WLAN

  • : Große Koalition: Das Ende der WLAN-Störerhaftung hat seinen Preis
    Die Bundesregierung hat kürzlich eine weitere Nachbesserung am WLAN-Gesetz auf den Weg gebracht.
    Große Koalition: Das Ende der WLAN-Störerhaftung hat seinen Preis

    Die Bundesregierung will die Störerhaftung abschaffen – dieses Mal wirklich. Im Gegenzug möchte sie erstmals die Möglichkeit von Netzsperren auf Routern gesetzlich festschreiben. Außerdem enthält das neue WLAN-Gesetz einen Baustein zur Ermöglichung zeitweiliger WLAN-Abschaltungen durch die Polizei.

    20. April 2017 20
  • : Schleswig-Holstein baut freies WLAN aus
    Schleswig-Holstein baut freies WLAN aus

    Laut einer gestern unterzeichneten Absichtserklärung soll es in Schleswig-Holstein bald zu einem WLAN-Boom kommen:

    Alle öffentlichen Gebäude der Landesverwaltung sollen bis Ende kommenden Jahres mit einem kostenfreien und für alle offenen WLAN-Zugang ausgestattet werden. Darüber hinaus kooperiert das Land mit Anbietern von freien WLANs, um eine möglichst große Flächendeckung im ganzen Land zu erreichen. Eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnete Ministerpräsident Torsten Albig heute (20. März) auf der Computermesse Cebit in Hannover mit Reinhard Boll, Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes für Schleswig-Holstein, sowie der Firmengruppe Omnis WLAN aus Kiel.

    21. März 2017
  • : Der Deutsche Bundestag erhält WLAN
    Deutscher Bundestag im Nebel. <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/">CC BY-NC-ND 2.0</a> via flickr/<a href="https://www.flickr.com/photos/mattingham/">Matt Thorpe</a>.
    Der Deutsche Bundestag erhält WLAN

    Der Deutsche Bundestag erhält endlich auch mal WLAN. Vorbei sind die Zeiten, wo Fraktionen und Abgeordnete ihre eigenen WLAN-Hotspots errichten mussten, um zeitgemäß ins Netz zu kommen.

    10. März 2017 11
  • : Die unendliche WLAN-Geschichte geht weiter: Netzsperren statt Abmahnindustrie
    Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/vinut/8484619775/">Vinu Thomas</a> unter <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/">CC BY-NC-ND 2.0</a> via <a href="https://www.flickr.com/" target="_blank">Flickr</a>
    Die unendliche WLAN-Geschichte geht weiter: Netzsperren statt Abmahnindustrie

    Neuer Anlauf für eine Reform der WLAN-Störerhaftung: Wir veröffentlichen einen Gesetzentwurf des Wirtschaftsministeriums, der eigentlich ein für alle Mal gute Bedingungen für die Anbieter freier Internetzugänge schaffen soll. Doch auch wenn das Abmahnrisiko sinken würde, entstünden durch Netzsperren neue Rechtsunsicherheiten.

    28. Februar 2017 11
  • : Running Gag: Bundesregierung will bei der WLAN-Störerhaftung nachbessern [Update]
    Auf echte Rechtssicherheit für freies WLAN wartet Deutschland noch. Foto: CC BY 2.0 Ingo Dachwitz
    Running Gag: Bundesregierung will bei der WLAN-Störerhaftung nachbessern [Update]

    Die Bundesregierung sitzt an einem zweiten Versuch, in dieser Legislaturperiode das Problem der Störerhaftung zu lösen und Rechtssicherheit bei offenen WLANs zu schaffen. Doch der Versuch hängt seit Monaten in der Ressortabstimmung, nach Fortschritt und Erfolg sieht das derzeit nicht aus.

    17. Februar 2017 11
  • : Fast die Hälfte aller Berliner U‑Bahnhöfe haben WLAN
    Sebastian Pertsch hat 67 U-Bahnhöfe mit WLAN in der BVG-Karte eingezeichnet.
    Fast die Hälfte aller Berliner U‑Bahnhöfe haben WLAN

    Das Mobilfunk-Netz ist in Berliner U‑Bahnen und U‑Bahnhöfen eine Katastrophe, zumindest für Kunden der Deutschen Telekom und Vodafone. Telefonica ist in der U‑Bahn besser, dafür über der Erde oft eine Katastrophe.

