Verbraucherschutz
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: Geheimakte AGB
: Geheimakte AGB Die Sendung Breitband auf Deutschlandradio Kultur hat am Samstag u.a. über „Geheimakte AGB – Wie „Allgemeine Geschäftsbedingungen“ das Netz formen“ berichtet:
Ein neuer Dienst “Terms of Service; Didn’t Read” soll Licht ins Dunkel bringen, ähnlich wie Lost in Small Print. Patrick Wellinski stellt ToS’DR vor. Die Macher der Verbraucherschutzinitiative analysieren die AGB diverser Internetseiten und bewerten sie mit übersichtlichen Noten von A bis E hinsichtlich ihrer Nutzerfreundlichkeit: Geht das Unternehmen fair mit den User-Daten um? Muss man seinen Klarnamen verwenden? Bleibt der Inhalt im Besitz seines Schöpfers? Über die Macht, die AGBs jetzt schon über das Netz haben, sprechen wir mit den Kollegen John Weitzmann, unserem Experten für die juristischen Fragen, und Falk Lüke, der sich mit Verbraucherschutz und gesellschaftlichem Überbau der AGBs befasst.
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: Sommerloch-Potential: Debatte um Meldegesetz geht weiter
: Sommerloch-Potential: Debatte um Meldegesetz geht weiter Das Meldegesetz, beschlossen während des Halbfinalspiels zwischen Deutschland und Italien hat ausreichend Potential, das Sommerloch des hiesigen Jahres zu bespielen. Hier ist ein kleines Update zu unseren vergangenen Artikeln.
In der Mediathek des Deutschen Bundestages finden sich 57 Sekunden Beschlussfassung zur Reform des Meldegesetzes. Da bundestag.de gerade down ist, gibt es das Video auch bei Youtube zu sehen:
Campact und Foebud haben zusammen einen Appell an den Bundesrat online gebracht, der heute bereits 65.000 Unterstützer gefunden hat. Dort kann man das unterschreiben:
An die Ministerpräsident/innen der Bundesländer
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: Verbraucherzentralen klagen erfolgreich gegen Facebook
: Verbraucherzentralen klagen erfolgreich gegen Facebook Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat gegen Facebook vor dem Landgericht Berlin geklagt und heute Recht bekommen. Konkret ging es um den Freundefinder und die Geschäftsbedingungen. Beim Freundefinder sei nicht offensichtlich, dass bei der Einwilligung einer Nutzung gleich das gesamte Adressbuch zu Facebook nach Hause telefoniert wird. Außerdem gab das Gericht dem VZBV Recht, dass sich Facebook nicht „in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen ein umfassendes weltweites und kostenloses Nutzungsrecht an Inhalten einräumen lassen“ dürfe, die Facebook-Mitglieder in ihr Profil einstellen. Vielmehr blieben die Mitglieder Urheber ihrer selbst komponierten Musiktitel oder eigenen Bilder. Facebook dürfe diese Werke nur nach Zustimmung der Nutzer verwenden.
Interessant ist vor allem folgender Teil:
Rechtswidrig ist nach Auffassung der Richter ferner die Einwilligungserklärung, mit der die Nutzer der Datenverarbeitung zu Werbezwecken zustimmen. Zudem muss Facebook sicherstellen, dass es über Änderungen der Nutzungsbedingungen und Datenschutzbestimmungen rechtzeitig informiert.
Das heißt eigentlich: Jede erfolgende Datenverarbeitung zu Werbezwecken in Facebook ist illegal und damit strafbar. Genauere Analysen über die Auswirkungen sind erst möglich, sobald das Urteil auch veröffentlicht wurde.
Das Urteil mit dem Aktenzeichen LG Berlin vom 06.03.2012, Az. 16 O 551/10, ist noch nicht rechtskräftig, Facebook hat bereits eine Berufung angekündigt.
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: Verbraucherzentrale Bundesverband mahnt Google ab
: Verbraucherzentrale Bundesverband mahnt Google ab Google hat zum 1. März seine Nutzungs- und Datenschutzbestimmungen konsolidiert und zu einer gemeinsamen zusammen gefügt. Darin sind zahlreiche Formulierungen enthalten, die aus Verbrauchersicht unterschiedlich interpretiert werden können. Daraufhin hat der Bundesverband Verbraucherzentrale nun eine Abmahnung an Google geschickt. Das Unternehmen hat bis zum 23. März Zeit für eine Stellungnahme. Wir sind gespannt.
