-
: Google sperrt Seite von „Aktion Arschloch“
„Weil du Probleme hast, die keinen interessieren...“ : Google sperrt Seite von „Aktion Arschloch“ Google hat das Konto von Gerhard Torges, dem Mit-Initiator der „Aktion Arschloch“, gesperrt. Der Sperre fiel außerdem die „Pulse of Europe“-Seite zum Opfer, die von Torges betrieben wird. Laut Pressemitteilung habe Torges eine automatisierte E‑Mail erhalten, in der Verstöße gegen die Nutzerrichtlinien des Unternehmens durch „Verhaltensweisen, durch die andere Personen bedroht, belästigt oder gemobbt werden,“ als Grund für die Stilllegung angegeben werden. Durch die Sperrung sind die Google+-Seiten der beiden Initiativen derzeit nicht zu erreichen, offenbar gilt das auch für die Mit-Administratoren der Seiten selbst.
„Aktion Arschloch“ war dafür verantwortlich, dass der Song „Schrei nach Liebe“ von der Band „Die Ärzte“ Ende 2015 Platz 1 der Deutschen Charts erreichte. Daraufhin spendete die Band die Einnahmen der Aktion an die Menschenrechtsorganisation „Pro Asyl“. Torges vermutet daher laut Pressemitteilung einen gezielten Angriff von Gegnern seiner Aktionen:
Daher vermute ich, daß mein Profil anlaßlos aus dem dortigen Umfeld gemeldet wurde und ein Algorithmus schließlich die Sperre entschieden hat. Beiträge, welche tatsächlich gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen, habe [ich] jedenfalls nie verfaßt.
Wie Torges gegenüber netzpolitik.org mitteilte, hätte Google auf sein Drängen, die Sperre wieder aufzuheben, bisher nicht reagiert. Außer automatisierte Antworten gäbe es bisher keine Reaktion.
Update [24.08]: Die Sperrung ist offenbar aufgehoben worden. Die Seite der Initiative ist wieder zu erreichen.
-
: Sollen Internetkonzerne Nazis die Infrastruktur entziehen?
Von der Infrastruktur abgeklemmt. (Symbolfoto) : Sollen Internetkonzerne Nazis die Infrastruktur entziehen? Mehrere große IT-Unternehmen haben zuletzt einer amerikanischen Neonazi-Webseite die Infrastruktur entzogen. Jetzt wird diskutiert: Dürfen marktmächtige Unternehmen in die Inhalte eingreifen oder sollten sie sich neutral verhalten? Unser Überblick zu einer komplizierten Debatte.
-
: Google renoviert seinen Transparenzbericht
: Google renoviert seinen Transparenzbericht Seit Jahren schon liefert Google in seinen Transparenzberichten Angaben über Nutzerdaten-Anfragen von Ermittlungsbehörden oder Gerichten. Jetzt hat der Werbekonzern sein Transparenzportal umgestaltet und mit Datenvisualisierungen und neuen Funktionen angereichert.
-
: Zeitungs-Abo über Facebook: Die Sicherung der Medien auf Kosten der Leserinnen und Leser?
Der Teufel steckt im Detail (Symbolfoto) : Zeitungs-Abo über Facebook: Die Sicherung der Medien auf Kosten der Leserinnen und Leser? Facebook plant ein neues Abo-Modell, um bezahlten Journalismus zu stärken. Artikel sollen so direkt auf die Handys von Nutzerinnen und Nutzern gelangen. Die gute Idee hat allerdings ihre Tücken, wie immer steckt der Teufel im Detail.
-
: Interview mit Frank Pasquale: Wie Facebook und Google die digitale Öffentlichkeit dominieren
Facebook spielt für die Herstellung digitaler Öffentlichkeiten inzwischen eine zentrale Rolle, wird der damit einhergehenden Verantwortung aber nicht gerecht, so Frank Pasquale. : Interview mit Frank Pasquale: Wie Facebook und Google die digitale Öffentlichkeit dominieren Wir sollten weniger Angst davor haben, zentrale Plattformen der digitalen Öffentlichkeit zu regulieren, fordert US-Rechtswissenschaftler Frank Pasquale im Gespräch mit netzpolitik.org. Nutzer könnten kaum verstehen, wie die algorithmischen Black Boxes der Intermediäre ihre Wahrnehmung von der Welt prägen.
-
: Googles Einfluss auf Wissenschaft und öffentliche Meinung
Papiere? Finanzen? : Googles Einfluss auf Wissenschaft und öffentliche Meinung Der Internetkonzern Google beteiligt sich rege an der Finanzierung akademischer Studien und Institute, auch in Deutschland. Dadurch will das Unternehmen die öffentliche Debatte zu eigenen Gunsten beeinflussen, behauptet eine Untersuchung des Center for Accountability.
