SPD-MdB Saskia Esken fordert „mehr Verschlüsselung wagen“

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Saskia Esken fordert im Blog der SPD-Fraktion „Mehr Verschlüsselung wagen“ und wendet sich damit an die Innenpolitiker. Das ist erfreulich, noch erfreulicher wäre es, wenn die zuständigen SPD-Internetminister Maas und Gabriel klar Position für Verschlüsselung innerhalb der Bundesregierung beziehen würden.


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Es bleibt also dabei: Sicherheit und Vertrauen im Internet erreichen wir durch einfach zu bedienende oder vorinstallierte, vertrauenswürdige und sichere Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für alles und jeden sowie durch die Förderung von freier und Open-Source-Software für Verschlüsselungstechniken, die Software-Entwickler in eigene Software integrieren können. Nur so – und PGP/ GnuPG ist das beste und bekannteste Beispiel – kann Sicherheit auch überprüft und über viele Jahre erfolgreich sein. Nicht weniger oder gar eine korrumpierte Verschlüsselung ist also der richtige Weg zu mehr Sicherheit und Vertrauen, es muss vielmehr heißen: Mehr Verschlüsselung wagen!

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8 Kommentare
  1. Nach überfliegen des Textes: Vieles ist richtig, insbesondere die konkreten Forderungen. Großes Lob. Andere Dinge lassen mich stutzen.

    Wie nennt man eine ratlose Politik? Wie geht man mit Terror um? Was braucht Wissenschaft (bzw. wie und warum kommunizieren Wissenschaftler)? Was tun wir mit Geheimdiensten hier bei Rechtsverletzungen? Vor allen Dingen, Schlösser sind ja okay, doch was ist das für eine Gesellschaft, die sie braucht? Wenigstens müsste Einbruch oder Verletzung des Datenschutzes einmal klar sanktioniert werden. Eindeutiger Datenschutz, nicht nur vor Industrie sondern auch vor den Staat und die Staaten in der EU?

    Nun gut, Saskia Esken hat offensichtlich trotzdem zugehört. Sehr gut. Doch bedeutet das, Bürger sind hilflos und die Politik schützt sie in ihrer Ratlosigkeit?

    Ich fürchte, so wird das nix. Maas und Gabriel werden doch nicht sogar mit ihr zusammen guter Cop, böser Cop spielen?

  2. Erfreulich, dass es im Deutschen Bundestag tatsächlich noch ein paar Menschen zu geben scheint, die in der Lage sind ihr Gehirn zu benutzen und nicht widerspruchslos den Scharfmachern mit ihren faschistischen Plänen folgen. Den Gedanken (guter Cop, böser Cop) von Joachim hatte ich ganz spontan auch, was zeigt, wie viel Fehler Politik in den letzten Jahren gemacht hat, dass man grundsätzlich Zweifel an der Aufrichtigkeit von Politikern hat.

  3. Ich denke, über Saskia Esken hinaus, es geht bei Weitem nicht nur um „Sicherheit und Vertrauen im Internet“. Es geht vielmehr um Sicherheit und Vertrauen in den Staat.

    Das ist keine Option. Das ist etwas, dass wir einfordern dürfen und müssen.

    1. Volle Zustimmung!
      Leider Gottes pflegt die SPD keine Tranzparenz in ihrem Blog. Mein zustimmender und lobender Kommentar von gestern passte wohl nicht in die Parteimeinung und ist bis jetzt nicht veröffentlicht. Eigentlich sehr schade.
      Mein Hinweis auf die Seite http://www.gpg4win.de (öffentlich geförderte, sichere und kostenfreie Verschlüsselungssoftware) würde für sehr viele eine wichtige Bereicherung zur Verschlüsselung ihrer Kommunikation darstellen. Na ja, den Versuch war es wert. Bleibt die Bestätigung: Politiker bei der SPD wollen eigentlich nur in Ruhe gelassen werden. Diese Volk ist nur lästig.

    2. Warum das denn? Esken selbst labert doch nur, um ihr Fähnchen in den gerade wehenden Wind zu hängen, das übliche Verräterparteigeschwall.

      Berufliche Kontaktmöglichkeit, mit ihr verschlüsselt zu mehlen? Fehlanzeige. Selbiges bei ihrer Privatmehladresse? Fehlanzeige.

      1. Immerhin beschäftigt sie mit Alvar Freude einen richtigen Internet-Experten. Es sollte für ihn kein Problem sein, seiner Arbeitgeberin einen Schlüssel anzulegen. Oder?

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