Datenschutz
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: Sicherheitsrisiko Kopierer
: Sicherheitsrisiko Kopierer Die Süddeutsche Zeitung berichtet heute über das Sicherheitsrisiko durch eingebaute Festplatten in Kopierern: Kopiergeräte – Voller Geheimnisse.
„Wer vertrauliche Unterlagen kopiert, sollte sich bewusst sein, dass eine Kopie des Dokuments auf der internen Festplatte gespeichert wird“, warnt Martin Rost vom Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein.
[…]
Wer also im Büro Privatkopien macht, muss damit rechnen, dass sein Chef die Dokumente zu sehen bekommt. Datenschützern bereitet das Kopfzerbrechen: „Private Daten auf dem Betriebs-PC zu speichern, ist schon heute nicht erlaubt, weil jeder Befugte reinschauen kann“, sagt Rost.
[…]
Beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist das Problem bekannt. Ein Mitarbeiter bestätigt, dass Firmen durch solche Spionage bereits Aufträge verloren hätten.[Danke an Andreas K. per Mail]
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: Datenspuren-Mitschnitte sind online
: Datenspuren-Mitschnitte sind online Die Mitschnitte des Datenspuren06-Symposiums vom Chaos Computer Club in Dresden sind jetzt im freundlichen Ogg-Format online erhältlich.
z.B. Jens Ohlig über Zensur in China (16MB).
[Danke an Patrick für die Mail]
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: Mal wieder: G8 gegen Terror
: Mal wieder: G8 gegen Terror Wenn die G8-Staaten gemeinsam gegen den Terrorismus vorgehen wollen, sieht es eigentlich immer schlecht für Bürger- und Menschenrechte aus. Jetzt ist wieder ein neues Meeting geplant, diesmal in Russland: G8-Staaten planen enge Kooperation gegen Terrorismus. Und Schäuble droht schonmal mit einem Schwerpunkt auf Cyber-Kriminalität, wenn Deutschland nächstes Jahr die EU-Ratspräsidentschaft hat. Was gibts denn noch alles als Schwerpunkt in Sachen Wissensgesellschaft? Merkel drohte ja zuletzt schon mit mehr Schutz von geistigem Eigentum für diese Zeit.
Ansonsten soll u.a. das hier behandelt werden:
Der Kampf gegen die illegale Migration solle verstärkt werden, um den Menschen- und Drogenhandel und das Vordringen des Extremismus einzudämmen. Dazu sollten die G8-Staaten die Möglichkeiten der internationalen Polizeiorganisation Interpol besser nutzen. Der Einsatz biometrischer Daten in Reisedokumenten zur zweifelsfreien Identifizierung von Reisenden solle ausgebaut werden, hieß es im Entwurf des Abschlussdokuments für Freitag.
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: Brandenburg will Polizeigesetz verschärfen
: Brandenburg will Polizeigesetz verschärfen Das brandenburger Innenministerium unter Schönbohm hat gestern einen Referentenentwurf füre ein neues und verschärftes Polizeigesetz vorgelegt. Darin sind gesetzliche Rahmenbedingungen für die automatische Erfassung von Autokennzeichen im fließenden Verkehr, IMSI-Catchern zur Handyortung und eine Regelung zur Videoüberwachung enthalten. Dies berichtet die Berliner Zeitung: Handybesitzer überall zu orten. Während die CDU erwartungsgemäss mit dem Entwurf zufrieden ist, wird die Innenexpertin beim Koalitionspartner SPD, Britta Stark, mit den Worten zitiert: „Wir unterstützen alles, was die Verbrechensbekämpfung im Interesse der Bürger unterstützt – die Totalüberwachung wird es mit uns aber nicht geben.“
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: Scannt Eure WM-Tickets, ehe es wer anders tut!
: Scannt Eure WM-Tickets, ehe es wer anders tut! Der Chaos Computer Club sucht WM-Tickets, um sich genauer anzuschauen, was auf den RFID-Chips gespeichert ist. Also am besten vor dem Spiel mal bei einer von mehreren Anlaufstellen in Deutschland vorbeischauen.
