Auch 2016 bekommt Google die Sicherheitsprobleme um sein Android-Betriebssystem noch nicht vollständig in den Griff. Im letzten Jahr erhielten nur rund die Hälfte aller Handys und Tablets, auf denen Android läuft, eines der wichtigen Sicherheitsupdates. Das geht aus dem jährlichen Sicherheitsbericht „Android Security 2016 Year in Review“ hervor, den Google gestern zum dritten Mal veröffentlicht hat. Darin fasst der Technologiekonzern seine Bemühungen um die Sicherheit seiner nach eigenen Angaben 1,4 Milliarden Nutzer weltweit zusammen.
Noch immer scheuen sich viele Hersteller davor, bestehende Aktualisierungen an ihre Nutzer weiterzureichen. Laut Google bekamen etwa 735 Millionen Geräte kein einziges Sicherheitsupdate im vergangenen Jahr und weisen damit weiterhin große Sicherheitsmängel auf. Das betrifft vor allem ältere Geräte und günstige Einsteigermodelle. Doch selbst unter den von Google ausgewählten „Flagship“-Androiden haben nur 73 Prozent die Sicherheitsupdates der letzten drei Monate erhalten, wie der Bericht zeigt.
Fortschritt durch Zusammenarbeit
Infolge des Aufschreis um die sogenannte Stagefright-Sicherheitslücke hatte Google angekündigt, mehr in die Sicherheit von Android zu investieren. Aktualisierungen sollten öfters erscheinen und die Nutzer durch eine verbesserte Zusammenarbeit mit den Herstellern schneller erreichen. Zudem lobte Google Belohnungen für das Aufspüren von Sicherheitslücken aus.
Die Bemühungen zahlen sich langsam aus: Die Android-Sicherheit macht Fortschritte, besonders in den neusten Versionen. Das ist wichtig, denn nur so können es Nutzer Schadprogrammen schwerer machen. Deshalb ist das Aktualisieren von Softwareprogrammen in Ratgebern zur IT-Sicherheit stets einer der wichtigsten Tipps. Erfreulich ist auch, dass die Verschlüsselungsrate stark angestiegen ist: Laut Bericht sind rund 80 Prozent sämtlicher mit der neusten Version laufenden Geräte verschlüsselt.
