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Mehr Medienkompetenz für Politiker

Lustige Sache: Das Video mit den Kinderreportern ist bei Sevenload seit Donnerstag 156414 Mal abgerufen worden. Das kann das Öffentlich-Rechtliche Fernsehen vielleicht als Argumentation verwenden, eigene Videoplattformen für die Inhalte im Netz schaffen zu können. Wünschenswert wäre ein solcher Service ja. Und bei solchen Eigenproduktionen sind die Rechte dafür sicherlich da. Bis dahin wünschen wir…

  • Markus Beckedahl

Lustige Sache: Das Video mit den Kinderreportern ist bei Sevenload seit Donnerstag 156414 Mal abgerufen worden. Das kann das Öffentlich-Rechtliche Fernsehen vielleicht als Argumentation verwenden, eigene Videoplattformen für die Inhalte im Netz schaffen zu können. Wünschenswert wäre ein solcher Service ja. Und bei solchen Eigenproduktionen sind die Rechte dafür sicherlich da.

Bis dahin wünschen wir uns einfach mehr Medienkompetenz bei Politikern. Warum nicht mal die allgemeinen Redewendungen von „Medienkompetenz stärken“ und „lebenslangem Lernen“ in das eigene Leben integrieren? Und Internet lernen. Das baut die Ängste vor dem Unbekannten ab. Und schafft vielleicht bessere Rahmenbedingungen für die digitale Welt.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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3 Kommentare zu „Mehr Medienkompetenz für Politiker“


  1. Markus, kannst Du nicht das „Medien“ aus der Überschrift herausnehmen und einfach NUR „Kompetenz“ stehen lassen? Falsch wäre der Satz deshalb ja immer noch nicht. ;)


  2. Ich würde behaupten, dass für einen beachtlichen Teil der Politiker das Internet nichts ist, mit dem man sich genauer beschäftigen möchte, weil es (aus ihrer Sicht) ohnehin nur von Amokläufern, Raubkopierern, Terroristen und Kinderschändern bevölkert ist. Und das ist nicht notwendigerweise gänzlich selbstverschuldet.

    Im aktuelle SPIEGEL gibt es einen kleinen Artikel über den Streit um die Onlinedurchsuchung, in dem erwähnt wird, wie sich Politiker vom Internet informieren lassen. Zitat:

    Es war eine Horrorshow, die der Chef des Bundeskriminalamtes (BKA) den Innenexperten der Großen Koalition da vorführte. Todesstille habe geherrscht, erinnert sich ein Abgeordneter. […] BKA-Chef Jörg Zierke hatte den Abgeordneten Abgründiges aus dem Internet mitgebracht: Videos mit jungen gefesselten Frauen, die sadistisch gefoltert werden; den grausamen Missbrauch eines bitterlich weinenden Mädchens. Und Terroristen, die einer Geisel den Kopf abtrennen.

    Man kann ja als MdB nicht alles selbst lesen, sondern ist auch darauf angewiesen, von seinen Experten informiert zu werden. Wenn man nun von seinen „Experten“ nur mit solchen Informationen gefüttert wird, ist vielleicht eher erklärlich warum man sich nicht mehr in die Materie vertieft. Information findet (wenn die Story aus dem Artikel stimmt) ja offenbar statt, nur das Wie ist die Frage.

    Ein Erklärungsansatz, keine Entschuldigung.


  3. Politiker + Internet = Totalversagen…

    Gestern hat Netzpolitik.org erneut auf einen sehr unterhaltsamen Beitrag des Morgenmagazins hingewiesen. In der morgendlichen Fernsehshow stellte der Journalistennachwuchs Politikern Fragen zum Thema “Internet”. Die Antworten der Regieren…

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