Die neue Datenschutzerklärung des Internetkonzerns fasst mehr als 60 verschiedene Richtlinien zusammen. Auf den ersten Blick ist der neue Text übersichtlicher und verständlicher formuliert. Allerdings ist er gespickt von Begriffen wie „möglicherweise“, „gegebenenfalls“ oder „unter Umständen“. So erfasst Google „möglicherweise gerätespezifische Informationen und Standortdaten“, „unter Umständen werden die personenbezogenen Daten aus den verschiedenen Google-Diensten miteinander verknüpft“. Dem Verbraucher ist es damit nicht möglich, zu erfahren, wozu er seine Zustimmung genau erteilen soll. Zudem werden personenbezogene Daten erfasst, ausgewertet und weiterverarbeitet, ohne dass der Nutzer aktiv einwilligen muss. Nach Auffassung des vzbv fehlt damit eine rechtskonforme Datenschutzerklärung, die es Verbrauchern ermöglicht, die Kontrolle über ihre Daten zu behalten.
Bevor jetzt Kommentare kommen in Richtung „Aber Abmahnungen sind generell verpönt“: In diesem Fall finde ich die Abmahnung klar gerechtfertigt, weil sie dazu beitragen kann, Rechtsklarheit für Verbraucher zu schaffen. Und dafür sind die Verbraucherzentralen da.
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: Facebook – Milliardengeschäft Freundschaft
: Facebook – Milliardengeschäft Freundschaft In der ARD lief gestern die groß angekündigte 45 Minuten lange Dokumentation „Facebook – Milliardengeschäft Freundschaft“. Ich bin nach rund 20 Minuten Facebook-Werbeclip eingeschlafen, was aber eher mit der späten Sendezeit zu tun hatte. Der letzte Teil soll etwas kritischer sein. Auf jeden Fall gibt es den Clip auf Youtube (Kleine Ironie der Geschichte):
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: #28c3: Datenvieh oder Daten-Fee – Welchen Wert haben Trackingdaten?
: #28c3: Datenvieh oder Daten-Fee – Welchen Wert haben Trackingdaten? Rene Meissner erklärte am dritten Tag, wer an den Nutzungs- und Nutzerdaten im Web verdient, wie das gemacht wird und was uns in der Zukunft auf diesem Gebiet noch erwarten könnte. Extrem spannend und relevant.
Lohnend ist vor allem auch die Fragerunde am Ende. U.a. wird hier kurz angerissen, wie man mit Cookies-Tausch die Datensammler verwirren könnte.
Das Video gibt’s hier: http://www.youtube.com/watch?v=Sa71DG0zayE
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: VZ-NRW: Irreführende Werbung für Flatrate-Angebote unzulässig
: VZ-NRW: Irreführende Werbung für Flatrate-Angebote unzulässig Endlich kümmert sich mal jemand um die irreführenden Werbebotschaften von Mobilfunkanbietern, die Flatrates suggerieren, aber nach einem bestimmten Volumen einfach mal auf GPRS-Geschwindigkeit mit ISDN-Feeling runterbremsen. Die Verbraucherzentrale NRW hat einstweilige Verfügungen gegen diverse Mobilfunkanbieter wegen irreführender Werbung erwirkt: Internet fürs Handy: Irreführende Werbung für Flatrate-Angebote unzulässig.
„Internet-Flat mit bis zu 7.200 kBit/s unbegrenzt surfen solange Sie wollen“, warb etwa die Firma 1&1 (gmx.de, web.de), die Telekom (t‑mobile.de) kreierte den Slogan: „Flatrate zum Highspeed-Surfen und E‑Mailen (mit max. 7,2 Mbit/s)“ und auch Vodafone versprach für die „SuperFlat Internet Mobil“: „Surfen Sie unbegrenzt im Internet“. Doch den Unterschied zwischen Werbung und Wirklichkeit zeigte – wieder mal – der Blick in die Tarifdetails oder ins Kleingedruckte. Dort behielten sich die vollmundigen Firmen vor, die Übertragungsgeschwindigkeit nach Nutzung eines Datenvolumens von 500 (1&1) bzw. 300 Megabyte im Monat (entspricht grob gerechnet Internetvideos in Spielfilmlänge) auf GPRS-Niveau (maximal 64 Kilobit pro Sekunde im Download) zu drosseln: ein dreister Leistungsschwund von 99,1 Prozent. Das bedeutet: Wo vorher auf dem Handy-Display ein Video ruckelfrei lief, brauchte es nach der Drosselung allein für das Öffnen einer Internetseite mehr als eine halbe Minute. Dieses Schnecken-Internet mussten Nutzer des Tarifs „Data-Flat“ beim Anbieter NetCologne („Ohne Limit Surfen und Mailen“) sogar bereits nach einem Datenverkehr von 200 Megabyte erdulden.
