Demokratie

Pro-Tipp: Nicht jeder Politiker sollte Youtube im Wahlkampf nutzen

Politiker versuchen ja in den letzten Jahren, alle trendigen sozialen Medien für den eigenen Wahlkampf zu nutzen. Dass man im Einzelfall entscheiden sollte, ob eine Plattform für die Person sinnvoll ist oder nicht, geht dabei gerne unter. In einem Lehrvideo zeigt der FDP-Landtagsabgeordnete Friedhelm Ernst aus Baden-Würtemberg, wie man Youtube nicht einsetzt. Schon gar nicht mit diesem Konzept in epischen acht Minuten Länge:


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Für einen kurzen Moment dachte ich an eine gelungene Satire. Die Person scheint aber echt zu sein. Sagt Wikipedia. ;)

(via)

56 Kommentare
  1. „bin mit großer leidenschaft und viel freude ihr landtagsabgeordneter“. „Gratwanderung zwischen forsch und frech“ Yep. Leidenschaft und Freude. Forsch und frech. Genau das sind die Worte die mir bei dem video SOFORT in den sinn kommen…..
    (von „aufklärung, vernunft und sachlichen argumenten“ oder „sozialem gewissen“ in bezug auf die FDP mal ganz zu schweigen… kicher….)

  2. Überall wird versucht uns Wähler zu suggerieren, dass unsere Politker weltoffen, vertrauenswürdig und nahbar sind.

    Reiner Populismus und Aktionismus. Ich vermisse ehrliche Fakten und Informationen, die eine Wahlentscheidung erleichtern würden, ganz egal ob diese nun positiv oder negativ sind.

    Mich interessiert dieser Politiker als Mensch nicht, auch nicht wieviel Kinder er hat oder welches sein Lieblingsessen zubereitet,mich interessiert welche politische Ideologie er standfest fertritt.

  3. weia… das dürfte das Papier-Budget sprengen für die ganzen internetausdruckenden Koalitions-Kollegen die sich jeden Frame einzeln ausdrucken…

    *scnr*

  4. Unbestritten eine überaus verbesserungswürdige Einschlafnummer. Aber dem Mann scheint es ehrlich mit dem zu sein was er sagt. Auch wenn er sich offensichtlich naiven Illusionen hingibt, was seine eigene Partei angeht.

    Solche Politiker wie der sind mir aber immer noch lieber als übergestylte, medienübertrainierte Selbstdarsteller wie wir sie sonst nur noch vorgesetzt bekommen.

  5. Oh man, das ich schäme mich grade fern für diesen Herrn.

    Ich hab aber mal geschaut, obs die anderen besser gemacht haben. Naja SPD und Linke sind erschreckend gut gemacht (http://www.youtube.com/watch?v=tpAMjJrSPl4 und http://www.youtube.com/watch?v=oTzNGPoux3I).

    Allerdings sind die von den Grünen und vor allem den Piraten auch richtig schlecht (http://www.youtube.com/watch?v=1TzuIWrkkos und http://www.youtube.com/watch?v=RmIBJZs35MI&feature=relmfu).

  6. ehrlich: Egal ob gewollte oder unfreiwillige Satire, mmd! So gut hab ich schon lange nicht mehr gelacht :D

    Wieso wählt man denn sowas!? srsly!

  7. Wenn der im Landtag jemals eine Rede hält, kann ich durchaus verstehen, wenn sich die Anwesenheitsquote der Abgeordneten arg in Grenzen hält.

  8. @ElBarto: Ich habe den in Stuttgart schon einmal „live“ gesehen und da war er auch so ;)

    Aber ist nicht gerade dieser Artikel ein Beispiel dafür, dass das Youtube-Video vielleicht doch nicht so schlechte Werbung ist? Denn immerhin sehen dieses Video einige Leute – wie ERNST das Video dabei genommen wird, ist erst einmal Nebensache, wenn es um Aufmerksamkeit geht.

    Gruß Kiwi

  9. Das Video zeigt genau das Gegenteil von dem was in den Überschrift steht. Das Video hat großes Potential n Lacher zu werden, ich denke der Herr hat eher seine Chancen gesteigert gewählt zu werden.

  10. Nach exakt 0:57 Minuten:

    Das ist Satire, keine Frage.

    Ich meine, wenn das keine Satire ist, was denn dann?

    Oder anders: Das soll ein Viral werden!

    Oder noch anders: AARGH!1111

    PS: Ganz sicher: das ist absichtlich dermaßen blöd. Ich will das nicht verlinken.

  11. Was habt ihr denn, das Video ist doch pure Entschleunigung! Mehr 0.3 als 2.0 aber hey! :-)

    Ausserdem mag ich „Filme“, die man hören kann und nicht unbedingt sehen muss. Ich genoss während der Lauschens zwei hart gekochte Eier und eine Zigarette.

    Natürlich ist die FDP nicht meine Partei, aber der gute Mann steht ganz offenbar fest zu seiner Überzeugung und dem, was er tut. Das ist bei dem Großteil unserer „Staatsschauspieler“ nicht der Fall.

    Okay, seine Aussage, die FDP betreibe keine Klientelpolitik … da hat er die Wahrheit gedehnt. Überzeugungstäter halt! ;-)

    Jede Rede von Mutti ist da weit schlimmer!

  12. Das kommt eben heraus, wenn man klassisches Bewerbungsbrief-Deutsch bei youtube einsetzt. Der gute Mann konnte sich einfach nicht vorstellen, dass das selbst vorgetragen ganz anders wirkt.

  13. @Roger Burk Nein, Du bist nicht alleine! :-)

    Überzeugungstäter sind wesentlich besser berechenbar / ausmanövrierbar als die „Windfähnchen“, die uns regieren.

    Insofern ist ollen Friedhelm ein Politiker, wie man ihn sich wünscht. Nur halt in der falschen Partei für mich. ;)

  14. Eine Chance will er haben, obwohl er in der FDP ist? Nein, nicht mit mir, Freundchen! Auf die FDP wird zu Recht eingedroschen. Wer FDP wählt, hat sie nicht alle. Wer in der FDP drin ist, hat sie nicht alle. Studiengebühren, aber keine Gewerbesteuer. So langsam reicht’s!!!

  15. @33 Michael M. bwahaha, auch nicht schlecht. Sie tut mir ja schon fast ein bissel Leid. Da ist ja sogar schauspieleriches Potential vorhanden. :D

  16. Ich warte dann immer auf den Moment, wo Oliver Kalkofe ins Bild kommt, den Mann mit einer Keule wegdrischt und in identischer Verkleidung die „Ansprache“ fortführt. Leider warte ich immer vergeblich.

  17. Friedhelm Ernst ist offenbar ein ganz süßer Typ. Wirklich, dieses Video ist aufregend,
    spannend, action-geladen. Leider fehlt hier
    noch eine Hintergrundmusik oder ein Lied, vorgesungen vom putzigen Friedhelm. Einen Text
    habe ich ihm anzubieten:
    Ich bin ein Schwäbli, nein Badenser,
    ich bin auch kein Kirchenschwänzer.
    Holdriä, hodriü, holdrio
    was sind wir doch des Lebens froh.

    Also, nicht unterkriegen lassen. Falls es nicht klappen sollte mit dem ersehnten Posten:
    Es gibt ja noch andere schöne Dinge des Lebens,
    z.B. Präsident im Schützenverein oder sich
    vollstopfen mit Spätzle.

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