    Im vergangenen Sommer versprachen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), zumindest bis Ende des (Vor-) Jahres 76 Berliner U‑Bahnhöfe mit WLAN zu versorgen. Jetzt gab man bekannt, bereits 74 entsprechend ausgestattet zu haben. Sebastian Pertsch hat aus den Daten der BVG eine Karte gebastelt, wo er die U‑Bahnhöfe eingezeichnet hat, die offiziell über WLAN verfügen. Bei den übrigen scheint es Accesspoints zu geben, aber nicht überall im Bahnhof.

    Die BVG verspricht, dass bis Ende 2018 alle 173 Berliner U‑Bahnhöfe WLAN haben sollen.

    Das WLAN soll ohne Anmeldung und nur mit Bestätigung von Nutzungsbedingungen funktionieren. Wie in jedem offenen WLAN geben wir gerne die Empfehlung, ein Virtual-Private-Network (VPN) zu nutzen, damit nicht andere mitschneiden können, was man in dem WLAN macht. Ein Gerät soll sich immer für sieben Tage freischalten, bis man wieder die Nutzungsbedingungen akzeptieren muss.

    17. Januar 2017 6
  • : Interview: Wird die WLAN-Störerhaftung doch noch abgeschafft?
    Interview: Wird die WLAN-Störerhaftung doch noch abgeschafft?

    Neuer Impuls für echte Rechtssicherheit beim Betrieb offener WLANs: Die Landesregierung Schleswig-Holsteins wird im Bundesrat eine Gesetzesinitiative für die Abschaffung der WLAN-Störerhaftung starten. Wir haben mit Patrick Breyer gesprochen, dessen Piratenfraktion die Sache angestoßen hat.

    16. Dezember 2016 7
  • : Wirtschaftsministerium will offenbar bei WLAN-Störerhaftung nachbessern [Update]
    <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC BY 2.0</a> via flickr/<a href="https://www.flickr.com/photos/nnova/">Nicolas Nova</a>
    Wirtschaftsministerium will offenbar bei WLAN-Störerhaftung nachbessern [Update]

    Überraschung: In der gestrigen Sitzung [PDF] des Bundestagsausschusses für die Digitale Agenda hat wollte die Bundesregierung über Konsequenzen aus dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) im Fall McFadden berichtet berichten – der Tagesordnungspunkt wurde jedoch vertagt. Wie im Vorfeld bereits die Rheinische Post berichtet hatte, plant das Wirtschaftsministerium demnach offenbar eine Überarbeitung der im Juni beschlossenen Regeln zur WLAN-Störerhaftung.

    Nach jahrelangem Hin und Her konnte im Bundestag ein katastrophaler Gesetzesentwurf des Wirtschaftsministeriums zur Reform der WLAN-Störerhaftung um die ärgsten Punkte entschärft werden. Wie wir und andere damals kritisierten, ließ das Gesetz der Großen Koalition, mit dem eigentlich Rechtssicherheit für den Betrieb offener Netze geschaffen werden sollte, aber eine entscheidende Lücke für kostenpflichtige Abmahnungen offen: den Unterlassungsanspruch der Rechteinhaber gegenüber WLAN-Betreibern im Fall von Rechtsverletzungen, die durch Dritte im zur Verfügung gestellten Netz begangen wurden. Genau auf diesen Aspekt wies auch der EuGH hin – und stellte klar, dass die im Zuge gerichtlicher Unterlassungsanordnungen entstehenden Kosten WLAN-Betreibern aufgehalst werden können. Das erklärte Ziel der Großen Koalition, echte Rechtssicherheit für den Betrieb offener Netze durch den Ausschluss von kostenpflichtigen Abmahnungen zu schaffen, wurde also offenkundig verfehlt: Abmahnkanzleien kündigten an, nun verstärkt mit dem Mittel der gerichtlichen Unterlassungsanordnungen arbeiten zu wollen.

    Offenbar sieht nach dem EuGH-Urteil nun vor allem die SPD Handlungsbedarf. In der Rheinischen Post wurde deren netzpolitischer Sprecher im Bundestag, Lars Klingbeil, mit der Aussage „Abmahnkosten und Verschlüsselungspflichten dürfen nicht entstehen. Alle Hürden für freies WLAN müssen weg“ zitiert.

