Die Artikel-29-Datenschutzgruppe der Europäischen Kommission erinnert Nutzer von Microsofts Windows 10 an die besorgniserregenden Privatsphäre-Einstellungen des Betriebssystems. Das Gremium fordert Microsoft auf, klar auszuweisen, welche personenbezogenen Daten an den Konzern übermittelt werden, berichtet Reuters.
Zwar habe sich Microsoft kooperationsbereit gezeigt, schreiben die Datenschützer, weisen aber darauf hin, dass der Hersteller seinen Nutzern bei der Installation des Betriebssystems elementare Informationen schuldig bleibt (unsere Übersetzung):
Microsoft sollte verständlich erklären, welche personenbezogenen Daten für welche Zwecke gesammelt und verwertet werden. Ohne eine solche Aufklärung kann die Zustimmung nicht fundiert erfolgen und ist deshalb nicht gültig.
Bereits im Vorjahr haben mehrere nationale Datenschutzbehörden Microsoft aufgefordert, nicht mehr übermäßig viele Nutzerdaten zu sammeln. Diese Daten werden beispielsweise für Werbung verwendet.
Die Datenschützer folgen somit unter anderem den Warnhinweisen der Electronic Frontier Foundation und der Verbraucherzentrale NRW. Mit wenig Software und einem Blick in die Datenschutzeinstellungen von Windows 10 lassen sich die eigenen Daten besser schützen. Ebenso helfen Tipps der Schweizer IT-Sicherheitsfirma modzero.
