Google-Nutzerdaten: Urteil zugunsten des FBI

Google beobachtet seine Nutzer. Jetzt zieht das FBI nach und möchte eine bessere Einsicht in die im Ausland gelagerten Daten. Foto CC-BY-SA 2.0 flickr/pbarry.

Wie Reuters berichtet, hat ein Amtsgericht in Philadelphia entschieden, dass das FBI (Federal Bureau of Investigation) auf die Daten von Google-Kunden, welche auf ausländischen Servern liegen, zugreifen darf. Das Urteil widerspricht einer vorigen Entscheidung im Fall von Microsoft. Dieses bekräftigte letztes Jahr, dass im Ausland gespeicherte Kommunikationsinhalte von Microsoftkunden nicht an Strafverfolger ausgeliefert müssen.

Google vertritt die Position, dass sie den Forderungen zur Bereitstellung von E-Mails auf amerikanischen Servern schon zur Genüge nachkämen, immerhin jährlich 25.000 Aufforderungen von US-Behörden. Aufgrund technischer Gegebenheiten bei der Verteilung der Daten auf verschiedene Server sei nicht exakt feststellbar, wo welche Inhalte lägen.

Der Richter hielt dagegen, dass nichts gegen eine Übermittlung der elektronischen Kommunikationsinhalte einzuwenden ist. Mögliche Verletzungen der Privatsphäre schloss er aus, da das Öffnen der E-Mails im Inland geschehe, nicht aber schon im Ausland. Google kündigte an, in Berufung zu gehen und das Urteil anzufechten.

6 Kommentare
      • Interessierter Leser 10. Feb 2017 @ 16:53
  1. Timo Braun 7. Feb 2017 @ 9:12

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