    Update: Der entsprechende Tagesordnungspunkt des Ausschusses für die Digitale Agenda wurde verschoben. Wir haben den netzpolitischen Sprecher der Grünen Bundestagsfraktion, Konstantin von Notz, der die Bundesregierung direkt nach dem EuGH-Urteil schriftlich nach Konsequenzen gefragt hatte, um ein Statement gebeten:

    Das Vorgehen der Großen Koalition in Sachen Störerhaftung ist und bleibt hochnotpeinlich: Die GroKo hat sechs Jahre gebraucht, um ein Gesetz vorzulegen, das eben keine Rechtssicherheit hergestellt hat. In meiner Rede zur 2./3. Lesung des Gesetzes habe ich die Große Koalition vor der nun eingetretenen Entwicklung gewarnt. Mit Hinweis auf den in der Begründung des Gesetzes aufgenommenen Verweis auf den Generalanwalt des EuGH habe ich sie gefragt, was sie eigentlich macht, wenn das Gericht anders entscheidet? Genau dies ist nun eingetroffen. CDU/CSU haben es eben nicht vermocht, anders als jahrelang versprochen, selbst die dringend notwendige Rechtssicherheit herzustellen. Diese Frage hat man lieber erneut an Gerichte delegiert – und ist damit zweifellos gescheitert. Nun bleibt der Großen Koalition gar nichts anderes übrig, als eine Neuregelung vorzulegen. Obwohl man meine schriftliche Nachfrage hierzu in der letzten Sitzungswoche noch ausweichend beantwortete, kündigte man nun, einen Tag bevor das Thema im Unterausschuss auf unsere Initiative hin aufgerufen werden sollte, eine solche Neuregelung an. Das ist absolut schlechter Stil gegenüber dem Parlament. Wir werden jetzt umso genauer nachhaken und beispielsweise fragen, ob der jüngste Vorstoß bereits koalitionsintern abgestimmt ist. Da haben wir erhebliche Zweifel. Genauso, ob es gelingt, noch rechtzeitig vor Ende der Wahlperiode eine neue Regelung vorzulegen. Das Vorgehen in Sachen Störerhaftung steht leider insgesamt exemplarisch für die netzpolitische Unfähigkeit der Großen Koalition.

    20. Oktober 2016 5
  • : Datenschutz im Zug: Deutsche Bahn will Sicherheitslücke in neuem ICE-WLAN schließen (Update)
    Das neue WLAN gibt Verbindungsdaten der Nutzer preis.
    Das neue WLAN gibt Verbindungsdaten der Nutzer preis. - <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/">CC BY-NC-ND 2.0</a> via flickr/<a href="https://www.flickr.com/photos/diorama_sky/3602187510/">Jeff Stvan</a>
    Datenschutz im Zug: Deutsche Bahn will Sicherheitslücke in neuem ICE-WLAN schließen (Update)

    Durch die unsichere Infrastruktur des neuen ICE-WLANs konnten Nutzerdaten, wie zum Beispiel MAC-Adressen, ausgewertet werden. Die Deutsche Bahn reagiert und will heute noch ein Softwareupdate einspielen, um das Problem zu beheben.

    13. Oktober 2016 9
  • : Präsidentschaftsduell: 200 Dollar für einen kaputten WLAN-Zugang
    Präsidentschaftsduell: 200 Dollar für einen kaputten WLAN-Zugang

    Das Duell der Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton und Donald Trump fand an der privaten Hofstra University statt. Und die ließ sich den Medienrummel fürstlich entlohnen. 200 Dollar mussten Journalisten für einen WLAN-Zugang hinblättern, 325 Dollar kostete ein Platz mit Ethernet-Zugang. Das berichtet Ars Technica.

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    Damit die Journalisten nicht selbst Hotspots mit ihren Smartphones aufbauten, scannte die Universität nach WLANs und drohte an, dass sie Journalisten mit „illegalen Hotspots“ des Platzes verweisen würde. Umgehen konnte man die WLAN-Repression wohl nur mit Bluetooth oder Tethering via USB-Kabel. Zu allem Überfluss streikte dann irgendwann auch noch das 200-Dollar-WLAN, wie eine Reporterin von Wired berichtete.

    Das Vorgehen der Uni könnte übrigens illegal gewesen sein, wie ein Dokument der Federal Communications Commission zeigt.

    27. September 2016 14
  • : EuGH-Urteil zu offenen Netzen: Hintertür für Abmahnindustrie bleibt offen [Updates: Reaktionen]
    Auch zukünftig gibt es für Menschen und Unternehmen, die offene WLANs anbieten, keine Rechtssicherheit. Foto: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" target="_blank">CC-BY-SA</a> <a href="https://www.flickr.com/photos/spieli/10403281474/" target="_blank">Matthias Spielkamp</a>
    EuGH-Urteil zu offenen Netzen: Hintertür für Abmahnindustrie bleibt offen [Updates: Reaktionen]

    Der Europäische Gerichtshof hat seine lang erwartete Entscheidung zu offenen Netzen verkündet. Für WLAN-Anbieter gibt es weiter keine Rechtssicherheit: Sie können zu Passwortsicherung und Identitätsprüfungen verpflichtet werden – und müssten für solche gerichtlichen Anordnungen wohl die Kosten tragen.

