können, haben Sie von Sicherheit keine Ahnung.“
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: Privatsphäre verschenken leicht gemacht
: Privatsphäre verschenken leicht gemacht Das US-Marktforschungsunternehmen NielsenNetrating sucht Internetnutzer, die sich freiwillig eine Tracking-Software installieren, welche alle Bewegungen im Netz an die Firma senden. Zum Wohle der Menschheit selbstverständlich:
On the following pages, we’ll ask you a series of questions about yourself and the members of your household and then ask you to download and install the Nielsen//NetRatings Internet Panel Software. Our software helps us understand how you are using the Internet and gives you the opportunity to take part in our panel surveys and win some cool prizes!
Natürlich gibt es auch Privacy Richtlinien, wo man genau aufgezählt bekommt, was die denn so mittracken:
Once you have registered to join the panel and our software has been installed on your computer, we will automatically collect other information, including personally identifiable information, from you and all others in your household because our software allows us to comprehensively track panelists’ computers and panelists’ activity on their computers, online and on the Internet. For example, we collect information on the type, name and use of some of the applications, files and hardware on your computer, the address and content of the web sites you visit, the date and duration of the web sites you visit, the details of any transaction entered into over the Internet, and the Internet Service Provider being used. Depending on the types of web sites you visit, this may include financial transaction information, health care information and other types of sensitive information. We may be able to collect information contained in the title bars at the top of any „window“ that is active on your computer, depending on the application. This might include information such as the name of a web site you visit, the name of a file open on your computer and, when you have an email open, in some cases will include the subject line of the email. For certain Internet email applications, we may also capture the subject line and email address of the sender in order to identify and report on email marketing.
Wer gerne seine Privatsphäre verschenkt, kann sogar theoretisch irgendwelche Preise gewinnen. Weitergegeben sollen die persönlichen Daten übrigens eigentlich nicht – zumindest nur an Strafverfolgungsbehörden, die nett fragen oder an Firmen, die Features der Software testen wollen und dergleichen. Steht auch in den Privacy-Richtlinien, aber die liest sich wahrscheinlich kaum jemand durch. Aber dreist ist das Vorgehen schon.
Muss man noch etwas beachten? Hmmm, höchstens, dass alles ohne Gewähr ist:
How will I be notified of changes to this Privacy Notice?
We reserve the right to update and make changes to this privacy policy. If we materially change our practices in handling personally identifiable information, as described in this statement, we will notify you by posting the changes on our website at www.nielsennetpanel.com at least 30 days prior to their implementation. Your continued use of our software after the effective date of any changes constitutes your acceptance of all of the changes. We encourage you to review this privacy policy frequently to ensure that you stay apprised of any changes. -
: Datenspuren in Dresden: Privatsphäre war gestern
: Datenspuren in Dresden: Privatsphäre war gestern Am 13. und am 14. Mai 2006 findet im Kulturzentrum Scheune in Dresden das nächste Datenspuren-Symposium mit dem Motto „Privatsphäre war gestern“ statt. Der Chaos Computer Club Dresden organisiert wieder die jährliche Veranstaltung.
Das Programm soll morgen stehen, bisher gibt es eine Übersicht der Vorträge und Workshops.
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: Schweiz: Referendum gegen „Hooligan“-Gesetze gestartet
: Schweiz: Referendum gegen „Hooligan“-Gesetze gestartet Im Hinblick auf die Euro 2008 in der Schweiz und Österreich will das Schweizerische Parlament und der Bundesrat kurzfristig neue Gesetze zur Wahrung der inneren Sicherheit verabschieden. Die Gesetze sind ein massiver Eingriff in die Grund- und Freiheitsrechte vieler unbescholtener Bürger. Rechtsstaatliche Grundsätze wie die Unschuldsvermutung werden kurzerhand ausgehebelt und der Datenschutz wird aufgeweicht.
GEBSN hat die Gründe gegen das Gesetz zusammengefasst:
- Als Hooligan gilt nicht nur der (von einem Gericht) verurteilte Straftäter, sondern auch wer von Polizeibeamten oder gar vom Stadionssicherheitsdienst (!) beschuldigt wird (man denke an die in Altstetten verhafteten FCB-Fans: 427 beschuldigt, nicht mal ein halbes Dutzend verurteilt)
- Ade, Unschuldsvermutung! Denn der Beschuldigte muss seine Unschuld nachweisen
- Rayonverbot, Ausreisebeschränkungen, Meldeauflagen bereits für 12(!)-Jährige
- Präventiver Polizeigewahrsam für 15-Jährige
- Verfassungswidrigkeit
- Drastische Einschränkung der Grundrechte Aller wegen 200 (Polizeischätzung) Hooligans
- Entgegen den Versprechungen im Nationalrat keine Befristung des Gesetzes
Gegen das als Hooligan-Gesetz bezeichete Gesetz wurde nun ein Referendum ergriffen. Das Referendum kommt zustande, wenn bis am 15. Juni 50’ooo gültige Unterschriften gesammelt wurden. Danach würde eine Volksabstimmung stattfinden.
