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Gewöhnt Euch dran.

Was soll man nur dazu sagen: Festplatten zerstören Gefühl für den Wert von Musik? „Weil eine Festplatte immer das Gleiche wiegt – egal ob 100, 1.000 oder 10.000 Musikdateien darauf gespeichert sind -, geht schleichend das Gefühl für den Wert von Musik verloren“, sagt Michael Haentjes, Vorsitzender der Deutschen Phonoverbände, anlässlich des Tages des geistigen…

  • Markus Beckedahl

Was soll man nur dazu sagen: Festplatten zerstören Gefühl für den Wert von Musik?

„Weil eine Festplatte immer das Gleiche wiegt – egal ob 100, 1.000 oder 10.000 Musikdateien darauf gespeichert sind -, geht schleichend das Gefühl für den Wert von Musik verloren“, sagt Michael Haentjes, Vorsitzender der Deutschen Phonoverbände, anlässlich des Tages des geistigen Eigentums.

Wie wäre es mit: Gewöhnt Euch dran.

Es wird sich nicht mehr ändern. Man könnte ja mal anfangen, sich neue Geschäftsmodelle auszudenken, die den geänderten Rahmenbedingungen Rechnung tragen. Man kann aber auch die nächsten Jahre weiterheulen.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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3 Kommentare zu „Gewöhnt Euch dran.“


  1. DieterK

    ,

    Michael Haentjes muss ja wissen, wovon er redet. Schließlich hat ja seine Firma edel jahrelang mit Billig-Kompilations (am Anfang in Kooperation mit RTL), die noch dazu schon kurz nach Veröffentlichung verramscht wurden, eine großen Beitrag dazu geleistet, dass das Gefühl für den Wert von Musik verloren geht.

    Und heute steht er an der Spitze der Phonoverbände …


  2. Und was lernen wir jetzt daraus? Wir brauchen schwerere Festplatten? Oder.. Eine Cd ist nur toll weil sie was wiegt?


  3. neeee, muss man ja nicht so wörtlich nehmen, aber der Inhalt ist nichts echtes mehr. nur noch nullen und einsen. ich finde es sehr bedenklich, wie virtuelle Gegenstände im Netz zu solcher Wertsteigerung gelangen (-> Waffen/Rüstungen in online-Spielen… Minerale/Credits bei Wirtschaftssimulationen…), obwohl diese Dinge ja nicht mal existieren.
    Genauso ist es mit mp3s auf Festplatte. Die Dinger sind nicht real. Eine CD oder LP kann man (be)greifen. Materie. Wirklich. Ausserdem gibt es nichts schöneres, der gerade erworbenen Neuerscheinung der Lieblingsband zu lauschen und sich durch das Booklet zu blättern.
    Sicher es ist praktisch und ich kann die Entwicklung nachvollziehen, aber ich bevorzuge weiterhin lieber „echte“ Tonträger ;)

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