Die Tickets zur Fussballweltmeisterschaft enthalten einen Funkchip, der Daten über den Ticketinhaber enthält. Welche persönlichen Daten das Ticket ungefragt drahtlos preisgibt hat die FIFA bislang nicht klar stellen können. Sicher ist schon einmal: Es ist nicht nur eine pseudonyme Nummer enthalten, sondern auch, für welches Spiel das Ticket konkret gilt. Weitere Informationen können wir nur durch Eure Mithilfe ermitteln!
Auch Fotos oder Scans der Tickets sind willkommen. Mehr beim CCC.
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: Dokumentarfilm zur Überwachung sucht Sendeplatz
: Dokumentarfilm zur Überwachung sucht Sendeplatz Roman Mischel und Fiete Stegers von onlinejournalismus.de haben einen 45-Minuten Dokumentarfilm mit dem Titel „Alltag Überwachung“ gemacht und suchen nun Käufer und Sender. Es gibt einen vierminütigen Trailer, der schon sehr vielversprechend aussieht.
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: HiB: Bundestagsabgeordnete werden wohl nicht überwacht
: HiB: Bundestagsabgeordnete werden wohl nicht überwacht Aktuell bei „Heute im Bundestag“:
Berlin: (hib/JBU) Abgeordnete des Deutschen Bundestages werden und wurden nicht durch die Nachrichtendienste des Bundes oder durch nachrichtendienstliche Mittel überwacht. Dies erklärt die Bundesregierung in ihrer Antwort (16/1740) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (16/1520). Zu Maßnahmen der Landesbehörden für Verfassungsschutz äußere sie sich nicht. Die Fraktion hatte in ihrer Anfrage auf Presseberichte verwiesen, die auf eine Überwachung von Bundestagsabgeordneten durch deutsche Geheimdiensten hindeuteten.
Sarkastisch kann man wohl dazufügen, dass der Bundesregierung zumindest nichts davon bekannt ist…
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: Doch nicht soviel Kontrolle in den WM-Stadien
: Doch nicht soviel Kontrolle in den WM-Stadien Die Sicherheit in den WM-Stadien und die vielen Debatten rund um die umstrittenen Massnahmen – Alles für die Katz und nur ein Bluff? Scheint so, wenn man Medienberichten glaubt.
Frankfurter Rundschau: Ungezügelter Zugang.
Die Warnungen der Polizei, die über Lautsprecher wegen der Gefahr von Kartenfälschungen von einem Kauf dringend abrieten, verhallten ebenso ungehört wie die vom Frankfurter Polizeipräsidenten Achim Thiel verbreitete Botschaft, an den Eingängen werde „zu 100 Prozent kontrolliert.“ Das ist nach den ersten Eindrücken nämlich ausgemachter Unsinn. Die Realität in München und Gelsenkirchen, Hamburg oder Frankfurt war am ersten WM-Wochenende eine andere: Die meisten erlebten das, was Guillo aus Brüssel am Samstagabend in Hamburg widerfuhr. Er war mit drei Freunden gekommen, einer hatte ein Ticket mit falschem Namen und wollte umschreiben. Ging aber nicht, weil den freundlichen Volunteers im stickigen Stadium Ticket Center keine Umbuchung vorlag. „Wir sind 800 Kilometer hierher gefahren, und jetzt das.“ Schließlich versuchte es der Kumpel mit dem falschen Namen, was gut ging: Abgleichungen mit dem Personalausweis bei den Kontrollen waren nicht sichtbar. Wer den Pass in der Hand hatte, wurde mit Augenzwinkern durchgewunken, so ähnlich überprüfen Busfahrer die Monatstickets beim Einsteigen.
Heise: Fußball-WM: Lückenlose Kontrolle gescheitert.
Nicht in allen WM-Städten konnte sich das inoffizielle Motto „Friede, Freude, Fußballgucken“ durchsetzen. Bei der Ausgabe der VIP-Tickets zum Eröffnungsspiel in München sollen sich nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung tumultartigen Szenen abgespielt haben, bei denen am Ende die Tickets einfach in die Menge geworfen wurden. Die Mehrzahl der VIPs sollen am Betreten der Schlemmerzone interessiert gewesen sein, weniger an dem Eröffnungsspiel.
