nach den ruhigeren Weihnachtstagen folgt der Trubel: Teile der Redaktion sind auf dem 38. Chaos Communication Congress und dort können wir uns vor spannenden Themen kaum retten. Mein Kollege Daniel hat sich heute den Vortrag von Martin Tschirsich und Bianca Kastl zur elektronischen Patientenakte angeschaut und darüber geschrieben. Fazit: mal wieder kaputt.
Es ist schon Tradition, dass auf dem 38C3 Dinge kaputtgehen. Mal schauen, was in den nächsten Tagen noch so passiert. Wir bleiben dran und sind gespannt.
Liebe Grüße! anna
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Zwei Sicherheitsexpert:innen demonstrieren auf dem CCC-Kongress, wie leicht sie auf verschiedenen Wegen auf elektronische Patientenakten zugreifen können. Das Sicherheitskonzept der ePA ist aus ihrer Sicht gescheitert, kurz bevor diese bundesweit an den Start gehen soll.
In Deutschland wird gewählt, in der EU hat die neue Kommission einen vollen Aufgabenzettel. Was 2025 netzpolitisch passieren wird, lässt sich nicht voraussagen. Aber schon jetzt lässt sich ahnen, welche Themen besonders wichtig werden.
Lesenswert, wichtig und spannend – hier fasst die Redaktion netzpolitische Meldungen von anderswo als Linktipps zusammen.
taz
Viele Medien berichteten, als das iranische Regime das Ende der Sperrung von WhatsApp und Google Play Store ankündigte. "Reine Propaganda", kommentiert eine Aktivistin in der taz. Das Regime wolle ein Bild von Reformen erzeugen, ohne etwas an der Lage der Menschen zu verbessern.
The Verge
Wird Google den Chrome-Browser abstoßen müssen? Im Kartellstreit mit dem US-Justizministerium hat der Suchmaschinen-Riese einen Gegenvorschlag eingereicht. Demnach bevorzugt Google Zugeständnisse bei Deals, die eigene Dienste bei anderen Herstellern bevorzugen.
HateAid
Die Uni Klagenfurt hat im Auftrag von HateAid 29 Nutzer*innen qualitativ befragt, wie sie digitale Gewalt und Online-Hass wahrnehmen. Es geht um sichere und unsichere Diskussionsräume und die Verantwortung von Plattformen.
Gizmodo
OpenAI und Microsoft haben eine eigenwillige Definition von Artificial General Intelligence gefunden. In geleakten Vertragsvereinbarungen kamen beide Unternehmen überein, dass eine AGI erst dann erreicht wird, wenn OpenAI mindestens 100 Milliarden US-Dollar Gewinn erwirtschaftet hat.
nd
Nach dem Pegasus-Skandal ziehen viele israelische Hacker-Firmen nach Spanien, wo der Verkauf von Schwachstellen einfacher ist. Die Unternehmen treiben die strengeren Exportkontrollen in Israel ins Ausland. Barcelona avanciert so zu einem neuen Zentrum für offensive Technologien.
Liebe Leser:innen, mein Kollege Markus hat die Bundesregierung und andere politische Akteur:innen wieder gefragt, warum sie nach all den Vorfällen weiter auf der Musk-Plattform X präsent sind. Die Pressestelle der Grünen im Bundestag antwortete dabei wohl unfreiwillig komisch. Die Vorgänge auf X seien „zweifellos indiskutabel“. Aber man „diskutiere“ in der Fraktion noch die Konsequenzen. Das […]
Liebe Leser*innen, sobald etwas schiefläuft, fordern Überwachungsfans mehr Überwachung. Als am 3. Januar in Zehntausenden Berliner Haushalten der Strom ausfiel, konnte man praktisch die Uhr danach stellen. Und siehe da: Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) sprach sich für verstärkte Videoüberwachung aus – auch das Modewort KI durfte nicht fehlen. Warum diese Forderung nicht sinnvoll ist und […]
Liebe Leser:innen, jetzt ist aber auch bald gut mit Chaos Communication Congress, könnte man meinen. Es ist immerhin schon der 5. Januar. Aber es gab einfach so viele motivierende Inhalte beim jährlichen Hacker:innentreffen in Hamburg, deshalb lest und hört ihr bei uns weiterhin einiges davon. So etwa eine Live-Aufzeichnung unseres Podcasts Off/On mit Einblicken in […]