DRM-Debatte: „Musikmarkt“ fragte bei verschiedenen Unternehmen aus der Digital- und Mobil-Branche nach.
Gerd Leonhard, Autor von „Die Zukunft der Musik“ (erschienen im Musikmarkt Verlag), prognostiziert keine rosige Zukunft: „Das digitale Geschäft ist tot, wenn es so weiter geht. Die Realität ist, dass fast keiner Online-Musik kauft, weil die einzigen legalen Angebote mit DRM versetzt sind. Wir zwingen quasi die User, illegal herunterzuladen.“ Dementsprechend fordert auch Bornefeld-Ettmann, „das legale digitale Produkt für den Konsumenten attraktiver zu machen als das illegale“.
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Bornefeld-Ettmann sieht zwei Möglichkeiten: „Man versucht entweder, die Einigung auf einen neuen Standard herbeizuführen, nimmt aber dabei in Kauf, dass die Etablierung eines solchen Standards schmerzhaft, kosten- und zeitaufwendig sein wird (…). Oder aber man verzichtet zum Wohle einer Marktbelebung auf DRM, unterstützt MP3 und bietet dem Konsumenten eine wirklich attraktive Alternative zu illegalen Tauschbörsen.“
Dazu passt auch dieser Artikel bei Golem: Musikindustrie orientierungslos bei DRM – Keine Besserung in Sicht.
Mehr als 60 Prozent der Manager in der Musikindustrie sind davon überzeugt, dass DRM-Systeme ein wichtiges Hindernis für den Online-Verkauf von Musik bilden. Nichtsdestotrotz wollen sie in absehbarer Zeit nicht auf den Einsatz von DRM verzichten, berichtet die BBC über die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage von Jupiter Research.