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: Der internationale Jahresrückblick auf 2011
: Der internationale Jahresrückblick auf 2011 Nach meinem nationalen Jahresrückblick auf 2011 für den DRadioWissen Netzkommentar in der vergangenen Woche habe ich diese Woche einen internationalen Jahresrückblick geschrieben und eingesprochen. Zu hören ist der bei DRadioWissen und hier kann man den Text lesen. Wie immer gilt: Natürlich ist mehr passiert, aber es gab eine Sendezeitbegrenzung.
Der internationale Jahresrückblick auf 2011
Das Jahr beginnt mit guten Nachrichten aus Tunesien. Innerhalb von drei Wochen wird das Regime weggefegt und über soziale Medien verbreiten sich die ganze Zeit über Fotos und Videos vom Revolutionsgeschehen. Der Einfluß des Internets auf die Ereignisse wird diskutiert, im Laufe des Jahres ist zumindest im Rückblick sicher, dass es auch eine Rolle spielte. Aber die soziale Situation und wirtschaftliche Unzufriedenheit der Menschen wahrscheinlich einflußreicher waren. Der Funke springt rüber nach Ägypten. Dort wird der Tahirplatz zum Ort der Wechselstimmung und des Protests. Wissenschaftler gehen mittlerweile davon aus, dass die hohe Nutzung von sozialen Medien und Handies in diesem Jahr dazu führten, dass die Proteste bereits in einem Frühstadium groß genug waren, um nicht sofort zerschlagen zu werden.
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: Deutsche Parteien links und rechts vom Netz
: Deutsche Parteien links und rechts vom Netz Philip Banse hat am Samstag im Rahmen des ct-Onlinetalks auf DRadio Wissen mit Anne Roth, Falk Lüke und Christoph Kappes über die parteipolitischen Ausrichtungen in der Netzpolitik diskutiert: Deutsche Parteien links und rechts vom Netz.
Ist die Netzpolitik kein Rechts-/Links-Thema, wie Sascha Lobo aufwirft, sondern ein Grabenkampf in ein und der selben Partei um Fortschritt, Innovation oder Besitzstandswahrung? Was bedeutet Netzpolitik heutzutage noch bei all den Bemühungen der Parteien, die internetaffinen Kreise der Bevölkerung für sich zu gewinnen und der Piratenpartei das Wasser abzugraben? Welche Schwerpunkte muss die Netzpolitik setzen, um die Technik und die Auswirkungen der Digitalisierung für eine demokratische Gesellschaft nutzbar zu machen oder ihre Nützlichkeit zu erhalten?
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: Radio Wauland: Tune in, turn on and hack yourself
: Radio Wauland: Tune in, turn on and hack yourself Heute Abend läuft auf WDR3 ab 23:05 Uhr das Hörspiel „Radio Wauland: Tune in, turn on and hack yourself“. Eine Wiederholung gibt es am 20.12. um 23:00 Uhr auf Einslive.
Werden die neuen Technologien uns befreien oder versklaven? „Wem gehören unsere Daten?“, fragte Wau Holland, bärtiger Hacker-Aktivist im Blaumann und Mitbegründer des Chaos Computer Clubs. Am 20. Dezember 2011 wäre er 60 Jahre alt geworden. Als er 2001 starb, verlor die Netzwelt einen radikalen Freigeist und Idealisten. Sein visionärer Ansatz – alle Information soll frei sein! – ist aktueller denn je. Zivilcourage fördern mit elektronischen Mitteln, die Gesellschaft hacken, das will auch der Hacker „Schockwellenreiter“. Wie bekommt das Internet endlich Herz, Mut und Verstand? Mit „Radio Wauland“ lässt er Wau Hollands O‑Töne, Zitate und Geschichten wieder aufleben. Dieses „Wau-Signal“ stört jedoch das Programm der Firma DataRand. Security-Experte von Gärtner soll den Sender ausschalten.
Update: Die Original-MP3 war auf medien.wdr.de, ist aber depubliziert, einen Mirror gibt’s bei uns.