Diese sind wohl noch nicht rechtskräftig, aber laut Pressemitteilung untersagten Richter die monierte Flatrate-Werbung im Internet. Die Verbraucherzentrale NRW lässt momentan vor Gericht klären, ob Tarifbezeichnungen wie „UMTS-Flat“ und die „Flat Komplett 3G“ ebenfalls „dauerhaftes High-Speed-Internet“ suggerieren und dies „als irreführend zu bewerten ist“, wenn nach z.B. 200 MB auf GPRS umgeschaltet wird.
Dabei wünsche ich der Verbraucherzentrale viel Erfolg!
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: Heute: Diskussionveranstaltung “Verbrauchermacht im Netz”
: Heute: Diskussionveranstaltung “Verbrauchermacht im Netz” Falls jemand nachher noch nichts vor hat: Die Grünen veranstalten ab 19:00 Uhr einen Diskussionabend zum Thema Verbraucherschutz und Internetmobilisierung.
Und zwar im „Grünen Salon in der Volksbühne“. Dit is in Berlin. Falls euch Berlin zu weit ist, oder ihr lieber vom heimischen Sofa mittwittern wollt (Hastag #vn11), soll es auch einen Livestream geben. Brezel und Getränke müsstest ihr dann aber selber besorgen.
Das Programm, fix zusammengefasst:
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: Studie: Verbraucherschutz im Urheberrecht
: Studie: Verbraucherschutz im Urheberrecht Till Kreutzer von iRights.info hat für den Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) ein umfangreiches Gutachten zu verbraucherrechtlichen Aspekten und notwendigen Reformschritten im Urheberrecht geschrieben. Das gibt es als PDF zum herunterladen. Ebenfalls auf iRights.info steht ein Interview mit Till Kreutzer, wo er nochmal die wichtigsten Punkte und Forderungen des 116 Seiten langen Gutachtens vorstellt.
Frage: Heute wird die von dir für den Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) erstellte Studie “Verbraucherschutz im Urheberrecht” der Öffentlichkeit vorgestellt. Wir sind gespannt, was steht also drin?
In der Studie werden die aus Sicht des Verbraucherschutzes drängensten Fragen untersucht. Die Studie besteht aus zwei Teilen. Teil 1 enthält eine Analyse ausgewählter Aspekte im Spannungsfeld zwischen Verbraucherschutz und Urheberrecht (z.B. zur Kopiervergütung, Kulturflatrate, User-Generated-Content usw.). In Teil 2 werden konkrete Lösungsvorschläge unterbreitet, wie Defizite durch nationale oder EU-rechtliche Neuregelungen behoben werden können.
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: Sony und Co: Verstöße gegen Datensicherheit und Datenschutz müssen weh tun!
: Sony und Co: Verstöße gegen Datensicherheit und Datenschutz müssen weh tun! Wir haben mal als „Digitale Gesellschaft“ einen kurzen Forderungskatalog zu den aktuellen Datenlecks von Sony & Co aufgestellt, was aus Nutzersicht getan werden muss, um Datenschutz und Datensicherheit zu verbessern: Sony und Co: Verstöße gegen Datensicherheit und Datenschutz müssen weh tun!
Hier ist die Kurzfassung, hinter dem Link die Langfassung:
Vier Forderungen, die perspektivisch vielleicht etwas mehr Datensicherheit bringen könnten:
1. Beweisumkehr bei Datenschutz-GAU
2. Sammelklagen für Verbraucher und Verbraucherverbände ermöglichen
3. Datendiebstahlsanzeige verschärfen
4. Datenbenachrichtigung einführen („Kleiner Datenbrief“) -
: EU & Privacy: Setz Dich, mach’s Dir gemütlich, nimm Dir ’n Keks
: EU & Privacy: Setz Dich, mach’s Dir gemütlich, nimm Dir ’n Keks Guter Kommentar in der ct’ zum Thema E_Privacy-Richtlinie und Cookies: EU & Privacy: Setz Dich, mach’s Dir gemütlich, nimm Dir ’n Keks.
