-
: EU-Urheberrecht: Sperrfeuer auf den letzten Metern
Kampf um jeden Meter: Der Maler Alphonse de Neuville hielt den französisch-deutschen Krieg 1870-1871 fest. : EU-Urheberrecht: Sperrfeuer auf den letzten Metern Europa steht morgen vor einer denkbar knappen Abstimmung über ein neues Urheberrecht. Seine Befürworter feuern aus allen Rohren. Sie behaupten, wer gegen Uploadfilter sei, helfe US-Konzernen. Sie begehen damit einen groben Denkfehler. Ein Kommentar
-
: Was die EU meint, wenn sie über Desinformation spricht
Geflüsterte Gerüchte gab es immer. Doch nie reisten Falschinformationen schneller als heute. : Was die EU meint, wenn sie über Desinformation spricht Europas Regierungsspitzen debattieren beim EU-Gipfel, wie Falschnachrichten in sozialen Netzwerken unsere Demokratie manipulieren. Wir sollten dabei nicht nicht nur über Einflussnahme von außen reden, sondern auch über die Rolle der großen Internetkonzerne.
-
: Online-Werbung: EU-Kommission verhängt Milliardenstrafe gegen Google
EU-Jommissarin Margrethe Vestager : Online-Werbung: EU-Kommission verhängt Milliardenstrafe gegen Google Google hat aus Sicht der EU-Wettbewerbshüter ein Jahrzehnt lang seine dominante Marktposition bei der Werbung auf Webseiten missbraucht. Kommissarin Margrethe Vestager belegt den Konzern nun mit 1,5 Milliarden Euro Strafe. Es ist nicht das erste Mal, dass die Kommission gegen Google vorgeht.
-
: Was vom Tage übrig blieb: Wikipedia-Off, Google-Datenschutz und rassistische Cops
So recht kann sich der Frühling noch nicht durchsetzen, aber es ist ja erst … März. : Was vom Tage übrig blieb: Wikipedia-Off, Google-Datenschutz und rassistische Cops Die deutschsprachige Wikipedia geht nächsten Donnerstag offline, New York leitet eine weitere Untersuchung gegen Facebook ein, Forscher haben 100 Millionen Polizeikontrollen in den USA ausgewertet und Google & Co. basteln an einem geplanten US-Datenschutzgesetz mit. Die interessantesten Reste des Tages.
-
: Menschen lernen, Maschinen trainieren
So sah es früher aus, wenn Menschen etwas zu lernen hatten. Bei Maschinen funktioniert der Input auf anderen Kanälen. : Menschen lernen, Maschinen trainieren Maschinelles Lernen hat heute schon Einfluss auf die Vergabe von Krediten und Jobs oder die Höhe von Versicherungsbeiträgen. Aber was heißt eigentlich Lernen, wenn wir von einer Maschine sprechen? Und wie leisten wir Nutzer*innen dabei Hilfestellung? Das erklärt Timo Daum in diesem Kapitel aus seinem neuen Buch zu Künstlicher Intelligenz.
-
: App Absher: Männer überwachen Frauen nicht nur in Saudi-Arabien
So praktisch: Mit der Verwaltungsapp Absher kann man Autos anmelden oder die eigene Frau und Tochter an der Ausreise hindern. : App Absher: Männer überwachen Frauen nicht nur in Saudi-Arabien Die saudische Verwaltungsapp Absher sorgt weltweit für Empörung, seit bekannt wurde, dass Männer damit ihre Frauen an der Ausreise hindern können. Jetzt geraten auch Apple und Google unter Druck, die App aus ihren Stores zu nehmen. Was dabei vergessen wird: Spionierende Partner und Ex-Partner findet man auch in Deutschland – und die Regierung interessiert sich kaum dafür. Ein Kommentar.
-
: Was vom Tage übrig blieb: Digitale Dienstmägde, Technofeminismus und Facebook-Frei
Nach Kälte, Schmerz und vielen Bitten: Der Frühling naht in Riesenschritten. : Was vom Tage übrig blieb: Digitale Dienstmägde, Technofeminismus und Facebook-Frei Warum Assistenzwanzen weiblich sind, die Netzkünstlerin Cornelia Sollfrank gerne trollen würde, Facebook unser Hirn verändert, das NetzDG nur wenig bewirkt, das schweizerische E‑Voting-System Scytel fragwürdig ist und Google Nutzern bessere Kontaktmöglichkeiten bieten muss. Als Bonus gibts ein verblüffendes Deepfake-Video. Die interessantesten Reste des Tages.
-
: Google drängt auf Einschränkungen für protestierende Mitarbeiter
Mitarbeiter protestieren beim Google-Walkout im November 2018. : Google drängt auf Einschränkungen für protestierende Mitarbeiter Google feiert sich gerne selbst für Mitbestimmung und Offenheit. Google-Chef Sundar Pichai stellte sich sogar öffentlich hinter Mitarbeiter-Proteste. Durch eine Informationsfreiheitsanfrage in den USA kam jetzt heraus, dass der Konzern hintenrum die politische Organisation seiner Angestellten lieber erschweren möchte.
