Datenschutz

#28c3: Datenvieh oder Daten-Fee – Welchen Wert haben Trackingdaten?

Rene Meissner erklärte am dritten Tag, wer an den Nutzungs- und Nutzerdaten im Web verdient, wie das gemacht wird und was uns in der Zukunft auf diesem Gebiet noch erwarten könnte. Extrem spannend und relevant.

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Lohnend ist vor allem auch die Fragerunde am Ende. U.a. wird hier kurz angerissen, wie man mit Cookies-Tausch die Datensammler verwirren könnte.

Das Video gibt’s hier: http://www.youtube.com/watch?v=Sa71DG0zayE

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5 Kommentare
  1. Sehr guter Vortrag und interessante Diskussion!

    Andererseits kam auch heraus, dass derzeit offenbar niemand große Profile für böse Zwecke auf dem Markt handelt (ich meine mich auch erinnern zu können, dass in den USA der Staat seinen Behörden verboten hat, Profile von Privaten zu kaufen).

    Mich hat der Vortrag aber auch in der Auffassung bestärkt, dass wir uns darauf beschränken können, das Böse an der Quelle zu bekämpfen. Also zum Beispiel, dass bei qualifiziertem Verdacht dann mal jemand mit Sachverstand eine Woche sich bei Facebook einbuddelt und nachsieht, was die tatsächlich machen, statt ohne Sachverstand wilde Verschwörungstheorien wie in Kiel auszuposaunen, die von einem grünen Fundi ersponnen werden, um gegen den US-Kapitalismus zu kämpfen und als Trittbrettfahren den Datenschutz hijackt, für den Datenschutz aber weniger erreicht als österreichische Studenten.

    Mich irritiert auch die Weltfremdheit, dass manche fordern, 800 Millionen Facebook-Nutzer sollen irgendwelche Manipulationen an ihren Browsern vornehmen und das Firefoxheilslehren predigen, die an Menschen mit einem iPhone, Safari und dem Browser in Twitter vorbeigehen. Diese hardwarezentrierte Denke ist extrem lückenhaft und damit unbrauchbar.

    Ich denke, wir sollten global das Rechtssystem schärfen und harte Maßnahmen bei Rechtsbruch an der Quelle vornehmen: Monatelange Durchsuchungen, Hardwarebeschlagnahmen, Betriebsverbote, usw.. Das ist wesentlich einfach, billiger, zielführender. Beim Straßenverkehr erzwingen wir auch nicht den Rechtsverkehr durch ein technisches System sondern nur im Rechtssystem.

    Als wir sollten kucken, dass wir uns global einigen, was wir nicht wollen, dass dann an der Quelle durchsetzen und gut ist.

    Die Verschwörungstheorien, was alles passieren könnte, aber nirgendwo passiert sind so nützlich wie das Verbot des Besitzes von Küchenmessern mit 15 cm Klinge, weil man damit theoretisch töten könnte, und alle Messerbesitzer als Mörder beschimpft.

  2. Ich hatte jetzt ein riesiges Aha-Erlebnis. Ich stelle öfter Artikel in FSDaily ein. Es war mir immer total unverständlich, wie da das Ranking abläuft. In letzter Zeit hat die Seite kaum noch Nutzer und ich war da im Ranking schon sehr hoch. Jetzt habe ich aber mal einen sehr wirtschaftsfeindlichen Artikel eingestellt.
    http://www.fsdaily.com/Philosophy/American_Corporate_Software_Can_No_Longer_Be_Trusted_For_Anything

    Vor drei Tagen war ich noch in der Top-Ten, jetzt noch nichtmal mehr in den oberen Einhundert! Von Rang 7 auf Rang 104 in weniger als drei Tagen! Na, wenn das nichts ist. ;-)

  3. Schon krass wenn man hört dass die im Vortrag dauernd zitierte nugg.ad AG ein 100%ige Tochter der Deutsche Post DHL ist! Wenn die dann ihre Tracking-Daten noch mit den von den Briefträgern gesammeklten Direkt-Marketing-Daten kombinieren – dann hat man da doch auch ohne Verschwörungstheorien keinen Bock drauf!

  4. Diesen Vortrag fand ich persönlich sehr zäh und schwer zu folgen, da der Vortragende viel zu viele ähh in den Sätzen hatte und teils etwas planlos wirkte, obwohl er von der Materie was zu verstehen schien.

    Ansonsten natürlich ein interessantes Thema.

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