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: Jahresrückblick 2011 – national
: Jahresrückblick 2011 – national Für einen Netzkommentar auf DRadioWissen hab ich in 3,5 Minuten einen Jahresrückblick auf 2011 und zwar mit einem Schwerpunkt, was in Deutschland passierte, geschrieben und eingesprochen. Kommende Woche gibt es dann den internationalen Jahresrückblick. Ideen und Themen können gerne noch in den Kommentaren eingeschmissen werden.
Jahresrückblick national
Das Frühjahr begann mit einem Schlag: Der damals amtierende Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg wird von einem Wissenschaftler beschuldigt, verschiedene Stellen in seiner Doktorarbeit ohne Quellenhinweise abgeschrieben zu haben. Erste Medien berichten darüber und im Internet finden sich über Nacht zahlreiche Freiwillige, die die Doktorarbeit ebenfalls mit untersuchen wollen. Das Guttenplag-Wiki wird aufgesetzt und innerhalb weniger Tage geht die Zahl entdeckter Plagiate steil nach oben. In einem zuvor im deutschsprachigen Raum noch nie zu sehenden Wechselspiel zwischen Journalismus und Netz-Öffentlichkeit werden die Vorwürfe gegen zu Guttenberg so groß, dass dieser nach einem verpatzten Aussetzen-Wollen letztendlich zurücktreten muss. Hunderttausende solidarisieren sich mit zu Guttenberg in Sozialen Netzwerken durch einen Klick auf “Gefällt mir”, die tatsächliche Mobilisierungskraft bleibt dabei aber erstaunlich gering: Nur wenige gehen außerhalb seines Heimatortes für ihn auf die Straße, die Spötter dominieren die Pro-Guttenberg-Demonstrationen. Überraschenderweise taucht zu Guttenberg Ende des Jahres als EU-Berater für Internetfreiheit wieder in der medialen Öffentlichkeit auf. Warum, versteht keiner.
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: Wie Konzerne und Initiativen Netzlobbyismus betreiben
: Wie Konzerne und Initiativen Netzlobbyismus betreiben Breitband auf Deutschlandradio Kultur hat heute über „Klüngel, Imagepflege, Aufklärung? – Wie Konzerne und Initiativen Netzlobbyismus betreiben“ berichtet. Das Gespräch ist rund 21 Minuten lang und als MP3 verfügbar.
Wie alle Teile einer demokratischen Gesellschaft vertreten auch Unternehmen ihre Interessen. Wenn jeder erkennen kann, wer dahinter steht, ist dagegen eigentlich nichts einzuwenden. Nur dürfen sich Unternehmen nicht hinter vermeintlich gemeinnützigen Vereinen verstecken. In jüngster Zeit beackern immer mehr Internet-Konzerne das neue Politifeld Netzpolitik – mit umstrittenen Methoden. Beim gerade gegründeten Internetverein D64 sind auch Vertreter von Facebook und Google dabei.
Ist netzpolitischer Lobbyismus anders als Lobbyismus für Atomkraft, Banken und Energiekonzerne? Das haben Philip Banse und Volker Tripp mit Felix Kamella von LobbyControl und Jeanette Hofmann, Gründungsdirektorin des von Google finanzierten Instituts für Internet und Gesellschaft, diskutiert. Julia Möckl stellt Netz-Lobbyisten und Interessenvertreter vor.
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: c’t-Online-Talk: Die gläserne Gesellschaft
: c’t-Online-Talk: Die gläserne Gesellschaft Im c’t‑Online-Talk auf DRadio Wissen ging es heute um „Die gläserne Gesellschaft“. Philip Banse moderierte das knapp einstündge Gespräch mit Christopher Lauer (Piratenpartei), Anne Roth (Bloggerin) und Falk Lüke (Netzaktivist).
Der Streit zwischen Datenschutz auf der einen und Post-Privacy auf der anderen Seite ist noch lange nicht ausgestanden: Während Datenschützer erschreckt Gegenmaßnahmen gegen die Einbrüche in die Privatsphäre von Internet-Nutzern suchen, stellen die Post-Privacy-Vertreter schlicht den unvermeidlichen Kontrollverlust über die Daten fest und versuchen, ihn auch im Privaten positiv zu wenden.
