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Prozess gegen kino.to: Geständnis eines Programmierers

Am Landgericht Leipzig hat heute der mutmaßliche „Chef-Programmierer“ des hochgenommenen Streaming-Portals kino.to ausgesagt.


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Einer alten Hackertradition folgend, arbeitet er umfassend mit den Behörden zusammen, so Golem:

„Ich habe dann die Kronzeugenregelung unterzeichnet und den Ermittlern alle Passwörter gegeben.“ Bis auf das Masterpasswort von B. habe er alle Passwörter in seiner Datenbank gehabt. P. erklärte sich bereit, auch in anderen Fällen von Urheberrechtsverletzungen mit den Strafverfolgungsbehörden und der GVU zusammenzuarbeiten und Informationen zu liefern.

Die taz hat auch einen Bericht, die GVU hatte schon zum Prozessauftakt letzter Woche eine Pressemitteilung.

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8 Kommentare
  1. Mit etwas Abstand betrachtet finde ich das drohende Strafmaß ausgesprochen hoch. Niemand wurde bei der Aktion körperlich verletzt, keiner kam ernsthaft zu schaden, und doch müssen nun Menschen für Jahre in den Knast.

    1. Na ja, bei rationalen Straftaten, wie Wirtschaftsverbrechen müssen die Strafen eben deutlich höher sein als der Gewinn. Sonst wäre es für einen homo oeconomicus, wie es der Menschen einer ist, unvernünftig die Straftaten nicht zu begehen.

  2. Also das zusammenarbeiten mit den Behörden eine „alte hackertradition“ zu nennen, ist ja unpassend. Das ist doch klar die Ausnahme, nicht die Regel. Und ist ja auch gut so.

  3. Also zu diesem Fall kann ich nur sagen: dieser Prozess ist ein letztes Aufbäumen der verzweifelten Filmindustrie kurz vor ihrem Tod und ein schlechter Witz. Wieso?
    Denn die Filmindustrie sägt sich hier den Ast ab, auf dem sie selber sitzt und der sie selbst ernährt!! Denn solange sich die Filminudstrie weiterhin beharrliche weigert, die Märkte im Internet zu bedienen und sich lieber selbst von der Geldquelle abschneiden will, dann ist ihr nicht mehr zu helfen.
    Aber: die user merken sich dass und fangen an zu wandern, da es mehr als genug andere Möglichkeiten gibt, trotzdem an die Files darnzukommen. Denn die Technik hat sich erheblich weiterentwickelt und heutzutage braucht man nicht mehr unbedingt das Internet, um an geile Filme dranzukommen.
    Denn: wofür bitte gibt es den Festplatten-Videorecorder?? Und als Alternative gibt es immer noch Browser-Addons oder aber noch etliche Streaming- und Download-Portale, von denen ich erst die Tage wieder ein gutes Entdeckt habe.

    Von daher: die Filmindustrie sollte endlich anfangen, sich die Konzepte von Spotify oder von Netflix abzugucken und solche Dienste zu uns nach Europa ins Internet zu bringen!! Denn die Kunden warten im Internet und es werden täglich mehr!!!
    Gruß
    Mintkatze

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