14 Tage

Technologie Datenethikkommission

Regierungsberater*innen fordern strengere Regeln für Daten und Algorithmen

Eine Ethikkommission der Regierung sollte Antworten auf einige der kniffeligsten Fragen zum Umgang mit Daten und Algorithmen liefern. Trotz vieler Themen und kurzer Zeit fällt die Leistung der Kommission beachtlich aus. Ihr Bericht fordert neue Aufsichtsbehörden, eine Algorithmenverordnung auf EU-Ebene und eine „Pluralismuspflicht“ für Social-Media-Torwächter.

Lesen Sie diesen Artikel: Regierungsberater*innen fordern strengere Regeln für Daten und Algorithmen
Privacy Shield
Datenschutz Privacy Shield

EU-Kommission erneuert Persilschein für Datenaustausch mit den USA

Die EU-Justizkommissarin Věra Jourová lobt Privacy Shield als „Erfolgsgeschichte“. Der umstrittene Datentransfer zwischen EU und USA erhält auch bei seiner dritten jährlichen Überprüfung den Daumen nach oben. Dennoch könnte das Privacy Shield bald gespalten werden.

Lesen Sie diesen Artikel: EU-Kommission erneuert Persilschein für Datenaustausch mit den USA
Der UN-Sonderberichterstatter zu Menschenrechten David Kaye.
Öffentlichkeit UN-Bericht zu Hate Speech

Staaten sollten regulieren, nicht Unternehmen

Ein neuer UN-Bericht des Beauftragten zu Meinungsfreiheit beschäftigt sich mit Hate Speech und den Pflichten, die Staaten und Unternehmen dabei zukommen. Staaten müssten eine eindeutige Gesetzeslage schaffen, statt die Verantwortung an Unternehmen abzugeben. Auch Deutschland wird im Bericht kritisiert.

Lesen Sie diesen Artikel: Staaten sollten regulieren, nicht Unternehmen
Technologie EU-Rüstungsprojekt

Eurodrohne verspätet sich um zwei Jahre

Der Termin für die anvisierte Serienproduktion einer europäischen Langstreckendrohne ist nicht haltbar. Für die mindestens zweijährige Verzögerung soll das deutsche Verteidigungsministerium verantwortlich sein. Die Eurodrohne ist mittlerweile in die „Ständige Strukturierte Zusammenarbeit“ übernommen worden. Weitere Regierungen könnten dem Projekt beitreten.

Lesen Sie diesen Artikel: Eurodrohne verspätet sich um zwei Jahre
Zeitung und Brille
Öffentlichkeit Verfassungsschutzgesetz

Reporter ohne Grenzen warnt vor Aushöhlung des Redaktionsgeheimnisses

Nach dem Anschlag von Halle nutzt die CDU den Rechtsextremismus als Vorwand, um Sicherheits- und Überwachungsgesetze voranzutreiben. Eines davon ist das Verfassungsschutzgesetz, das eine Überwachung von Journalist:innen ermöglichen könnte. Die SPD hatte den Gesetzentwurf lange Zeit verzögert – und kippt nun.

Lesen Sie diesen Artikel: Reporter ohne Grenzen warnt vor Aushöhlung des Redaktionsgeheimnisses
Demokratie Tsunami Democràtic

Die mysteriöse Protest-App aus Katalonien

„Tsunami Democràtic“ – unter diesem Namen ruft eine unbekannte Gruppe in Katalonien zu Protesten auf. Nun hat sie eine technisch anspruchvolle App lanciert, mit der sich Protestwillige dezentral zusamenschließen können. Doch es gibt auch Kritik am Konzept – denn wer die Aktionen steuert, ist unklar.

Lesen Sie diesen Artikel: Die mysteriöse Protest-App aus Katalonien
Was vom Tage übrig blieb Was vom Tage übrig blieb

Ressourcen, Rechtsklicks und Retro-Wahlkampf

Künstler:innen erforschen eine neue Wissensordnung jenseits von Gewinnen. US-Behörden nehmen ganz ohne krasse Überwachungstools die größte Kindesmissbrauchs-Seite im Darknet hoch und Trump liegt beim Anzeigenwettlauf um Wähler:innen im Netz jetzt schon vorne. Die besten Reste des Tages.

