Netzpolitik

tagesWEBschau: ARD stellt Nachrichten-Sendung mit Netz-Themen wieder ein

Die ARD stellt die Tagesschau-Webschau (Themenbereich „irgendwas mit Internet“) nach einem Jahr wieder ein. Das berichtet Meedia unter Berufung auf den Beschluss der ARD-Intendanten. Demnach ist das Format bei der Zielgruppe nicht gut genug angekommen.

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Eckhard Stengel auf meedia.de:

Für zunächst ein halbes Jahr und anschließend auch noch für sechs weitere Monate bewilligten die ARD-Intendanten die nötigen (nicht näher bezifferten) Gelder für das Experiment. Aber als jetzt eine erneute Verlängerung anstand, senkten sie den Daumen. Der Beschluss wurde schon am 15. April auf der ARD-Sitzung in Berlin gefasst.

Aus Sicht von RB-Pressesprecher Michael Glöckner hat sich das neue Angebot zwar „gut entwickelt“, aber „nicht alle vereinbarten Benchmarks erreicht“. Im Klartext: Die gemessenen Nutzerzahlen waren nicht so hoch, wie die Intendanten verlangt hatten.

Bereits zum Launch schrieb Markus:

Vielleicht liegt es daran, das sich bereits fünf Jahre der Zielgruppe entwachsen bin, vielleicht liegt es auch nur an der Themenwahl der Erstausgabe – vom Hocker hat mich das nicht gerissen und den Video-Podcast hab ich mir auch nicht sofort gespeichert. Ich wünsche trotzdem viel Erfolg mit dem Experimentieren, besser man probiert was neues aus als die ganze Zeit im gestern zu verweilen.

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4 Kommentare
  1. Die Idee eine Art Webschau zu machen war gar nicht so schlecht. Die Umsetzung war doof. Damit meine ich nicht handwerklich, sondern das Konzept. Die Webschau hätte funktioniert, wenn es nur einmal in der Woche gewesen wäre und die relevanten Ereignisse der Woche zusammenfasst. Niemalnd guckt sich jeden Tag eine solche Sendung an, dafür gibt es twitter und facebook. Und dann hätte die Webschau in Verbindung mit dem Wochenspiegel in der ARD am Sonnag laufen müssen, nicht nur im Internet. Aber das wäre schonwieder zu viel für die Intendanten gewesen, schade Chance vertan. Bis die ARD sich das nächste mal ans Internet traut werden wohl noch paar Jahre ins Land ziehen.

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