Wie viel Transparenz verträgt die Gesellschaft? Wie viel Transparenz ist notwendig? Darüber diskutiert Moderator Philip Banse mit:
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: SWR2 über Stephan Urbach und Telecomix
: SWR2 über Stephan Urbach und Telecomix Das Dschungel-Magazin Machtee auf SWR2 hat Stephan Urbach von Telecomix interviewt. Das 22 Minuten lange Gespräch gibt es auf absehbare Zeit als MP3.
Ein Netzaktivist ist Tag und Nacht im Internet unterwegs, so stellt man sich das vor. Auf unseren Gast Stephan Urbach trifft das zu, er engagiert sich bei Telecomix, einem Netzwerk internationaler Computerfreaks. Sein Grundanliegen ist ein freies, unzensiertes Internet, und da liegt ein weiteres Betätigungsfeld auch ganz nahe: er macht Politik bei der Piratenpartei. Stephan Urbach ist 1980 im hessischen Lauterbach geboren und lebt heute in Berlin. Er unterstützt die arabischen Demokratie-Bewegungen mit seinem technischen Know how. Ägyptischen Bloggern, deren Seiten gesperrt wurden, half er, wieder ins Netz zu gelangen, und gab Tipps, wie man sicher surfen und Informationen an der Zensur vorbei ins Ausland schicken kann. In letzter Zeit arbeitet er mit anderen Netzaktivisten daran, Informationen zu bekommen und sie dann zu veröffentlichen, wie die syrische Regierung mithilfe westlicher Technologien ihre Bürger ausspioniert und verfolgt. Und dafür sind sichere Wege, damit die Opposition in Syrien die Internetüberwachung umgehen kann, die Grundvoraussetzung.
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: Für alle offen – nicht ganz dicht? Wikileaks, Facebook und die totale Transparenz
: Für alle offen – nicht ganz dicht? Wikileaks, Facebook und die totale Transparenz hr2 – Der Tag hat heute über „Für alle offen – nicht ganz dicht? Wikileaks, Facebook und die totale Transparenz“ berichtet.
Julien Assange verschwindet möglicherweise in einem schwedischen Gefängnis, Bradley Manning, sein bekanntester Informant, schmort in amerikanischer Haft, und Wikileaks hat erst einmal den Betrieb eingestellt. Geheimnisse verraten ist gefährlich, selbst wenn es sich nur um Kantinenklatsch handelt. Aber ist so eine umfassende Transparenz es auch demokratisch und politisch wünschenswert? Wenn es andere trifft, vor allem ?Die da oben?, finden wir Transparenz erstmal gut, wenn aber ?Facebook? alles über uns wissen und allen zugänglich machen will, finden wir das unheimlich. Wollen wir die totale Indiskretion? Und können wir sie überhaupt noch verhindern?
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: Tacheles mit Constanze Kurz
: Tacheles mit Constanze Kurz Chaos-Computer-Club-Sprecherin Constanze Kurz wurde von der Deutschlandradio-Kultur Sendung Tacheles über Facebook, Google und den Bundestrojaner interviewt: „Benutzer werden eigentlich kategorisiert“.
Die Debatte um die Privatheit der Nutzer im Intenet werde sich ändern müssen, meint Constanze Kurz, die Sachverständige der Enquetekommission Internet des Deutschen Bundestags. Auch die Medienlandschaft stehe aufgrund einer neuen Netzöffentlichkeit vor einem Umbruch.
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: SWR1 über „Die Welt des Bloggens“
: SWR1 über „Die Welt des Bloggens“ „SWR1 – Der Abend“ berichtete gestern fast zwei Stunden lang über „Ich bin das Netz, du bist das Netz… Die Welt des Bloggens“.
