Gewöhnt Euch dran.

Was soll man nur dazu sagen: Festplatten zerstören Gefühl für den Wert von Musik?

„Weil eine Festplatte immer das Gleiche wiegt – egal ob 100, 1.000 oder 10.000 Musikdateien darauf gespeichert sind -, geht schleichend das Gefühl für den Wert von Musik verloren“, sagt Michael Haentjes, Vorsitzender der Deutschen Phonoverbände, anlässlich des Tages des geistigen Eigentums.

Wie wäre es mit: Gewöhnt Euch dran.

Es wird sich nicht mehr ändern. Man könnte ja mal anfangen, sich neue Geschäftsmodelle auszudenken, die den geänderten Rahmenbedingungen Rechnung tragen. Man kann aber auch die nächsten Jahre weiterheulen.

Mehr Zeit für kritische Berichterstattung

Ihr kennt es: Zum Jahresende stehen wir traditionell vor einer sehr großen Finanzierungslücke und auch wenn die Planung und Umsetzung unseres Spendenendspurts viel Spaß macht, bindet es doch sehr viele Ressourcen; Ressourcen, die an anderer Stelle für unsere wichtige Arbeit fehlen. Um Euch also weniger mit Spendenaufrufen auf die Nerven zu gehen und mehr Recherchen und Hintergründe bieten zu können, brauchen wir Eure regelmäßige Unterstützung.

Jährlich eine Stunde netzpolitik.org finanzieren

Das Jahr hat 8.760 Stunden. Das sind 8.760 Stunden freier Zugang zu kritischer Berichterstattung und wichtigen Fragestellungen rund um Internet, Gesellschaft und Politik bei netzpolitik.org.

Werde Teil unserer Unterstützungs-Community und finanziere jährlich eine von 8.760 Stunden netzpolitik.org oder eben fünf Minuten im Monat.

Jetzt spenden


Jetzt spenden

3 Ergänzungen

  1. Michael Haentjes muss ja wissen, wovon er redet. Schließlich hat ja seine Firma edel jahrelang mit Billig-Kompilations (am Anfang in Kooperation mit RTL), die noch dazu schon kurz nach Veröffentlichung verramscht wurden, eine großen Beitrag dazu geleistet, dass das Gefühl für den Wert von Musik verloren geht.

    Und heute steht er an der Spitze der Phonoverbände …

  2. neeee, muss man ja nicht so wörtlich nehmen, aber der Inhalt ist nichts echtes mehr. nur noch nullen und einsen. ich finde es sehr bedenklich, wie virtuelle Gegenstände im Netz zu solcher Wertsteigerung gelangen (-> Waffen/Rüstungen in online-Spielen… Minerale/Credits bei Wirtschaftssimulationen…), obwohl diese Dinge ja nicht mal existieren.
    Genauso ist es mit mp3s auf Festplatte. Die Dinger sind nicht real. Eine CD oder LP kann man (be)greifen. Materie. Wirklich. Ausserdem gibt es nichts schöneres, der gerade erworbenen Neuerscheinung der Lieblingsband zu lauschen und sich durch das Booklet zu blättern.
    Sicher es ist praktisch und ich kann die Entwicklung nachvollziehen, aber ich bevorzuge weiterhin lieber „echte“ Tonträger ;)

Wir freuen uns auf Deine Anmerkungen, Fragen, Korrekturen und inhaltlichen Ergänzungen zum Artikel. Bitte keine reinen Meinungsbeiträge! Unsere Regeln zur Veröffentlichung von Ergänzungen findest Du unter netzpolitik.org/kommentare. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.