Kultur

UK: Öffentliche Daten remixen

Während hierzulande öffentlich finanzierte Daten unter Verschluss gehalten werden, geht die britische Regierung neue Wege: Mit der Plattform „Show Us a Better Way“ werden die Bürger aufgefordert, Ideen einzureichen, wie die gesammelten Informationen besser genutzt werden können. Dabei gibt es insgesamt 20.000 Pfund zu gewinnen.


netzpolitik.org - unabhängig & kritisch dank Euch.

Das iRights-Blog berichtet über das Projekt: Britische Regierung lässt um die Wette mashen.

Der Staat sammelt Daten – immer schneller, immer mehr. Das gilt in Großbritannien ebenso wie in anderen Ländern. Bei der Verwertung der Datenberge will die britische Regierung nun neue Wege gehen. Größere Datenbestände der Landvermessungsämter, aus dem Gesundheitswesen, den lokalen Statistikämtern und dem Umweltministerium stehen ab sofort den Bürgern kostenlos zur Verfügung.

Als positive Beispiele in diese Richtung weist die Webseite auf Projekte wie fixmystreet oder ratemyprison hin.

Eine tolle Idee und ich würde mich freuen, wenn unsere Regierung ähnliche Projekte starten würde. Im Gegensatz zu fefe sehe ich darin auch keinen „Gipfel des Zynismus“, dass eine „Junta“ ihr Volk fragen würde, „wie sie die ganzen Daten denn jetzt am besten mißbrauchen kann.“ Hier geht es gerade nicht um personenbezogene Daten, die dann verarbeitet werden sollen.

Öffentlich-finanzierte Daten sollten der Öffentlichkeit auch zur Verfügung stehen. Wir brauchen mehr offene Schnittstellen für unsere Verwaltungen und Demokratie.

Ein Kommentar
  1. Bei der Überschrift dachte ich zuerst daran, dass mal jemand in UK mit den unbeabsichtigt öffentlichen Daten gezeigt hat, was man konkret über z.B. Mitglieder der Regierung erfahren kann, wenn man ihre öffentlichen Daten remixt. :)

    Darauf muss man wohl noch warten.

    Sonst ist das durchaus heikel, das im öffentlichen Wettbewerb zu tun: „make peoples‘ lives better“ ist zweckoptimistisch, und vielleicht auch ein Weg, über ein nützliches Ergebnis des Wettbewerbs ex post facto darzustellen, weshalb es nützlich war, die Daten überhaupt zu erheben. Hoffentlich bleibt es nicht bei PR.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.