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: Google-Earth und Wikipedia als Terrorhelfer
: Google-Earth und Wikipedia als Terrorhelfer Nachdem im Aprtil schon verschiedene Medien über die potentiellen Gefahren für die innere Sicherheit durch Google-Earth berichtet hatten, ist diese Nachricht jetzt passend zur WM auch bis nach Mainz zum ZDF vorgedrungen: Terrorhelfer Google Earth? Der daraus entstandene Artikel ist aber gut geworden und verbreitet weniger Panik als die Überschrift aussagt.
Die grössere Gefahr drohe sowieso durch Wikipedia, wo man schnell und bequem die geografischen Koordinaten für die Programmierung einer Kurzstreckenrakete bekomme, ohne wild durch Google Earth zu klicken. ;)
Kurzstreckenraketen gibt es nicht im Supermarkt. Wer sich eine solche Waffe beschaffen und sie fachgerecht bedienen kann, der braucht für die exakten Koordinaten kein Google Earth, meint auch der Fuldaer EDV-Experte Volker Heil. Die geografischen Daten des Berliner Olympiastadions, der Hamburger AOL- oder der Münchener Allianz-Arena kann man zudem bequem im Online-Lexikon Wikipedia nachschlagen. Nicht Google Earth und ähnliche Programme seien das Problem, sondern die Raketen und dass es dafür einen Schwarzmarkt gibt, sagt Heil.
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: Geheimdienste und Web2.0
: Geheimdienste und Web2.0 Kai „Raven“ hat den Artikel des New Scientist über die Auswertung von Social-Software-Systemen durch die US-Geheimdienste zum Anlass genommen, mal etwas genauer hinzusehen. Heraus gekommen ist ein sehr lesenswerter Beitrag mit einigen aufschlussreichen Grafiken: „Big Brothers und das Web 2.0“. Fazit: Nichts wirklich neues, die sondern eher eine konsequente Nutzung offener Quellen, wie sie mit dem „Foreign Broadcast Information Service“ schon seit 1941 betrieben wird. Dass nun mehr individuell erstellter Content ausgewertet wird, liegt in der Natur des Netzes. Kais Fazit für alle Bloger und Youtuber:
Wie bei vielen Diensten und Techniken mit mehreren Gesichtern kommt es halt immer auf das Brain 2.0 an, das vor dem Web 2.0 hockt.
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: Heute Abend: Zapp auf NDR über Google
: Heute Abend: Zapp auf NDR über Google Heute Abend um 23:00 Uhr im Zapp-Medienmagazin auf NDR: Google – die Macht einer Suchmaschine.
Zapp enthüllt, womit Google jedes Jahr Milliarden Dollar verdient und welche Konsequenzen die kostenlosen Google-Dienste für die Nutzer haben. Denn Google speichert jede E‑Mail seiner User, jeden Suchbegriff, den sie eingeben und hat über bestimmte Dienste Zugriff auf die gesamte Festplatte eines Nutzers. „Google häuft auf seinen Computern die größte Sammlung privater Daten in der Welt an“, bestätigt Google-Insider und Pulitzer-Preisträger David A. Vise.
„Google – die Macht einer Suchmaschine“ zeigt, was es bedeutet, wenn ein Anbieter das Monopol im Internet hat und es kaum Konkurrenten gibt, die Google etwas entgegensetzen können.