Eigentlich wären also die Browserhersteller und der Flashanbieter Adobe gefragt: Sie müssten endlich sinnvolle Verwaltungsoptionen für Cookies einführen. Das gesamte heutige Modell gehört auf den Prüfstand. Die Werbewirtschaft könnte an dieser Stelle einen Beitrag leisten, in dem sie genau dies klar macht, nicht das Problem verneint und Augenwischerei betreibt. Die Nutzer haben faktisch keine funktionierende Kontrollmöglichkeit. Aber daran hat sie offensichtlich kein Interesse: Sie schürt Angst vor einem unbenutzbaren und nicht mehr finanzierbaren Internet, macht es sich gemütlich und setzt den Nutzern lieber noch ein paar Kekse auf ihren Rechnern.
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: ZAPP: Facebook – Umgang mit Daten
: ZAPP: Facebook – Umgang mit Daten Die Sendung ZAPP auf NDR hat gestern über Facebook und den „Umgang mit Daten“ berichtet. Das gibts bei Youtube zu sehen:
Na, heute schon gepostet? Erstaunlich, wie viele Menschen ständig das Bedürfnis haben, banalste Erlebnisse, intimste Vorlieben oder peinliche Fotos durch das Internet an Gott und die Welt zu schicken. Nicht bei Facebook zu sein, gilt langsam schon als Makel. Und seit man sich auf dieser Internetseite verabredet, um arabische Regime zu stürzen, gilt Facebook sogar als eine Art Garant für Meinungsfreiheit. Wenn es allerdings um das eigene Unternehmen geht, dann hat man Opposition nicht so gerne. Kritiker werden massiv bekämpft. Und während Facebook vom unglaublichen Mitteilungsbedürfnis seiner Nutzer lebt, zeigt sich das Unternehmen selbst äußerst verschlossen.
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: Easycash – Eine Art Big Brother des Einzelhandels?
: Easycash – Eine Art Big Brother des Einzelhandels? Heute schon mit EC-Karte bezahlt? Nach dem lesen dieses Artikels bei NDR.de wird man sich zukünftig öfters überlegen, keine Datenspuren beim bezahlen im Supermaerkt oder woanders zu hinterlassen, sondern lieber mit Bargeld zu bezahlen: Der Big Brother von Hamburg-Lokstedt. NDR.de hat Easycash Loyalty Solutions hinterher recherchiert, einer Tochterfirma des EC-Netzbetreibers easycash, der wiederum für bis zu 14 Millionen Verbrauchern in Deutschland als EC-Karten-Dienstleister fungiert. Easycash Loyalty Solutions arbeitet nach Angaben des NDR wie eine „Art Big Brother des Einzelhandels“.
Doch neue Recherchen haben ergeben, dass easycash und seine Hamburger Tochter noch viel weiter gehen. Die beiden Unternehmen führen nämlich ihre Daten zusammen. Easycash liefert die über Jahre gesammelten Informationen zum Einsatz von EC-Karten, also die Nummern von bis zu 50 Millionen Karten und Konten, Betrag, Datum und Ort der Zahlung. Und Easycash Loyalty Solutions hat durch seine Kundenkarten Name, Anschrift, Beruf und Geburtsdaten von 14 Millionen Verbrauchern. In diesem großen Datenpool wird nun nach identischen Kontonummern gesucht – ein Volltreffer ist, wenn eine Bankverbindung, die auf einem Kundenkartenantrag gespeichert wurde, zu einer EC-Karte passt, die bei einem der 92.000 Vertragsunternehmen von easycash eingesetzt wurde. Nun kennt das Unternehmen den bislang namenlosen und zuvor nur über seine Kontonummer zu identifizierenden EC-Karteninhaber auch mit Namen. Und mehr: Es weiß, wo er wohnt, wie alt er ist und welchen Beruf er hat. Marketingexperten bekommen glänzende Augen – denn diese Daten werten die Hamburger ECLS aus.
Im Moment besteht aber etwas Unklarheit, ob die recherchierten Informationen des NDR auch so richtig sind oder lediglich auf der Präsentation eines möglichen Geschäftsmodells beruhen, was aber aus Datenschutzgründen niemals umgesetzt wurde. Demnach würden keine personenbezogenen Profile übermittelt, sondern lediglich adressbezogene. Darüber berichtet Spiegel-Online: EC-Karten-Firma soll Millionen Kundendaten angeboten haben.
