Max Schrems – ist das nicht der Typ, der Facebook verklagt hat? Der seine Daten angefordert hatte, um zu sehen, was Facebook alles über ihn weiß? Über 1000 Seiten gedruckte Daten erhielt er 2011, darunter Informationen, die er bereits als gelöscht glaubte. Wieder andere Daten, von denen er wusste, dass Facebook sie haben müsste, wurden ihm vorenthalten.
Schrems, dessen Verfahren gegen Facebook noch immer läuft und der mittlerweile die Initiative europe-v-facebook gegründet hat, legt jetzt ein Buch vor: Kämpf um deine Daten. Darin erläutert er die Probleme, die Datenschutz in Europa hat, welchen Überwachungsmaßnahmen und Datensammelallüren man als Bürger ausgesetzt ist, und er beschreibt seinen privaten Kampf gegen die Datenriesen.
Laut einer Pressemitteilung darf Schrems sein Buch nun nicht auf Facebook bewerben. Dieses verstöße gegen Geschäftsbedingungen von Facebook, so die Pressesprecherin von Facebook Deutschland. Eine kleine Randnotiz in der willkürlichen Werbe- und Zensurpolitik des Unternehmens. Ein ironischer Fall, der deutlich illustriert, wie autonom Facebook darüber entscheiden kann, was auf unserer Timeline angezeigt werden darf und was besser verschwiegen wird.