[via]
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: Demo gegen Überwachung am Sa, 17.6. in Berlin
: Demo gegen Überwachung am Sa, 17.6. in Berlin Langsam platzt immer mehr Leuten die Hutschnur oder der Kragen wegen der zunehmenden Überwachung. Und nur auf das Verfassungsgericht zu zählen ist auf die Dauer auch etwas nervig. Jetzt gibt es seit langem mal wieder einen Versuch, den bisher stark im Netz stattfindenden Protest auf die Straße zu tragen. Aus dem Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung ist die Idee für eine Demo entstanden, die thematisch aber viel breiter ausgerichtet ist und schon einige Unterstützer gefunden hat.
www.Freiheit-statt-Sicherheitswahn.de
„Freiheit statt Sicherheitswahn“
Demo in Berlin am Samstag, den 17. JuniDer Überwachungswahn greift um sich. Staat und Unternehmen registrieren, überwachen und kontrollieren uns immer vollständiger. Egal, was wir tun, mit wem wir sprechen oder telefonieren, wohin wir uns bewegen, mit wem wir befreundet sind, wofür wir uns interessieren, in welchen Gruppen wir engagiert sind – der „Big Brother“ Staat und die „Little Brothers“ aus der Wirtschaft wissen es immer genauer. Diese Totalüberwachung bringt enorme Missbrauchs- und Fehlerrisiken mit sich. Die BND-Bespitzelung ist nur das neueste Beispiel dafür, dass die ausufernde Überwachung unserer freiheitlichen Demokratie insgesamt schadet.
Hinzu kommt: Wer sich ständig überwacht und beobachtet fühlt, kann sich nicht mehr unbefangen und mutig für seine Rechte und eine gerechte Gesellschaft einsetzen. Es entsteht eine unkritische Konsumgesellschaft von Menschen, die „nichts zu verbergen“ haben und vom Staat die Gewährleistung totaler Sicherheit fordern, koste es, was es wolle. Eine solche Gesellschaft wollen wir nicht!
Um gegen Sicherheitswahn und die ausufernde Überwachung zu protestieren, gehen wir am 17. Juni 2006 in Berlin unter dem Motto „Freiheit statt Sicherheitswahn“ auf die Straße. Treffpunkt ist der Alexanderplatz um 14 Uhr. Der Protestzug beginnt um 15 Uhr.
Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger auf, an der Demo teilzunehmen. Die Politiker sollen sehen, dass die Bürger für ihre Privatsphäre wieder auf die Straße gehen!
Auf der Demo-Homepage finden sich jeweils die neuesten Infos zur Demo und zu Anreisemöglichkeiten. Wer mit dem Kfz anreist, möge freie Plätze für Mitfahrer/innen bitte melden.
Es werden noch dringend Leute gesucht, die vor Ort mithelfen oder Material, Technik o.ä. zur Verfügung stellen können.
Unterstützer (Stand: 7.6.2006):
- Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung
- * Attac
- * Chaos Computer Club e.V.
- * Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung (FIfF) e.V.
- * Netzwerk Neue Medien e.V.
- * Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs (FoeBuD) e.V.
- * FFII Regionalgruppe Berlin-Brandenburg
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: Taz-Dossier zum Sicherheitswahn bei der WM
: Taz-Dossier zum Sicherheitswahn bei der WM Die Taz hat ein Dossier über den Sicherheitswahn zur WM:
Außergewöhnliche Ereignisse erfordern außergewöhnliche Maßnahmen – mit dieser Logik scheinen die deutschen Innenminister alles zu rechtfertigen: Mitarbeiter werden durchleuchtet und Zuschauer überwacht. Datenschützer befürchten, dass nach der WM die Kontrollen bleiben werden
„Spiele im Hochsicherheitstrakt“
Was als ein Mehr an Sicherheit verkauft wird, läuft auf die Einschränkung elementarer Rechte hinaus, kritisiert Burkhard Hirsch, das liberale Gewissen der FDP. Sollte Innenminister Schäuble die Bundeswehr im Innern einsetzen, kündigt Hirsch eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht an.
Leipzig freut sich. Schließlich kommt die Welt zu Gast. Allerdings sind die Gastgeber auch ein wenig besorgt – wegen der Sicherheit. Deshalb überwacht Ramón Rodríguez während der WM das Stadion und knapp 38.500 Zuschauer. Mit Hilfe von Kameras und 1.500 Angestellten. Ein Porträt
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: Podiumsdiskussion: Der BND und die Journalisten – Wie weiter nach dem Skandal?