Die Rede ist laut NDR Info auch von der „Beobachtung eindeutiger Kontoverbindungen pro Straße“ – die Formulierung deutet darauf hin, dass hier nicht personen- oder kartenbezogen, sondern adressdatenbezogen ausgewertet wird. Das wäre etwas anderes als die Erstellung von Kundenprofilen, die Namen, Adresse und Bankverbindung enthalten. Aber auch diese Art von Auswertung der Zahlungsverkehrsdaten dürfte gegen Datenschutzgesetze verstoßen – die Verknüpfung mehrerer Datenquellen ohne Zustimmung der Kunden ist kaum zulässig, vor allem weil durch die Kundenkartendaten die Transaktionsdaten eindeutig personenbezogen werden.
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: Textprovider: Fingierte Kundenbeurteilungen galore
: Textprovider: Fingierte Kundenbeurteilungen galore Während Helmut Hoffer von Ankershoffen für die zwei Eigenbewertungen des WeTab übertrieben gebasht wird, hat die Telekom Einkaufswelt die Agentur Textprovider damit beauftragt ihren Shop mit Nutzerkommentaren zu füllen. Ich habe mir Textprovider mal etwas genauer angeschaut.
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: Google Street View: Verpixelung leicht gemacht
: Google Street View: Verpixelung leicht gemacht Ich frage mich ja schon seit dem Frühstück, ob ich noch einmal auf das Widerspruchsformular von Google Street View hinweisen soll. Ihr wisst schon, das, mit dem man sein Haus verpixeln lassen kann.
Es ist ja nicht so, dass wir das Thema in den letzten Tagen und Wochen nicht ausführlich diskutiert hätten. Eigentlich sollte die Möglichkeit also bekannt sein. Andererseits, die entsprechende Webseite ist halt erst heute online gegangen. Mehr oder weniger zumindest. Derzeit scheint es nämlich noch technische Schwierigkeit zu geben.
Sei’s drum, hier ist der Link. Tut, was ihr für richtig haltet. Bei Heise Online und Spiegel Online gibt es weitere Informationen zum Prozedere. Wer seine Verpixelung lieber ganz klassisch per Briefpost beantragen will, findet beim Bundesministerium für Verbraucherschutz passende Musterbriefe. Und diesen von Frau von Aichberger illustrierten Tipp von Bov verlinke ich besser gar nicht erst, nachher bekomme ich noch Ärger mit dem LKA.
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: VZBV zu DE-Mail: Nachteile für Verbraucher überwiegen deutlich
: VZBV zu DE-Mail: Nachteile für Verbraucher überwiegen deutlich Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat sich den DE-Mail-Gesetzentwurf angeschaut und diesen aus Sicht der Verbraucherrechte kommentiert. Das Fazit sieht nicht gut für De-Mail aus, die Nachteile für die Verbraucher „überwiegen deutlich“.
Zusammenfassung der Forderungen / Empfehlungen
* Die Vorschriften im De-Mail-Gesetz müssen technikneutral formuliert sein.
* Eine Sicherheit, ein Datenschutz und eine Vertrauenswürdigkeit einer rechtverbindlichen elektronischen Kommunikation mittels De-Mail kann nur durch eine gesetzlich verbindliche Ende-zu-Ende-Verschlüsselung erreicht werden. -
: EFF-Animation über EULAs
: EFF-Animation über EULAs Die Electronic Frontier Foundation (EFF) feiert 20-jähriges Bestehen und hat dazu eine neue Animation veröffentlicht, die die Absurdität von Software-EULAs und Lizenzbedingungen von Online-Services aufzeigt:
July 10, 2010, marks EFF’s 20th anniversary! To thank you for your support over these two decades, please enjoy this new animation created especially for us by celebrated cartoonist and free culture activist Nina Paley. This short cartoon highlights some of the reasons why EFF is here.
Die Animation nach dem Klick:
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: Schufa: Fehler über Fehler
: Schufa: Fehler über Fehler Die Stiftung Warentest hat für ihre Zeitschrift Finanztest Auskunfteien wie die Schufa untersucht. Ziel des Tests war, herauszufinden, ob die „sechs großen deutschen Auskunfteien accumio, Bürgel, Creditreform, Deltavista, Infoscore und die Schufa verantwortungsbewusst mit den Daten umgehen und ob die Daten aktuell, korrekt und vollständig sind.“ Dabei kommt heraus: Fehler über Fehler. Das sieht nicht gut aus:
Der Test bestätigt vorhandene Bedenken: Die Auskunfteien speicherten unvollständige und falsche Daten und arbeiteten nach undurchsichtigen Regeln. Nur 11 von 89 Testpersonen bekamen von der Schufa eine vollständig korrekte Auskunft. Bei allen anderen Testern gab es in der Auskunft den einen oder anderen Mangel. Am häufigsten fehlten Daten: Girokonten, Kreditkarten, Handyverträge oder laufende Kredite. Manchmal waren auch noch Kreditkarten gespeichert, die der Kunde längst gekündigt hatte. Ob die Lücken durch schlechtes Meldeverhalten der Schufa-Vertragspartner entstehen oder ob die Banken der Tester keine Vertragspartner der Schufa sind und keine Daten liefern, konnte der Test nicht prüfen
Wer sich fragt, warum das fehlen von Daten schlecht sein könnte:
Finanztest zweifelt stark daran, wie hilfreich Informationen zur Kreditwürdigkeit sind, die aus falschen, unvollständigen und veralteten Daten entstehen.