In Mexiko riskieren Blogger derzeit ihr Leben, um die Bürger per Netz über die Verbrechen des Drogenkartells zu informieren. In Ägypten geht das Militär gegen unliebsame Stimmen vor und jagt prominente Blogger. „Die Freiheit im Internet ist wie das Wasser“, sie lasse sich nicht aufhalten, ganz egal, wo man sie staue, sagt der chinesische Regimekritiker Ai Wei Wei, dessen Blogtagebuch vor kurzem in Deutschland veröffentlicht wurde. In einer verlinkten Netz-Gemeinschaft lässt sich in Windeseile Protest organisieren. Aber nicht alles ist politisch. Vielen Bloggern geht es einfach um die Selbstdarstellung, ihre Gefühle, ihre Gedanken, ihren Alltag, ihr Liebesleben oder ihren Körper.
Ich war per Telefon zu den politischen Aspekten zugeschaltet.
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: BBC4 über Hacktivism
: BBC4 über Hacktivism Die BBC4-Radiosendung Click On hat heute 30 Minuten lang über Hacktivism berichtet. Hier ist die MP3.
Simon Cox and Rupert Goodwins look into the secretive world of hacktivism. As the Occupy movement sweeps the globe protests and disruption are increasingly emerging on the web. Simon talks to those invloved in hacktivism as well as the security experts trying to combat their activities.
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: ARD-Radiofeature: BND für Einsteiger
: ARD-Radiofeature: BND für Einsteiger In verschiedenen Radioprogrammen der ARD wurde ein rund 53 Minuten langes Radio-Feature über den Bundesnachrichtendienst gesendet. Das gibts jetzt auch zum herunterladen und nachhören: Mein Name ist: BND.
Seit Anfang 2011 leistet sich der BND eine Historikerkommission, die die Geschichte des Geheimdienstes zwischen 1945 und 1968 erforschen soll – unabhängig und mit angeblich freiem Zugang zu allen Aktenbeständen. Erste erschreckende Details sind bereits ans Licht gekommen: Nazi-Kriegsverbrecher wie Klaus Barbie arbeiteten dem BND zu, andere wie Adolf Eichmann blieben lange unbehelligt, weil der BND seine Informationen über ihre Identität und ihren Aufenthalt nicht preisgab. Das ARD radiofeature untersucht, ob die Vergangenheit der Organisation in der aktuellen BND-Arbeit nachwirkt und beschreibt, wie junge Leute heute Geheimdienstmitarbeiter und Agenten werden.
Hier ist die 46 MB große MP3 und hier ein Transcript als PDF.
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: DLF über Piraten: Alle Mann ans Ruder
: DLF über Piraten: Alle Mann ans Ruder Philip Banse hat für die Deutschlandfunk-Sendung „Hintergrund“ einen Bericht über den Einzug der Piratenpartein in das Berliner ABgeordnetenhaus gemacht. Das Transcript findet sich hier und hier gibt es die MP3.
Die Piraten haben die digitale Revolution im deutschen Parlamentarismus installiert. Alle Parteien sind infiziert von ihren inhaltlichen und methodischen Visionen. Doch jetzt müssen die Piraten aus Vision Politik machen und dafür vor allem personell aufrüsten. Viel Zeit haben sie dafür nicht: In zwei Jahren ist Bundestagswahl und spätestens ab morgen tickt die Uhr.
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: Alexander von Humboldt Institut für Internet & Gesellschaft
: Alexander von Humboldt Institut für Internet & Gesellschaft Heute wird das Alexander von Humboldt Institut für Internet & Gesellschaft eröffnet. Der Deutschlandfunk hat dazu Jeanette Hofmann interviewt, die eine der vier Gründungsdirektoren ist: Institut für Internet und Gesellschaft keine „Google“-Einrichtung.
Heute wird das Institut für Internet und Gesellschaft an der Humboldt-Universität Berlin eröffnet. Es soll, so Jeanette Hofmann, Grundlagenforschung betreiben und Dienstleister für die Öffentlichkeit sein. Kritiker bemängeln die Finanzierung des Instituts durch Google.
Hier ist die MP3.
Und hier ist die MP3 mit einem Kommentar von Philip Banse zur Gründung. -
: Leutheusser-Schnarrenberger im DLF-Interview
: Leutheusser-Schnarrenberger im DLF-Interview Im „Interview der Woche“ hat der Deutschlandfunk gestern ausführlich unsere Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger zum Euro, Rettungsschirmen, Mitgliederbefragungen und dann auch ausführlich zu Netzpolitik und hier besonders der aktuellen Staatstrojaner-Debatte befragt. Hier ist die MP3.