Lesen Sie diesen Artikel: Ressourcen, Rechtsklicks und Retro-Wahlkampf
Fernsehturm
Was vom Tage übrig blieb Was vom Tage übrig blieb

Kartelle, Kommentare und ein Überwachungskataster

Der Wettbewerbsexperte Matt Stoller beschreibt die verheerende Auswirkung des Werbe-Duopols Facebook und Google auf den Medienmarkt, Mark Zuckerberg sieht seine Plattform als Inbegriff der freien Meinungsäußerung und das Carnegie-Institut erstellte ein globales KI-Überwachungsranking. Die besten Reste des Tages.

Lesen Sie diesen Artikel: Kartelle, Kommentare und ein Überwachungskataster
Greifvogel
Öffentlichkeit Wochenrückblick KW 42

Was wir aus Halle, von Libra und im Futurium lernen können

Diese Woche haben wir uns vor allem mit dem Anschlag in Halle beschäftigt: was müssen wir daraus lernen und welche Schlüsse wären voreilig gezogen? Lest außerdem, was im UN-Bericht über den Einsatz digitaler Technologien in den Sozialsystemen steht und wie unsere Gastautor:innen die Schwächen und Stärken der Kryptowährung Libra einschätzen.

Lesen Sie diesen Artikel: Was wir aus Halle, von Libra und im Futurium lernen können
Philip Alston
Technologie Algorithmen

UN-Bericht kritisiert Einsatz neuer Technologien in Sozialsystemen

Es gibt ein hohes Risiko, dass die Digitalisierung des Wohlfahrtstaates die Ärmsten noch stärker benachteiligt als bisher. Davor warnt ein neuer UN-Bericht über den Einsatz digitaler Technologien in den Sozialsystemen. Der Bericht mahnt fundamentales Umdenken an.

Lesen Sie diesen Artikel: UN-Bericht kritisiert Einsatz neuer Technologien in Sozialsystemen
Fersehturm
Was vom Tage übrig blieb Was vom Tage übrig blieb

Algorithmenstaat, Beteiligungssysteme und Männerprobleme

Ein UN-Experte warnt vor „menschenrechtsfreie Zonen“ durch Softwareeinsatz in Sozialsystemen, die SPD nutzt ein umstrittenes Tool für ihre Mitgliederbefragung und Politikwissenschaftlerinnen erklären toxische Maskulinität. Die besten Reste des Tages.

Lesen Sie diesen Artikel: Algorithmenstaat, Beteiligungssysteme und Männerprobleme
Bild von Bundesinnenminister Horst Seehofer
Überwachung

Mehr Überwachung, geknackte Messenger: Die Forderungen nach dem Anschlag in Halle

Nach dem rechtsextremen Terroranschlag in Halle werden neue Überwachungsmaßnahmen diskutiert, darunter anlasslose Massenüberwachung oder erweiterte Eingriffsmöglichkeiten für Ermittlungsbehörden. Eine Übersicht der Forderungen – und einige mögliche Alternativen.

Lesen Sie diesen Artikel: Mehr Überwachung, geknackte Messenger: Die Forderungen nach dem Anschlag in Halle
Haupthalle des Messegeländes Leipzig zum 35c3
Öffentlichkeit Konferenzen

re:publica und Chaos Communication Congress bitten um Programm-Einreichungen

Die re:publica und der Chaos Communication Congress sind die beiden größten Events im deutschsprachigen Raum, auf denen über netzpolitische Themen diskutiert wird. Beide Konferenzen rufen derzeit zur Beteiligung auf und bitten um Einreichungen für Vorträge und Workshops.

Lesen Sie diesen Artikel: re:publica und Chaos Communication Congress bitten um Programm-Einreichungen
Ein Huhn vom Chapeau Club
Generell Transparenzbericht

Unsere Einnahmen und Ausgaben im August 2019

Als von Leserinnen und Lesern finanziertes Medium setzen wir uns nicht nur für Transparenz ein. Wir sind auch transparent. Deshalb geben wir euch Einblicke in unsere Einnahmen und Ausgaben im August 2019: Wir haben ordentlich Minus gemacht, aber auch etwas investiert. Und durch Sondereinnahmen konnten wir das Minus etwas reduzieren.

