Sexy Bundestag

In dem Hollywood-Film über die Geschichte von Facebook gibt es die Erzählung, dass Mark Zuckerberg mit einer „Hot or not“-Webseite einen Vorläufer des sozialen Netzwerkes geschaffen hatte. Sowas gibt es jetzt auch als „Sexy Bundestag“ (Update: Link führt nicht mehr dahin) für Bundestagsabgeordnete.

Es wäre natürlich schöner, wenn man sowas auf Basis von Abstimmungsverhalten und anderer Parameter als reine Äußerlichkeiten und die Qualität von Portrait-Fotos machen würde, aber dank Fraktionszwang wäre das eher langweilig und auch sonst würde das Prinzip wegen einer höheren Komplexität wohl nicht wirklich funktionieren.

Abstimmen kann man auch über Äußerlichkeiten von irischen und britischen Abgeordneten. Macht aber nur ein paar Klicks Klick-Spaß, dann kommt eine Werbeeinblendung.

Du möchtest mehr kritische Berichterstattung?

Unsere Arbeit bei netzpolitik.org wird fast ausschließlich durch freiwillige Spenden unserer Leserinnen und Leser finanziert. Das ermöglicht uns mit einer Redaktion von derzeit 15 Menschen viele wichtige Themen und Debatten einer digitalen Gesellschaft journalistisch zu bearbeiten. Mit Deiner Unterstützung können wir noch mehr aufklären, viel öfter investigativ recherchieren, mehr Hintergründe liefern - und noch stärker digitale Grundrechte verteidigen!

 

Unterstütze auch Du unsere Arbeit jetzt mit deiner Spende.

11 Ergänzungen
  1. Also wenn man sich direkt am Anfang zwischen Claudia Roth und Edelgard Bulmahn entscheiden soll, hört der Spaß schon vor dem ersten Werbebanner auf ;-)

  2. Also vom Aussehen her, sind die mir alle eher unsympathisch. Da will ich eigentlich gar kein Bild klicken. Sollte man vielleicht umdrehen: Wer ist hässlicher und böser?

  3. Kann man stattdessen die Qualität der politischen Entscheidungen, die ein Abgeordneter angestoßen hat, gegenüberstellen? So lernen alle etwas anstatt solchen auf reine Äußerlichkeiten basierenden Schabernack. Was hat das mit Politik zu tun, Herr Beckedahl?
    Ein bisschen Ernst wäre doch angebracht, als gut gemeintes Signal gegen die oberflächliche Gratisspaßkultur des Webs.

Wir freuen uns auf Deine Anmerkungen, Fragen, Korrekturen und inhaltlichen Ergänzungen zum Artikel. Unsere Regeln zur Veröffentlichung von Ergänzungen findest Du unter netzpolitik.org/kommentare. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.