-
: Die DSGVO zeigt erste Zähne: 50-Millionen-Strafe gegen Google verhängt
Google-Schriftzug an einem Gebäude in Wrocław, Polen. : Die DSGVO zeigt erste Zähne: 50-Millionen-Strafe gegen Google verhängt Intransparent, unfair, ohne gültige Rechtsgrundlage: Frankreichs Datenschützer verurteilten Googles Datensammelei. Auf eine Beschwerde von Aktivist Max Schrems verhängten sie das größte Bußgeld in der Geschichte des europäischen Datenschutzes.
-
: Fortschritt oder Mythos? Buch sammelt kritische Stimmen zur Mustererkennung
Softwaregestützte Vorhersagen werden oft als neutrale Beschreibung der Zukunft angesehen. Dabei können sie Anlass dazu geben, sich für eine andere Zukunft einzusetzen - und damit das Vorhergesagte selbst zu widerlegen. : Fortschritt oder Mythos? Buch sammelt kritische Stimmen zur Mustererkennung Von eingespeisten Daten bis zum Output: Technische und soziale Diskriminierung durchzieht alle Ebenen von sogenannten Mustererkennungsverfahren. Das Buch „Pattern Discrimination“ liefert dort spannende Einsichten, wo Fortschrittsglaube und Marktlogik die gesellschaftlichen Auswirkungen sonst verschleiern.
-
: Google: MitarbeiterInnen gegen zensierte Suchmaschine für den chinesischen Markt
Keine Libelle (engl. Dragonfly) für den chinesischen Markt. : Google: MitarbeiterInnen gegen zensierte Suchmaschine für den chinesischen Markt Das nicht allzu geheime Geheimprojekt von Google, eine Suchmaschine mit zensierten Inhalten für den chinesischen Markt zu entwickeln, wurde offiziell von dem Konzern für beendet erklärt. Mehrere MitarbeiterInnen aus dem Datenschutz-Team haben sich gegen das Projekt „Dragonfly“ ausgesprochen, weil ihnen zentrale Informationen vorenthalten worden sind, berichtet The Intercept. Bereits im Juni hatte Google Verträge mit dem Pentagon nicht erneuert, weil MitarbeiterInnen dagegen protestiert hatten.
Für die Entwicklung an der Suchmaschine „Dragonfly“ akquirierte der Konzern laut The Intercept bereits im Jahr 2008 den wichtigen chinesischen Website-Index 265.com, den viele chinesische Nutzer als Website- und News-Portal nutzen. Die Ergebnisse aus der Analyse der Suchdaten sollten dann in die eigene Entwicklung fließen. Im Gegensatz zu anderen Google-Websites wie YouTube oder Google.com ist die Seite 265.com in China frei zugänglich.
Der interne Streit bei Google über den Datenzugriff auf 265.com ist nicht das erste Mal, dass wichtige Informationen über Dragonfly dem Datenschutz-Team des Unternehmens vorenthalten wurden. The Intercept berichtete im November, dass die an dem Projekt beteiligten Datenschutz- und SicherheitsmitarbeiterInnen von wichtigen Besprechungen ausgeschlossen wurden und der Meinung waren, dass die Führungskräfte sie übergangen hatten.
-
: Ein Leben ohne Apple, Microsoft, Google, Facebook und Amazon
Die Großen Fünf abwehren? Designer Oliver Hinzmann hat das für uns illustriert. : Ein Leben ohne Apple, Microsoft, Google, Facebook und Amazon Gibt es ein modernes Leben ohne die Produkte der Großen Fünf? Ein Autor der US-Version des Vice-Techmagazins Motherboard hat es ausprobiert und einen Monat lang seinen Alltag ausschließlich mit der Hilfe von freier Software oder Programmen von unabhängigen Anbietern bestritten. Daniel Oberhaus Bericht vermittelt auf unterhaltsame Art die Chancen und Fallstricke der alternativen Technologie.
Ein besonders unterhaltsamer Teil des Artikels beschreibt die Mühe des Autors damit, von Windows auf ein Linux-Betriebssystem umzusteigen:
Trotz ihrer einfachen Installation und Kompatibilität mit der meisten Software sind Ubuntu und andere Linux-Distributionen immer noch nicht Mainstream. […] Linux verletzt den ersten Grundsatz, mit dem man Leute dazu kriegt, eine Technologie zu verwenden: Nämlich dass es sich nicht so anfühlen sollte, als würde man überhaupt Technologie verwenden. Um Arthur C. Clarke zu paraphrasieren, es sollte sich wie Magie anfühlen. Linux fühlt sich nicht wie Magie an, sondern wie ein Ärgernis – zumindest, bis man herausgefunden hat, wie man eine Kommandozeile bedient. [Eigene Übersetzung]
-
: EU-Urheberrecht: Lobby-Wettlauf mit Popstars und Kondomen
: EU-Urheberrecht: Lobby-Wettlauf mit Popstars und Kondomen Eigentlich sollte eine große EU-Reform das Urheberrecht fit für das Internetzeitalter machen. Doch die Stimmen der Nutzer wurden fast völlig von großen Firmen und Verbänden übertönt, berichten Lobbywächter. Ihr Bericht zeigt die Tricks von Rechteinhabern und Tech-Konzernen.