Das Referendumskomittee besteht aktuell vorwiegend aus Vertretern verschiedener Fangruppierungen von Fussball- und Eishockeyvereinen aus der ganzen Schweiz. Auf ihrer Webseite kann der Unterschriftenbogen bezogen werden. Unterschreiben dürfen nur stimmberechtigte Schweizerinnen und Schweizer.
Weitere Infos finden sich auch in einem WOZ Artikel und Links bei Ignoranz.
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: USA diskutieren Datenspeicherzwang
: USA diskutieren Datenspeicherzwang Nachdem die US-Sicherheitsbehörden kürzlich bei einem Treffen mit ihren europäischen Kollegen Interesse an den in der EU künftig anfallenden Daten geäussert haben, spitzt sich auch jenseits des Atlantiks die Debatte darüber zu. Im Senat von Colorado ist bereits ein Gesetzesentwurf eingebracht worden, und bei einer Anhörung des Abgeordnetenhauses in Washington letzte Woche wurden Forderungen nach einer zwangsweisen Speicherung der Kommunikationsdaten unverdächtiger Bürger wiederholt – hier mal wieder unter dem Vorwand der Bekämpfung von Kinderpornografie. Aber auch „Homeland Security“-Minister Michael Chertoff und FBI-Chef Robert Mueller haben sich nun öffentlich dafür ausgesprochen. Mal sehen, ob die recht starken amerikanischen Civil-Liberties-Verbände besser dagegen anstinken können als die noch recht lose organisierte Szene in Europa. Immerhin gibt es dort auch immer noch die Nachbeben des NSA-Abhörskandals im Inland.
Mehr Hintergründe bei CNet von Declan McCullagh, der auch die empfehlenswerte Mailingliste PoliTech (Politics and Technology) betreibt – sozusagen der amerikanische Oldschool-Vorläufer von Netzpolitik.org. -
: Vorratsdatenspeicherung-Richtlinie tritt auf EU-Ebene in Kraft
: Vorratsdatenspeicherung-Richtlinie tritt auf EU-Ebene in Kraft Die EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung ist heute im EU-Amtsblatt veröffentlicht worden und damit in Kraft.
[Danke für die Mail]
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: Freies WLAN für alle – aber um welchen Preis
: Freies WLAN für alle – aber um welchen Preis Der Traum von grenzenlosen Internet für jeden schien so schön: Die Suchmaschine Google und der Internet-Provider EarthLink plant, die amerikanische Stadt San Francisco flächendeckend mittels eines drahtlosen Funknetzes, genannt WLAN, zu verbinden. Ein wünschenswertes Vorhaben, um die Digitale Spaltung in der Gesellschaft zwischen „verlinkten“ Menschen mit Internet-Zugang und von Informationen ausgeschlossenen Bürgern ohne Anschluss kommunal zu überwinden. Der Knackpunkt wurde aber nun bekannt gegeben: Das gigantische Projekt soll nun mit Werbeeinnahmen von ortsansässigen Geschäften und Betrieben finanziert werden, die die technisierten Passanten mit Werbebotschaften auf sich aufmerksam machen. Das Problem dabei ist nun, dass dafür die Bewegungsdaten der Benutzer von Google ermittelt und für 180 Tage gespeichert werden sollen – was für amerikanische Datenschützer ein gravierende Beeinträchtigung der Privatsphäre darstellt. Schließlich wird jeder Nutzer des Gratis-WLANs darüber lokalisiert, um ihm die passende Werbung an jeder Ecke zuzuweisen. Gleichzeitig wird er so aber auch ausspioniert, „getrackt“ so zusagen.
Datenschützer protestieren dagegen: „Wenn diese Informationen erst einmal gesammelt werden, dann kommen bestimmt auch Leute, die sie einsehen wollen“, befürchtet die Electronic Frontier Foundation (EFF). Die Bedenken sind nicht unberechtigt, schließlich weiten sich die Tracking-Methoden zum Ermittteln der Nutzerdaten auf jeden neuen elektronischen Bereich wie hier beim WLAN aus. Wie nun in San Francisco mit den empfindlichen Daten umgegangen wird, kann stellvertretend für die Debatten der Zukunft wegweisend sein. Bis dahin müssen sich nun erstmal alle Beteiligten einigen.
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: Hamburger Datenschutzbeauftragter: Gläserner Mensch längst Realität
: Hamburger Datenschutzbeauftragter: Gläserner Mensch längst Realität Von Heise: Datenschützer: Gläserner Mensch längst Realität.
Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Hartmut Lubomierski hat die Bürger dazu aufgefordert, die allgegenwärtige elektronische Überwachung nicht einfach hinzunehmen. „Sicherheit darf nicht durch den Abbau von Freiheitsrechten erkauft werden“, sagte der Datenschützer am Dienstag bei der Vorlage seines Tätigkeitsberichtes 2004/2005 (PDF-Datei). Nie zuvor sei das Kommunikations- und Konsumverhalten so umfassend registriert worden wie heute, erklärte Lubomierski. Der „gläserne Mensch“ sei längst Realität, Datenschutz spiele kaum noch eine Rolle. „Ich fordere die Wiederherstellung der Balance von Freiheit und Sicherheit“, sagte Hamburgs oberster Datenschützer.
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: Peter Schaar erneut Article29-Vorsitzender
: Peter Schaar erneut Article29-Vorsitzender Der Bundesdatenschutzbeauftragter Peter Schaar ist von der Artikel 29 – Arbeitsgruppe der EU-Datenschutzbeauftragten im Amt des Vorsitzenden bestätigt worden. Auf dem Treffen der Arbeitsgruppe wurde auch ein Papier zur Vorratsdatenspeicherung beschlossen, wie Heise berichtet: EU-Datenschützer fordern klare Begrenzung der TK-Vorratsdatenspeicherung.
In dem dreiseitigen Papier macht sich die so genannte Artikel 29-Arbeitsgruppe der EU-Datenschutzbeauftragten dafür stark, dass der Zweck der pauschalen Überwachungsmaßnahme im Sinne der von den Gesetzgebern immer wieder betonten Zielrichtung der Bekämpfung des Terrorismus und schwerer Kriminalität klar definiert und begrenzt wird. Die Datenschützer stellen sich damit gegen Pläne aus dem Bundesjustizministerium und dem Bundestag, Ermittler auch bei der Verfolgung „mittels Telekommunikation begangener“ Delikte in den anfallenden Datenbergen schürfen zu lassen.
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: Danke T‑Systems: Hartz-IV Software kennt kaum Datenschutz
: Danke T‑Systems: Hartz-IV Software kennt kaum Datenschutz Was ja allgemein schon bekannt war, hat der Bundestag nun nochmal schriftlich bestätigt: Hartz-IV-Software: Mängel beim Datenschutz.
Die Grünen hatten bemängelt, dass die 40.000 Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit (BA) einen unkontrollierten Zugriff „auf sensible gesundheitliche und familiäre Daten von Hilfesuchenden, wie etwa Informationen über Drogensucht, Vorstrafen oder Eheprobleme“, haben. Nach Auskunft der Regierung konnten die datenschutzrechtlichen Mängel bisher nicht behoben werden, da die verwendete Software A2LL bislang nicht ausreichend funktioniere. Aus diesem Grunde habe die Regierung die BA nun schriftlich ermahnt, dass der Softwareanbieter T‑Systems bis Ende des Jahres in Zusammenarbeit mit dem Bundesdatenschutzbeauftragten die Software entsprechend den Datenschutzbestimmungen anpassen müsse.
Ohne Worte…
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: Berlin: Datenschutzbericht 2005
: Berlin: Datenschutzbericht 2005 Nach § 29 Berliner Datenschutzgesetz hat der Berliner Beauftragte für den Datenschutz und Informationsfreiheit jährlich einen Bericht über das Ergebnis seiner Tätigkeit dem Abgeordnetenhaus und dem Regierenden Bürgermeister vorzulegen. Aktuell ist der Datenschutzbericht zum Jahr 2005 erschienen und für den Datenschutz sieht es im Allgemeinen nicht gut aus.
Die Berliner Zeitung berichtet darüber: Heimlich gefilmt – im Kino und zu Hause Berliner Datenschützer stellt Jahresbericht vor.
Berliner Kinobesitzer filmen ihr Publikum heimlich mit Nachtsichtgeräten, in Berliner Wohnsiedlungen können Bewohner ihre Nachbarn nach Gusto mit Videokameras bespitzeln, neugierige Arbeitsamtsmitarbeiter schnüffeln im Schlafzimmer von Hartz-IV-Empfängern herum, und die Kreditauskunftei Schufa petzt der Versicherung, dass man seine Handyrechnung nicht bezahlt hat. Deshalb bekommt man dann vielleicht keine Hausratsversicherung mehr.
[…]
Einen krassen Verstoß gegen den Datenschutz fand Dix in großen Berliner Wohnanlagen, wo ein Kabelnetzbetreiber die Bilder von Videokameras an den Hauseingängen als „TV-Programm“ allen Mietern im Kabelnetz zugänglich machte. So konnte jeder in seinem Wohnzimmer mitansehen und aufzeichnen, welcher Nachbar wann kam und wann ging, und wer von wem Besuch bekam. Das System namens Telecop wurde von Dix beanstandet.