Leutheusser-Schnarrenberger: Ja, das hängt natürlich ganz entscheidend von der Technik ab. Wenn wir sagen, unmissverständlich, wozu ich neige, das sage ich ganz offen: Ein Trojaner, der eingesetzt wird, um eine Kommunikation über das Internet abzuhören, also etwas anderes als Mobilfunk, aber ein Telefonvorgang ist, der darf nicht mehr können, als auch allein laufende Telekommunikationsüberwachung ist, dann haben wir eine klare Grundlage, denn so was müsste dann ja auch einschränkend in alle Gesetze geschrieben werden. Dann auch in die Strafprozessordnung, aber natürlich auch ins Bundeskriminalamtsgesetz, wir müssen uns mit dem Verfassungsschutzgesetz, BND-Gesetz, Zollfahndungsdienstegesetz, wo das Zollkriminalamt Funktionen eben auch übertragen bekommen hat, dann festschreiben, damit wir dann auch klar abbilden das, was wirklich nur gemacht werden darf. Und dazu haben wir bisher noch nicht wirklich ein klares Bild, ist das auch bisher schon immer der Fall gewesen oder nicht. Und wir sind in dem Punkt auch noch nicht am Ende der Diskussion.
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: Sebastian Nerz im Deutschlandradio-Interview
: Sebastian Nerz im Deutschlandradio-Interview Deutschlandradio Kultur hat Sebastian Nerz, den Vorsitzenden der Piratenpartei, ausführlich zu dieser interviewt.
Einer der Kernsätze stammt aber von einem der Journalisten:
Aber Herr Nerz, wenn ich mal unsere letzten Minuten Gespräch so Revue passieren lasse, merke ich einerseits, Sie wollen ganz anders sein als die etablierten Parteien im Politikstil. Wenn ich Ihre Sprache höre, höre ich die Sprache, die ich in Interviews, die wir mit anderen Politiker an dieser Stelle führen, auch komplett, und zwar fast 1:1. Und wenn es konkret wird, wenn wir konkrete Nachfragen stellen, dann höre ich auch die entsprechenden Worthülsen, dass das jetzt nicht zur Diskussion steht.
Also, irgendwie haben Sie doch schon relativ schnell gelernt, wie es läuft, oder?
It´s a feature?
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: Kritische Masse – Der Aufstand der Vielen
: Kritische Masse – Der Aufstand der Vielen Das RBB-Kulturradio sendet am 3.10. das einstündige Feature „Kritische Masse – Der Aufstand der Vielen“ von Thomas Palzer, für das ich u.a. interviewt worden bin. Sebastian Jabbusch wurde zum Thema Liquid-Democracy interviewt und hat die MP3 online gestellt.
„Eine demokratische Ordnung kann nur demokratisch genannt werden, wenn in ihr auch die Möglichkeit eingeräumt wird, sie infrage zu stellen“, sagt die Berliner Philosophin Juliane Rebentisch. Der beklagenswerte Zustand, in dem sich die Demokratien heute befinden, nennt sich auf gut amerikanisch „post truth democracy“ (New York Times). Es ist ein Zustand der Skepsis, der Utopielosigkeit, des Zynismus und der Ermüdung. Das drückt sich in niedrigen Wahlbeteiligungen und in der Massenflucht aus politischen Parteien, Kirchen und anderen Interessenvertretungen aus.
Allerdings kündigt sich ein Mentalitätswechsel an, der seinen Ausdruck in einer „kritischen Masse“ findet, meint der Autor Thomas Palzer. Diese kritische Masse verstehe Politik nicht als Machtpolitik, sondern als Kunst, nicht „dermaßen regiert“ (Foucault) zu werden. „Die Zukunft der Demokratie liegt in einer Demokratie ohne Zentrum“, sagt der Autor. „Sie ist die angemessene Herrschaftsform für eine Welt, die nach der Globalisierung ebenfalls ohne Zentrum ist.“
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: Sammelwut in der Parallelwelt, oder: die digitale Machtfrage
: Sammelwut in der Parallelwelt, oder: die digitale Machtfrage „hr2 – Der Tag“ hat heute eine Stunde lang über „Sammelwut in der Parallelwelt, oder: die digitale Machtfrage“ berichtet. Das ist hörenswert und hier ist die MP3.
