Online-Befragung zum Petitionssystem

Über das neue Petitionssystem des Deutschen Bundestages hatten wir schon berichtet. Im Allgemeinen war die Verwunderung groß, dass das neue Petitionssystem noch schlechter ist, als das alte Provisorium. Christian Heise verweist drüben bei e-demokratie.org auf die Möglichkeit, an einer Online-Befragung teilzunehmen:

Das Problem bei dieser dürftigen Umsetzung ist nicht nur, dass der Deutsche Bundestag damit seine angeblich “Vorreiterrolle” bei der Entwicklung und dem Einsatz elektronischer Beteiligungsverfahren vollständig verspielt, sondern das eine schlechte Umsetzung auch das Vertrauen der Bürger in zukünftige Verfahren schädigt. Das beeinflusst grundsätzlich alle zukünftigen Weiterentwicklungen und Projekte in diesem Bereich. Darüber hinaus stellen vor allem elektronische Petitionssysteme, neben dem public budgeting (Bürgerhaushalte), die älteste Form der elektronisch gestützten Beteiligung dar und sollte dementsprechend mit Erfahrung umgesetzt werden.

Nutzt die Chance und teilt dem deutschen Bundestag Eure Meinung zu dem neuen System mit.

Du möchtest mehr kritische Berichterstattung?

Unsere Arbeit bei netzpolitik.org wird fast ausschließlich durch freiwillige Spenden unserer Leserinnen und Leser finanziert. Das ermöglicht uns mit einer Redaktion von derzeit 15 Menschen viele wichtige Themen und Debatten einer digitalen Gesellschaft journalistisch zu bearbeiten. Mit Deiner Unterstützung können wir noch mehr aufklären, viel öfter investigativ recherchieren, mehr Hintergründe liefern - und noch stärker digitale Grundrechte verteidigen!

 

Unterstütze auch Du unsere Arbeit jetzt mit deiner Spende.

Durch klicken des Links wird unser Spenden-Widget geladen. Dabei werden Daten an unseren Spendendienstleister twingle gesendet. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

2 Ergänzungen

  1. Die Petition hat folgende Mängel:
    1. Petenten geben ihre gesamte Identität der Netzöffentlichkeit preis, das ist nicht hinnehmbar, da der Name des Initiators überhaupt nichts zur Sache tut.
    2. Der Kontrast bei den Reitern ist fürchterlich.
    3. Die Seite linkt auf die Plattform des Herstellers der Software, was angesichts einer öffentlichen Institution unangemessen ist.
    4. Es gibt keine Möglichkeit den Text direkt zu kommentieren.
    5. Es gibt keine Möglichkeit gemeinsam den Text zu verbessern.
    6. Es gibt keine Möglichkeit Bekannte zur Zeichnung einzuladen.
    7. Es gibt kein echtes Feedback von Seiten des Bundestages.
    8. Kein schöner Link, der zum verlinken auf dem Blog einlädt.
    9. Keine Formatierung des Textes
    10. Titel der Diskussionsbeiträge wird nicht richtig angezeigt, dafür mit Formatierzeichen. Hier ist die Software offenkundig noch nicht fertig.
    11. Die Hilfe-Seite zeigt nur auf, dass es ein simples angepasstes generisches „Board“ ist und nicht hält, was es verspricht.
    12. Die Themen werden zwar mit thematischen Reitern versehen, aber danach wird nicht gefiltert.

    Fazit: Setzen, sechs.

Wir freuen uns auf Deine Anmerkungen, Fragen, Korrekturen und inhaltlichen Ergänzungen zum Artikel. Unsere Regeln zur Veröffentlichung von Ergänzungen findest Du unter netzpolitik.org/kommentare. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.