Post von Medienstern

Letzte Woche hatte ich über Spam-Attacken berichtet. Es sieht so aus, als ob eine Internetagentur namens Medienstern.de hier öfters versucht hat, ihre Suchmaschinenergebnisse zu „optimieren“. Nach etlichen Versuchen hatte ich keine Lust mehr darauf, ständig das Zeug zu löschen und hab ein Posting dazu geschrieben. Nach einem weiteren Spamversuch hörte es dann auch plötzlich auf. Wie ich einer Mail an mich jetzt entnehmen kann, sieht man dies dort nicht so und bestreitet die Spamversuche. Der Transparenz halber poste ich mal die Mail:


netzpolitik.org - unabhängig & kritisch dank Euch.

Betreff: Uhrheberrechtsverletzung Medienstern
Sehr geehrte Damen und Herren,

durch recherche unseres Anwaltes haben wir erfahren das auf Ihren Webseiten unter https://netzpolitik.org/2008/spam-von-mediensternde/
eine Verletzung unserer Namens-Rechte und verbreitung nicht wahrheitsgemäßen Nachrichten. Der versuch Spam auf Ihren Seiten zu betreiben hat keinerlei Verbindung mit unserem Unternehmen sowie die angegebene IP:Adresse hat mit uns keine Verbindung.

Durch weitere Rechereche haben wir auch auf anderen Social Bookmark Seiten sowie anderen Nachrichten Diensten die verbreitung dieser Nachricht gesehen. Wir fordern Sie hiermit auf diese Nachricht sowie die weiterverbreitung aus dem Netz rauszunehmen.

mit freundlichen Grüßen, M. Isik, Geschäftsführung

Rechtschreibfehler sind übernommen worden. Abgesehen davon: Warum und wie sollte ich die Weiterverbreitungen aus dem Netz rausnehmen? Und ist jetzt jemand der Meinung, der ursprüngliche Text enthalte Passagen, die ich lieber verbessern sollte? (Die IP-Adresse ist dynamisch und kommt aus dem Telekom-Netz.)

7 Kommentare
  1. Hoffentlich machen die ihr Business mehr „in Bilden“ statt mit Texten. Vielleicht steckt da auch ne deutsche Version von Icanhascheezburger.com dahinter und die wie-erzeuge-ich-Aufmerksamkeit-Strategie der Agentur ist hier gerade voll aufgegangen. Egal! Guter Witz wird gerne bedankt ;) Auch von mir, meinem Anwalt und alle, die ich kenne, die mich kennen oder sich meine IP-Adresse merken können…

  2. Angenommen die Mail ist authentisch, würde ich aus dem Bauch heraus sagen, dass der erste Artikel zumindest eine Behauptung aufstellt, die schwer prüfbar ist. Die Agentur hat aber die Möglichkeit das Gegenteil darzustellen und damit wäre für mich das Thema erledigt. Das Problem ist nur, dass mein Bauchgefühl und die juristische Realität sehr oft getrennte Wege gehen.
    Was die Rechtschreibfehler angeht würde ich deswegen nicht glauben, dass die Mail ein Fake ist. Was mir so den lieben langen Tag von „Mediendienstleistern“ und „SEO-Spezies“ ins Postfach geschwemmt wird ist teilweise noch schlimmer.

  3. Wenn das tatsächlich von der Geschäftsführung kommt, haben die entweder wirklich den total falschen Anwalt oder sind inkompetent. Und Markus: Transparenz ist ein Wort das sie sicher nicht gerne hören, sowas könnte ja die „Wahrheit“ sein ;)

  4. Was man so hoert… nicht, dass du am Ende einen dran bekommst, weil du die Nachrichten in deinem Blog „verbreitest“ (Forenbetreiber haften blablabla) und „ungesicherte“(/evtl falsche) Behauptungen aufstellst.
    Natuerlich bin ich auch kein Jurist.

  5. Naja zumindest hat die Agentur ja dank Vorratsdatenspeicherung inzwischen 6 Monate Zeit um nachzuweisen, dass sie nichts mit der IP-Adresse zu tun haben… ;-)

  6. Deren Anwalt scheint den bemängelten Beitrag gar nicht gelesen zu haben, denn an keiner Stelle wird Medienstern irgendeine Schuld zugewiesen, sondern es heißt, dass ein fleißiger Kommentator deren Adresse hier verbreitet hat.

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