: Podiumsdiskussion: Der BND und die Journalisten – Wie weiter nach dem Skandal? Das dürfte sicher eine interessante Veranstaltung werden:
Podiumsdiskussion: “Der BND und die Journalisten – Wie weiter nach dem Skandal?”
“Die Aufarbeitung der Affäre steht erst am Anfang. Wer in der Spitze von Geheimdienst und Regierung hat davon gewusst? Welche Konsequenzen müssen fuer die Kontrolle der Geheimdienste gezogen werden? Wie konnte es dazu kommen, dass Journalisten zu Komplizen des BND wurden und dabei Kollegen bespitzelten?”
Auf dem Podium:
– Andreas Förster (Redakteur der Berliner Zeitung),
– Michael Konken (Vorsitzender des DJV),
Hans Leyendecker (Leitender Redakteur der Süddeutschen Zeitung),
– Hans-Christian Ströbele (MdB Die Grünen, Mitglied der Parlamentarischen Kontrollkommission).
– Moderation: Petra Lidschreiber (Chefredakteurin Fernsehen des rbb).Di., 06.06.2006, 19.00 Uhr,
beim Deutschen Anwaltverein, Littenstr. 11, 10179 Berlin Mitte (U‑Bhf. Klosterstrasse).Bitte anmelden unter carolin.dewest@berliner-journalisten.de
[via]
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: Zweifelsfrei?
: Zweifelsfrei? Der Tagesspiegel hat einen „Eltern-Warn-Artikel“ zum Thema Tauschbörsen: Die Schonzeit ist vorbei. Da steht eigentlich nichts interessantes drin, ausser dem letzten Absatz:
Bei der Beweisführung stützt sich die Staatsanwaltschaft auf die eindeutigen Logdateien, die während der Ermittlungen auf den Servern des Internets gesammelt wurden. Mit ihnen und den Angaben der Provider lässt sich zweifelsfrei nachweisen, über welchen Anschluss und vom welchem Computer aus die Urheberrechtsverletzungen begangen wurden.
Ich finde es etwas irritierend, wenn hier „zweifelsfrei“ geschrieben wird. Ich bin mal auf ein Gerichtsverfahren gespannt, wo es genau darum geht, ob jemand zweifelsfrei mit einer IP-Nummer auf einem Server war. Technisch ist dies nämlich nicht zweifelsfrei feststellbar.
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: Irland hat Klage erhoben gegen Vorratsdatenspeicherung
: Irland hat Klage erhoben gegen Vorratsdatenspeicherung … und zwar schon letzte Woche, wie der EU-Observer meldet. Das wurde jetzt erst bekannt im Zusammenhang mit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes, dass die Entscheidung über die Weitergabe von Passagierdaten an die USA auf einer unzulässigen Rechtsgrundlage erfolgt ist (Binnenmarkt-Richtlinie statt Sicherheits-Rahmenbeschluss). Mit dem gleichen Argument hatte Irland im Februar im EU-Rat bereits gegen die VDS-Richtlinie gestimmt, und nur weil die Mehrheit es im Binnenmarkt einsortiert hatte, konnte Irland (und die Slovakei, die auch dagegen war) überhaupt überstimmt werden. Mit der Klage aus Irland wachsen die Chancen, dass diese europaweite Pauschalüberwachung von den Gerichten gekippt wird.
Dennoch ist es wichtig, in Deutschland weiter Druck dagegen zu machen und z.B. den Gruppenantrag im Bundestag zu unterstützen. Auch wenn die Richtlinie nun mit großer Wahrscheinlichkeit auf EU-Ebene irgendwann fallen wird, besteht die Gefahr, dass die große Koalition sie schnell beschließt und dann solche nationalen Gesetze trotz EuGH-Entscheidung weiter gelten.
Update: Die Slovakei will sich evtl. der irischen Klage anschließen. Hier gibt es mehr dazu. Und: Die Bundestagsabstimmung über die Klageerhebung beim EuGH wird doch nicht mehr diese Woche sattfinden, sondern in der Woche vom 19.–23. Juni. Derzeit wird überlegt, am Wochenende vorher eine Demo gegen den Überwachungswahn zu organisieren, wo auch z.B. die Vereinnahmung der Fussball-WM als Testbett für den Überwachungsstaat kritisiert werden soll.
