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Malte Spitz bei TED: Your phone company is watching

Der Grünen-Politiker Malte Spitz hat von der Telekom seine Vorratsdaten eingefordert, über die Aktion und die Auswertung der Daten hat netzpolitik.org laufend berichtet. Jetzt konnte er seine Geschichte in einem TED-Talk einem globalen Publikum erzählen. Dafür erhielt er Standing Ovations.


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Das Video von ted.com (Direktlink):



Hintergrund:

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19 Kommentare
  1. Welche Drogen nimmt Malte Spitz um so ein affektiertes ‚TH‘ zu sprechen? Und mit welchem Aufmerksamkeitsdefizit ist er aufgewachsen?

    Nicht dagegen den Providern auf die Finger zu klopfen, aber nicht in dieser Art!

      1. @Eric Bonacci
        Oh weia…dein Kommentar schlägt wirklich alle Rekorde.
        Ich finde er hat Wahrheiten einfach und treffend wiedergegeben.
        Stotterer oder nicht…Hut ab..:-)))
        P.S. Es soll natürlich „in“ Brüssel heißen…sorry nochmal…;-)

    1. Die Aktion von Malte Spitz ist so wichtig gewesen, um mal klarzumachen, was Vorratsdatenspeicherung bedeutet – und du Fuzzi, kommst hier mit TH. Idiot!

    1. WOT?

      Ich dachte er wäre kein Stotterer und ist einfach nur extrem nervös. Hatte ihn zuerst noch nie gehört, immer nur gelesen?

      Aber als Stotterer, wow. Aber man merkt dass er mit der Zeit nervöser wird, oder nicht?

      1. Ihm geht gegen Ende einfach ein wenig die Luft aus – in so einer exponierten Position kommt aber auch für andere nicht-Stotterer und nicht-Muttersprachler des englischen einiges an Aufregung zusammen. Als Ex-Stotterer kann ich das voll und ganz mitfühlen.

        Hut ab, gut gemacht! Und das Thema bleibt wichtig.

      2. liebe leute. ted talks sind ein gipfel des public speaking unserer zeit. die uhr läuft am bühnenrand rückwärts, viele kameras stellen alles hervorragend dar, die zuhörer sind exzellenz gewöhnt und man spricht direkt in ein archiv besonderer und vorzüglich vorgetragener reden.

        ich traue mir in der situation eher grandioses verkacken zu. und ihr?

        ich bitte euch, maltes super leistung nicht in alle einzelteile zu zerpflücken. eine runde sache wird nicht besser, wenn man sie als summe ihrer teile diskutiert und dabei nebensächliches in den vordergrund stellt.

        ich finde, wir stellen uns da lieber mal ganz hinten an.

        .~.

  2. Guter Talk – ich kann nur dem Argument nicht folgen, dass es den Fall der Mauer mglw. nicht gegeben hätte, wenn es damals schon eine VDS gegeben hätte. Revolutionen entstehen ja nicht nur Mobiltelefone, sondern durch Menschen. Auch die ägyptische Regierung hat versucht, die Telefonnetze und das Internet zu überwachen – ohne Erfolg. Und umgekehrt hatten natürlich auch die Revolutionäre von 1989/90 die neuesten Technologien zur Verfügung – nämlich die offensichtlich ebenfalls risikobehafteten Faxgeräte. Es braucht nicht die große „DDR-Keule“, um gegen VDS zu sein …

    1. Das interessante sind doch die Knotenpunkte in einem Informationsaustausch-netz. Die Stasi hätte damals erkennen können, wer die Anführer sind und diese gezielt aus dem Verkehr ziehen. Da darf man sich schon fragen, ob es trotzdem noch so gelaufen wäre, wie es gelaufen ist.

      Ich fand den Vortrag gut.

    2. Der Iran hat doch gezeigt, das man mit ein bisschen technischer Hilfe von Nokia-Siemens und ausreichend Schlägern jede Revolution niederprügeln kann.

  3. Mit seine damaligen Aktion zur Visualisierung der Vorratsdaten hat er sehr plastisch dargestellt, dass und wie am Ende doch erschreckend detailreich Bewegungsprofile und soziale Interaktionen sich daraus ableiten lassen. Das hat ja nicht nur in Deutschland Aufsehen erregt – ganz prima gemacht!

    Der Vortrag hier erklärt es halt allen nochmal, die sich damit womöglich noch überhaupt nicht befasst haben. In jedem Fall ist es nochmal ein Reminder, um das Thema wieder in den Fokus zu rücken, bevor Schwarze Pest und Verräterpartei mangels Aufmerksamkeit von Bürger und Medien Hals über Kopf irgendeine VDS wiedereinführen.

  4. Das war eine erleuchtende Rede. So dezidiert habe ich das noch nie betrachtet. Und wenn ich das richtig verstehe holen die sich ja die Positionsdaten aus den Zellen, so daß man das auch gar nicht effektiv umgehen kann. Und die Verbindungsdaten schon mal gar nicht ..

    1. Und wer sein Handy nicht überall hin mitnimmt oder ausschaltet, macht sich eines konspirativen Verhaltens schuldig.
      Sehr verdächtig und dann erst recht, einer genaueren Beobachtung würdig.

  5. Die Botschaft ist klar und deutlich. Und als Deutscher muss man natürlich das historische 1989 betonen, auch wenn D1 und D2 erst 1992 starteten. 1989 gab es das C-Netz gerade mal 3 Jahre und Faxe, Roaming, Handover waren möglich. Zeitnähere Ereignisse wie der arabische Frühling, die immer noch nicht gestorbene Opposition im Iran, der Hype der Cloud oder die Olypischen Spiele in London wären detailierter erwähnwert gewesen, um einen kritischeren Bezug zum Wahnsinn mobiler Datenkontrolle und Nutzerbewusstsein darstellen zu können.

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