-
: Standortdaten: Beschwerde gegen Google in sieben Staaten Europas
Wo bist Du? Google weiß viel über den Aufenthaltsort seiner Nutzer : Standortdaten: Beschwerde gegen Google in sieben Staaten Europas Google drängt Android-Nutzer mit zahlreichen Tricks zur Einwilligung in die permanente Aufzeichnung ihres Aufenthaltsortes. Verbraucherschützer von Dublin bis Athen legen nun offizielle DSGVO-Beschwerden gegen die Praktiken des Datenkonzerns ein.
-
: Google droht mit Ende für Google News wegen Plänen für Leistungsschutzrecht
Google News ist der Zeitungskiosk des Internet. Nun könnte der Dienst sich aus Europa verabschieden. : Google droht mit Ende für Google News wegen Plänen für Leistungsschutzrecht In Brüssel planen EU-Verhandler eine europaweite Abgabe selbst auf kurze Textschnipsel. Google passt das nicht in den Kram. Top-Manager Richard Gingras stellt deshalb ein Aus für seinen Aggregatorendienst Google News in Aussicht.
-
: EU-Kommission: 80 Prozent der Europäer wollen wissen, wer für politische Werbung im Netz zahlt
Wer hat für diese Werbung gezahlt? Im Netz ist das oft völlig unklar. : EU-Kommission: 80 Prozent der Europäer wollen wissen, wer für politische Werbung im Netz zahlt EU-Kommissarin Věra Jourová verrät erste Zahlen aus der nächsten Eurobarometer-Studie. Demnach fürchten viele Europäer Desinformationskampagnen bei den nächsten Wahlen. Die Kommissarin deutet strengere Transparenzregeln bei politischer Werbung für Google und Facebook an.
-
: Die echten Sieger der US-Wahlen: Google und Facebook
Politik ist in den USA ein Produkt. Selbst Politiker wie Trump sind für Facebook und Google am Ende des Tages schlicht Kunden. : Die echten Sieger der US-Wahlen: Google und Facebook Die US-Wahlen zur Halbzeit der Amtsperiode von Donald Trump sind vorbei. Neben Zugewinnen für die Demokraten im Repräsentantenhaus und der Republikaner im Senat, gibt es auch andere Gewinner: Die Online-Werbebranche und ihre Quasi-Oligopolisten Google und Facebook. Beide Firmen verdienten im Vorlauf der Wahl in den USA gemeinsam mehr als 430 Millionen US-Dollar mit politischer Werbung, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg.
Überall in den USA buchten Kandidaten und Kampagnen bei den Konzernen Werbung, meldet Bloomberg:
Der texanische Demokrat Beto O’Rourke war der größte politische Werbende auf Facebook. Er platzierte sieben Millionen Dollar an Einschaltungen, laut einer Aufstellung des Social-Media-Giganten. Das Make-America-Great-Again-Komitee von Präsident Donald Trump war der zweitgrößte Werbende, mit 3,4 Millionen Dollar. Die Präsidentschaftskampagne von Trump gab nach den Angaben weiter 2,6 Millionen Dollar aus.
Die Zahlen machen deutlich, warum es der US-Politik so schwer fällt, der Marktmacht und dem politischen Einfluss der großen Internetkonzerne Einhalt zu gebieten. Denn Online-Werbung ist inzwischen ein entscheidender Faktor bei Wahlen und bringt den Konzernen keine kleinen Beträge. Die Abgeordneten sind für Google und Facebook nicht nur Gesetzgeber, sie sind auch Kunden.
Auch im Bundestagswahlkampf 2017 nutzten alle größeren deutschen Parteien Facebook und andere Social-Media-Dienste für zielgerichtete politische Werbung. Auf diese Weise tragen die Parteien auch hierzulande den Rechtsbruch mit, der Facebooks Werbesystem zugrunde liegt, kritisierte damals der Hamburgische Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar.
-
: Sozialdemokrat und Wirtschaftsfreund: Olaf Scholz bremst EU-Digitalsteuer
Steuergegner Olaf Scholz : Sozialdemokrat und Wirtschaftsfreund: Olaf Scholz bremst EU-Digitalsteuer Bundesfinanzminister Olaf Scholz torpediert in Brüssel die Pläne für eine faire Besteuerung der Internetkonzerne. Sein Argument: Das könnte der Wirtschaft schaden. Der Sozialdemokrat könnte der Digitalsteuer damit den Todesstoß versetzt haben.