Die australische Regierung hat gegenüber den Telekom-Anbietern präzisiert, welche Daten sie im Zuge des geplanten Gesetzes zur Vorratsdatenspeicherung für bis zu zwei Jahre speichern sollen. Die Liste ist umfangreich und liest sich folgendermaßen:
- names, addresses, birthdates, financial and billing information of internet and phone account holders;
- traffic data such as numbers called and texted, as well as times and dates of communications;
- when and where online communications services start and end;
- a user’s IP address;
- type and location of communication equipment; and
- upload and download volumes, among others.
Dem Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung würden auch ausländische Unternehmen unterliegen, die Dienstleistungen in Australien anbieten. Die Konsultation mit den Telkos soll die technische Machbarkeit klären. Dass auch Up- und Download-Volumina gespeichert werden sollen, könnte darauf hindeuten, dass die VDS insbesondere gegen Filesharing eingesetzt werden soll.
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Ein Kommentar zu „VDS in Australien: lange Liste an gewünschten Vorratsdaten“
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1) VDS „gegen“ Filesharing? Hier in DE möchte die Bundesregierung flächendeckendes schnelles Internet und überall sprießen Streamingdienste aus dem Boden. Das Datenvolumen hat sicher nichts mehr mit Filesharing zu tun. Wenn die australische Regiegung das dennoch so sieht, dann ist sie einfach nicht up to date.
2) Sieht man sich „Projekte“ der Geheimdienste wie z.B. ICREACH an, so liegt der Verdacht des wissentlichen Missbrauchs der VDS-Daten sehr nahe (…) Solche Begehrlichkeiten dürften auch Ziel der VDS sein.
Beides legt mehr als nahe: sind Daten vorhanden, dann werden sie missbraucht werden. Die einzige Möglichkeit scheint mir die internationale Durchsetzung eines strengen Datenschutzes mit strikter Zweckbindung. Das ist oftmals „unpraktisch“. Doch Regierungen wie Industrie haben das durch ihren Missbrauch von Daten selbst zu verantworten.
Die Alternative ist die totale Verschlüsselung und Anonymisierung im Netz. Wenn’s ihnen besser gefällt, bitte sehr…
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