… ich bin ja ausgewiesener Fan dieser kleinen „Was macht eigentlich …“-Kästchen. Ihr wisst schon, diese Kästchen, wo man nachlesen kann, was Prominente machen, die vor Jahren mal im Fokus der Medien standen. Und jetzt nicht mehr so.
Sowas ähnliches – zumindest aus netzpolitischer Sicht – habe ich gerade für Ursula von der Leyen in der „Frankfurter Rundschau“ gefunden. Und, was soll ich sagen, es geht ihr gut, sie argumentiert immer noch wie zu besten Stoppschild-Zeiten:
Jetzt hat es ihr die Chipkarte angetan, mit der man im Norden Extra-Sozialleistungen abrechnet: die Musikstunden der Kinder oder Schwimmunterricht. Solche Ausgaben sollen auch den Hartz IV-Empfängern nicht in bar ausgezahlt werden, meint die Arbeitsministerin, sondern nach dem schwedischen Karten-Modell. Die Kinder dort fänden das cool, sagt sie.
Dumm nur, dass das angebliche Modell in Schweden so gut wie unbekannt ist, obwohl es dieses seit zehn Jahren geben soll.
Die komplette Geschichte gibt es online bei der Rundschau. Ich frage mich derweil, ob ein derart kreativer Umgang mit der Wirklichkeit evtl. gar als Schlüsselqualifikation durchgeht, wenn man CDU-Vize werden will.
PS: Vom De-Mail und dem E‑Postbrief gibt es auch ein paar Neuigkeiten. Detlef Borchers verweist bei Heise auf den „Behörden Spiegel“ und Statements der Verantwortlichen, dass selbstverständlich kein Grund zur Sorge bestehe. Nirgends. Sowohl beim Deutschen Anwaltverein (PDF) wie auch beim Deutschen Notarverein (noch ein PDF) sieht man das anders.