Im Economist erschien heute ein lesenswertes Stück mit dem Titel „Not-so-private lives“, das sich mit den unterschiedlichen Sichtweisen der Kontinentaleuropäer und US-Amerikaner in Datenfragen und den Auswirkungen der Snowden-Skandale beidseits des Atlantik beschäftigt. Die aktuell strittigen Fragen um „Safe Harbour“, die Flugpassagierdaten, TTIP, die sog. „Crypto Wars“ und das Urteil des EuGH in Sachen Google-Suche werden kommentiert, aber auch der Anti-Amerikanismus in Deutschland und Österreich in der Nach-Snowden-Ära thematisiert.
Der Economist diagnostiziert eine „wall of hostility faced by America’s politicians and diplomats“ (Mauer der Feindseligkeit gegenüber amerikanischen Politikern und Diplomaten) und nimmt auch nicht an, dass dies in naher Zukunft besser wird:
Yet the transatlantic data divide will not close soon. Europeans are right to be wary of today’s unprecedented data-hoovering, particularly by internet giants: public policy has failed to keep up.
Eine schöne neue Wortschöpfung sind übrigens die „securocrats“, wofür vielleicht „Sekurokraten“ nur eine ganz lausige Übersetzung ist. Hat da wer eine bessere Idee?
Der Artikel ist auf den 4. April 2015 datiert, vermutlich ein Tippfehler. Vielleicht mache ich aber auch Zeitreisen.