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: Themen auf dem 23c3
: Themen auf dem 23c3 Zwischen Weihnachten und Neujahr findet wieder der jährliche Chaos Communication Congress in Berlin statt. Die Vorbereitungen laufen wieder an und diesmal gibt es vorab im Konferenz-Wiki die Möglichkeit, sich Themen und Vorträge zu wünschen. Macht mit, wenn Euch etwas interessiert.
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: EU: Flugdatenweitergabe an USA illegal
: EU: Flugdatenweitergabe an USA illegal Schön, dass wir noch Gerichte haben: Weitergabe von Flugpassagierdaten an USA illegal.
Die zwischen der EU und den USA vereinbarte Weitergabe von Fluggastdaten an die US-Behörden verstößt gegen EU-Recht. Dieses Urteil fällte heute der Europäische Gerichtshof und folgte damit einer Klage des Europa-Parlaments.
Aber es sollte eigentlich auch noch die Möglichkeit geben, Politiker für ihre Gesetzgebung zur Verantwortung zu ziehen und wegen Verfassungsmissbrauch anklagen zu können.
Update:
Mehr Infos bietet EUPolitix: Courts annul EU-US air data deal.
“The fact that the passenger name record data (PNR) have been collected by private operators for commercial purposes and it is they who arrange for transfer of the data to a non-member state does not prevent that transfer from being regarded as data processing that is excluded from the directive’s scope.”
European Court of JusticeDie Gerichtsentscheidung findet man hier.
Privacy International hat schon eine Kurzanalyse des Urteils veröffentlicht: EU-US passenger data transfer deal annulled by European Court.
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: Subjektives Sicherheitsgefühl und Videoüberwachung
: Subjektives Sicherheitsgefühl und Videoüberwachung Sehr interessant ist ein Artikel von Nils Zurawski, Leiter des Projekts Videoüberwachung am Institut für kriminologische Sozialforschung der Uni Hamburg, auf Telepolis: Gefährliche Stadtviertel.
Letztlich führt die Rede über solche Stadtteile als gefährliche oder gekippte Orte mit einer am Rande der Gesellschaft stehenden Bevölkerung dazu, dass sie genau dorthin geschoben werden, wo man sie ohnehin verortet. Eine solche selbstprophezeihende Voraussage kann zu gefährlichen Konsequenzen führen. Etwa zur Ausgrenzung von ganzen Bevölkerungsteilen aus der Gesellschaft, für die man ohnehin nichts tun muss – außer, dass sie überwacht werden sollten.
Erinnert leicht an die „Gated Communities“-Animation in Bowling for Columbine.
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: USA: Blogger haben Journalistenrechte
: USA: Blogger haben Journalistenrechte Sehr erfreulich: Im Verfahren Apple vs. Unbekannt hat ein kalifornischer Richter Bloggern dieselben Rechte wie Journalisten zugesprochen. In dem Verfahren „Apple vs. Unbekannt“ wollte Apple gegen Blogs vorgehen, damit diese ihre Quellen offen legen. Mal schauen, wann in Deutschland mal ein solcher Fall wie entschieden wird. Heise berichtete darüber: Apple und die Pressefreiheit für Blogger.
Die Electronic Frontier Foundation kommentierte den Fall in einer Pressemitteilung: Huge Win for Online Journalists’ Source Protection.
„Today’s decision is a victory for the rights of journalists, whether online or offline, and for the public at large,“ said EFF Staff Attorney Kurt Opsahl, who argued the case before the appeals court last month. „The court has upheld the strong protections for the free flow of information to the press, and from the press to the public.“
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„In addition to being a free speech victory for every citizen reporter who uses the Internet to distribute news, today’s decision is a profound electronic privacy victory for everyone who uses email,“ said EFF Staff Attorney Kevin Bankston. „The court correctly found that under federal law, civil litigants can’t subpoena your stored email from your service provider.“Interessant ist die Urteilsbegründung. Der Richter zitierte die Wikipedia insgesamt 11x.