Was vom Tage übrig blieb: Herr Ober, bitte zweimal Facebook, einmal Google!

Eine US-Behörde klagt gegen den Zuckerberg-Konzern wegen Diskriminierung am Wohnungsmarkt, der österreichische Rundfunk sagt dem sozialen Netzwerk (beinahe) leise Servus und Google wird zum Konfliktmediator zwischen Kuba und Trump. Die besten Reste des Tages.

Wo bleibt der versprochene blaue Himmel? Das offenstehende Fenster gegenüber zeigt aber, dass es immerhin wärmer geworden ist /Detektivmodus aus.

Facebook Engages in Housing Discrimination With Its Ad Practices, U.S. Says (New York Times)
Die US-Bundesbehörde für Wohnbau und Stadtentwicklung klagt Facebook für Diskriminierung bei seinem Anzeigengeschäft. Das soziale Netzwerk erlaubt es Kunden, bei Immobilienanzeigen Kunden auf Basis von ethnischer und religiöser Zugehörigkeit auszuschließen. Damit verstoße Facebook gegen US-Recht, sagt die Behörde. Über die diskriminierenden Anzeigen-Optionen bei Facebook berichtete erstmals das Rechercheportal ProPublica.

ORF.at verabschiedet sich von Facebook (Orf.at)
Der österreichische Rundfunk verabschiedet sich größtenteils von Facebook. Der Grund ist eine Mischung aus der gesunkenen Reichweite durch die Algorithmusänderungen in dem sozialen Netzwerk, der Sender nennt jedoch auch politische Motive. Die Plattform habe es nicht geschafft, Hass und Desinformation in den Griff zu kriegen, heißt es in der Meldung in eigener Sache auf orf.at. Der Sender will allerdings für einzelne Sendungen wie das Nachrichten-Flaggschiff Zeit im Bild weiterhin einen Facebook-Kanal betreiben.

Google is an unlikely messenger between Trump and Cuba, insider says (Guardian)
Der kalifornische Datenkonzern kündigte an, im kommunistisch regierten Kuba beim Ausbau der bisher größtenteils von Freiwilligen betriebenen Internet-Infrastruktur zu helfen. Im Zuge des ungewöhnlichen Deals wurde Google zu einem Nachrichtenüberbringer zwischen der kubanischen Regierung und der von US-Präsident Donald Trump, berichtet der Guardian.

Jeden Tag bleiben im Chat der Redaktion zahlreiche Links und Themen liegen. Doch die sind viel zu spannend, um sie nicht zu teilen. Deswegen gibt es jetzt die Rubrik „Was vom Tage übrig blieb“, in der die Redakteurinnen und Redakteure gemeinschaftlich solche Links kuratieren und sie unter der Woche um 18 Uhr samt einem aktuellen Ausblick aus unserem Büro veröffentlichen. Wir freuen uns über weitere spannende Links und kurze Beschreibungen der verlinkten Inhalte, die ihr unter dieser Sammlung ergänzen könnt.

Eine Ergänzung

Wir freuen uns auf Deine Anmerkungen, Fragen, Korrekturen und inhaltlichen Ergänzungen zum Artikel. Unsere Regeln zur Veröffentlichung von Ergänzungen findest Du unter netzpolitik.org/kommentare. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.