Was vom Tage übrig blieb

Maximator, Maßnahmenüberblick und Marktbeherrschung

Eine alte BND-Kooperation wird bekannt und Bier spielte bei der Namensgebung eine Rolle. Außerdem sorgen sich Verbraucherschützer:innen um die geplante Fitbit-Übernahme durch Google und Kühe sind nicht für dämliche TikTok-Challenges da. Die besten Reste des Tages.

Fernsehturm
Wär ich ein Fernsehturm, stünd ich inmitten der Stadt. // Trüg Wolke und Vogel in den silbernen Haaren. // Wäre mit meinen sechzig Jahren // vom Treiben der Stadt noch immer nicht satt. – Sehr frei nach Erich Kästner.

Geheimoperation „Maximator“: BND spionierte jahrzehntelang am Parlament vorbei (Frankfurter Rundschau)
Eine geheime Kooperation, benannt nach einem starken Bier: Unter dem Namen „Maximator“ soll der BND seit den 70ern zusammen mit Dänemark, Schweden und später den Niederlanden und Frankreich eine Abhörallianz gebildet haben – als Gegengewicht zur Five-Eyes-Kooperation der USA mit Kanada, Großbritannien, Australien und Neuseeland. Erste Hinweise fanden die Journalisten in den kürzlich bekannt gewordenen Rubikon-Papieren. „Maximator und Rubikon sind Geheimdienstoperationen, die der BND unter Billigung und Mitwisserschaft der Bundesregierung bewusst an der Kontrolle des Parlaments vorbei geführt hat“, sagt dazu André Hahn von den Linken, Mitglied im Parlamentarischen Kontrollgremium.

100 Days of Lockdown in the UK (Big Brother Watch/YouTube)
Die britische NGO Big Brother Watch hat ein Video zu den Ausgangsbeschränkungen in Großbritannien produziert. Dabei konzentriert sie sich vor allem auf den Überwachungsausbau, der mit den Maßnahmen einherging.

Consumer and citizen groups have serious concerns about Google Fitbit Takeover (BEUC und andere)
Die europäische Verbraucherschutzorganisation BEUC, Privacy International, die Digital-Rights-NGO-Dachorganisation EDRi und viele andere haben in einem offenen Brief ihre Bedenken zur geplanten Fitbit-Übernahme durch Google formuliert. „Google könnte Fitbits außergewöhnlich wertvolle Gesundheits- und Standortdatensätze sowie Datenerfassungsmöglichkeiten nutzen, um seine bereits dominante Position in digitalen Märkten wie der Online-Werbung zu stärken“, heißt es darin. Sie appellieren, die Auswirkungen gründlich zu prüfen, bevor die Übernahme erlaubt wird. Die EU-Wettbewerbsbehörde will darüber in diesem Monat entscheiden.

Tiktok-Videos: Kühe ärgern und sich dabei filmen (sueddeutsche.de)
Viele sogenannte Challenges im Netz sind ziemlich bescheuert. Während sich Leute bei der Tide Pod Challenge vor allem selbst in Gefahr gebracht haben, indem sie Waschmittelkapseln im Mund hatten, ist die neue #scaringcowchallenge zusätzlich einfach Tierquälerei. Kühe zu einem eingängigen Refrain von „Kulikitaka“ erschrecken: nicht nachmachen, nicht liken, nicht lustig.

Jeden Tag bleiben im Chat der Redaktion zahlreiche Links und Themen liegen. Doch die sind viel zu spannend, um sie nicht zu teilen. Deswegen gibt es jetzt die Rubrik „Was vom Tage übrig blieb“, in der die Redakteurinnen und Redakteure gemeinschaftlich solche Links kuratieren und sie unter der Woche um 18 Uhr samt einem aktuellen Ausblick aus unserem Büro veröffentlichen. Wir freuen uns über weitere spannende Links und kurze Beschreibungen der verlinkten Inhalte, die ihr unter dieser Sammlung ergänzen könnt.

Eine Ergänzung

Wir freuen uns auf Deine Anmerkungen, Fragen, Korrekturen und inhaltlichen Ergänzungen zum Artikel. Unsere Regeln zur Veröffentlichung von Ergänzungen findest Du unter netzpolitik.org/kommentare. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.