Eigentlich wollte ich mir heute die Pressekonferenz der IFPI anschauen, wo mal wieder die übliche Leier von den Raubkopierern zu hören gewesen sein wird. Aber keine Zeit. Hab da vermutlich auch nichts verpasst, die passende Pressemitteilung dazu liest sich wie in den letzten Jahren etwas monoton. Mehr Strafverfolgung bitte und weniger Bürger- und Verbraucherrechte, weil ja nichts getan wurde. Also die übliche Propaganda, die hofft, dass die Medien und Politiker vergessen haben, dass die letzten Jahre nur einseitig bei den Verbraucherrechten abgebaut wurde. Und noch wenige Puzzle-Teile fehlen, die man eh schon immer durchbringen wollte. Wie z.B. das Verbot von Aufnahmen aus dem Webradio. Ich mein, das scheint ja zu klappen, mit der notwendigen Medienpower kommt man da immer mehr oder weniger problemlos mit durch.
Der IFPI-Vorsitzende Haentjes erklärt dann auch:
„Das Urheberrecht muss endlich in der digitalen Realität ankommen. Der jetzt vorliegende Entwurf bewirkt genau das Gegenteil“.
Wäre ja mal schön, wenn die IFPI-Lobbyisten und die Majors in der digitalen Welt ankommen und neue Chancen realisieren würden. Dann könnte man wieder über Aufschwung reden, den Verbrauchern generell mal vernünftige und zeitgemässe Angebote anbieten (Nein, nicht den DRM-Schrott, den niemand ausser den Majors haben will) und vor allem den Künstlern eine nachhaltige Zukunft geben.