    15. September 2016 31
  • : Europäischer Gerichtshof kippt die Störerhaftung – aber auch die Hoffnung auf mehr offene WLANs
    Auf echte Rechtssicherheit für freies WLAN wartet Deutschland noch. Foto: CC BY 2.0 Ingo Dachwitz
    Europäischer Gerichtshof kippt die Störerhaftung – aber auch die Hoffnung auf mehr offene WLANs

    Die Störerhaftung ist gekippt. Das stellte der Europäische Gerichtshof heute in Luxemburg fest. Zu mehr offenen WLANs führt das nicht. Weil der Unterlassungsanspruch und die Abmahnindustrie das verhindern werden.

    15. September 2016 27
  • : Netzpolitischer Vergleich der Wahlprogramme zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 2016
    Welche Parteien in den Landtag im Schweriner Schloss einziehen dürfen, entscheidet sich am 4. September - <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en">CC BY-SA 3.0</a> via wikimedia/<a href="https://netzpolitik.org/2016/netzpolitischer-vergleich-der-wahlprogramme-zur-abgeordnetenhauswahl-berlin-2016/">Kmorozenkow</a>
    Netzpolitischer Vergleich der Wahlprogramme zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 2016

    Am 4. September finden in Mecklenburg-Vorpommern Landtagswahlen statt. Wir haben uns die Wahlprogramme von SPD, CDU, Grünen, Linken und Piraten angeschaut und die wichtigsten netzpolitischen Vorhaben ausgewertet, zusammengefasst und verglichen. Fazit: Die meisten erscheinen nur mäßig ambitioniert.

    23. August 2016 25
  • : Netzpolitischer Vergleich der Wahlprogramme zur Abgeordnetenhauswahl Berlin 2016
    Vorschau auf die Wahlzettel in Berlin. Bild via twitter/<a href="https://twitter.com/pos_chris/status/763040302651338758/photo/1">pos_chris</a>
    Netzpolitischer Vergleich der Wahlprogramme zur Abgeordnetenhauswahl Berlin 2016

    Am 18. September finden in Berlin die Wahlen zum Abgeordnetenhaus statt. Wir haben uns die Wahlprogramme von SPD, CDU, Grünen, Linken, Piraten und der FDP angeschaut und die wichtigsten netzpolitischen Vorhaben ausgewertet, zusammengefasst und verglichen. Der Teufel steckt im Detail.

    10. August 2016 60
  • : FCC-Entscheidung zu TP-Link: Keine Entwarnung beim Router-Lockdown
    Der Router-Hersteller TP-Link musste sich dazu verpflichten, dass seine Produkte bestimmte Funkparameter einhalten. <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/">CC BY-SA 2.0</a>, via flickr/<a href="https://www.flickr.com/photos/binary_koala/16478077641/">Binary Koala</a>
    FCC-Entscheidung zu TP-Link: Keine Entwarnung beim Router-Lockdown

    Nach einer Anordnung der US-Regulierungsbehörde FCC muss der Router-Hersteller TP-Link Änderungen an seiner Hard- und Software vornehmen. Open-Source-Software soll laut den Regulierern zwar installierbar bleiben, in der Praxis droht aber das Aus für alternative Firmware-Projekte.

    2. August 2016 13
  • : Dobrindt verspricht WLAN in allen ICE-Zügen noch 2016
    Ein ICE der Deutschen Bahn (Archivbild).
    Dobrindt verspricht WLAN in allen ICE-Zügen noch 2016

    Laut Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt wird es noch in diesem Jahr kostenlosen WLAN-Zugang in allen ICE-Zügen geben, auch in der 2. Klasse. Das sieht eine Vereinbarung zwischen dem Verkehrsministerium, der Deutschen Bahn und der Bahnindustrie vor, die gestern auf dem „Zukunftsforum Schiene Digital“ unterzeichnet wurde. Zudem werde man auf die Mobilfunknetzbetreiber einwirken, künftig alle ICE-Strecken mit mobilem Breitband zu versorgen. Dazu haben sie sich im Rahmen der Frequenzversteigerung 2015 („Digitale Dividende II“) verpflichtet.

