Google verteilt erneut Millionen an europäische Medienprojekte

Im Rahmen der zweiten Runde seiner Digital News Initiative fördert Google auch 22 Medien aus Deutschland. Darunter befinden sich auch zahlreiche große Medienunternehmen.

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Google will in einer zweiten Runde 24 Millionen Euro aus seinem Innovationsfonds an 124 journalistische Projekte aus ganz Europa verteilen. Wie der Konzern heute in einem Blog-Posting bekannt gab, stammen 22 der geförderten Projekte aus Deutschland, vier aus Österreich und zwei aus der Schweiz.

Den Innovationsfonds hat Google im Rahmen seiner Digital News Initiative (DNI) im Oktober 2015 ins Leben gerufen und mit insgesamt 150 Millionen Euro ausgestattet. Er soll dazu dienen, innovative Projekte im europäischen Journalismus zu unterstützen, die gemeinsam mit einem externen Beirat ausgewählt werden. In der ersten Runde schüttete Google 27 Millionen Euro aus.

Diesmal widmet sich das Unternehmen laut Eigenaussage insbesondere Projekten mit „kollaborativen Ansätzen“, denen 43 der 124 geförderten Projekte entsprechen. In Deutschland erhalten fünf Projekte jeweils über 300.000 Euro:

  • Correctiv – Recherchen für die Gesellschaft
  • RP Digital der Rheinischen Post
  • Spiegel Online
  • Schwäbischer Verlag
  • Der Tagesspiegel

An folgende Projekte gehen mittlere und kleinere Förderungen:

  • iRights.Lab
  • Hamburg Media School
  • Wirtschaftswoche
  • Berliner Morgenpost
  • medien holding:nord
  • VRagments
  • taz
  • Digital Media Hub von RTL
  • WAN-IFRA
  • Heilbronner Stimme
  • Followistic UG
  • Victoria Schneider
  • Mittelbayerischer Verlag
  • Nicolas Kayser-Bril & Mario Tedeschini Lalli
  • Deutsche Welle & LETA
  • Golem.de
  • Frank Westphal

In Österreich können sich Digitalprojekte des Kurier, der Agentur UserNewsNet, der Futurezone sowie Russmedia über Fördermittel freuen. Zu den unterstützten Projekten aus der Schweiz zählen AZ Zeitungen und Le Temps (Ringier).

Wir haben uns aus mehreren Gründen entschieden, uns nicht für Förderungen durch Google zu bewerben – unter anderem, um unsere Unabhängigkeit zu bewahren (was natürlich nicht heißt, dass an den von Google unterstützten Projekten automatisch etwas Verfängliches dran wäre). Um unabhängigen Journalismus betreiben zu können, sind wir deshalb weiterhin auf Spenden unserer Leser angewiesen.

7 Kommentare
  1. macht_nichts 18. Nov 2016 @ 17:17

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