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Patente statt Innovation

Anlässlich einer europäischen Patentkonferenz in Berlin haben die „Fitten Freunde inflationärer Innovationensbremsen“ (FFII) vor dem Konferenzgebäude Transparente entrollt und Flyer verteilt. Mehr Fotos finden sich hier. Und hier findet sich der Forderungskatalog, der nach mehr Patenten ruft. Währenddessen hat Greenpeace ein Patent auf europäische Politiker beantragt: Greenpeace hat ein Patent auf europäische Politiker angemeldet, um…

  • Markus Beckedahl

Anlässlich einer europäischen Patentkonferenz in Berlin haben die „Fitten Freunde inflationärer Innovationensbremsen“ (FFII) vor dem Konferenzgebäude Transparente entrollt und Flyer verteilt.

Mehr Fotos finden sich hier. Und hier findet sich der Forderungskatalog, der nach mehr Patenten ruft.

Währenddessen hat Greenpeace ein Patent auf europäische Politiker beantragt:

Greenpeace hat ein Patent auf europäische Politiker angemeldet, um die absurden Möglichkeiten des gültigen Patentrechtes aufzuzeigen. Als Krankenschwestern gekleidete Aktivistinnen von Greenpeace fordern die Teilnehmer der heute und morgen in Berlin stattfindenden EU-Konferenz zum Patentrecht auf, Speichel- und Haarproben abzugeben. Sie wollen prüfen, ob auch die anwesenden Politiker unter das Patent fallen könnten. Greenpeace beansprucht in seinem beim Europäischen Patentamt (EPA) in München eingereichten Patentantrag eine Methode für den genetischen Fingerabdruck von Politikern sowie die untersuchten Politiker selbst als Erfindung.

Auch bei Politikern bestimmen Gene Verhalten und Eigenschaften, sagt Patentexperte Christoph Then von Greenpeace. Mit der Anwendung unseres Patentes kann die Qualität von Politikern optimiert werden. Statt durch Zufall, interne Seilschaften, Parteizugehörigkeit, Traditionen und Meinungsumfragen kann der ideale Kandidat vor einer Wahl oder für ein Regierungsamt nun durch die Gen-Analyse von Greenpeace ausgewählt werden.

Golem: Patentkonferenz in Berlin eröffnet

Unter dem Titel „Europa der Innovationen – Fit für die Zukunft?“ findet am 29. und 30. März 2007 in Berlin eine Konferenz statt, die sich mit Fragen des europäischen Patentwesens beschäftigt. Zur Eröffnung informierten Bundesjustizministerin Brigitte Zypries und EU-Kommissar Charlie McCreevy über die nächsten Schritte in der europäischen Patentpolitik.

Heise: Zypries mahnt zur Eile bei der Reform des Patentsystems.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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6 Kommentare zu „Patente statt Innovation“


  1. Dazu gibt es einen Schönen Podcast-Beitrag auf elektrischer-reporter.de Thema Urheberecht …


  2. auch das Chaosradio zum Thema ist sehr interessant:
    http://chaosradio.ccc.de/cr95.html

    Pat-ente
    Über die Sinnlosigkeit und Schädlichkeit von Patenten


  3. auch das Chaosradio zum Thema ist sehr interessant:
    http://chaosradio.ccc.de/cr95.html

    Pat-ente
    Über die Sinnlosigkeit und Schädlichkeit von Patenten


  4. Ingmar Redel

    ,

    Schön das es von unserer Demo einen Eintrag gibt Markus!

    Das Netzwerk Freies Wissen hat die FFII auch tatkräftig unterstützt – siehe Richterin (Petra Buhr) und der Patentman auf dem Foto! ;)

    War wirklich schön, allerdings auch recht windig. Ausserdem haben nicht alle die Ironie verstanden:

    Ein Herr vom BDI (oberer Level) hat sogar für die schönen
    Bilder gedankt, die wir geliefert haben, „die würden bei solchen Veranstaltungen ja sonstimmer fehlen“. ;-)

    Volltreffer.

    Die Greenpeacler mit ihren Genkrankenschwestern haben auch super gepasst. Sind extra aus Hambug angereist. Toll. Leider auf den Fotos hier nicht zu sehen. :(

    Eine Kamera-Team war auch vor Ort. Wer und was habe ich aber leider nicht mitbekommen, weil ich die ganze Zeit ein riesiges Demotuch gegen den Wind verteidigen musste. ;)


  5. (ach, der eintrag nr2 von mir kann gelöscht werden, ich bekam keine Bestätigung nach dem Klick auf „submit“ – auch nicht den üblichen Hinweis, und merkte auch dann, dass ich statt des i, das b‑tag verwendete – und schickte es somit einfach nochmals auf die Reise)


  6. Passend zu diesem Thema möchte ich als weitere Lektüre meinen Artikel „Menschen sind wichtiger als Patente“ zu finden unter
    http://www.deltalima2.de/menschliches-menschen-sind-wichtiger-als-patente-42.html
    empfehlen, hier wird deutlich und klar vor Augen geführt was die Patentwut für Auswirkungen haben kann.

    Gruß, deltalima2.

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