Wo wären wir ohne den Chaos Computer Club? Wahrscheinlich längst versunken im Chaos der Datensammler, ausgeforscht und aufgesogen von der digitalen Parallelwelt. Sind wir auch mit dem Chaos Computer Club, sagen die Pessimisten. Die recht haben könnten – der Unterschied ist nur, dass wir Dank der akribischen Arbeit der vereinigten Hacker immer wieder davon erfahren. Davon, wie weit der Staat ist beim Brechen seiner eigenen Gesetze und Beugen der Verfassung – und wie weit die Industrie ist beim Verfertigen eigener digitaler Marktgesetze. Das hilft uns beim Innehalten und Stellen der wichtigsten Frage zur ungebremsten Datensammelwut: Cui bono? Wem nützt das? Und was wollen die Sammler mit unseren Daten?
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: CR 172 SSL. Oder: Einmal aufmachen bitte.
: CR 172 SSL. Oder: Einmal aufmachen bitte. Gestern lief auf Fritz-Radio Chaosradio Folge 172 zum Thema „SSL. Oder: Einmal aufmachen bitte – Warum die Verschlüsselung nicht (mehr) funktioniert.“ Hier ist die MP3.
Alle braven Nutzer bekommen seit Ewigkeiten beigebracht: Wenn wir sicher surfen wollen, müsst ihr ein httpS vor die Webadresse eurer Onlinebank schreiben. Nur dann ist die Kommunikation wirklich, ehrlich und total sicher. Und das gilt auch für alle anderen Seiten, bei denen irgendwelchen Informationen übertragen werden. Oder halt eben nicht. Spätestens seit den Skandalen um Zertifikatsherausgeber wie Diginotar (Infos), dem Abhören von GMail-Traffic durch den Iran und der weitreichenden BEAST-Attacke ist klar: SSL und TLS sind kaputt. So kaputt, dass sich die Frage stellt, ob es ein Fehler im System oder eine behebbare Sicherheitslücke ist. Eine Problem um das es im Chaosradio gehen soll. Stephan ”tomate” Urbach, fukami und Matthias “wetterfrosch” Mehldau werden monoxyd und euch die Funktionsweise, Fallstricke und fundamentalen Fehler bei verschlüsselter Datenübertragung im Netz erklären, beleuchten und diskutieren.
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: Dradio Wissen: Erdbebenwarnung dank Freier Software
: Dradio Wissen: Erdbebenwarnung dank Freier Software Wie kann ein 14-Jähriger in Chile mit weniger als 100 Euro ein Erdbebenwarnsystem erstellen? Zu dem Thema wurde ich heute von Dradio Wissen interviewt (Audio). In dem Interview geht es um Freie Software und Freie Hardware wie z.B. Arduino, sowie generell auch darum, wie wir es erreichen können, dass Menschen Computer nicht nur per Touchpad bedienen, mit ihnen telefonieren oder Musik hören, sondern diese selbst und damit unsere tägliche Umgebung verstehen können.
Bei meiner Recherche für das Interview bin ich neben dem Erdbebenwarnsystem auf viele andere faszinierende Beispiele gestoßen: von einfachen Robotern über Wetterstationen bis zu Luftschiffen, Installationen für Hochgeschwindigkeitsaufnahmen oder 3D-Druckern. Das alles ist ist möglich, weil Menschen Baupläne und Quellcode studieren, diese weiterentwickeln sich dazu wieder mit anderen austauschen können.
Vielleicht bekomme ich jetzt endlich Laser-Haie, nachdem es früher mit dem C64 und Lego Technik leider nicht ganz funktionierte. Wenn nicht, dann zumindest eine spätere Generation, die Computer besser versteht und eine bessere Netzpolitik macht.