Lesen Sie diesen Artikel: Unsere Einnahmen und Ausgaben im August 2019
Berlin Fernsehturm
Was vom Tage übrig blieb Was vom Tage übrig blieb

Chinas Winnie the Pooh, Rittern um JEDI und politische Lügen

Chinas Regierung möchte mit ihrem zwiebelförmigen Zensurapparat jeden organisierten Widerstand im Netz behindern, Amazon könnte bald der größte Geschäftspartner der US-Sicherheitskräfte sein und TechCrunch ruft nach einem Verbot von politischer Werbung auf Facebook. Die besten Reste des Tages.

Lesen Sie diesen Artikel: Chinas Winnie the Pooh, Rittern um JEDI und politische Lügen
Der Attentäter streamte seine Gewalt live auf Twitch, die Plattform steht aber nicht im Zentrum rechtsextremer Gewalt.
Überwachung Interview zu Online-Extremismus

„Wir müssen das als internationalen Terrorismus begreifen“

Miro Dittrich beschäftigt sich seit Jahren mit den rechtsextremen Online-Kulturen, in denen sich der Täter von Halle radikalisiert hat. Warum der Fokus auf die „Gaming-Kultur“ falsch ist und wie das BKA auch ohne entschlüsselte Chats Online-Extremismus überwachen könnte, erzählt er im Interview.

Lesen Sie diesen Artikel: „Wir müssen das als internationalen Terrorismus begreifen“
Fenster Zeitfenster
Öffentlichkeit Uploadfilter gegen Terror

EU-Parlament wehrt sich gegen automatisierte Allheilmittel

Seit gut einem Jahr verhandelt die EU über einen Gesetzentwurf, der mutmaßlich terroristische Propaganda aus dem Internet entfernen soll. Diese Woche starten in Brüssel die Verhandlungen zwischen Kommission, Mitgliedstaaten und Parlament. Knackpunkte werden die von der Kommission vorgeschlagenen Uploadfilter sein – und eine sehr kurze Löschfrist, die zu Öffnungszeiten im Internet führen könnte.

Lesen Sie diesen Artikel: EU-Parlament wehrt sich gegen automatisierte Allheilmittel
Ein Kind sitzt an einem Tisch und nutzt einen Tablet-Computer.
Datenschutz Datenschutz

Neue Empfehlungen für die Privatsphäre von Kindern

Kinder wachsen heute selbstverständlich mit dem Internet auf. Eine Arbeitsgruppe der Internationalen Datenschutzkonferenz hat sich jetzt mit der Privatsphäre von Kindern beschäftigt. Sie fordert Erklärungen in kindgerechter Sprache und macht Empfehlungen für Firmen, Eltern und Schulen. Doch nicht alle werden Kindern weiterhelfen.

Lesen Sie diesen Artikel: Neue Empfehlungen für die Privatsphäre von Kindern
Berliner Fernsehturm
Was vom Tage übrig blieb Was vom Tage übrig blieb

China, Überwachungsdatenbanken und Gesichtserkennung

Um ihr Milliarden-Geschäft nicht zu gefährden, beugen sich westliche Unternehmen Druck aus China, FBI-Beamte greifen illegal auf Überwachungsdatenbanken zu und Kalifornien verbietet biometrische Gesichtserkennung in Polizeikameras. Die besten Reste des Tages.

Lesen Sie diesen Artikel: China, Überwachungsdatenbanken und Gesichtserkennung
Frau sitzt neben einem AMS-Berater
Technologie Österreich

Streit um den AMS-Algorithmus geht in die nächste Runde

In Österreich hält der politische Streit um den Einsatz eines algorithmischen Systems zur Sortierung von Arbeitslosen weiter an. Jetzt haben Forscher*innen das System aus wissenschaftlicher Sicht scharf kritisiert. Der Fall könnte zum Beispiel dafür werden, wie die öffentliche Hand mit der Technologie nicht umgehen sollte.

Lesen Sie diesen Artikel: Streit um den AMS-Algorithmus geht in die nächste Runde
Fernsehturm Berlin
Was vom Tage übrig blieb

Was vom Tage übrig blieb: USA, OECD, TASS und KCNA – hahaha!

Adobe klemmt Kunden in Venezuela ab, die OECD will Ernst machen mit einer Digitalsteuer, Google trainiert seine Gesichtserkennung ungefragt mit Daten von Obdachlosen, und Russland will gemeinsam mit Nordkorea gegen Desinformation und „Fake News“ vorgehen. Die besten Reste des Tages.

Lesen Sie diesen Artikel: Was vom Tage übrig blieb: USA, OECD, TASS und KCNA – hahaha!