Netzpolitik

Bruce Schneier: Stoppt die Cyberkriegstrommeln!

Immer mehr Staaten versuchen auf verschiedenen Ebenen, das Internet zu nationalisieren. Diese Entwicklung kritisiert der amerikanische Experte für Kryptographie und Computersicherheit Bruce Schneier in einem Beitrag der Technology Review. Das gipfelt in der Rhetorik vom angeblichen „Cyberwar“, die viel mehr schadet als nutzt.


Netzpolitik.org ist unabhängig, werbefrei und fast vollständig durch unsere Leserinnen und Leser finanziert.

Den ganzen Text gibt’s drüben bei der TR:

Das Internet war einmal so gemeint, dass es Grenzen ignoriert, die Welt näher zusammenrücken lässt und dem Einfluss nationaler Regierungen ausweicht. Gemessen daran befeuert es inzwischen unangenehm viel Nationalismus. Wir sind zunehmend beunruhigt über die Ursprungsländer von IT-Produkten und -Dienstleistungen, US-Firmen sorgen sich über Hardware aus China, europäische Firmen über Cloud-Dienste in den USA. Keiner weiß, ob man Hard- und Software aus Israel trauen kann, während Russland und China womöglich ihre eigenen Betriebssysteme entwickeln, weil ihnen ausländische nicht mehr geheuer sind.

Das ist meines Erachtens eine Folge des ganzen Cyberwar-Säbelrasselns, das gerade vor sich geht. Die großen Nationen der Welt befinden sich im Anfangsstadium eines Cyber-Wettrüstens, und der Kollateralschaden trifft uns alle.

Weitersagen und Unterstützen. Danke!
Ein Kommentar
  1. Schneier sollte nicht von ‚Nationen‘ reden, die ins Säbelrasseln verfallen sind. Es sind vielmehr Psychopathen, die sich die Staatsorgane der Nationen a n g e e i g n e t haben…

    Wir haben still einen politischen Putsch erlebt. Die WDR5-Doku ‚Der öknomische Putsch‘ macht das ganz anschaulich. Der Neoliberalismus bzw. schlicht paranoid wahnsinnige Reichtums-Vertreter haben den Bürgerschaften den Krieg erklärt. Die Staaten wie sowieso die Nationen sind da lediglich noch Spielbälle. Das Rothschild zugeschriebene Zitat: „Gebt mir die Währung eines Landes, und es ist mir egal, wer dort die Gesetze macht.“, wurde lange Zeit noch Verschwörungstheorien zugeordnet. Heute kann keiner mehr umhin festzustellen, dass wir längst in dieser verbrecherischen Realtität angelangt sind. Die ‚Finanz-Märkte‘, also Hyperreiche, entscheiden über die Staaten… Griechenland, Spanien, Zypern – dort ist es längst sichtbar. Hierzulande wächst uns die Armenkatastrophe über den Kopf… Es ist längst überfällig, dass sich die Bürger wehren. Aber ich habe arg Angst, dass wir es erneut verschlafen. Die Anzugträger, die ehemals auch einen A. Hitler finanziert haben, haben längst wieder ihre Marionetten installiert. Denen ist egal, ob Neo-Nazis marschireren oder eine EU-Plutokratie dominiert, solange sie über ‚den Markt‘ die Fäden spinnen können. Und wer angesichts des Flächenbrandes in den arabischen Nationen, in denen die USA eine Massenbesetzung inkl. Völkermordes vorantreibt, noch leugnet, wir hätten nicht schon längst den 3. Weltkrieg – ja, der verschläft nicht nur hierzulande seine eigene Armut, in die er gerade getrieben wird, während woanders die Menschen skrupellos für die vermeintliche ‚Freiheit‘ masakriert werden… Es ist schauerlich, was da gerade geschieht… Und es ist verflucht nah dran an all dem, worüber man sich früher bei ‚Verschwörungstheoretikern‘ lustig gemacht hat.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.