Telepolis hat einen interessanten Artikel zum Thema „Großbritannien hat die größte Gendatenbank der Welt“.
Unter der Blair-Regierung hat sich Großbritannien zu einem fortgeschrittenen Modell des modernen Überwachungsstaates entwickelt. Auch wenn man in manchen Dingen „zurück“ liegt, beispielsweise in Bezug auf Personalausweis oder der Meldepflicht, beeilt man sich den Abstand aufzuholen, während man weiterhin eine Pionierrolle etwa bei der der Antiterror-Gesetzgebung, der Überwachung mit Videokameras oder dem Ausbau der Gendatei spielen will. Dort werden zunehmend auch Genprofile von Unschuldigen gespeichert.
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Ein Kommentar zu „UK: Gendatenbankwahnsinn“
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Mal wieder reine Augenwischerei durch nicht belegte „Fakten“ als Verkaufsargument:
Schäuble
„So hat sich vor allem durch die DNA-Analyse das Entdeckungsrisiko für Straftäter in den letzten Jahren erheblich erhöht. Es konnten auch einige bisher als ausgesprochen schwer lösbar geltende Kapitalverbrechen der letzten Jahrzehnte im Nachhinein aufgeklärt und die Täter einem förmlichen Strafverfahren zugeführt werden.“
http://www.bmi.bund.de/cln_028/nn_122688/Internet/Content/Nachrichten/Pressemitteilungen/2006/05/PKS2005.html
Da will jemand die Erfolge der Ach-so-tollen-teuren-gefährlichen(?) DNA Analyse verkaufen. Ich sehe im Bericht Null Hinweis, dass herkömmliche Ermittlungsmethoden nicht zu den gleichen oder besseren Ergebnissen hätten führen können.
Wie war das mit der größten Gen-DB der Welt?
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