-
: Smartes Gerät sendet Notruf an Polizei
Wenn der smarte Assistent die Polizei herbeiruft. : Smartes Gerät sendet Notruf an Polizei Von einem Fall eines Notrufes durch eines der neuen smarten Assistenzsysteme berichtet Gizmodo unter dem Titel: Google Home Breaks Up Domestic Dispute By Calling the Police. Demnach hätte ein Google-Home-System wegen eines häuslichen Streits, in den auch eine Waffe involviert war, die Polizei herbeigerufen. Nun müssen diese Google-Geräte allerdings mit „watchwords“, also bestimmten ausgesprochenen Wörtern, aktiviert werden. Wenn also beispielsweise jemand im Streit gesagt hätte: „Ruf die Polizei!“, dann wäre ein „Okay, Google! Ruf die Polizei!“ nötig, um einen Notruf abzusetzen. Natürlich wären auch andere Wortkombinationen denkbar, aber insgesamt erscheint dieser Ablauf ein wenig weit hergeholt.
Die Geschichte geht auf einen Bericht von abc News zurück. Und hier erschien tatsächlich nach der Veröffentlichung eine Korrektur. Zunächst hatte abc News von einem Google-Home-Gerät geschrieben, später aber eingeräumt, dass die Art des Geräts unbekannt sei, und deswegen ein Update in den Artikel eingefügt.
Wahrscheinlicher ist ein telefonbasierter Assistent wie Siri, sofern die Geschichte in dem beschriebenen Ablauf stimmt. Denn dann könnte versehentlich ein Knopfdruck die Spracherkennung aktiviert haben. Und es wäre auch – anders als bei Google Home – tatsächlich eine Telefonverbindung möglich.
Welches Gerät den Notruf am Ende tatsächlich abgegeben hat, sei mal dahingestellt. Auch wenn es kein Google Home war, so bleibt der Gizmodo-Kommentar nicht falsch:
While Google Home was a hero in this particular case, these kinds of stories certainly leave some people uneasy. It’s a clear reminder that smart home devices are always listening.
(Während sich Google Home in diesem speziellen Fall als Held herausgestellt hat, so hinterlassen solche Geschichten doch einige Menschen unruhig. Es ist eine deutliche Erinnerung daran, dass die smarten Geräte zuhause stets mithören.)
Unwillkürlich kommt einem dieses Video in den Sinn:
-
: Großbritannien: Datenschutzbeauftragte rügt Krankenhäuser
Sensible Daten: Zu den medizinischen Dokumenten, die auf der Plattform ausgetauscht werden sollen, gehören etwa Röntgenaufnahmen. : Großbritannien: Datenschutzbeauftragte rügt Krankenhäuser Bei den Ermittlungen gegen einen großen Krankenhausverband in Großbritannien liegen erste Ergebnisse vor: Die Datenschutzbeauftragte schreibt in einem Bericht, dass die ungefragte Weitergabe der Daten von 1,6 Millionen Patienten an die Google-Tochter DeepMind teilweise rechtswidrig sei – und belässt es doch bei einer Ermahnung.
-
: EU-Kommission verdonnert Google zu 2,4 Milliarden Euro Strafe
Google hat seine Marktmacht im Suchmaschinengeschäft ausgenutzt, um Fuß bei Preisvergleichsdiensten zu fassen. : EU-Kommission verdonnert Google zu 2,4 Milliarden Euro Strafe Laut EU-Kommission hat Google den eigenen Preisvergleichsdienst gegenüber Konkurrenten bevorzugt und damit gegen das Kartellrecht verstoßen. Während der Konzern erwägt, Berufung einzulegen, laufen noch weitere Verfahren gegen den unangefochtenen Marktführer bei der Internetsuche.
-
: Online-Preisvergleich: Google steht Milliardenstrafe ins Haus
Die EU-Kommissarin für den Wettbewerb, Margrethe Vestager, hat Milliardenstrafen im Gepäck. (Symbolbild) : Online-Preisvergleich: Google steht Milliardenstrafe ins Haus Bis zu neun Milliarden Euro könnte es Google kosten, seine marktbeherrschende Stellung missbraucht zu haben. Ein Urteil im Verfahren der EU-Kommission gegen den Suchmaschinenbetreiber soll demnächst bevorstehen.
