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Welt: RFID bald in Geldscheinen?

Die Welt berichtet über Steuerflucht, Finanzämter und etwas RFID in Geldscheinen: Der Fiskus rüstet auf. In der (Schein-)Logik der Politik gibt es darauf nur eine Antwort: Noch mehr Kontrolle. Schon wird selbst über RFID-Chips in Euro-Scheinen nachgedacht, die eine lückenlose Verfolgung von Bargeldflüssen möglich machen würden. Profiteure wären dann wohl die Wechselstuben, da manch ein…

  • Markus Beckedahl

Die Welt berichtet über Steuerflucht, Finanzämter und etwas RFID in Geldscheinen: Der Fiskus rüstet auf.

In der (Schein-)Logik der Politik gibt es darauf nur eine Antwort: Noch mehr Kontrolle. Schon wird selbst über RFID-Chips in Euro-Scheinen nachgedacht, die eine lückenlose Verfolgung von Bargeldflüssen möglich machen würden. Profiteure wären dann wohl die Wechselstuben, da manch ein Deutscher beginnen würde, Chip-freie Pfund- oder Yen-Noten zu horten.

Letztlich verlieren in einem solchem Wettlauf der Aufrüstung alle: Die Steuerflüchtlinge, weil sie ihr Geld oft nur mager verzinst auf überteuerte Auslandskonten schaffen, mit dem heimlich Ersparten kaum etwas anfangen können und zudem nachts auch noch schlecht schlafen. Der Staat, weil ein immer umfassenderes Kontrollsystem viel Geld kostet und zugleich seiner Akzeptanz mehr und mehr schadet.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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5 Kommentare zu „Welt: RFID bald in Geldscheinen?“


  1. markus

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    Nö, ist wohl noch zu teuer. Würde die Produktionskosten eines Scheines um bis zu wenige Cents verteuern.


  2. Dennis

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    Ist das nicht bereits Realität?
    Aufgrund des Artikels „RFID Tags Already in Euro Notes“
    http://www.prisonplanet.com/030204rfideuronotes.html
    hab ich auch mal ein paar Euro-Geldscheine in die Mikrowelle gepackt. Bei einigen gab es dann auch an zwei Stellen kleine Lichtblitze und Brandlöcher.
    Verschwörungsparanoiawahnsinn oder ist da doch schon was dran/drin?


  3. Thomas F.

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    Davon höre ich zum ersten Mal. Habs probiert. Einen 5er und einen 20er mußte ich eine Weile rösten, dann zeigten sich Brandspuren am Metallstreifen und auf der Rückseite des Hologrammstreifens. War aber doch zu erwarten, oder? Nur bei einem 10er knallte es tatsächlich nach wenigen Sekunden. Im Metallstreifen fehlte dann ein kleines Stück. Aber könnte das nicht auch damit zu tun haben, wie der Schein auf der Glasplatte aufliegt? Ich weigere mich, zu glauben, daß „es“ schon soweit sein könnte.


  4. Das Netz ist voll von guten Hinweisen, auch relativ alten: <a href=„http://www.eetimes.com/story/OEG20011219S0016&quot; title=„Euro bank notes to embed RFID chips by 2005“>Euro bank notes to embed RFID chips by 2005</i> – damnach ist es schon soweit, zumindest bei den neu ausgegebenen Scheinen.

    Foebud sollte auch noch Schutzhüllen-integrierende Portemonnaies anbieten, zusätzlich zu den <a href=„https://shop.foebud.org/product_info.php/products_id/130&quot; title=„RFID-Schutzhülle für ePass“>Ausweis-Schutzhüllen</a>. Das wird ein Verkaufs-Hit!

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