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CC0 netzpolitik.org

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14 Ergänzungen
  1. Vielen Dank für diese tiefgehende Recherche durch euch. Ich denke das sollte doch mal als Anfangsverdacht reichen um eine umfangreiche Durchsuchung und Beschlagnahmung von Informationen bei dieser „Firma“ vornehmen zu lassen.

    Solche Staatstrojaner in den Händen Diktatorischer Länder sind für Menschen die sich für Demokratie einsetzen mindestens genau so gefährlich wie Waffen. Letzendlich hat der Export solcher Technologie zur Folge das unschuldige Menschen inhaftiert oder gar gefoltert werden. Existenzen zerstört sind. Entsprechend streng sollten daher auch die Export Vorschriften sein und durchgesetzt werden.

    Meiner Meinung nach sollten hier bei Verstößen die gleichen Strafen verhängt werden wie die beim illegalen Handel/Export von Militärtechnologie. Eine „Firma“ die sowas macht gehört zudem dicht gemacht und zwar dauerhaft und die verantwortlichen in den Knast.

  2. Es wäre ja auch denkbar daß diese Software eben von den Käufern, wenn es sich dabei um Diktaturen handelt auch gegen deutsche Staatsbürger oder gar staatliche Institutionen verwendet werden kann.

    Sollten hier illegale Exporte stattgefunden haben wäre das also im Grunde auch ein Fall für die Spionage Abwehr bzw. den Verfassungsschutz um zu prüfen ob die illegal exportierte Technik nicht auch möglicherweise gegen die Bundesrepublik verwendet wurden.

    Staatsaufträge sollten zudem besser nicht mehr an eine solch unzuverlässige Firma vergeben werden.

    1. Durch reverse Engineering kann eine Diktatur wie die Türkei auch die Funtkionsweise eines solchen Trojaners nachvollziehen. Dadurch könnten Sie dann die Sicherheitslücken finden welcher diese verwendet und Sie nutzen um eigene Spionagesoftware zu verwenden. Wenn diese Informationen z.B. an Cyber Kriminelle durchsickern könnten Sie auch für kommerzielle Hacks verwendet werden.

      Das entsprechende Wissen das hier illegal verkauft wurde kann also auch auf indirektem Wege sehr schädlich sein. Am Ende sind es dann wieder irgendwelche Krankenhäuser die mit Krypto Trojanern erpresst werden usw deren Technologie zum teil eben aus solchen Quellen stammt.

      Sehr wichtig wäre es nun die Sicherheitslücken die finfisher verwendet an Google und Microsoft zu melden, so das diese geschlossen werden können bevor dritte hier noch unsäglichen Schaden damit anrichten können.

    2. hi Horst Winzer

      Diese Software wurde und WIRD in Deutschland eingestzt. Es ist bekannt, dass die Geheimdienste allesamt Zugriff auf die Telekom-Netze und die Netze von anderen TKUE-Betreibern haben!!

      Siehe hier:

      https://www.tagesspiegel.de/politik/internetueberwachung-nsa-soll-zugriff-auf-telekom-netz-haben/10697856.html

      oder hier:

      https://www.sueddeutsche.de/digital/digitale-ueberwachung-die-schatzkarte-der-nsa-1.2128424

      Von daher: FinFisher wird auch ueber diesen Weg verschleudert und andere Staatstrojaner wie StrongPity2 ebenfalls (wurde bereits von ESET downgelegt).

  3. Gute Arbeit! Ich kenne mich mit dem Thema nicht besonders aus, aber kann es sein, dass die Software faktisch gar nicht in Deutschland gespeichert ist, sondern evtl. in einem Land mit laxen Ausfuhrbestimmungen? In Deutschland wird dann über eine Online-IDE an der Software gearbeitet, die aber praktisch sonst wo gespeichert ist, sodass es sich um keine Ausfuhr aus Deutschland handeln würde. Oder ist das unerheblich?

  4. Sehr gut! Ich denke allerdings, so einfach wird das Ganze nicht werden. Deren Argumentation dürfte sein, dass die Software gar nicht in D hergestellt wird, sondern nur nicht funktionsfähige Komponenten, die dann vor Ort von entsprechenden Tochtergesellschaften zusammengebaut und vertrieben werden. Würde mich sehr wundern, wenn es da direkte Geschäftsbeziehungen (aka Rechnungen) zwischen den dt. GmbHs und z.B. dem türkischen Innenministerium gibt. Soweit ich weiß, ist das ein gängiger Trick im Rüstungs- und Sicherheitsbereich.

  5. Äthiopien ist seit 1995 demokratisch und hat regelmäßige Wahlen. 2018 ist eine Frau ins Amt gewählt worden und ihr Vorgänger hat den Frieden mit Eritrea auf den Weg gebracht und die Grenze geöffnet was viele Familien nach über 40 Jahren wieder zusammengeführt hat. Das sind nicht gerade die merkmale einer Diktatur.

  6. Eine Frage: Hat es denn nun schon konkrete Maßnahmen gegen die angezeigten Personen und Firmen gegeben, zB Durchsuchungen, Sicherstellungen, etc.? Ich vermute, dass ja, denn andererseits wäre die Veröffentlichungen eurer Strafanzeige hier eine massive Vorwarnung an die Beschuldigten. – In der Presse habe ich jedenfalls noch nichts davon gelesen.

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