-
: Großbritannien: Ungefragte Weitergabe von Patientendaten an Google wohl rechtswidrig
Vermutlich illgeal: 1,6 Millionen Daten von Patien hat ein britischen Krankenhaus an die Google-Tochterfirma Deep Mind weitergegeben, um eine medizinische App zu trainieren. : Großbritannien: Ungefragte Weitergabe von Patientendaten an Google wohl rechtswidrig 1,6 Millionen personenbezogene Patientendaten hat ein staatliches Krankenhaus in London an eine Google-Tochter weitergegeben – ohne das Einverständnis der Betroffenen einzuholen. Die Datenschutzbeauftragte für das britische Gesundheitswesen hält die Datenweitergabe für illegal.
-
: „Macht Google gemeinnützig!“
Hauptquartier von Google in Mountain View, Kalifornien, USA (Symbolbild) : „Macht Google gemeinnützig!“ Johnny Häusler fordert, Google gemeinnützig zu machen. Seine Idee entstand nach einer Debatte mit Googles Vize-Präsidenten. Vergangene Woche lud der Internet-Konzern Vertreter aus der Presse und Mitarbeiter von Nichtregierungsorganisationen zu einer Diskussionsrunde mit seinem „Chief Internet Evangelist“ Vinton Cerf ein.
Ad-Systeme spielen zwar Tonnen von Geld ein, doch für Nutzer*innen haben sie längst das Internet kaputt gemacht. Konstantes Tracking hat uns uns die Online-Privatsphäre genommen und unsere Smartphones in Überwachungswerkzeuge verwandelt, selbst wenn es „nur“ für Ads genutzt wird. Wir brauchen bessere Geschäftsmodelle, die vielleicht nicht mehr ganz so viel Geld einspielen, dafür aber der Allgemeinheit besser dienen. […]
Den Giganten in ein Non-Profit-Unternehmen zu verwandeln, würde nicht alle Probleme lösen. Aber es würde das Spiel völlig neu gestalten, denn die Motive von Google würden sich komplett verändern. Mit google.org investiert der Konzern bereits in gemeinnützige Organisationen und Initiativen. Warum wird es also nicht selbst eine?
Häusler ist Gründer des Blogs Spreeblick und der Konferenz re:publica. Eine ausführlichere Version des Artikels erschien zudem in englischer Sprache auf Spreeblick.
-
: Android: Hälfte aller Geräte erhielt 2016 kein einziges Sicherheitsupdate
Auf dem Weg der Besserung: Die Sicherheit von Android-Geräten (Symbolbild) : Android: Hälfte aller Geräte erhielt 2016 kein einziges Sicherheitsupdate Google gelingt es nur langsam, die Android-Sicherheit zu verbessern. Viele Hersteller liefern für alte und günstige Modelle keine Updates aus – zu Lasten der Nutzer.
-
: Signal für Android jetzt ohne Google Play Store
Foto: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/">CC-BY-NC-2.0</a> flickr/<a href="https://www.flickr.com/photos/sabeth718/6802979066/">carnagenyc</a> : Signal für Android jetzt ohne Google Play Store Der verschlüsselnde Messenger Signal steht nun außerhalb des Google Play Store zur Verfügung. Für die Nutzer bedeutet das einen weiteren Schritt zu mehr Unabhängigkeit von Google.
-
: Google-Nutzerdaten: Urteil zugunsten des FBI
Google beobachtet seine Nutzer. Jetzt zieht das FBI nach und möchte eine bessere Einsicht in die Daten. Foto CC-BY-SA 2.0 flickr/pbarry : Google-Nutzerdaten: Urteil zugunsten des FBI Wie Reuters berichtet, hat ein Amtsgericht in Philadelphia entschieden, dass das FBI (Federal Bureau of Investigation) auf die Daten von Google-Kunden, welche auf ausländischen Servern liegen, zugreifen darf. Das Urteil widerspricht einer vorigen Entscheidung im Fall von Microsoft. Dieses bekräftigte letztes Jahr, dass im Ausland gespeicherte Kommunikationsinhalte von Microsoftkunden nicht an Strafverfolger ausgeliefert müssen.
Google vertritt die Position, dass sie den Forderungen zur Bereitstellung von E‑Mails auf amerikanischen Servern schon zur Genüge nachkämen, immerhin jährlich 25.000 Aufforderungen von US-Behörden. Aufgrund technischer Gegebenheiten bei der Verteilung der Daten auf verschiedene Server sei nicht exakt feststellbar, wo welche Inhalte lägen.
Der Richter hielt dagegen, dass nichts gegen eine Übermittlung der elektronischen Kommunikationsinhalte einzuwenden ist. Mögliche Verletzungen der Privatsphäre schloss er aus, da das Öffnen der E‑Mails im Inland geschehe, nicht aber schon im Ausland. Google kündigte an, in Berufung zu gehen und das Urteil anzufechten.