Linkschleuder

Lavabit sollte Postfach von Snowden herausgeben

Auszug aus der Akte Lavabit (S. 67).

Einmal mit Profis: Die US-Regierung hat die Akte zum Fall Lavabit geöffnet, aber leider entscheidende Schwärzungen vergessen. Demnach ist nun klar, was zuvor nur spekuliert wurde: Die Behörden forderten vom E-Mail-Anbieter Lavabit Zugriff auf das Postfach von Edward Snowden.


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Die auf Cryptome veröffentlichte Dokumentensammlung (pdf, 140 MB) zum Fall Lavabit enthält trotz zahlreicher Schwärzungen den entsprechenden Betreff (WIRED berichtete):

Den Namen Snowdens durfte Lavabit-Gründer Ladar Levison nie öffentlich nennen. Nachdem bekannt wurde, dass Snowden auf seiner Flucht aus Hongkong über eine Lavabit-Adresse kommuniziert hatte, nahmen US-Behörden den auf Datensicherheit bedachten E-Mail-Anbieter ins Visier. Levison wehrte sich nicht unkreativ gegen die Herausgabe von Daten: Er übergab den SSL-Schlüssel dem FBI – ausgedruckt auf elf Seiten. Den wollte kein Beamter abtippen. Nach Strafandrohungen entschied Levison sich im August 2013 zur Abschaltung, forderte jedoch die Herausgabe der Gerichtsakten. Die lieferten die Behörden nun; hätten sie doch bloß die Schwärzungen nicht vom Praktikanten machen lassen!

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7 Kommentare
  1. Nix TOR Browser, Analysis … Multifunktionsbombenzünder (Fern-, Zeit- und Bewegungszünder [GPS]) auch landläufig Handy genannt … ist billiger als ’ne Casio Uhr!

  2. @Mark: Ich glaub, das war 4pt-Schrift oder so. Da hätten sie jedes Zeichen mit der Lupe kontrollieren müssen wenn die Texterkennung auch nur einen Fehler gemacht hätte. Außerdem ist das auch eine Prinzipienfrage. Als nächstes geben alle ihre Steuererklärung in Keilschrift ab.

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