    Wir bleiben gespannt. Unsere Erfahrungen hier in der Redaktion sind bislang eher durchwachsen – selbst kostenpflichtige WLAN-Zugänge leiden regelmäßig unter Ausfällen und schlechter Performance, mobile Zugänge unter Funklöchern und Überlastung. Für Erheiterung sorgte jedenfalls das Bullshit-Bingo von Dobrindt bei der Vorstellung:

    Wir schmieden ein Zukunftsbündnis für die digitale Mobilitätsrevolution auf der Schiene. Die Bahn kann so das Verkehrsmittel des digitalen Zeitalters werden – neben Arbeitsplatz und Wohnung, ein zusätzlicher Ort zum Arbeiten und zur Kommunikation.

    23. Juni 2016 6
  • : Bundesrat stimmt Reform der Störerhaftung zu – Rechtslücke bleibt
    Auf echte Rechtssicherheit für freies WLAN wartet Deutschland noch. Foto: CC BY 2.0 Ingo Dachwitz
    Bundesrat stimmt Reform der Störerhaftung zu – Rechtslücke bleibt

    Der Bundesrat hat dem Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Abschaffung der Störerhaftung zugestimmt. Ein Antrag auf Klärung der Rechtsuntersicherheiten wurde abgelehnt. Die von Zivilgesellschaft und Experten kritisierten rechtlichen Lücken bleiben bestehen.

    17. Juni 2016 4
  • : Aufbau öffentlicher WLAN-Netze – Berliner Erfahrungen und Perspektiven
    CC-BY-SA <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Boris_Niehaus">JUST</a>
    Aufbau öffentlicher WLAN-Netze – Berliner Erfahrungen und Perspektiven

    Berlin hat von der Senatskanzlei hundert öffentliche WLAN-Hotspots organisiert bekommen. Das ist aber zu wenig, findet der ehemalige Direktor der Landesmedienanstalt Berlin-Brandenburg und fordert mehr Engagement und politische Priorität für digitale Infrastrukturen.

    10. Juni 2016 1
  • : WLAN-Hotspots: Verbraucherschützer verklagen Unitymedia
    Symbolbild WLAN-Situation in Deutschland. <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/">CC BY-NC-ND 2.0</a>, via flickr/<a href="https://www.flickr.com/photos/elfike/4253861247/">Elfike</a>
    WLAN-Hotspots: Verbraucherschützer verklagen Unitymedia

    Die Verbraucherzentrale NRW hat heute eine Klage gegen den Kabelnetzbetreiber Unitymedia angekündigt, der auf den Modems seiner Kunden automatisch WLAN-Hotspots aktivieren will. Zwar hat das Unternehmen auf eine Abmahnung der Verbraucherschützer reagiert und einige der kritisierten Punkte fallengelassen, etwa die vorgesehene Verpflichtung für Kunden, ihren Router ständig laufen lassen zu müssen. Allerdings sieht Unitymedia weiterhin vor, dass sich Kunden von sich aus beim Betreiber melden müssen, um den zusätzlichen und auch für andere nutzbaren Hotspot wieder auszuschalten.

    „Nach unserer Auffassung wird das bestehende Vertragsverhältnis mit Unitymedia dadurch unzulässig erweitert, weil der Router des Kunden automatisch in einen Hotspot umfunktioniert wird, wenn dieser nicht widerspricht“, begründete Wolfgang Schuldzinski, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW, den Gang vor Gericht: „Es geht nicht an, dass Unitymedia seinen Kunden vorschreibt, dass sie der Aktivierung des zusätzlichen WLAN-Signals widersprechen müssen. Vielmehr muss der Kunde selbst entscheiden dürfen, ob über seinen jeweiligen Router im Haus ein Hotspot geschaltet wird oder nicht.“

    Unitymedia-CTO Dieter Vorbeck erklärte vor einigen Wochen der c’t gegenüber, sich deshalb für ein Opt-out-Verfahren entschieden zu haben, um einem „Henne-Ei-Phänomen“ aus dem Weg zu gehen: „Um eine Community erfolgreich aufzubauen, muss sie von Beginn an die Vorteile für sich sehen und spüren. Mit einem Opt-in-System wird das kaum funktionieren, weil hier der einzelne Nutzer zu Beginn feststellt, dass noch gar nichts da ist, wofür sich seine Teilnahme an der Community lohnt.“

    9. Juni 2016 10
  • : Kommentar zur Störerhaftung: Rechtssicherheit sieht anders aus
    Kommentar zur Störerhaftung: Rechtssicherheit sieht anders aus

    Mehr war wohl einfach nicht drin: Die Reform des Telemediengesetzes ist ein Fortschritt, aber Rechtsunsicherheiten für Hotspot-Anbieter bleiben. Das Hin und Her um die WLAN-Störerhaftung ist symptomatisch für den Zustand der Digitalen Agenda der Großen Koalition.

    2. Juni 2016 12