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: Monitor: Im Visier von Facebook
: Monitor: Im Visier von Facebook Die ARD-Sendung Monitor at festgestellt, dass bei Facebook unverschlüsselt Passwörter übertragen werden: Im Visier von Facebook: Das Ende der Privatheit. Was offensichtlich ist, wenn man Facebook über https aufruft und dann schnell bei http landet. Aber thematisiert wird auch eine andere Sache, die vielen auf die Nerven geht: Viele geben einfach ihr ganzes Adressbuch für Facebook frei und dann landen auch persönliche Mailadressen in der Facebook-Datenbank, auf die man keine Lust hat.
Das Video steht schon auf Youtube:
Pressemitteilung von Monitor: Facebook versendet unverschlüsselte Passwörter.
Das weltweit größte soziale Internet-Netzwerk „Facebook“ überträgt Passwörter zum Teil unverschlüsselt im Internet. Das berichtet das ARD-Magazin MONITOR in seiner heutigen Sendung (Das Erste, 20.5.2010, 22.00 Uhr). Dabei geht es um Passwörter, die Nutzer eingeben müssen, wenn sie von Facebook aus auf ihren E‑Mail-Account zugreifen wollen.
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: Das Facebook-Privatsphären-Einmaleins
: Das Facebook-Privatsphären-Einmaleins Ich habe mir ja echt viel Mühe gegeben, aber gleichzeitig ist da immer noch das diffuse Gefühl, dass ich nicht alle Datenschutzeinstellungen bei Facebook verstanden habe. Die Grünen haben ein „Facebook-Privatsphären-Einmaleins“ als 12-Minuten langes Video online gestellt. *
Recht ausführlich und mit vielen Links nach draußen erklärt Christian Stöcker auf Spiegel-Online den aktuellen Stand der Debatte: „Datenschutz bei Facebook – Wie die Privatsphäre erodiert“.
Man kann sich aber auch diese Infografik der New York Times anschauen, wo die Datenschutzeinstellungen visuell erklärt werden: Facebook Privacy: A Bewildering Tangle of Options. Was auch nicht ganz einfach ist bei 170 verschiedenen Optionen. Die Datenschutzerklärung hat übrigens 5830 Wörter und ist damit länger als die Verfassung der USA.
Auch schön ist die „Interaktive Graphik – Evolution of Privacy“, mit der man sich durch die Entwicklung der Privacy Settings von 2005–2010 zoomen kann.
* Disclaimer: Die Plattform datenschutz-ist-burgerrecht.de wurde vor zwei Jahren von newthinking gebaut.
Update: Jetzt startet auch MoveOn.org eine Kampagne gegen Facebook. Auf der Aktionsseite gibt es u.a. diese nette Grafik:
Update: Danah Boyd hat auch einen guten Kommentar zu Facebook: Facebook and “radical transparency” (a rant).
Zuckerberg and gang may think that they know what’s best for society, for individuals, but I violently disagree. I think that they know what’s best for the privileged class. And I’m terrified of the consequences that these moves are having for those who don’t live in a lap of luxury. I say this as someone who is privileged, someone who has profited at every turn by being visible. But also as someone who has seen the costs and pushed through the consequences with a lot of help and support. Being publicly visible isn’t always easy, it’s not always fun. And I don’t think that anyone should go through what I’ve gone through without making a choice to do it. So I’m angry. Very angry. Angry that some people aren’t being given that choice, angry that they don’t know what’s going on, angry that it’s become OK in my industry to expose people. I think that it’s high time that we take into consideration those whose lives aren’t nearly as privileged as ours, those who aren’t choosing to take the risks that we take, those who can’t afford to. This isn’t about liberals vs. libertarians; it’s about monkeys vs. robots.
